Satzblock usw

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daniela71
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Satzblock usw

von daniela71 (17.09.2007, 20:39)
Hallo meine Lieben,

ich möchte meinen Roman, der bereits 2000 über einen normalen Verlag veröffentlicht wurde, erneut über BoD an die Öffentlichkeit bringen. Probleme habe ich in erster Linie beim Satz (Satzlayout usw.) Ich möchte meinen Roman als Taschenbuch in der Größe 12x19 herausbringen und bräuchte dringend Hilfe. Ich arbeite mit Open Office Writer, komme aber leider mit der Seiteneinstellung, Textgröße, Zeilenabsand etc pp nicht zurecht. Könnte mir bitte jemand Hilfe leisten, wäre sehr dankbar.

Liebe Grüße, Daniela

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hawepe
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Re: Satzblock usw

von hawepe (17.09.2007, 21:53)
Hallo Daniela,

daniela71 hat geschrieben:
ich möchte meinen Roman, der bereits 2000 über einen normalen Verlag veröffentlicht wurde, erneut über BoD an die Öffentlichkeit bringen.


Ist das Buch denn vergriffen und nicht mehr lieferbar?

Probleme habe ich in erster Linie beim Satz (Satzlayout usw.) Ich möchte meinen Roman als Taschenbuch in der Größe 12x19 herausbringen und bräuchte dringend Hilfe. Ich arbeite mit Open Office Writer, komme aber leider mit der Seiteneinstellung, Textgröße, Zeilenabsand etc pp nicht zurecht.


Eigentlich ist das so ziemlich einfach. Beschreib doch mal dein Vorgehen und wo du haengst. Dann ist es leichter, dir zu helfen.

Beste Gruesse,

Heinz.

daniela71
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Re: Satzblock usw

von daniela71 (17.09.2007, 22:01)
hawepe hat geschrieben:
Hallo Daniela,


Ist das Buch denn vergriffen und nicht mehr lieferbar?


Hallo Heinz,
ich habe mich nach der ersten Auflage von meinem Verlag getrennt und habe wegen unüberwidlichen Diskrepanzen einen Auflösungsvertrag gefordert. Trotzdem hänge ich an meinem Roman, und zu Zeiten der Veröffentlichung hatte er recht gute Rezensionen, so dass ich ihn gerne wieder veröffentlichen möchte.

Tja, wo hängts :-) Ich bin mit der nochmaligen Korrektur fertig und habe mich heute fast den ganzen Tag durchs Netz geschlichen, um Informationen über das Satzlayout usw. zu finden. Mit Open Office soll das schwer gehen und ein dtp-Programm wie Pagemaker o.ä habe ich nicht. Ich möchte natürlich, dass das Buch auch ansehnlich ist... vom Satz und vom Cover. Eigentlich könnte ich Hilfe in jeder Beziehung diesbezüglich gebrauchen. In erster Linie natürlich zum Seitenlayout... Schriftart und -größe, Seitenränder usw.

LG Dani

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hawepe
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Re: Satzblock usw

von hawepe (17.09.2007, 22:36)
Hallo Daniela,

daniela71 hat geschrieben:
ich habe mich nach der ersten Auflage von meinem Verlag getrennt und habe wegen unüberwidlichen Diskrepanzen einen Auflösungsvertrag gefordert.


Manchmal denken Autoren, dass es ja IHR Manuskript sei und sie deshalb auch frei ueber dieses verfuegen koennten. Und unerlaubte Parallelausgaben koennen da eben ziemlich teuer werden.

Tja, wo hängts :-) Ich bin mit der nochmaligen Korrektur fertig und habe mich heute fast den ganzen Tag durchs Netz geschlichen, um Informationen über das Satzlayout usw. zu finden. Mit Open Office soll das schwer gehen und ein dtp-Programm wie Pagemaker o.ä habe ich nicht.


Es geht mir OpenOffice, und wenn man sich etwas tiefer einarbeitet, auch recht gut. Klar, es ist kein DTP- und kein Textsatzprogramm, aber man kann viel mehr herausholen, als es die meisten tun.

Eine Alternative waere sonst LaTeX, ist kostenlos und im naturwissenschaftlich-mathematischen Satz ziemlich verbreitet. Ich setze damit alles.

Ich möchte natürlich, dass das Buch auch ansehnlich ist... vom Satz und vom Cover. Eigentlich könnte ich Hilfe in jeder Beziehung diesbezüglich gebrauchen. In erster Linie natürlich zum Seitenlayout... Schriftart und -größe, Seitenränder usw.


Als erstes solltest du ueber das Buchformat entscheiden. Egal bei welchem Book-on-Demand-Dienstleister du verlegst, eigentlich alle stellen einige Formate zur Wahl.

Danach kannst du an den Satzspiegel gehen. Ein recht gutes Ergebnis erhaelt man, wenn man mit einem Neunerraster arbeitet, d.h. die Seite gedanklich in 9 Spalten und 9 Reihen aufteilt. Unten und aussen bleiben 2 Reihen bzw. Spalten frei, oben und innen je eine. In den Freiraum unten kommen dann die Seitenzahlen.

Wenn dir die Raender zu gross sind, kannst du auch ein Zehner-, Elfer-, Zwoelfer- usw. Raster benutzen.

Fuer die Schrift muesstest du mehr ueber den Inhalt deines Buches verraten. Ein Mittelalterroman mit einer modernen Schrift sieht ebenso unpassend aus wie ein futuristischer Roman in einer gebrochenen Schrift.

Beste Gruesse,

Heinz.

julia07
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Re:

von julia07 (17.09.2007, 22:41)
Hallo Dani,

das, was ich Dir jetzt sage, wird zwar so manchem hier den Magen rumdrehen, aber ich tue es trotzdem cheezygrin

Also, als erstes würde ich Dir raten, alle Taschenbücher durchzublättern, deren Du habhaft werden kannst, und danach zu durchforsten, was Dir gefällt und was nicht. Dabei achtest Du auf die Abstände der Ränder, die Schrift, die Schriftgröße, das Layout, und was auch immer.

Dir wird bald klar sein, was auf Deine Wunschliste kommt und was nicht.

Dann nimmst Du ein leeres Dokument (egal, ob MS Word oder Open Office) und richtest unter "Datei", "Seite einrichten", "Format" Deine Seite ein. Wähle "Benutzerdefiniert" und gebe die Seitengröße ein (z. B. 12 x 19).

Jetzt fehlen noch solche Dinge wie "Seiten gegenüberliegend" usw.

All diese Dinge kannst Du jederzeit nachbessern!

Am Ende speicherst Du alles unter einem neuen Namen ab (als Formatvorlage).

In diese Vorlage kannst Du nun Deinen Text reinkopieren.

Bei der Schriftgröße und dem Schrifttyp hast Du diverse Möglichkeiten. Ich arbeite meistens mit Garamond/11 pt als Normalschrift.

Auf der BoD-Homepage gibt es übrigens an diversen Stellen auch Informationsblätter zu diesem Thema (pdf), auch zur Titelei!

Habe keine Hemmungen mehr zu fragen, wir haben alle irgendwann einmal angefangen :wink:

LG, Julia
Zuletzt geändert von julia07 am 17.09.2007, 23:03, insgesamt 1-mal geändert.

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hawepe
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Re:

von hawepe (17.09.2007, 22:49)
Hallo Julia,

julia07 hat geschrieben:
das, was ich Dir jetzt sage, wird zwar so manchem hier den Magen rundrehen, aber ich tue es trotzdem cheezygrin


Ja, ich weiss, eine Million Fliegen koennen nicht irren ;-) ;-)

SCNR :-)

Heinz.

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Judith
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Re:

von Judith (18.09.2007, 02:06)
Hallo Daniela,

hast du dich hier schon umgesehen? Damit bin ich prima zurecht gekommen!

Grüßle,
Judith
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roland_lange

Re:

von roland_lange (18.09.2007, 07:17)
Hallo Daniela,

ein ausgezeichnetes Satzprogramm, das jeder kennt, war vor zwei oder drei Monaten für lau zu bekommen, und zwar QuarkXpress 5.5
Klar, man muss sich einarbeiten, aber wenn es flutscht, dann ist man für alle kommenden Satzarbeiten gerüstet. Ich denke, die Einstellungen sind mit denen von InDesign (beschrieben bei BoD) zu vergleichen.
Die Frage, die jetzt sicher kommt: Wo gibt es das?
Meine Antwort: Ich müsste jetzt auch nochmal recherchieren. Anfangen würde ich bei der Zeitschrift "Com! online" Die hatten die CD-Rom vor zwei oder drei Monaten im Heft. Vielleicht bekommt man die Hefte noch.
Ansonsten muss ich leider sagen, dass ich die Satzerstellung weder mit Word, noch mit irgend einem anderen Textverarbeitungsprogramm empfehlen kann.
Ach ja, neben LaTex gibt es noch das Open Source Programm "Scribus" im Netz zum Download. Das erfüllt auch die gängigen Ansprüche.

Gruß
Roland

Razorback
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Re:

von Razorback (18.09.2007, 10:02)
Hallo,

vor ca. 6 Wochen konnte ich das Sonderheft des PC-Magazins mit "QuarkXPress noch direkt beim Verlag online bestellen. Ansonsten wird die Ausgabe, bzw. die beigelegte CD, häufig bei ebay angeboten.

Gruß

Razorback

g.c.roth

Re:

von g.c.roth (18.09.2007, 12:39)
Hallo,
im Online-Katalog von www.pearl.de wird QuarkXPress noch angeboten!

LG Gruß

daniela71
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Oha... 19,10 € - das ist happig

von daniela71 (21.09.2007, 08:14)
Hallo meine Lieben,

anbei möchte ich mich für eure Hilfe bedanken. Soweit habe ich den Buchblock nun erstellt. Als ich dann vorgestern mein neues Projekt bei Bod.de angelegt habe, kam so ziemlich zum Schluss der absolute Supergau. Ich will mit meinem Buch nichts Dolles verdienen, es geht mir in erster Linie ums Gelesen-werden. Daher dachte ich mir vorab, mein Buch so günstig wie möglich zu verkaufen.... tja, wagemutig wollte ich es mit 9,90 einstellen.... Bod.de nahm erst einen Preis ab 19,10... wobei für mich 0,04 € pro verkauftes Buch herausspringen würden. 19,10 !!! Das ist für ein Taschbuch mit 376 Seiten ja ein nahezu astronomischer Preis, den wohl kaum ein Leser für einen (noch dazu) nahzu Noname-Autor ausgeben würde. Wie kann ich den Preis drücken.... habe ich da Möglichkeiten, wie z.B das Reduzieren der Seiten durch kleinere Schrift und Wahl eines größeren Covers?? Ich weiss, dass mein damaliger Lektor immer gesagt hatte, wir müssen die Seiten reduzieren und unter 300 halten, da der Druckpreis sosnt zu hoch wird. Ich habe wirklich keine ausgefallenen Ausstattung gewählt, 12X19, Cover matt, nur eben 376 Seiten. Meine Frage also: Habe ich eine Möglichkeit, mein Buch so umzugestalten, dass ich wenigstens auf einen Preis von 15,90 kommen... zu diesem Preis wurde das Buch zuvor von meinem Verlag auch verkauft. Und der hat auch nur über bod.de drucken lassen.

LG Dani

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Judith
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Re:

von Judith (21.09.2007, 11:57)
Hallo Dani,

die nächste Größe wäre sicher bei solch einem "Schinken" noch in Ordnung, das höchste der Gefühle bei der Größe aber A 5 (14,8 cm x 21,0 cm).

Wenn du magst, schicke mir doch mal 3 Seiten mit viel Text aus deinem Manuskript in der Größe 12 x 19 (am besten als Word-Datei). Adresse mail at judith-lehuray.de. Dann sehe ich mir mal an, was ich zu Größe, Schrift, Rand etc. meine. Nicht, dass meine Meinung das Maß aller Dinge wäre, aber eine Zweitmeinung eines Zweit-BoD-'lers kann ja nicht schaden.

Wenn du den Buchblock neu machst, nicht vergessen, dass sich alle Daten beim Cover ändern. Vor allem auch der Rücken.

Grüßle,
Judith
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jola
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Re: Satzblock usw

von jola (23.09.2007, 23:50)
daniela71 hat geschrieben:

ich möchte meinen Roman, der bereits 2000 über einen normalen Verlag veröffentlicht wurde, erneut über BoD an die Öffentlichkeit bringen.



Hast Du Dich schon wegen des Vertrags von einem Anwalt, der sich in dem Bereich wirklich gut auskennt, beraten lassen? Denn sooo einfach ist es nicht, das Buch zu nehmen und damit tun and lassen, was man will. Normalerweise überträgst Du ja im Autorenvertrag die ausschließlichen Nutzungs- und Verwertungsrechte an Deinem Buch an den Verlag und hast somit nix mehr zu sagen. That's real life :(

Tipp: bevor Du auch nur einen Finger für eine Neuauflage rührst, klär das Rechtliche ab. Ich war erst vor einigen Tagen bei einem Seminar, wo es um solche Themen ging. Glaub mir, bei den Beträgen, um die es da im Streitfall geht, fällt man vom Sessel. So viele Bücher kann man sein Leben lang als Normalsterbliche/r net verkaufen, dass man sich das von den Tantiemen leisten kann ...

lg,
jola

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hawepe
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Re: Oha... 19,10 € - das ist happig

von hawepe (24.09.2007, 00:29)
Hallo Daniela,

daniela71 hat geschrieben:
Meine Frage also: Habe ich eine Möglichkeit, mein Buch so umzugestalten, dass ich wenigstens auf einen Preis von 15,90 kommen...


Natuerlich ;-)

Moeglich ist alles, aber so meinst du es bestimmt nicht.

Theoretisch kannst du die Schriftgroesse reduzieren, den Zeilenabstand verringern, die Seitenraender verkleinern und eine enger laufende Schrift verwenden.

Praktisch waehlen nach meinen Erfahrungen aber die meisten BOD-Autoren ohnehin schon englaufende Schriften, lange Zeilen und enge Zeilenabstaende.

Aus der Lesetypographie weiss man, dass Zeilenlaengen von acht bis zwoelf Worten bzw. 45 bis 65 Zeichen als gut lesbar gelten.

Ich habe eben noch einmal einige Hardcover- und Softcoverbuecher aus dem Buecherschrank genommen und die Zeilenlaengen ausgezaehlt: Der Durchschnitt lag knapp unter 60 Zeichen (incl. Leerstellen).

Eventuell bringst du mit einem groesseren Buchformat ein paar Zeilen mehr auf der Seite unter, aber nicht in der von dir anvisierten Groessenordnung.

Wenn du magst, schicke mir ein oder zwei Seiten und ich schaue mal. Am besten als PDF in deiner aktuellen Groesse.

Beste Gruesse,

Heinz.

daniela71
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Re: Satzblock usw

von daniela71 (28.09.2007, 08:01)
jola hat geschrieben:

Hast Du Dich schon wegen des Vertrags von einem Anwalt, der sich in dem Bereich wirklich gut auskennt, beraten lassen? Denn sooo einfach ist es nicht, das Buch zu nehmen und damit tun and lassen, was man will. Normalerweise überträgst Du ja im Autorenvertrag die ausschließlichen Nutzungs- und Verwertungsrechte an Deinem Buch an den Verlag und hast somit nix mehr zu sagen. That's real life :(


Hallo Jola,

ich habe einen eindeutigen Auflösungsvertrag vom ehemaligen Verlag, dass alle Rechte (Nutzungs- und Verwertunsgrechte) des Buches an mich zurück gehen, außer das Cover. .. logisch, das haben die erstellt.
LG Daniela

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