Blicke nicht durch

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womanizer
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Blicke nicht durch

von womanizer (31.03.2009, 21:59)
Hm also hallo erstmal,

jetzt komme ich doch schneller voran mit der Story von Carla, die zu Karl, einem echten Mannweib mutiert. Hab schon 80 Seiten mit Episoden gefüllt. Jetzt habe ich Blut geleckt.
Schätze das werden so 150 Seiten.
Jetzt habe ich gehört, dass Lektorat und so ein Kram echt empfohlen werden. Naja, die Patte hat nicht jeder. Reicht es nicht, es selbst zu korrigieren, und den ein oder anderen Fehler zu riskieren. Ich meine die Story zählt doch oder? Oder werden mir die Leutz das Ding um die Ohren hauen, wenn ein paar Schnitzer drin sind. Ich sehe das ja nicht so eng, aber vielleicht der Leser, so es einen geben wird.
Was meint ihr. Soll ich mir fürs Lektorat noch ein paar Moppen bei Mc. Donalds dazuverdienen oder so?

Gruß
Tim

M-F Hakket
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Re:

von M-F Hakket (31.03.2009, 22:04)
Hi Tim,
frag dich selber, ob du damit leben könntest, wenn die Leser dir erklären, dass das Buch aufgrund von zu vielen Fehlern oder Logikschnitzern sch... ist.

Ich persönlich bin der Meinung, dass man aus einem Buch, das man veröffentlichen will, das bestmöglichte herausholen sollte.

Letztlich musst du das aber wissen.

Gruß
Hakket

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Fanagusin
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Re:

von Fanagusin (31.03.2009, 22:19)
Hi Tim,

im Grunde bin ich der Meinung meines vor schreibers. Ich würde aber zuerst zu einem Freund gehen und das mit ihm zusammen Korrigieren. Sicher das dauert lange aber es macht mir zu mindestens einen heiden Spaß, und fehler frei ist es nicht. Und so hast du diregt einen Kritiker der dir auch gerne bei Formulierungen helfen kann. Ist doch besser als das diregt zu einem Profi zuschicken und dafür Geld zuzahlen.

Nach meiner meinung ist aber ein Lektor nicht zu ersetzen.


lg
fana
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JMertens
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Re:

von JMertens (01.04.2009, 00:33)
Ich habe mal die wundersame Erfahrung gemacht, mit einem lektorierten Buch reingefallen zu sein. Wie ich später feststellte, kam die Rohfassung wesentlich besser an. Ein Lektor maßt sich nämlich auch gerne an, selbstherrlich Sätze herumzudrehen und Worte auszuwechseln.

Bei einer Geschichte hatte er Worte modernisiert, weil sie ihm zu altmodisch erschienen. Gerade das war aber das wesentliche Element der Story. Mein Manuskript hatte er jedenfalls gründlich versaut, seitdem mache ich das lieber selbst, auch wenn sich hie und da noch Fehler einschleichen.

Es braucht nämlich nebenbei bemerkt niemand glauben, daß ein Lektor - außer bei seinem Honorar - grundsätzlichfehlerfrei ist bzw. alle Fehler im Manuskript findet. Man sollte bedenken, daß solche Leute den Text höchstens ein bis zwei Mal durchgehen. Ich habe schon ein und denselben Text fünf bis zehn Mal durchgeackert und immer noch Fehler gefunden. Und wenn ich auch Bücher von namhaften Verlagen nach Fehlern durchsuche, werde ich immer fündig.

Daraus ergibt sich, daß auch Lektoren nicht unfehlbar sind.

In erster Linie geht es um hammerharte Fehler, die ganze Sätze zu entstellen vermögen. Keiner wird einem den Kopf abreißen, wenn mal ein Komma falsch gesetzt wurde.

Aber das muß natürlich jeder selbst wissen. Für mich ist das Preis/Leistungs-Verhältnis irgendwie nicht gegeben.

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PvO
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Re:

von PvO (01.04.2009, 08:17)
Es braucht nämlich nebenbei bemerkt niemand glauben, daß ein Lektor - außer bei seinem Honorar - grundsätzlichfehlerfrei ist bzw. alle Fehler im Manuskript findet.

Genau diese Erfahrung hab ich auch machen müssen und kam zu der Feststellung, dass einer allein nie und nimmer ein so umfangreiches Textdokument, wie es ein Manuskript nun mal ist, korrigieren kann.

Detlef Schumacher
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Re:

von Detlef Schumacher (01.04.2009, 08:50)
Hallo Fanagusin, deine Rechtschreibung hätte einen Lektor unbedingt nötig. Veröffentlichst du in diesem Deutsch auch?

JMertens' Einschätzung schließe ich mich - da ich ähnliche Erfahrungen machen musste - voll an.

Gruß,
Detlef

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MarleneGeselle
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Re:

von MarleneGeselle (01.04.2009, 08:56)
Guten Morgen,

besonders letzterem kann ich mich nur anschließen.

Mein Vorschlag: Einen Dudenkorrektor anschaffen und erst einmal klein bei Rechtschreibung und Grammatik anfangen. Bei solchen Arbeitsgängen finde ich übrigens immer wieder selber kleinere Fehler.

Spreche einen guten Freund - keinen Jasager! - drauf an, das Buch einmal zu lesen und spontan seine Meinung zu sagen. Besonders zum Thema Logikfehler!

Geht es um Sachliches, ist beim Lektor sogar Vorsicht geboten. Bei meinen Frühmittelalter-Krimis habe ich da nahezu Horrorgeschichten erlebt. Die Damen und Herren sind für gewöhnlich Germanisten und kennen sich nur mit Sprache aus. Von den Inhalten selbst ...

Wenn die Möglichkeit besteht, lass dir Titel nennen, die der Lektor bearbeitet hat und beschaff dir ein solches Buch. Dann siehst du ja, was Sache ist.

Liebe Grüße
Marlene
Es gibt kein größeres Laster als Tugend im Übermaß.
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Andreas T.
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Re:

von Andreas T. (01.04.2009, 10:09)
Goodbye!
Zuletzt geändert von Andreas T. am 30.07.2009, 10:21, insgesamt 1-mal geändert.

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JessM
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Re:

von JessM (01.04.2009, 10:44)
Zuviele Fehler stören den Lesefluß und machen eine noch so gute Geschichte mieß.

Bist du jedoch stark in Grammatik und den ganzen Kram, kannst du das natürlich alleine machen. Aber vier Augen sehen mehr als zwei und sechs Augen mehr als vier.

Aber am Ende bleibt alles dir selber überlassen.

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Judith
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Re:

von Judith (01.04.2009, 12:00)
Obwohl ich in Rechtschreibung und Grammatik relativ gut bin, haben meine BoD-Bücher noch zwei Leute gegengelesen, die dann auch noch einige Fehler gefunden haben. Zwar sind immer noch ein paar drin, aber nicht so, dass sich Leute ernsthaft beklagt hätten. Wäre mir auch peinlich ...

Ich denke mal, auch wenn man meint, in der Rechtschreibung sicher zu sein, sollte man Gegenleser haben. JMertens hat ja auch x-mal kontrolliert und ich könnte auf jeder Seite den Rotstift ansetzen. :wink:

Grüßle,
Judith
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JMertens
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Re:

von JMertens (01.04.2009, 12:57)
Judith, Du kannst den Rotstift (hoffentlich) wieder einpacken. Ich habe seit unserer gestrigen Unterredung alle drei Bücher noch einmal überarbeitet und sowohl die Interpunktierung nach wörtlicher Rede sowie die ß-Fälle modifiziert. smart2 book:

Werde sie im Laufe des Tages abschicken. :wink:

womanizer
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Re:

von womanizer (01.04.2009, 14:00)
Hey,

danke auch Leutz. Das find ich ja echt Klasse, wie schnell ihr was sagt. Bin zwar immer noch unschlüssig, werde mir aber die Sonderschichten nicht um die Ohren hauen deswegen. Ich will ja auch nicht, dass so ein Lektor meine Geschichte verändert. Ich meine, der hat ja nicht erlebt, was ich erlebt hab. Da warte ich mal bis die Kiste fertig ist, und dann geb ichs einem Kumpel. Der war in Deutsch immer ein Ass. Ein Ja-Sager ist der garantiert nicht. Eher krasser Typ mit Mum im Maul. Ein paar Kröten soll er ruhig haben dafür.

Jetzt muss ich nur noch gucken, dass ich meine Zeichnungen unterbringe. Clara verändert sich ja zu Karl, und da kommt dann alle zig Seiten eine Strichzeichnung von mir rein (kann ganz gut Skizzen machen und so), die zeigt, wie aus einem hübschen Medel (zeichnungstechnisch gar nicht so einfach) ein beastface wird (das geht easier cheezygrin ).

Ich halt euch auf dem Laufenden, was draus wird. Danke erstmal.

Gruß Tim

ach ja, an Andreas: Ich hab schon genaue Vorstellungen was ich schreiben soll. Klarer Fakt. Warum ich schreibe: Ja logo, weil ichs selbst erlebt hab, was abgegangen ist zwischen mir und meiner Ex. Das muss raus, allerdings nicht autobiografisch. Das Schreiben selbst ist nur Mittel zum Zweck. Aber ich krieg das schon auf die Reihe.

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (01.04.2009, 14:36)
womanizer hat geschrieben:
Warum ich schreibe: Ja logo, weil ichs selbst erlebt hab, was abgegangen ist zwischen mir und meiner Ex. Das muss raus, allerdings nicht autobiografisch. Das Schreiben selbst ist nur Mittel zum Zweck. Aber ich krieg das schon auf die Reihe.


Hmm...

Therapeutisches Schreiben, und das in der Öffentlichkeit?
Das könnte gefährlich werden, wenn dein Buch veröffentlicht ist und dann von jemanden heftig kritisiert wird, insbesondere wenn die Kritik sich mit der Gefühlswelt der Hauptfiguren befasst.

LG
Siegfried
Korrektorat: 1,- Euro zzgl. 19 % USt. pro angefangene 1.000 Zeichen // Layout Buchblock: 1,- Euro pro Seite zzgl. 19 % USt. // Buchcover 20,- oder 30,- Euro inkl. 19 % USt. // Sonderpreise auf Anfrage per E-Mail oder PN

Andreas T.
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Re:

von Andreas T. (01.04.2009, 18:29)
Goodbye!
Zuletzt geändert von Andreas T. am 30.07.2009, 10:21, insgesamt 1-mal geändert.

womanizer
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Ok ich geh

von womanizer (01.04.2009, 19:34)
Andreas T schrieb:
Ehrlich gesagt, Womanizer, geht mir dein Schreibstil ziemlich auf die Nerven.


OK, kein Problem. Ich wollte hier keinem auf den Senkel gehen. Ich bin wie ich bin. Und mein Deutsch ist doch so schlecht nicht, oder?

Egal. Deutliche Worte verstehe ich eh am besten.

Tschüssi

Tim

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