BoD-Kalkulation Autorenexemplare - Wer kennt das Geheimnis?

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julia07
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Re:

von julia07 (17.05.2009, 19:53)
Judith hat geschrieben:
... 200 Bücher zu kaufen könnte ich mir nicht leisten (obwohl meine billiger sind) und auch nicht in einem überschaubaren Zeitraum verkaufen.

Aber, aber. Deine Bücher ja nicht "billiger" als die von Maryanne, sondern höchstens preisgünstiger cheezygrin

Es kommt ja nicht darauf an, ob man/frau sich das "leisten" kann, sondern einzig darauf, ob man die Bucher verkauft. Bei Maryanne ist das eben so, weil sie viele Exemplare bei ihren immer gut besuchten Lesungen verkaufen kann.

Ich mache bisher (noch) gar keine Lesungen, weil ich überhaupt keine Zeit dafür habe, und somit fällt zumindest diese Möglichkeit momentan weg. Auch ich kaufe deswegen von manchen Büchern nur jweils 25 Stück, bis auf die "Wurzeln für Lisa", das Juxbuch und das Fachbuch. Da kann ich 200 ordern, denn die gehen auch so weg, ohne vorher Schimmel anzusetzen. Das Fachbuch habe ich sogar schon mehrmals à 200 gekauft, weil ich das in größeren Mengen abgeben kann (10 bis 100 Stück) :wink:

Man sieht, es ist sehr unterschiedlich wie man wirschaften muss oder kann.

LG,
Julia

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (17.05.2009, 19:58)
Hallo Judith,

ich verstehe nicht ganz (vielleicht im Moment ein Brett vorm Kopf? cool1 ),
wo das Problem bei einer Bestellung von 200 Stück liegt (bei BoD als "Kleinauflage"), das sind dann bei mir ca. 900 € - wenn ich die verkaufe
habe ich 2560 € (1660 Gewinn)

Vielleicht liegt es einfach daran, wie jeder sein "Geschäft" angeht - und natürlich daran, was es für eine Art Buch ist. Aber egal was ich verkaufe, ob es Zeitungen, junge Hunde oder Häuser sind, ich muss erst etwas einkaufen und investieren.

Den Erlös reinvestiere ich in andere Projekte (neue Bücher, Hörbuch, Werbung) - das ist einfach Geschäft.
Anders könnte ich es mir im bod-Verfahren auch nicht vorstellen.

Betrachtet man die Sache von "eigentlichen" Verlagen, bekommt man i.d.R. 6 - 15 % des Nettoverkaufspreises pro Buch (wenn man nicht zu den Bestsellern gehört), da steht man dann auch nicht besser.

Es kommt einfach darauf an, wie man die Sache aufzieht.

Schönen Gruß
Maryanne

Nitram
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Re:

von Nitram (17.05.2009, 20:28)
Ich hätte eine simple Erklärung anzubieten:

Da der Buchhandel andere (bessere) Konditionen bekommt, kann er billiger anbieten.
Bod verrechnet dir die kaufmännisch kalkulierten Kosten weil du für Bod ein "Kleinumsatz" bist.
(Dass du der Autor bist, ist Bod wurscht).
Die wollen halt auch verdienen.

Nach demselben Schema kriegst du ein Flugticket auch oft in einem Reisebüro billiger als bei der Airline selber.

Gruss
Nitram

julia07
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Re:

von julia07 (17.05.2009, 21:10)
Hallo martiN,

bei Deiner Erklärung hast Du aber mindestens diese Kleinigkeit übersehen:

Bücher unterliegen der Buchpreisbindung und der Buchhandel kann auch nicht günstiger anbieten als Du und ich.

LG,
Julia

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (17.05.2009, 22:15)
Liebe Julia, unsere Postings haben sich wohl überschnitten :lol:
Zu meinem Fachbuch ist zu sagen, dass es eine ganz bestimmte community anspricht, in der ich auf Grund meiner beruflichen Tätigkeit bekannt bin.
Und ich schätze mal, dass 80 - 90 % der Leute das Buch direkt bei mir bestellen (bzw. auf Lesungen erwerben). Dieses Vorgehen ist sicherlich nicht allgemeingültig, aber insgesamt doch günstiger, als 25 Stück in Kleinauflage zu bestellen. Letzteres habe ich bei der "Feder" auch gemacht, dennoch musste ich nicht mehr dafür zahlen, als den Buchhandelpreis, im Gegenteil, ich hatte immer noch einen Gewinn. Prosa und Lyrik verkaufen sich i.d.R. nicht so gut wie Sachbücher oder (gute) Romane.

Judith: wie bist du denn mit den Geschichten für Entdecker vorgegangen?
Das ist ja keine bod-Veröffentlichung, aber unabhängig davon habe ich auch eine Anzahl Bücher zum Weiterverkauf bestellt. Dabei geht es mir in erster Linie um die Verbreitung, nicht um das KLeinvieh, das auch Mist macht. (und es kommt immer wieder gut an).

Gruß
Maryanne

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Judith
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Re:

von Judith (18.05.2009, 00:01)
Julia, das mit dem "billiger" sollte keine Kritik an Maryannes Preisgestaltung sein, meine Bücher haben ja auch weniger Seiten.

Maryanne, nicht jeder kann kurz mal 900 Euro vorstrecken, selbst wenn er nachher viel mehr zurückbekommt. Und ich habe zwar Lesungen, aber wenn ich vor Zweitklässlern in der Schule lese, wird dort kein Buch verkauft. Wenn ich Glück habe, bestellen zwei bis drei Kinder es hinterher im Buchhandel.

Mit "Geschichten für Entdecker" tue ich mich schwer, weil es ein ganz anderer Bereich ist als meine Bücher. Ich habe bisher erst ein Buch davon verkauft, an die Oma eines Mädchens, das bei einer Hundeküsse-Lesung war. In letzter Zeit hätte ich auch keine Zeit gehabt, mir um die Vermarktung Gedanken zu machen.

Grüßle,
Judith
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Marko
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Re:

von Marko (20.05.2009, 14:56)
ich versteh nicht, mit welche intention mancher ein buch veröffentlicht.

ich für mich muss sagen, und wenn es nur mein exemplar ist, was ich in gedruckter form in den händen halte ist es veröffentlicht.

wenn ich mein buch 200 über bod bestelle und vertreibe, dann mache ich 10 euro an einem buch. bestell ich 1-25 nur 4euro.

ist es denn nicht egal wieviel man an einem buch verdient? oder veröffentlicht ihr alle bücher zum reich werden?
Der Allround DJ - Das Praxis Handbuch
ISBN 978-3-8370-9801-3
www.djtwix.de/ www.markoholtwick.wordpress.com

Thesken

Re:

von Thesken (20.05.2009, 15:33)
Marko,

ich denke mal, viele von uns träumen davon, irgendwann einmal von ihrer Schreiberei leben zu können. Natürlich geht es nicht nur ums Geld, aber für viele von uns eben auch :wink:

Liebe Grüße,
Theresa

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MiTu68
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Autorenexemplare

von MiTu68 (16.09.2009, 14:25)
Hallo allerseits.

Ich habe jetzt eine Probe gemacht.
Also: ein Buch ist über BoD immer noch günstiger als der Endverkaufspreis. (Allerdings ist der Endverkaufspreis bei meinen beiden Büchern jeweils 14,90 €)

Allerdings: Man bekommt bei der Eigenbestellung keine Tantiemen.
Zusätzlich kommen evtl. noch Versandkosten dazu...

Wenn man bei Amazon bestellt und die Tantiemen rausrechnet kann es bis zehn Exemplare durchaus eine Alternative sein.

Für den Direktvertrieb über den Buchhandel (Kommission) muss ich mindestens 25 Stück bei BoD nehmen, damit noch etwas übrig bleibt.
Besser 100 Stück.

Das verbessert aber nicht den Verkaufsrank bei amazon. Uns auch nicht die Verkaufsstatistik für die BoD - Bestseller - Liste.

Man kann eben nicht alles haben...

LG
Michael
Bei Schreibfehlern bitte an den Hersteller der Textverarbeitung wenden.
http://www.100-laender.de

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Ruth
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Re:

von Ruth (16.09.2009, 14:29)
Ja, das Problem haben hier viele, seitdem Bod die Preise geändert hat. Früher konnte ich mein Buch für 10 Euro verkaufen, die Kleinauflage für 7 Euro das Stück bestellen und 3 Euro Gewinn machen.

Jetzt verkaufe ich mein 2. Buch für 11,90, muss aber ca. 12,50 bezahlen, wenn ich es selbst bestelle.

Da lohnt es sich für mich auch nicht, es sei denn, ich bestelle gleich einen ganzen Batzen Bücher.

Daher bestelle ich mein Buch doch jetzt lieber selbst bei Amazon und kassiere dann wenigstens ein bisschen Autorenmarge.
Meine Bücher bei BoD:

- Herzklopfen und Sachertorte
- Wenn du jetzt gehst

www.ruthelisabethmeisner.de

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Taraxa
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Re:

von Taraxa (16.09.2009, 14:51)
Also bei mir sind die Bücher bis 25 Stück billiger wie im Handel
Auch wenn ich das Porto dazu noch umlege, zahl ich noch immer weniger, als wenn mir eins im Handel bestelle.

Allerdings

ich kann mir auch nicht leisten, mal eben 100-200 Bücher selber kaufen.
Das ginge in die Tausende. Das habe ich nicht eben mal übrig.
Also hoffe ich meine Verkäufe über Amazon etc abwickeln zu können.
Homepage: http://erwaehlt.jimdo.com/

Buch: Erwählt ISBN 978-3-8370-9769-6, Paperback, 636 Seiten hier bei BoD !

Video: http://www.youtube.com/watch?v=_OwDFMt7l88

Blog: http://erwaehlt.blogspot.com/

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