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Richymuc
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Re:

von Richymuc (23.02.2009, 21:07)
... und ich bekomme täglich 100 Emails mit Viagra Werbung, dann habe ich 3 Eimer bestellt und geholfen hat es nicht. :(

Darum frage ich mich seit Monaten, liegt es an mir, oder waren es nur Fälschungen mit Brausepulver?
www.richymuc.de
Der Satirische Kreuzfahrt-Flüsterer ISBN 978-3-8370-9816-7
Feindschaftsbuch ISBN 978-3-8370-9803-7
Das erotische Freundschaftsbuch ISBN 978-3-8391-0037-0
NEU: http://www.youtube.com/watch?v=t25CNmrKaZ4

Green Mango
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Re:

von Green Mango (24.02.2009, 07:13)
Hallo
seit kurzem bekomme ich von einer diversen Firma irgendwelche DVDs zugeschickt, die ich nicht haben möchte, die irgendwelche Filme beinhalten und die ich auch noch in meinen PC einlegen soll. Ich habe die erste DVD fristgerecht zurückgeschickt. Danach war zwei Monate Ruhe, nun hatte ich die nächste im Briefkasten. Die erste habe ich sogar per Einschreiben mit Rückschein zurückgeschickt. Bei solchen Firmen ist es relativ egal was man macht! Viele werden einfach aus Angst und Unwissenheit zahlen. Briefe von irgendwelchen Inkassobüros und Mahnungen kann man auch ignorieren, sofern es sich nicht um einen gerichtlichen Mahnbescheid handelt. Und sollten dies tatsächlich eintreffen (bezweifle ich sehr stark) habe ich immer noch meinen Rückschein. Der zweite Brief von denen war sowieso lächerlich: " Schicken Sie die DVD auf keinen Fall zurück!" Sie haben auf jeden Fall eine Zahlungsverpflichtung!
Abenteuerromane Thailand www.3monate-thailand.de Romane: " Vom River Kwai bis nach Chiang Mai" "3 Monate Thailand"

Richymuc
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Re:

von Richymuc (24.02.2009, 07:34)
Hallo,

unbestellte Ware muss nicht zurückgeschickt werden.
Wäre ja noch schöner, wenn man dafür noch selber Porto zahlt.

Soviel ich weiß, muss man die Ware nur einige Zeit aufheben damit sie wieder abgeholt werden kann. Man kann es auch behalten cheezygrin

Bei Werbebriefen hilft die Aufschrift "Unbekannt verzogen"
einfach drauf schreiben und ab in den nächsten Briefkasten, kostet nix und hilft wirklich, da man dann aus der Adressenliste fliegt.

Gruß Richard
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PvO
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Re:

von PvO (06.03.2009, 16:34)
Nach intensivem googeln hab ich folgendes gefunden, ein etwas längerer, aber dafür sehr ausführlicher Text. http://forum.computerbetrug.de/infos-und-grundsatzartikel/49511-internetfallen-rechnung-mahnung-mahnbescheid-inkassobrief.html

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JMertens
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Re:

von JMertens (30.03.2009, 17:24)
Richtig so - bloß nicht zahlen! Vor dieser Seite wurde neulich sogar im Fernsehen gewarnt.

Ich selbst bin auch vor zwei Jahren auf so eine Masche reingefallen: Ein Freund hatte mir einen (harmlosen) Link geschickt ohne weiteres Deutsch. Als ich ihn anklickte, öffnete sich unbemerkt ein (bildschirmfüllendes) Popup-Fenster davor und ich füllte gutgläubig alles aus. Ein paar Tage später kam die Rechnung per Mail über ca. 60 Euro, die ich natürlich nicht bezahlte. Nach weiteren Drohmails kam dann "physische" Post von einem Inkassobüro - mit Drohungen und Einschüchterungsversuchen unterhalb jedweden Borstenviehs. Ich schrieb denen dann einen Brief zurück mit entsprechenden Bemerkungen. Das ging dann immer hin und her, bis der Betrag sich auf knapp 300 Euro belief. Dann fand ich heraus, daß das Inkassobüro von denselben Leuten geführt wird, die auch die zweifelhafte Seite betreiben. Ich drohte in meinem nächsten Brief mit Publikmachung und Anzeige. Daraufhin drohten sie mir wieder und setzten mir eine letzte Frist, bevor der Mahnbescheid abgeschickt würde. Auch diese Frist ließ ich verstreichen.

Dann war plötzlich Ruhe. Keine Zahlungsaufforderung mehr und schon gar kein Mahnbescheid.

Solche Scheinfirmen bauen auf die Angst ihrer "Kunden" vor weiteren Schritten - viele zahlen angesichts dieser Drohungen freiwillig. In solchen Fällen heißt es schlichtweg, die Nerven zu behalten. Die Firmen wissen von der Windigkeit ihrer "Geschäfte" und verfolgen die Sache nach einer gewissen Zeit nicht mehr, weil sie genau wissen, daß sie vor Gericht damit nicht durchkommen.

Daher in solchen Fällen: Ruhig Blut und keine Panik! cool1

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PvO
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Re:

von PvO (31.03.2009, 10:13)
Genau so ist es. Nach deren letzten Zahlungsaufforderung hab ich den kurz mitgeteilt, wenn sie mich weiter belästigen, werde ich es meinem Anwalt übergeben. Seit dem ist Ruhe. Das liegt schon Wochen zurück und sollte doch noch was kommen, werde ich gar nicht mehr reagieren. So wurde das auch in jener Fernsehsendung empfohlen.

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LordKotz
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Genau

von LordKotz (31.03.2009, 11:16)
Aus sitzen!
Ich habe vor ziemlich genau 1 Jahr Post von einer dubiosen Inkasso-Anwaltskanzlei bekommen die mich mit allerlei "Nettigkeiten" belästigt haben. Ziel war es eine angebliche unbezahlte Rechnung über ca. 2 Euro für Call by Call Dienste einzufordern die nun schon aufgrund der 5 Jahre die es her war auf um 30 Euro angestiegen war unter Androhung eines gerichtlichen Mahnbescheids.
Ein Anwalts-Inkasso Büro das nur über eine Teure 0190 Nr.(sowohl Telefon als auch Fax!) oder via email zu erreichen ist!
Ein Anruf bei meinem Rechtsanwalt und googlen und siehe da. Die waren bekannt wie ein bunter Hund!
Wiedererwarten hatte ich auf das Schreiben was mir der Anwalt diktierte sogar noch eine Antwort bekommen die ebenfalls voll von "Nettigkeiten" war.
Bisher habe ich keine weitere Antwort erhalten nachdem ich dazu schrieb das ich die Anwaltskammer,Verbraucherzentrale und öffentlichen Medien informieren werde war ruhe.
Wenn Du es mit selbstherrlichen Arroganzlingen zu tun hast, lächle einfach in dem Wissen, dass Arroganz die Karikatur des Stolzes ist.
www.oliver-wehse.de

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Rabert
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Re:

von Rabert (31.03.2009, 12:27)
Richymuc hat geschrieben:
Hallo,
Bei Werbebriefen hilft die Aufschrift "Unbekannt verzogen"
einfach drauf schreiben und ab in den nächsten Briefkasten, kostet nix und hilft wirklich, da man dann aus der Adressenliste fliegt.

Danke für den Tipp, wusste ich noch gar nicht.

Bei derartigen kriminellen Firmen muss (!) man zwei Dinge machen:

1. Nicht reagieren, bevor nicht der gerichtliche Mahnbescheid kommt. Dieser kommt praktisch nie (der kostet dem Absender nämlich richtig Geld), und falls doch, dem dann widersprechen.
2. Bei der Polizei wegen Betruges anzeigen, spätestens wenn der erste Drohbrief kommt. Darüber die Firma oder den Anwalt nicht informieren. Die kriegen die Info dann von Amts wegen.

Gruß

Rabert

julia07
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Re:

von julia07 (31.03.2009, 13:15)
Nicht reagieren? - Das kann auch zu ungeahntem Ärger führen!

Gestern bekam ich einen Brief der GWI, adressiert an meine Firma (ohne Ansprechpartner!) samt Probe-Fachzeitschrift auf den Tisch. In dem Anschreiben steht, dass man sich für mein Interesse bedanke und mir die erste Ausgabe gerne kostenlos überlasse. Wenn ich nicht innerhalb von 30 Tagen weitere Lieferungen abbestelle, dann erhalte ich regelmäßig dieses wertvolle Journal (für einen zu hohen Preis).

Da ich mir sicher war, dass ich zu der Firma noch nicht einmal Kontakt hatte, geschweige denn etwas angefordert hatte, beförderte ich alles zusammen in die "Ablage rund".

Etwas später holte ich es wieder heraus und googelte ein wenig herum. Dabei traf ich auf diesen Link hier: http://www.wettbewerbszentrale.de/de/ak ... ws/?id=662, der mich dann vollends stutzig machte.
Ich googelte weiter und erfuhr in einem Forum, dass diese Firma erstens ein Ableger des WEKA-Verlages ist und zweitens gerade jetzt im März wieder eine neue Kampagne der altbewährten Art gestartet hat. Trotz Verurteilung in der gleichen Sache durch das Landgericht München I!

Wenn man nicht reagiert, kommen Rechnungen ins Haus, die meistens unter 30 Euro liegen. Da viele Firmen keine wirkungsvolle Rechnungsprüfung betreiben, werden solche "Peanuts" oft ohne Nachfrage zum Zahlen gegeben.

Manche der Kunden, die Probehefte bekamen, haben innerhalb der Frist bei dem Absender angerufen und der Anruf wurde erst einmal als Auftragserteilung zur Kenntnis genommen! Danach kam ebenfalls eine Rechnung.

In dem Forum wurde dringend empfohlen, gar nicht erst zu reklamieren, sondern die Unterlagen gleich an die zuständige Staatsanwaltschaft zu schicken, da die beim Eingang mehrerer Anzeigen sofort tätig werden, wogegen die Polizei meistens sagt, sie sei nicht zuständig, was nicht stimmt, die Leute oft aber wieder von dannen ziehen lässt.

In manchen Fällen bringt "wegschmeißen" also auch noch Ärger :twisted:

LG,
Julia

Thesken

Re:

von Thesken (03.04.2009, 13:39)
Ich hatte nach meinem Umzug Anfang Oktober Probleme mit meinem damaligen Internetanbieter, weil die auf die Ummeldung erst nicht reagierten und dann nach Ende meiner Frist, als die fristlose Kündigung wegen Nichterfüllung gerade rausgehen sollte, riefen sie mich an. Die Frau am Telefon bequatschte mich solange, bis ich ihnen doch den Auftrag für den neuen Internetanschluss erteilte. Eine Widerrufsbelehrung erhielt ich am Telefon allerdings nicht!

Zwei Tage später hatte ich die Nase endgültig voll von denen und schickte den Widerruf des telefonisch erteilten Auftrags mit Einschreiben / Rückschein. Trotzdem bekam ich die Hardware und den Technikertermin. Ich schrieb erneut und teilte ihnen noch einmal deutlich mit, dass ich den Vertrag fristgerecht widerrufen habe und für keinerlei Kosten im Zusammenhang damit aufkommen werde. Trotzdem stand der Techniker irgendwann vor meiner Tür (und zog unverrichteter Dinge wieder ab, da ich ihn nicht reinließ). Ich bin mit der Sache dann zum Anwalt gegangen, da mir mit Inkassobüro und Anwalt gedroht worden war.

Inzwischen weiß ich, dass das eine leere Drohung war, da ca. einen Monat später erneut eine Mahnung der REchnugsstelle des Internetanbieters kam mit genau der gleichen Drohung. Das war Mitte Januar. Seitdem habe ich nur eine Gutschrift (wegen was auch immer) bekommen, die aber nicht überwiesen wurde, aber weder neue Mahnung noch Post vom Inkassobüro ...

Mein Anwalt meinte auch, ich solle das jetzt einfach aussitzen. Sollte die Sache wirklich vor Gericht gehen, habe ich gute Chancen, zu gewinnen und der Anbieter könnte dann richtige Probleme mit ziemlich vielen verar*** Kunden bekommen ... deshalb gehe ich mal stark davon aus, dass sie ein Gerichtsurteil zu meinen Gunsten nicht riskieren würden.

Also gleiche Masche: REchtswidrig handeln und dann drohen, um trotzdem ans GEld zu kommen. Soll leider in den letzten Jahren bei vielen großen Internet- und TElefonanbietern normal geworden sein ... :?

Liebe Grüße und ein dickes Fell wünscht
Theresa

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Rabert
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Re:

von Rabert (03.04.2009, 13:56)
Entscheidend ist der gerichtliche Mahnbescheid. Dem muss man offiziell widersprechen. Dann geht die ganze Sache vor's Gericht. Dort muss der Kläger dann den Auftrag des Kunden vorlegen. Dies ist regelmäßig bei solchen Firmen nicht möglich, oder nur in einer Form, die nicht rechtskräftig ist. Darum kommt kein gerichtlicher Mahnbescheid.

Alles was außergerichtlich ist, kann man getrost ignorieren, wenn der Grund für die Mahnungen tatsächlich nicht existiert. Wer reagiert, kommt auf die Liste der "Besorgten und Unsicheren", und wird dann mit besonderer Aufmerksamkeit weiter betreut.

Gruß

Rabert

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JMertens
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Wohnort: Altena/Westf.

Re:

von JMertens (04.04.2009, 00:05)
Vor allem darf man sich nicht durch die Angabe einschüchtern lassen, man könne den Auftrag anhand der IP nachvollziehen. Die Ip müßte dann im Streitfall nämlich von dem jeweiligen Anbieter freigegeben werden, was aber in den meisten Fällen laut AGB gar nicht gemacht werden darf. Möglich ist das nur in schwerwiegenden Strafgerichtsverfahren - es muß dann von der Staatsanwaltschaft beantragt werden. Da aber solcher Kleinkram grundsätzlich zivilrechtlich verhandelt wird, gibt es auch keine Herausgabe der Ip. Es handelt sich also um völlig leere Drohungen, und das wissen die selbsternannten Gläubiger auch. Daher kommt es auch in den seltensten Fällen überhaupt zu einem gerichtlichen Mahnbescheid.

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