Druckqualität Bücher

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wortgerecht
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Druckqualität Bücher

von wortgerecht (06.04.2009, 13:43)
Hallo ihr Schreiberlein,

meine erste Ladung selbstbestellter Bücher war in einer klasse Druckqualität.
Die zweite Lieferung leider nicht. Die Seiten waren unterschiedlich stark bedruckt, das heißt, die geraden Seiten tiefschwarz, die ungeraden blassschwarz?!?!

Hattet ihr das auch schon?

Lg Ulrike

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chiquitita
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Re:

von chiquitita (06.04.2009, 14:03)
Hallo Ulrike,
ja, leider muss ich sagen, dass auch bei mir die Qualität der Bücher sehr schwankt. Jemand, der bei Amazon mein Buch gekauft hatte, zeigte mir, dass sowohl das Cover, als auch der Buchblock schief gedruckt war. Er hat das Buch dann bei Amazon reklamiert und Ersatz bekommen.
Ich habe letzte Woche ein Fun-Buch bekommen, bei dem auch das Cover schief war und im Buchblock auch diese Farbschwankungen waren. Bei mir war es allerdings nicht eine ganze Seite, sondern bei etwa zehn Seiten ein Streifen von ca. fünf Zentimeter Breite, der deutlich weniger Farbe beim Druck abbekommen hatte. Dies verunsichert mich sehr, denn wenn man solche Bücher an Buchhandlungen ausliefert, verärgert man die Kunden.
Gruß chiquitita

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Birgit Fabich
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Re:

von Birgit Fabich (06.04.2009, 14:12)
ich habe ja noch nicht bei BoD drucken lassen, aber
leider wird dort vorm Einschweißen keine Endkontrolle gemacht!!

Ich hatte mal ein Buch bestellt und bekam es eingeschweißt, über 14 Seiten fehlten einfach,
das Ersatzexemplar hat der Autor erst ausgepackt,
es war ihm bestimmt peinlich, cool1 obwohl er ja gar nichts dafür konnte, aber
das wußte ich zu dem Zeitpunkt noch nicht.
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skipteuse
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Re:

von skipteuse (06.04.2009, 14:15)
Ups, ich hatte bis jetzt bei sämtlichten meiner bei BoD veröffentlichten Bücher Glück - war stets alles super!
(Oder ich hab es nicht bemerkt ...)

Lieben Gruß und gute "Besserungswünsche" der Druckqualität, Babs

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wortgerecht
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Re:

von wortgerecht (06.04.2009, 14:23)
Gerade höre ich, dass es mitunter unterschiedliche Schwarzstärken geben kann, wenn man Farbseiten dazwischen hat, weil dann manche Textseiten mit dem Farbdrucker-Schwarz, die anderen jedoch mit dem Schwarzweiß-Drucker-Schwarz gedruckt werden. Ist der Unterschied zu groß, kann sein, dass eine Druckerkartusche sich dem Ende geneigt hat;-)

Ich soll doch 1-2 Exemplare einschicken, damit BoD selbst prüfen kann.
Mach ich glatt, dauert sicher Jahrhunderte, bis e geklärt ist cool1

Lg Uli

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hawepe
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Re:

von hawepe (06.04.2009, 14:31)
Hallo Birgit,

Birgit Fabich hat geschrieben:
leider wird dort vorm Einschweißen keine Endkontrolle gemacht!!


Wie sollte diese denn funktionieren? Dass jemand dort steht und jedes Buch durchblättert? Halte ich für völlig unrealistisch, weil es den Preis hochtreiben würde und Bücher, deren Seiten aufgeschlagen wurden, hinterher meistens nicht mehr völlig plan liegen.

Die Qualitätskontrolle muss vorher, durch einen Andruck erfolgen. Im Digitaldruck kommt der Andruck allerdings sehr teuer. Bei 1000 oder 10.000 Büchern im Offsetdruck ändert sich durch eine Handvoll Andruckexemplare der Preis nur minimal, beim Digitaldruck springt er sofort nach oben.

Um mehr sagen zu können, müsste man sich den Druckbetrieb anschauen.

Beste Grüße,

Heinz.

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Birgit Fabich
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Re:

von Birgit Fabich (06.04.2009, 17:07)
Heinz, Du hast ja Recht,
aber ich finde es so schade,
weil die nicht so positive Meinung über BoD damit noch verstärkt wird...
cool1
Einzelstücke sind ja in allen Lebenslagen teurer als Massenware
und so müsste man BoD eher als Einzelstück sehen,
bei denen dann natürlich ein Fehler doppelt oder dreifach wiegt.
Wie sagte mal ein Bekannter zu mir (aus einer ganz anderen Branche)
billig gekauft ist doppelt gekauft. cool5
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Cornelia
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Re:

von Cornelia (06.04.2009, 18:54)
Hallo,


die Exemplare von meinem Buch, die ich bisher gesehen habe waren vom Druck okay, keine Auffälligkeiten.

Einmal ist es aber passiert, dass mein Cover um einen fremden Buchblock gebunden war. Zum Glück hat die Kundin es sofort reklamiert und natürlich Ersatz bekommen.
Ich habe daraufhin eine Anfrage an BoD gestartet, ob solche Fehler häufiger vorkommen können. Man hat mir eine sehr nette mail zurückgeschickt, sich für diesen Fehler entschuldigt und versichert, dass es wirklich ein Einzelfall war.

Fehlerhafte Drucke und fehlende Seiten hatte ich übrigens auch schon bei Büchern anderer Verlage. Zweimal musste ich schon Bücher deswegen umtauschen gehen. Bei anderen hat manchmal scheinbar die Schneidemaschine o.ä. ausgesetzt, was zu umgeschlagenen, verlängerten Ecken bei einzelnen Seiten führte, hat dies das Lesen nicht beeinträchtigt, habe ich diese Bücher allerdings behalten.


Viele Grüße
Cornelia

Markus

Re:

von Markus (06.04.2009, 19:41)
Cornelia hat geschrieben:

Fehlerhafte Drucke und fehlende Seiten hatte ich übrigens auch schon bei Büchern anderer Verlage. Zweimal musste ich schon Bücher deswegen umtauschen gehen. Bei anderen hat manchmal scheinbar die Schneidemaschine o.ä. ausgesetzt, was zu umgeschlagenen, verlängerten Ecken bei einzelnen Seiten führte, hat dies das Lesen nicht beeinträchtigt, habe ich diese Bücher allerdings behalten.
Viele Grüße
Cornelia


Ich finde, das darf man auch nicht vergessen. BoD macht zwar (offenbar) viele Fehler und eventuell mehr als andere Druckereien, aber auch die anderen sind nicht fehlerfrei.

Ich habe zb gerade ein Buch von Federico de Cesco vorgelesen, das war mehrmals das Wort der Heldin "Anne" mit dem Wort "Arm" ersetzt worden.

Und auch andere Bücher hatten schon Fehler oder waren schlecht gebunden usw.

OK, das heisst natürlich nicht, dass jetzt BoD schlampen darf ;)

Bea_Wagner
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Re:

von Bea_Wagner (06.04.2009, 21:21)
wortgerecht hat geschrieben:
Gerade höre ich, dass es mitunter unterschiedliche Schwarzstärken geben kann, wenn man Farbseiten dazwischen hat, weil dann manche Textseiten mit dem Farbdrucker-Schwarz, die anderen jedoch mit dem Schwarzweiß-Drucker-Schwarz gedruckt werden. Ist der Unterschied zu groß, kann sein, dass eine Druckerkartusche sich dem Ende geneigt hat;-)

:lol: :lol: :lol:

Wer hat Dir denn das erzählt? Hört sich ja an, als sei Dein Buch auf meinem alten Tintenstrahldrucker gedruckt worden ...
Im Ernst: Keine Ahnung, was passiert ist, aber das kann es nicht sein. Die Farbe wird immer gleichmäßig abgegeben und wenn sie dem sich dem Ende zuneigt, streikt die Digimaschine und macht nix mehr ... außer hysterisch blinken ...

Die Qualitätskontrolle muss vorher, durch einen Andruck erfolgen. Im Digitaldruck kommt der Andruck allerdings sehr teuer.


Stimmt, Heinz, und deshalb wird es mit Sicherheit nicht für ein, zwei, drei Buchexemplare gemacht. Da gibt es nur eins: Der/die Operator/in müssen eben ihr Handwerk beherrschen ...

leider wird dort vorm Einschweißen keine Endkontrolle gemacht!!

Wie sollte diese denn funktionieren? Dass jemand dort steht und jedes Buch durchblättert?


Da könnte auch niemand stehen, weil in der Regel das Einschweißen automatisch erfolgt. Druckmaschine-Bookmaker-Einschweißen, vorne Papier rein und so elf, zwölf Meter weiter kommt das eingeschweißte Buch raus.

müsste man sich den Druckbetrieb anschauen.


Oder mal bei youtube nach Digitaldruckmaschinen suchen, da gibt es einige Filmchen

Schönen Abend
Bea

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Eisbär
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Re:

von Eisbär (06.04.2009, 21:40)
skipteuse hat geschrieben:
Ups, ich hatte bis jetzt bei sämtlichten meiner bei BoD veröffentlichten Bücher Glück - war stets alles super!
(Oder ich hab es nicht bemerkt ...)


Ich hab mich kürzlich für dein Buch "Meine Berliner Kindheit" entschieden, um mir ein Bild von der BoD Qualität zu machen. Da war der gesamte Buchblock leicht rechts verschoben also nicht richtig mittig zentriert. Das war aber eigentlich nicht weiter schlimm.
Meine Mutter fand es übrigens sehr interessant, aus Sicht deine Mutter etwas über das Leben im Trümmerdeutschland zu erfahren , ich selbst bin noch nicht zum Lesen gekommen, weil ich noch mehrere ungelesene Werke im Regal stehen habe.

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hawepe
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Re:

von hawepe (07.04.2009, 08:42)
Hallo Bea,

Bea_Wagner hat geschrieben:
müsste man sich den Druckbetrieb anschauen.


Oder mal bei youtube nach Digitaldruckmaschinen suchen, da gibt es einige Filmchen


Die Theorie ist in diesem Zusammenhang uninteressant. Mich interessiert hier vielmehr, wieviele Drucker für wieviele Druckmaschinen zuständig und wieviele tatsächlich als Drucker ausgebildet sind.

Das Einschweißen muss übrigens nicht sein. Shaker verzichtet z.B. bislang darauf. Außerdem könne man es auch hinter eine Endkontrolle verlagern.

Beste Grüße und einen schönen Tag,

Heinz.

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wortgerecht
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Re:

von wortgerecht (07.04.2009, 09:02)
Diese Erklärung mit den zwei verschiedenen Druckern und der nachlassenden Farbe ist vielleicht etwas laienhaft von mir wiedergegeben worden, weil ich keine Ahnung davon habe :roll: Aber genau so hat mir das eine Dame von BoD am Telefon erklärt!!!!

Lg Uli

Markus

Re:

von Markus (07.04.2009, 09:47)
wortgerecht hat geschrieben:
Diese Erklärung mit den zwei verschiedenen Druckern und der nachlassenden Farbe ist vielleicht etwas laienhaft von mir wiedergegeben worden, weil ich keine Ahnung davon habe :roll: Aber genau so hat mir das eine Dame von BoD am Telefon erklärt!!!!

Lg Uli


Dann hat es die Dame am Telefon falsch erklärt, jedenfalls ist Deine Erklärung kaum richtig.

Ich nehme mal an, dass zb dies hier immer noch bei BoD gilt:

Das erwähnte Drucksystem iGen3 von Xerox bildet das Herzstück der BoD-Produktion. Auf ihm werden vorwiegend die farbigen Buchcover produziert, aber auch einzelne Farbseiten, die dem ansonsten schwarzweiß gedruckten Buchblock zugeschossen werden können. Dadurch wird es möglich, relativ kostengünstig farbige Seiten an beliebiger Stelle im Buch zu platzieren, ohne den ganzen Buchblock im Vierfarbdruck herstellen zu müssen.

iGen3 schafft bis zu 120 Farbseiten pro Minute und funktioniert im Prinzip ganz so wie ein gewöhnlicher Farblaserdrucker. Die hohe Druckgeschwindigkeit stellt allerdings an einigen Stellen besondere Ansprüche: So überträgt das System das Tonerpulver nicht wie gewöhnlich über Kontaktwalzen, weil diese die Bildtrommel zu stark verschleißen würden. Stattdessen erzeugt das Tonersystem eine Staubwolke und der Toner gelangt berührungslos per Elektrostatik auf die Bildtrommel. Die iGen3 ist mit einem eigenen Be- und Entlüftungssystem nebst eigener Klimatisierung ausgestattet, das unabhängig von der Raumluft der Umgebung verschiedene Parameter wie Temperatur und Luftfeuchte im System kontrolliert.

Die Produktion eines Buches erfolgt nach wie vor in einzelnen Schritten auf jeweils gesonderten Maschinen, die sich bei einem Taschenbuch etwa wie folgt einteilen: getrennter Druck des Buchblocks und des Covers, eventuell Zuschießen einzelner Farbseiten, Einhängen des Buchblocks ins Cover und zu guter Letzt der Beschnitt.
Zwar gibt es auch Maschinen, die alle diese Schritte vollautomatisch in einem Durchgang erledigen. Eine solche wurde erstmals auf der Drupa 2004 vorgestellt. BoD nutzt derartige Maschinen jedoch nicht, weil sie zu unflexibel sind: Aus den verschiedenen angebotenen Formaten vom normalen Taschenbuchformat bis DIN A4 und Einbandarten vom klassischen Hardcover mit Schutzumschlag über Paperback bis hin zum gehefteten Booklet bietet BoD eine Produktvielfalt, die mit vollautomatisierter Produktion wohl nicht zu realisieren wäre.

(heise.de)

Bea_Wagner
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Registriert: 14.10.2008, 11:18

Re:

von Bea_Wagner (07.04.2009, 10:06)
Markus hat geschrieben:

Die Produktion eines Buches erfolgt nach wie vor in einzelnen Schritten auf jeweils gesonderten Maschinen, die sich bei einem Taschenbuch etwa wie folgt einteilen: getrennter Druck des Buchblocks und des Covers, eventuell Zuschießen einzelner Farbseiten, Einhängen des Buchblocks ins Cover und zu guter Letzt der Beschnitt.


Nachdem die iGen3 das gelesen hatte, wollte sie Selbstmord begehen

:lol: :lol:

http://www.youtube.com/watch?v=1iaqy5KF9eU

Bea

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