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Buchblock, Cover, Print on Demand, E-Book-Konvertierung: Euer Forum rund um die Bucherstellung.


holz

Re:

von holz (16.03.2009, 11:14)
MarleneGeselle hat geschrieben:
Guten Morgen,

also ich habe bis jetzt die Fotos auch selber gemacht. Ich musste weder lange suchen, irgendwelche Zugeständnisse machen und war auch rechtlich auf der sicheren Seite.


kann aber auch schief gehen (siehe schlösserstifung potsdam)
http://www.pro-panoramafreiheit.de/

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hawepe
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Re:

von hawepe (16.03.2009, 11:45)
Hallo,

holz hat geschrieben:
kann aber auch schief gehen (siehe schlösserstifung potsdam)
http://www.pro-panoramafreiheit.de/


Ein skandalöses Urteil, das sich in die von Rot-Grün eingeleitete neue Richtung im Urheberrecht einordnet. Das Entscheidende an diesem Urteil ist nämlich nicht, dass die Urheber Geld erhalten sollen, sondern die Verwerter. Der Urheberschutz für die Schlösser ist längst abgelaufen, Nutznießer ist vielmehr die Stiftung Preußischer Schlösser und Gärten.

Beste Grüße,

Heinz.

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MW
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Re:

von MW (16.03.2009, 20:22)
kaum zu fassen. ich war fest davon ausgegangen, dass die klage scheitern würde. Immerhin: Die Stiftung hat die Aufgabe, die Kulturgüter (...) der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und die Auswertung dieses Kulturbesitzes für die Interessen der Allgemeinheit (...) zu ermöglichen.

Lesen die Leute eigentlich ihre eigene Satzung?
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Mick Baxter
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Re:

von Mick Baxter (16.03.2009, 21:42)
Rainer Paul hat geschrieben:
Bisher habe ich alle Bilder, Cover und im Buch, selbst gemacht.
Das gibt mindestens in dem Bereich Sicherheit.
Rainer

Auch mit selbstgeknipsten Fotos kann man die Rechte anderer verletzen. Z.B. das Persönlichkeitsrecht.

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Valerie J. Long
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Re:

von Valerie J. Long (17.03.2009, 07:48)
Mick Baxter hat geschrieben:
Auch mit selbstgeknipsten Fotos kann man die Rechte anderer verletzen. Z.B. das Persönlichkeitsrecht.


Man sollte lieber nur noch Bienchen und Blümchen im eigenen Garten fotografieren. Aber - Vorsicht! - die Blume sollte keinem Warenzeichen ähnlich sehen!
:roll:

holz

Re:

von holz (17.03.2009, 08:22)
Valerie J. Long hat geschrieben:
Mick Baxter hat geschrieben:
Auch mit selbstgeknipsten Fotos kann man die Rechte anderer verletzen. Z.B. das Persönlichkeitsrecht.


Man sollte lieber nur noch Bienchen und Blümchen im eigenen Garten fotografieren. Aber - Vorsicht! - die Blume sollte keinem Warenzeichen ähnlich sehen!
:roll:


biene maja auf glücksklee - das kann teuer werden

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Valerie J. Long
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Re:

von Valerie J. Long (17.03.2009, 08:40)
holz hat geschrieben:
biene maja auf glücksklee - das kann teuer werden

:roll:
Oh ja.

Dann fotografiere ich eben einen Kiesel.
blink3
Oh nein!
Das gibt Ärger mit Stepstone!

Einfarbig, ohne Motiv?
Aber bitte nicht Magenta.

Diese Welt ist verrückt.
cool5

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MW
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Re:

von MW (17.03.2009, 10:42)
auch nicht wirklich verständlich, warum jedes knipse-foto dem urheberrecht unterliegt, bei gestaltungsarbeiten aber nur dann ein urheberrecht vorliegt, wenn die arbeit ein außerordentliches maß an gestaltungshöhe erreicht hat. hier sollte man doch das recht vereinheitlichen: entweder greift immer der urheberschutz, sobald ein urheber (fotograf, designer, künstler blablabla) etwas schafft - oder der schutz greift erst dann, wenn eben die besondere gestaltungshöhe erreicht ist. mit letzterer lösung könnte ich übrigens prima leben ... denn wie man an den jüngsten beispielen zum thema fotografie sieht, ist dies auf dauer wohl der einzig gangbare weg. andernfalls wird man nicht umhinkommen, immer gegen irgendein recht zu verstoßen: denn das fahrrad kann man bekanntlich nur 1x erfinden.
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JMertens
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Re:

von JMertens (30.03.2009, 17:54)
Ich finde das Urheberrecht auch völlig überzogen, und seine Kompliziertheit könnte den Eindruck erwecken, es sei eins zu eins aus dem Talmud übernommen.

Klar im Vorteil sind Autoren wissenschaftlicher Abhandlungen. In dem Fall kann man sich nämlich auf das Bildzitatrecht berufen und - solange das Bild in nachvollziehbarem Kontext zum Thema steht und mit einer Quellenangabe versehen ist - braucht nicht überall Genehmigungen einholen. Allerdings sollte man auch hier aufpassen, daß man das Bild oder bestimmte Elemente desselben nicht mit dem Geschriebenen diffamiert. Da gab es neulich hier auch einen interessanten Faden zu, den ich aber leider nicht mehr wiederfinde.

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hawepe
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Re:

von hawepe (30.03.2009, 19:35)
Hallo,

JMertens hat geschrieben:
Ich finde das Urheberrecht auch völlig überzogen,


Wie ich schon mal geschrieben habe, wenn mein Vermieter, mein Stromversorger, Lebensmittel- und Bekleidungsgeschäfte, Verkehrsunternehmen usw. ihre Leistungen und Waren mir kostenlos zur Verfügung stellen, bin ich gerne bereit, mich mit meinen Texten und Bildern zu revanchieren smart2

Meine Texte und Bilder sind nämliche u.a. die Leistungen, aus deren Verkauf ich meinen Lebensunterhalt bestreite.

und seine Kompliziertheit könnte den Eindruck erwecken, es sei eins zu eins aus dem Talmud übernommen.


Die Kompliziertheit resultiert wohl eher aus der Phantasie jener, die sich urheberrechtlich geschützte Leistungen unentgeltlich unter den Nagel reißen wollen.

In der weitaus größten Zahl der Auseinandersetzungen ist die Lage völlig eindeutig. Lese einfach mal ein wenig in diesem Forum, in wievielen Postings ganz offen zugegeben wird, dass man sich bei anderen ganz ungeniert bedient, weil die es doch sowieso nicht merken.

Die Zahl der tatsächlich komplizierten Fälle ist verschwindend gering. Und da geht es in der Regel auch nicht um Urheberrechts-, sonderm Markenrechtsprobleme. Aber selbst da wären viele Auseinandersetzungen nicht nötig, wenn vorher ein wenig überlegt und recherchiert würde.

Beste Grüße,

Heinz.

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Rabert
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Re:

von Rabert (30.03.2009, 19:52)
Ich bediene mich auch in der Regel bei pixelio, das Header-Foto meiner neuen (im Aufbau befindlichen) Webseite ist von dort. Das Cover-Foto für mein Buch habe ich übrigens von der NASA. Da steht aber auch explizit bei, dass dieses Bild copyright-frei ist.

Gruß

Rabert

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JMertens
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Re:

von JMertens (30.03.2009, 19:55)
Ich meinte damit auch nicht den "Bilderklau", sondern eher die Unterkategorien wie das zu Recht von Dir erwähnte Markenrecht (wenn zufällig auf den Bildern was zu sehen ist, was der Hersteller aber nicht will). Natürlich soll geistiges Eigentum geschützt werden, keine Frage.

Aber Gesetze werden eben nur allzu oft von spitzfindigen Anwälten kommerziell ausgebeutet, sodaß im Prinzip schon mit jedem Snickers-Papier, das irgendwo herumliegt, die Welt etwas an Freiheit einbüßt, da dieses ja mit auf ein Foto geraten könnte. Die Regelung mit dem sogenannten Beiwerk bedarf daher m. E. einer dringenden Reform.

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hawepe
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Re:

von hawepe (14.04.2009, 09:27)
Hallo,

da die Wikipedia eine beliebte Quelle für kostenlose Bilder ist, hier ein Link auf eine Meldung bei Heise. Leider muss man auch bei der Nutzung von Wikipedia-Bildern sehr vorsichtig sein.

Beste Grüße,

Heinz.

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JMertens
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Re:

von JMertens (14.04.2009, 10:36)
Vielen Dank für den Link.

Stimmt, auch da ist Vorsicht geboten. Ich finde den Weg der Unterlassungserklärung aber schon ganz in Ordnung, wenn man damit den finanziellen Ruin vermeiden kann.

Was mich halt aufregt, ist das Lauern so mancher Rechtsanwälte in der Hinsicht. Es schießt sicherlich über das Ziel hinaus, wenn sich manche Leute schon über Urheberrechtsverletzungen freuen, weil dadurch Geld hereinkommt. Das ist nicht Sinn und Zweck der Sache.

Die Creative Commons License ist aber eigentlich recht übersichtlich. Es gibt da ja verschiedene Versionen, die aber jeweils klar und deutlich zum Ausdruck bringen, was man mit der jeweiligen Datei anstellen darf und was nicht.

julia07
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Re:

von julia07 (14.04.2009, 13:11)
An dem hier beschriebenen Fall kann ich nichts "Verwerfliches" finden. Die Urheberin hat offenbar klare Ansagen zur Nutzung ihrer Werke gemacht und ein paar Leute haben das erst nach einer Mahnung abgestellt. Wenn nun einer glaubt, trotzdem im Recht zu sein, wenn er die Werke ohne Urheberangaben nutzt, muss er eben mit solchen Streitigkeiten rechnen.

Mit den Abmahnwellen hat dieser Fall auch nichts zu tun, denn er wurde ja direkt von der Urheberin initiiert und nicht durch systematisches Suchen eines Abmahnanwalts. Für mich ist das ein großer Unterschied.

Ein Risiko sehe ich, bei Einhaltung der bei jedem Wikipedia-Foto angegebenen Nutzungsbedingungen, nicht. Jeder, der diese Bedingungen aufmerksam liest, weiß sowieso, dass sie nicht einheitlich sind, bzw. nicht notwendigerweise einem Freibrief gleichkommen.

Ob die Frau Urheberin mit ihren Sonder-Nutzungsbedingungen der Wikipedia-Philosophie widerspricht, sollen die unter sich ausschnapsen. :wink:

LG,
Julia

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