Wie siehts rechtlich mit einem Autoren-Barsortiment aus?

Euer Forum für Diskussionen zum Thema Self-Publishing und Buchveröffentlichung.


Würdest du einem solchen System beitreten?

Ja
2
18%
Nein
9
82%
 
Abstimmungen insgesamt: 11

Paddy
Beiträge: 16
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Re:

von Paddy (01.10.2007, 15:28)
Ich finde es unglaublich wie viele Vorurteile hier herrschen.
Auf eure Forderung antworte ich einleitend mit der Frage:
Muß jemand mit einer Idee ein Profil haben? Kann eine gute Idee nicht auch mal den Lippen eines Tors entspringen?
Ich habe nach Hürden und auch nach Ideen gefragt, aber ein "das wird sowieso nix" ist keine Hürde, sondern ein Vorurteil. Hürden sind z.B. Lagerraum, Personal, Software und Geld und dann kann man überlegen wie man eine Hürde meistern kann. Ein "das wird sowieso nix" enthält keinerlei Begründung; keine zu übertreffende Marke an Problemen. Selbst wenn ein Axel Springer (Gott hab ihn seelig) der Meinung ist, dass es nie was würden werde bleibt es eine subjektive Meinung, die ohne empirische Analyse der Möglichkeiten nichts weiter ist als ein Vorurteil. Ich bin seit 16 Jahren haupt- und zu Beginn nebenberuflich selbständig und ich hab auch schon ne Menge Ideen gehört, aber ich hab beruflich zum Glück nie vorschnell geurteilt.

@Thomas, ich will keinen missionieren, ich will eine Idee besprechen.
@Heinz: Ich bin dankbar dafür das wenigstens du in der Lage bist zwischen der Idee und der Person unterscheiden kann, denn nur weil ich die Idee hatte muß ich nicht zwangsläufig der Umsetzende sein.
Von den Damen dieses Forums bin ich allesdings ziemlich enttäuscht.
@Jola, ich habe NIE GEMEINNÜTZIG gesagt und Mindkiller haben nicht den Hauch einer Darseinsberechtigung! Sie sind nichts anderes als die gelangweilte, bockige oder voreingenommene Äußerung einer Person, die nichts als die eigene Meinung gelten läßt. Eine schlechte Idee scheitert von alleine an ihrer Aufgabestellung. Würde es wie bei Banken eine Sicherheitsleistung von 50 Mio geben wäre das eine Hürde, die sogar mit 99.9%iger Sicherheit der Idee den Gar ausmachen würde...seriös, vorurteilsfrei und absolut.
Wem hilft es Entscheidungen übers Knie zu brechen? Du sprichst von Autoren die Geld in etwas reinstecken sollen...wer sagt das? Jeder Bildschirmarbeitsplatz kostet mich etwa € 20.000 inkl. Möbel, Hard- & Software. Wer sagt dir was andere bereit sind für eine Liebelei zu investieren? Vielleicht findet sich ja ein Mäzän der Lust hat junge Autoren zu fördern?
Und Nein, ich habe diese Idee nicht durch andere Foren getragen, sondern sie ist mit durch dieses Forum und die vielen Probleme (die ja bereits weiter oben thematisiert wurden) gekommen. Natürlich kenn ich durch meine Arbeit nun im Gegensatz zu meinen Roman von vor 10 Jahren noch andere Mittel und Wege ein Buch in die Hände eines Käufers zu forcieren, jedoch lag es mir nahe die Idee zur Diskussion zu stellen.

Nun gut...zu mir:
Ich bin 34 Jahre alt, wie schon erwähnt Unternehmer mit vier Angestellten und in der Regel 2 bis 8 Freelancern. In meiner Freizeit spiele ich Golf und helfe ab und an bei Filmen. Meinen ersten Roman hab ich mit 26 geschrieben und damals mit Druckzuschuss veröffentlicht, jedoch habe ich das Schreiben von dieser Literaturform aufgrund des doch enttäuschenen Resultats lange eingemottet. Stattdessen hat sich über das Hobby eines Freundes, dem Filmemachens, mein Fokus in Richtung Drehbuch verschoben und ich habe seit dem 18 Drehbücher für Kurzfilme und 5 Bücher für Features geschrieben, die jedoch bedingt durch ihre Länge von ca. 90 bis 120 Seiten/Minuten und der doch sehr finanzschwachen deutschen Filmlandschaft nicht verfilmt wurden. Drei dieser Bücher spielen im gleichen Milleu allerdings mit anderen Protagonisten und bilden so eine "Serie" die ich zur Zeit vom Drehbuch zum Roman adaptiere (warum nicht mal anders herum),...aus Spaß an der Freud und dann über BOD.

hwg
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Re:

von hwg (01.10.2007, 15:48)
Wollte ursprünglich die Idee gut heißen, bin jedoch auf Grund von diesbezüglichen Erfahrungen davon abgekommen.

Ansonsten bin ich mit Paddy einer Meinung: Die voreilige Ablehnung einer Idee, nur weil man die dahinter stehende Person nicht genau kennt, ist unzweckmäßig. Sie entspricht üblicher Weise auch nicht den an und für sich moderaten Gegebenheiten in diesem Forum.

Jetzt wissen wir annähernd, wer sich hinter dem Nick verbirgt. Ich denke, wir wollen Paddy gar nicht vor den Kopf stoßen, auch wenn die bisherigen Meinungen zu dem Vorschlag nicht seiner Intention entsprechen. Wer weiß, vielleicht melden sich auch noch Befürworter.

Also, werter Paddy, bleib dem Autorenpool gewogen!

Herzlichen Gruß aus der Steiermark!
Zuletzt geändert von hwg am 02.10.2007, 06:00, insgesamt 1-mal geändert.

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Thomas Becks
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Re:

von Thomas Becks (01.10.2007, 16:06)
Nun gut...zu mir:
Ich bin 34 Jahre alt, wie schon erwähnt Unternehmer mit vier Angestellten und in der Regel 2 bis 8 Freelancern. In meiner Freizeit spiele ich Golf und helfe ab und an bei Filmen. Meinen ersten Roman hab ich mit 26 geschrieben und damals mit Druckzuschuss veröffentlicht, jedoch habe ich das Schreiben von dieser Literaturform aufgrund des doch enttäuschenen Resultats lange eingemottet. Stattdessen hat sich über das Hobby eines Freundes, dem Filmemachens, mein Fokus in Richtung Drehbuch verschoben und ich habe seit dem 18 Drehbücher für Kurzfilme und 5 Bücher für Features geschrieben, die jedoch bedingt durch ihre Länge von ca. 90 bis 120 Seiten/Minuten und der doch sehr finanzschwachen deutschen Filmlandschaft nicht verfilmt wurden. Drei dieser Bücher spielen im gleichen Milleu allerdings mit anderen Protagonisten und bilden so eine "Serie" die ich zur Zeit vom Drehbuch zum Roman adaptiere (warum nicht mal anders herum),...aus Spaß an der Freud und dann über BOD.

Aha, geht doch.
Jetzt kommst Du schon viel freundlicher rüber. Ich habe auch mein Drehbuch zum Roman adaptiert und meine Fans haben den Eindruck einen Film gesehen zu haben, wenn sie mit meinem Buch durch sind. *ggg*
Back to Sortiment: Wann legen wir los?

Paddy
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Re:

von Paddy (01.10.2007, 16:28)
@HWG: Danke für deinen Zuspruch. Ich bin nicht nachtragend (dann hätte ich zuviel zu schleppen) und meine Beteiligung am Forum hat damit nichts zutun. Allerdings suche ich in diesem Fall auch keine Befürworter sondern Personen mit denen man das Konzept neutral besprechen kann.

@Thomas: Freundlicher? Ich hatte eigentlich gedacht, dass ich eine schriftliche Qualität erreicht hätte, die ich beim Eröffnen des Threads eigentlich nicht wollte?!? Na gut, sei es drum...

Frage:
"Wann legen wir los?"
Gegenfrage:
"Mit was?"

Ich hab ja bisher mehr Energie dahin aufwenden müssen mich und meinen Standpunkt rechtfertigen zu müssen, als wirklich Konzepte zu sammeln.
Also das Spektrum reicht im Moment von ein paar Autoren, die den Pool ihrer gemeinsamen Bücher quasi wie Verlagsvertreter in der Omakarre persönlich bei Buchhändlern vorstellen und auf der anderen Seite dem Extrem eines Barsortiments oder Spartensortiments für junge Autoren.
Ersteres ist ohne viel Mühe zu bewerkstelligen und per Handschlag über eine einzelne Tasse Kaffee oder ein Bier zu besiegeln. Zudem beeinträchtigt soetwas auch nicht die Möglichkeit von Möglichkeit #2.

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jola
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Re:

von jola (01.10.2007, 16:33)
Paddy hat geschrieben:
Mindkiller haben nicht den Hauch einer Darseinsberechtigung! Sie sind nichts anderes als die gelangweilte, bockige oder voreingenommene Äußerung einer Person, die nichts als die eigene Meinung gelten läßt.


Gelangweilt? Bockig? Danke.


Paddy hat geschrieben:
Vielleicht findet sich ja ein Mäzän der Lust hat junge Autoren zu fördern?


Jemand, der gegen Ende des Jahres noch eine Investitionsmöglichkeit zwecks Steuerersparnis sucht ...

Wie schon mal gesagt, zieh es durch und zeig den Skeptikern, dass es funktioniert.

Viel Erfolg für Deine Buchprojekte!

Grüße,
jola

Paddy
Beiträge: 16
Registriert: 30.09.2007, 15:06

Re:

von Paddy (01.10.2007, 16:38)
Jola, verstehst du es immer noch nicht...
Es geht hier nicht darum was ich durchziehe, sondern zu analysieren ob es machbar wäre.

Wenn ja hätte ich wahrscheinlich kein Problem es auch zu tun, aber das steht noch nicht zur Disposition.

matthiasgerschwitz

Re:

von matthiasgerschwitz (10.11.2007, 09:41)
julia07 hat geschrieben:
Im Übrigen gehe ich davon aus, dass Amazon demnächst das bestehende Liefer- und Sortimentproblem gelöst haben wird :wink:


Hallo Julia,

was veranlasst Dich zu dieser Aussage? Die Vorfreude auf das Weihnachtsfest mit den damit verbundenen -männern? :wink: :lol:

Beste Grüße
Matthias

Andi7
Beiträge: 10
Registriert: 23.01.2008, 12:01

Ich finde die Idee gut!

von Andi7 (06.02.2008, 11:36)
Hallo,

auch wenn diese Diskussion nun seit einigen Wochen ruht, möchte ich mich als Neuling hierzu äußern.

Die Idee eines Barsortiments an sich finde ich sehr begrüßenswert, wie sie umgesetzt werden kann, ist eine andere Frage.

* Das Argument, daß es für viele Autoren keinen Vorteil nur Kosten bedeuten würde, kann ich nicht nachvollziehen. Mann könnte es z.B. jedem Autor selbst überlassen, wie viele Bücher er - auf Kommission - dem Barsortiment überläßt. Wer vorsichtig ist, begnügt sich zunächst mit z.B. fünf oder weniger und wer mehr Verkäufe verzeichnet, erhöht die Zahl seiner Bücher im Barsortiment.
* Die Lieferzeiten sehe ich durchaus als ein relativ starkes Argument beim Buchverkauf. Die Meinung "Das Buch verkauft sich weil es gut ist und nicht weil es schnell lieferbar ist." kann ich so nicht stehen lassen. Das mag für einen Teil der Verkäufe zutreffen aber sicherlich nicht für alle. Aus eigener Erfahrung weiß ich, daß es häufig Situationen gibt, in denen die Lieferzeit sehr wohl ein Argument ist. Viele Bücher werden verschenkt und wer geht bereits 6-8 Wochen vor einem solchen Anlaß auf Buchkauf? Das sind die wenigsten, denn in der Regel werden lieferbare Titel innerhalb weniger Tage geliefert. Solange ich nicht ganz gezielt ein Buch suche, weil ich es bereits kenne, sind dann 4,6,8 oder evtl. auch 2 Wochen ein Argument, das gegen das Buch spricht. Und selbst wenn man das Buch kennt, es aber bis zum gewünschten Termin nicht geliefert werden kann, wird man sich nach etwas anderem umschauen (müssen).

* Das Problem ist die Umsetzung eines solchen Projekts, das sehe ich ganz genauso. Hier ist ein unbestreitbarer Vorteil, wenn jemand bereits die nötige Infrastruktur für so etwas besitzt. Vielleicht sollten sich die Bod-Autoren mal zusammentun und - nicht selber so etwas aufbauen, sondern - bei den Bod-Dienstleistern anfragen. Diese besitzen bereits alles dazu Notwendige.

Und scheinbar haben erste Unternehmen gemerkt, wie GUT diese Idee ist, denn zumindest ein Unternehmen hält bereits wenige Bücher eines jeden Titels bereit und bietet zudem jedem an, eine gewisse Menge an Büchern vorzuproduzieren und für eine geringe monatliche Gebühr einzulagern, so daß ein Titel nicht für jede Bestellung einzeln gedruckt werden muß. Es gibt also Bod-Dienstleister, die bereits exakt das machen, was die ursprüngliche Idee war - nur eben echt professionell. Damit sind die on-demand-Bücher dieses Dienstleisters ebenso schnell greifbar wie ein normales Barsortiment, die Grenzen verschwimmen. Kleiner Nebeneffekt: Durch das Vorhalten des kleinen Barsortiments können sie statt Einzelexemplare in kleinen Stückzahlen drucken, was den Herstellungspreis senkt und damit die Gewinnmarge des Autors hebt.

Gruß
Andi

Gerhard
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Re:

von Gerhard (06.02.2008, 12:58)
Den Thread habe ich doch tatsächlich übersehen ... weil er halt auch schon etwas älter ist.

Die Idee darin ist gar nicht mal schlecht, aber was mir viel mehr aufgefallen ist, ist eine typisch deutsche Eigenschaft (ich weiß nicht, wie es in Österreich ist): Da präsentiert jemand eine Idee, einfach nur als Idee ... und dann wird von fast allen seitenweise beschrieben, warum sie NICHT funktionieren kann. Es wird alles aufgezählt, was so ein Projekt scheitern lassen könnte ... aber kaum jemand geht den positiven, kreativen Weg und fragt, warum so ein Projekt funktionieren könnte. Typisch Deutsch!!!

Dann dürfen wir uns aber auch nicht wundern, wenn kreative, neue Ideen meisten aus dem Ausland kommen. Warum fällt es uns Deutschen so unendlich schwer, zunächst einmal zu überlegen wie und warum es funktionieren könnte ... anstatt ständig und alles aufzuzählen, warum es nicht geht?

Ich denke, Probleme sind dazu da, gelöst zu werden. Jedes Problem hat eine Lösung ... man muss nur gewillt sein, die Lösung auch zu suchen. Und daran scheitern viele Deutsche. Schade, dass sich Paddy scheinbar nicht mehr meldet.

Liebe Grüße
Gerhard

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hawepe
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Re:

von hawepe (06.02.2008, 15:49)
Hallo Gerhard,

Gerhard hat geschrieben:
... aber kaum jemand geht den positiven, kreativen Weg und fragt, warum so ein Projekt funktionieren könnte. Typisch Deutsch!!!


Typisch deutsch ist fuer mich bestenfalls, dass jemand in ein Forum geht, ueber sich selbst nichts verraet, eine Idee in die Diskussion wirft, und dann nie wieder etwas von sich hoeren laesst.

Sich eine Idee auszudenken und sie von andere konkret ausarbeiten zu lassen, mag zwar im ersten Moment eine geniale Geschaeftsidee zu sein, aber wenn ich da erst einmal sehr vorsichtig bin, bin ich auch gerne typisch deutsch.

Warum fällt es uns Deutschen so unendlich schwer, zunächst einmal zu überlegen wie und warum es funktionieren könnte ... anstatt ständig und alles aufzuzählen, warum es nicht geht?


Woran sind wohl die meisten Ich-AGs gescheitert? Zu ueberlegen, wie es gehen koennte, macht immer viel mehr Spass, als sich mit den moeglichen Hemmnissen auseinanderzusetzen.

Ich denke, Probleme sind dazu da, gelöst zu werden. Jedes Problem hat eine Lösung ... man muss nur gewillt sein, die Lösung auch zu suchen. Und daran scheitern viele Deutsche. Schade, dass sich Paddy scheinbar nicht mehr meldet.


Haettest du anderes erwartet? Ich bin mit einigen Unterbrechungen seit Anfang der siebziger Jahre als Freiberufler selbstaendig, und da bleibt es dann auch nicht aus, dass man mit vielen Menschen zusammenkommt, die einem ihre Projekte schmackhaft machen wollen. Auch wenn es dauert, irgendwann ahnt man, wen man ernst nehmen kann und wen nicht.

Jemand, der nicht mehr als seinen Nick preisgibt und die Umsetzung von anderen erwartet, gehoert bei mir in die letztere Kategorie.

Beste Gruesse,

Heinz.

Gerhard
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Re:

von Gerhard (06.02.2008, 20:10)
Hallo Heinz,

mir ging es bei meinem Posting jetzt nicht konkret um diese Idee und auch nicht um denjenigen, der sie vorgetragen hat, mir ist nur aufgefallen, dass zuerst alles Negative aufgezählt wurde ... und das ist typisch deutsch. Ich bin seit Anfang der 80ger (nach meinem Studium), auch mit Unterbrechungen, freiberuflich tätig und ich bin mir sicher, dass ICH-AG's nicht deshalb scheitern, weil niemand an die Hemmnisse erinnert werden will, sondern dass man für Probleme (vielleicht aus Kreativitätsmangel) keine Lösungen gefunden hat.

Ich habe in meinem Leben viel mit Banken verhandeln müssen und immer wurde ich bei Projekten kurz nach den Verdiensten gefragt, aber der größte Teil der Verhandlungen bestanden darin worst-case-Fälle zu besprechen ... aber keine Lösungen dafür, sondern wie sich in solch einem Fall der Gewinn minimiert.

Und dass sich dieser Paddy nicht vorgestellt hat ... wie gesagt, mir ging es nicht um die Idee, sondern darum, dass jeder nur die Probleme aufgezählt hat. Und das ist für mich typisch Deutsch.

Kreativität zeigt sich nicht darin, dass man zuerst immer Hemmnisse aufzählt, sie besteht auch nicht darin, dass man den Kopf vor diesen Hemmnissen in den Sand steckt ... Kreativität besteht für mich darin, auch Hemmnisse aufzuzählen, aber auch zu versuchen dafür Lösungen zu finden. Und ich bin auch fest davon überzeugt, dass, wenn man nur an das Nagative denkt, damit das Gehirn für das Positive lähmt.

Liebe Grüße
Gerhard

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hawepe
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Re:

von hawepe (07.02.2008, 08:15)
Gerhard hat geschrieben:
wie gesagt, mir ging es nicht um die Idee, sondern darum, dass jeder nur die Probleme aufgezählt hat. Und das ist für mich typisch Deutsch.


Vielleicht sind es auch nur die eigenen Erfahrungen?

Ich bin derzeit als Auftragnehmer in zwei Projekte einbezogen, bei denen ich in sehr kurzen Abstaenden Rechnungen schreibe, weil ihr Scheitern deutlich abzusehen ist.

In beiden Faellen haengt alles an einem Mitarbeiter, der einerseits fuer die Aufgabe nicht ausreichend qualifiziert ist und andererseits vor dem Ausscheiden steht bzw. am Jahresende bereits ausgeschieden ist. In beiden Unternehmen hat man sich eingeredet, dass man schon jemand neues finden wird. Findet man natuerlich auch, aber nicht mehr zu diesem Geld. Und damit bricht die gesamte Projektfinanzierung zusammen.

Beide Unternehmer haben immer gerne von den Gewinnaussichten gesprochen, aber nur ungern ueber die vielen Hindernisse.

Und bei der in diesem Thread vorgestellten Idee fielen die vielen Knackpunkte wirklich sofort auf.

Beste Gruesse,

Heinz.

Andi7
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Re:

von Andi7 (07.02.2008, 12:00)
Ich möchte der gerade abdriftenden Diskussion nur nochmals zu bedenken geben, daß genau diese Idee des Barsortiments nun mittlerweile bereits professionell umgesetzt ist.

LG
Andi

christians
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Registriert: 04.02.2008, 13:36

Re:

von christians (07.02.2008, 14:27)
Ja, von wem?
Gibt es einen Link?

Grüße

christian

Gerhard
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Re:

von Gerhard (07.02.2008, 16:11)
hawepe hat geschrieben:
Vielleicht sind es auch nur die eigenen Erfahrungen?


Klar sind das eigene Erfahrungen.

hawepe hat geschrieben:
In beiden Faellen haengt alles an einem Mitarbeiter, der einerseits fuer die Aufgabe nicht ausreichend qualifiziert ist und andererseits vor dem Ausscheiden steht bzw. am Jahresende bereits ausgeschieden ist. In beiden Unternehmen hat man sich eingeredet, dass man schon jemand neues finden wird. Findet man natuerlich auch, aber nicht mehr zu diesem Geld. Und damit bricht die gesamte Projektfinanzierung zusammen.
Beide Unternehmer haben immer gerne von den Gewinnaussichten gesprochen, aber nur ungern ueber die vielen Hindernisse.


In einer Kreativsitzung am Anfang eines Projektes müssen solche Gespräche natürlich AUCH (aber nicht NUR) stattfinden ... aber, man muss dann, möglichst bevor das Projekt beginnt, versuchen eine Lösung zu finden. Wenn der Mitarbeiter nicht ausreichend qualifiziert ist, sollte man das vorher wissen und entscheiden welche Alternativen man hat. Insofern sind wir da völlig einer Meinung, aber ich kenne halt Sitzungen, bei denen es NUR um solche Probleme geht... und diese wurden dann auch NUR aufgezählt und es wurde nicht versucht, dafür Lösungen zu finden.

Und das habe ich bisher bei JEDEM Projekt erlebt ... und auch bei jeder neuen Idee eines Mitarbeiters. Es wurde alles aufgezählt, warum die Idee NICHT funktionieren kann ... und damit war die Idee meist gestorben.

Dein gefährdetes Projekt hat nicht zufällig was mit IT und Netzwerken zu tun? Da könnte ich vielleicht helfen?
Herzliche Grüße
Gerhard

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Die Welt ist anders, als sie uns erscheint. "Auf der Suche nach der Realität" , ISBN 978-3833493294

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