Danksagungen

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Mac Bach
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Danksagungen

von Mac Bach (27.05.2009, 18:28)
Gerade lege ich wieder ein englisches Buch aus der Hand und wundere mich zum wiederholten Mal über die überschwänglichen endlosen Danksagungen darin. Selber bin ich nie auf die Idee gekommen, mich für irgendeine Hilfe zu Anfang oder Ende in einem meiner Bücher zu bedanken; einfach deshalb, weil ich statt Hilfen eher mit Widerständen zu tun hatte. Ist das eine Verletzung von Etikette oder in Deutschland verzeihlich?
Andererseits: wer sollte schon Wert legen auf den Dank eines unbekannten Autors?
Das Gedicht ist wahrscheinlich das einzige kulturelle Produkt, das zur Profitmaximierung völlig ungeeignet ist. Das ist Freiheit. Wunderbar.

Hans-Magnus Enzensberger

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frauGeier83
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Re:

von frauGeier83 (27.05.2009, 18:31)
Über dieses Thema habe ich mir auch schon so meine Gedanken gemacht. Und ich habe mich entschlossen, sollte mein Roman jemals veröffentlicht werden, mich bei ein paar Menschen zu Bedanken. Egal ob man ein unbekannter Autor ist, oder einen großen Namen hat. Es gibt Menschen, die einem auf dem Weg den man beschritten hat, begleitet haben oder einfach nur Inspiration geliefert haben.
Für mich steht ausser Frage, dass ich mich bedanken werde. Auch wenn keiner mein Buch lesen sollte, so weiß ich, die Menschen, bei denen ich mich bedanken werde, wird es sehr sehr freuen!
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thebach
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Re:

von thebach (27.05.2009, 18:49)
Bei meinem "grossen" Erstlingswerk gab es Menschen die mich unglaublich gepusht (sorry für Anglizismus) haben, die mich positiv bekräftigt und gestärkt haben. Sie hatten die Gelegenheit mich bei der Arbeit zu begleiten und bekamen immer die Kapitel zugesendet. Sie haben freiwillig Korrektur gelesen, mich motiviert und vor allem waren sie an meiner Seite in einer unglaublich schwierigen und schmerzvollen Zeit. Diese Menschen haben mich wahnsinnig unterstützt und ich halte es für meine Pflicht, ihnen "Danke" zu sagen....zumal ich weiss, wie sehr sie sich darüber freuen.
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Dietrich
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Re:

von Dietrich (27.05.2009, 18:50)
Sehe ich auch so, und kostet ja nichts. Allerdings muss ich sagen, dass ich schon schlechte Erfahrungen damit gemacht habe. Ich hatte mich bei Leuten bedankt die das gar nicht wollten!!!! Und Ärger gemacht haben.
Das muss auch bedacht werden, finde ich.

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thebach
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Re:

von thebach (27.05.2009, 18:56)
Dietrich hat geschrieben:
Sehe ich auch so, und kostet ja nichts. Allerdings muss ich sagen, dass ich schon schlechte Erfahrungen damit gemacht habe. Ich hatte mich bei Leuten bedankt die das gar nicht wollten!!!! Und Ärger gemacht haben.
Das muss auch bedacht werden, finde ich.


Da fragt man vorher nach, ob das OK ist! Wer dann nicht will, der kann "nein" sagen! Ich persönlich nenne ja auch keine kompletten Namen sondern kürze ab, Paul W., Harald X., Susi K....oder so ähnlich.
Love breaks the wings of a butterfly on a wheel

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Peter-Pitsch
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Re:

von Peter-Pitsch (27.05.2009, 19:03)
Hallo Mac Bach,

ich widme sämtliche meine Bücher immer ein und derselben Person: meiner Frau, als Dank für 21 Jahre an meiner Seite.

Ansonsten gilt auch für mich:
Selber bin ich nie auf die Idee gekommen, mich für irgendeine Hilfe zu Anfang oder Ende in einem meiner Bücher zu bedanken; einfach deshalb, weil ich statt Hilfen eher mit Widerständen zu tun hatte.


Gruß aus Nykøbing
Peter
Zuletzt geändert von Peter-Pitsch am 12.06.2009, 20:30, insgesamt 1-mal geändert.

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hawepe
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Re: Danksagungen

von hawepe (27.05.2009, 21:09)
Hallo,

Mac Bach hat geschrieben:
Gerade lege ich wieder ein englisches Buch aus der Hand und wundere mich zum wiederholten Mal über die überschwänglichen endlosen Danksagungen darin.


Es scheint im englischsprachigen Raum eher üblich zu sein, aber ich kenne es auch aus vielen deutschsprachigen Büchern. In der Praxis ist es zumindest in D aber nicht ganz einfach, weil einerseits nicht alle genannt werden wollen und andererseits sich wieder nicht genannte Helfer über ihre Nichtberücksichtigung beschweren. Gab dazu auch schon mal eine Diskussion hier im Forum.

Beste Grüße,

Heinz.

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (27.05.2009, 21:24)
Hallo Mac,
im angloamerikanischen Raum geht man meist etwas emotionaler mit Dankesbezeugungen um. Aber ich finde es angemessen, zu danken, wenn wirklich andere geholfen haben - und umgekehrt freue ich mich auch über Dank, wenn ich mein mentales Schärflein zum Gelingen eines Buches beigetragen habe.
Wenn niemand geholfen hat, muss auch niemandem gedankt werden!
In meiner "Feder" kannst du auf S. 84 meine Danksagungen lesen (als Anregung :lol: ).

LG
maryanne

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Birgit Fabich
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Re:

von Birgit Fabich (28.05.2009, 08:47)
Ich finde es ganz nett, so als Abschluß noch einmal Revue passieren zu lassen, wer alles zum Gelingen beigetragen hat bzw 'mich getragen' hat in der Zeit des Entstehens. cheezygrin
Vollständig ist die Liste sicher nie, aber als Geste zu verstehen. cool5
Mimi und der große Brand
Geschichten für ....
www.blix-derneueselbstverlag.de
www.geschichtenfuer.blogspot.com

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PvO
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Re:

von PvO (28.05.2009, 09:25)
Andererseits: wer sollte schon Wert legen auf den Dank eines unbekannten Autors?

Die, die dir geholfen haben.

Maya

Re:

von Maya (28.05.2009, 09:53)
Ich habe bei meinem ersten Buch eine Danksagung für meinen Freund reingeschrieben. Als das Autorenexemplar kam und ich es ihm gezeigt habe, hat er tatsächlich angefangen zu weinen, weil er das so schön fand. angle:
War nichts großartiges, nur zwei/drei Worte, aber ihm hat's gefallen.

Denke wenn es Menschen sind, die einem Nahe stehen, dann kann man das selbst sehr gut einschätzen, ob sie das wollen oder nicht - man muss ja auch nicht unbedingt den Namen reinschreiben.

Grüße
Maya

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Mac Bach
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Re:

von Mac Bach (28.05.2009, 09:55)
Wie ich schon sagte: die Leute um mich herum fanden es eher irgendwie doof bis abwegig, dass ich versuchte Bücher zu schreiben. Mein Dank ihnen gegenüber wäre also eher ein indirekt abzutragender - insofern, als ich gegen ihre ablehnende Haltung anzuschreiben hatte. Echt zu danken habe ich eigentlich erst meiner Verlegerin, die aus meinem Manuskript ohne wenn und aber ein Buch gemacht hat. Euch allen, die ihr auf dem Weg dahin soviel Unterstützung erfahren habt, meinen nachtäglichen Glückwunsch.
Das Gedicht ist wahrscheinlich das einzige kulturelle Produkt, das zur Profitmaximierung völlig ungeeignet ist. Das ist Freiheit. Wunderbar.



Hans-Magnus Enzensberger

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skipteuse
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Re:

von skipteuse (28.05.2009, 10:29)
Danke - ich hatte meist gleichgültige bis relativ positive Reaktionen auf meine Projekte, manche waren auch echt euphorisch (fast euphorischer als ich selbst ...

Ich habe bis jetzt auf Danksagungen verzichtet - aber jetzt, wo ich drüber nachdenke ... angle:

Gruß, barbara

kathischeichenost
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Re:

von kathischeichenost (11.06.2009, 17:31)
Es gibt Menschen, außer mir, ohne die es meine Bücher nicht geben würde und ich sehe es als meine Pflicht an, ihnen danke zu sagen und wo ginge das dann besser als im Buch selbst.

Um Leser damit nicht zu "belästigen" habe ich mich für den Platz hinten im Buch entschieden, da es nun einmal nicht jeden interessiert.

Was ich auch mache, wenn ich Leute namentlich nennen will. Ich frage sie vorher, ob das ok ist.
Alles über meine Romanreihe "Liebe auf Eis" unter www.liebeaufeis.jimdo.com

Andreas T.
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Re:

von Andreas T. (11.06.2009, 18:37)
Goodbye!
Zuletzt geändert von Andreas T. am 28.07.2009, 16:25, insgesamt 1-mal geändert.

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