Verzei mir

Präsentiert euren Roman, Thriller, Fantasy-, Science-Fiction-, Romance-Titel oder euer Kinderbuch.


Marcel R.
Beiträge: 266
Registriert: 02.06.2009, 10:42

Verzei mir

von Marcel R. (02.06.2009, 16:11)
Ich bin 15 Jare alt und heiße Marcel R. Meine große Leidenschaft neben dem Lesen, ist natürlich das Schreiben. Ich schreibe Thriller und denke es wird endlich Zeit, mal ein paar Experten zu Rate zu ziehen. Deswegen möchte ich euch einen kleinen Eindruck aus dem Buch "Verzeih mir" vermitteln. Warum das Buch so heißt vermittelt der
kleine Klappentext:

Es ist nachts. Er verfolgt und vergewaltigt sie. Dann löscht er ihre Erinnerungen, er ist ein Phantom. Und dann kommt der tag, an dem der Anästhesist David Escher festgenommen wird. Aber obwohl er seine Zelle nur in einem Leichensack verlässt, geht fünf Jahre später die Reihe weiter und das noch grausamer und brutaler als Zuvor. Doch welche kranke Rolle die Komissarin Sandra Lohmann dabei spielt, ist ihr nicht bewusst. Bei allen Opfern findet sich nur ein Brief mit den Worten: Verzeih mir.......

Und nun ein kleiner Textausschnitt. Ich beginne mit Kapitel 1:

Eins

Anscheinend hatte sie immer noch nicht gemerkt, dass er sie beobachtete. Doch während der ganzen Fahrt hatte er sie angestarrt, sie vor seinen Augen ausgezogen. Doch war es wirklich das, was er wollte, oder war es nur die Macht nach der er gierte, die ihn erregte. Vielleicht von beidem ein bisschen. Oder war es einfach der schlichte Hass auf die Menschheit? Sein Atem wurde schneller. Sein Puls auch. Sie gehörte ihm, auch wenn sie das nicht einmal ahnte. Schließlich kannte sie ihn überhaupt nicht, nahm ihn nicht wahr. Eine Bewegung, der Knopf. Der Bus wurde langsamer und hielt an. Sie stieg aus und er ebenfalls, doch er überquerte die Straße, sie nicht. Sie fühlt sich sicher. Noch. Der zunehmende Regen prasste ihm ins Gesicht und in der Dunkelheit sah sie nicht, dass er die Straßenseite längst wieder gewechselt hatte und ihr mit sicherem Abstand folgte. Sie war zu langsam, er zu schnell, deswegen passte er sich wieder an. Er hörte das klimpern des Schlüsselbundes, bevor sie anhielt und die Tür des Mehrfamilienhauses aufschloss. Verdammt. Er war zu weit weg und die Tür fiel ins Schloss. Planänderung. Er klingelte und die Stimme einer anderen älteren Frau ertönte und im gleichen Moment auch das Surren des Türöffners. „ Wer ist da?“ Doch er war schon hineingeschlüpft und die Treppen hinaufgestiegen, als die ältere Frau ihre Wohnungstür im Erdgeschoss öffnete, um nachzusehen, wer der unangemeldete Besucher gewesen war. Sie hörte nur noch das Klopfen der Fußsohlen auf den Steinen. Nun stand er vor ihrer Tür und das erregte Pochen, das seinen gesamten Körper durchfuhr, wurde von Sekunde zu Sekunde stärker. Es war alles wie immer, wenn er eine Frau auf diese Weise verfolgt hatte, und wie immer hatte er den Draht mit, der ihm Zugang verschaffte. Das kurze Klicken, war das Signal für ihn leise wie eine Katze hineinzuschleichen. Sie war im Bad. Er hörte die Dusche laufen und das Gefühl eines heißen Bades breitete sich in ihm aus. Wie gerne würde er zu ihr steigen, doch er musste sich im Griff haben. Nachdem er sich Handschuhe übergezogen hatte, ging er in die Küche und öffnete zuerst den Kühlschrank. Ganz schön leer. Kein Wunder, dass sie die Figur eines Models vorweisen konnte. Etwas schönes, das für sie gegenteilig enden könnte. Nein, würde. Er entdeckte eine kalte Pizza, nahm sich ein Stück, aß es und schloss den Kühlschrank. Doch dann fiel es ihm auf. Einen perfekten Vorwand. Planänderung. Auf dem Tisch stand ein Glas Wasser, in dem sich gerade eine Tablette aufzulösen versuchte. Eine Kopfschmertablette, wie er der röhrenförmigen Packung entnehmen konnte, die sie neben dem Glas auf dem Tisch stehen gelassen hatte. Die Dusche lief weiter. Er nahm die kleine Pille aus seiner Jackentasche und warf sie in die Flüssigkeit. Farb- und Geruchlos. Ein Vorteil. Diese Pille konnte Wunder bewirken, wenn man sie richtig einsetzte. Und das war einer dieser richtigen Augenblicke. Und dann passierte es: Das Geräusch der laufenden Dusche verschwand und die Fußsohlen platschten beim Auftreten auf den Boden vor der Dusche. So schnell und leise, wie er hereingekommen war, schlich er nun in den dunklen Raum am Ende der Küche, den er zuerst gesehen hatte. Nur mit einem Handtuch bekleidet kam sie in die Küche und er musste den Drang unterdrücken sie zu Überfallen, sonst wäre dieser spontane, aber perfekte Plan in Gefahr geraten. Und sein Gesicht verzog sich zu einer Grimasse, als sie das Glas hob, an die Lippen hielt, und in einem Zug leer trank. Er strich sich über das Pochen in seiner Hose und lenkte seine Gedanken schon zu ihr, obwohl sie noch nicht mal wusste, dass er hier war. Nun hieß es warten. Warten bis sie erschöpft merkte, dass etwas nicht stimmte und sie nicht allein hier war. In seiner Jackentasche war der Brief. Er hatte die Macht.

So das war meine kleine Leseprobe. Wer mehr lesen möchte, kann sich ja bei mir melden.

Ich bitte unbedingt um KOMMENTARE und KRITIKEN!!!! thumbbup

Benutzeravatar
Aston Skovgaard
Beiträge: 621
Registriert: 26.03.2009, 09:38
Wohnort: Lübeck

Re:

von Aston Skovgaard (02.06.2009, 18:51)
Hallo Marcel !

Erst einmal meinen Glückwunsch, daß du dich dafür entschieden hast,trotz deines noch jungen Alters Autor werden zu wollen.

Ich bewundere das sehr ! In jedem Falle solltest du manche Sätze kürzer verfassen.
Den Inhalt finde ich gar nicht schlecht. Wenn du deinen Charme spielen lässt gelingt es vielleicht sogar eine Lektorin zu gewinnen, welche du nicht bezahlst,sondern mit einem Eintrag in das Impressum deines Buches belohnst. (Nur ein Tipp) !

Bleibe dran und mache weiter ... thumbbup


Unser Land braucht Talente dringender denn je ! :lol:

Alles Gut und viel Erfolg.

Aston cheezygrin

Netat-Trow
Beiträge: 14
Registriert: 08.05.2009, 17:25

Re:

von Netat-Trow (02.06.2009, 19:36)
Hallo Marcel. Klingt erst mal nicht schlecht. Mich stört ein wenig, dass das potenzielle Opfer gesichts- und namenlos bleibt, ich bekomme keinen "Kontakt" zu ihr.
Ansonsten: schönes Tempo, bisschen grobmotorisch, aber feinschleifbar. Sehr schön in Verbindung zu deinem Alter :)

@ Aston: Ganz schlechter Tipp an einen jungen Autor.
Lektorat ist prinzipiell Arbeit, und Lektor(in) sein ist ein (oft harter) Job, kein ehrenamtlicher Zeitvertreib (zumindest jenseits der Hobby-Schiene). Ein Impressumeintrag für tage- oder oft wochenlange Arbeit ist nicht ganz so verlockend, um anzunehmen, dass sich die Lektoren drum reißen werden. :)
Infos zum Berufsbild gibt es hier: http://www.vfll.de

Beste Grüße
Sabine

Marcel R.
Beiträge: 266
Registriert: 02.06.2009, 10:42

Re:

von Marcel R. (02.06.2009, 20:09)
Danke für die Kommentare.....Kritik ist etwas ganz Wichtiges für mich, denn nur so kann ich mich diszipliniert verbessern....Lob ist natürlich auch nicht schlecht, aber nur wenns angebracht ist....
....Deine Kritik, dass man sich nicht mit der Frau identifizieren kann ist berechtigt und ich nehme sie mir sehr zu Herzen.....Vielleicht wäre der Zusammenhang etwas anders, wenn du die ganze Geschichte kennen würdes!
cheezygrin

Liebe Grüße udn weiter Kommentare machen thumbbup

Euer Marcel

Benutzeravatar
frauGeier83
Beiträge: 211
Registriert: 08.02.2009, 14:32
Wohnort: Riedlhütte

Re:

von frauGeier83 (02.06.2009, 20:44)
Hallo Marcel,

wie meine Vorredner schon anmerkten, versuch deinen Text selber so gut als möglich zu schleifen, da dann die Chancen das dein Manuskript bei nem Verlag, Agenten wie auch immer, landet größer sind.

An sich gefällt mir der Text gut, und ich hoffe, dass das Mysterium der "Gesichtslosen Person", wie sie genannt wurde, in dem folgenden Kapitel gelöst wir, sonst wirds echt schwierig eine Connection zu bekommen. Wie bei mir auch, gibt es an der Interpunktion noch Verbesserungsbaustellen. Auch an manchen Stellen hinckt der Inhalt noch. Da sind ein paar Logikfehler. Lies dir den Text mal laut vor, und achte auf die Worte die du da liest. Da kommt so mancher Hund aus seiner Hütte. Aber wie sagt man so schön: Es ist kein Meister vom Himmel gefallen. Aber für deine 15 Jahre schreibst du schon sehr gut!

Lob von mir, und weiter so!

Simone Melissa Geier thumbbup
Bild

Benutzeravatar
Benni125
Beiträge: 64
Registriert: 27.03.2008, 14:18

Re:

von Benni125 (03.06.2009, 00:16)
Nitte erschrick nicht, ich habe mir mal deinen Text etwas genauer vor genommen. Inahltlich habe ich eine Frage. Der Mörder hat einen Hass auf die MENSCHHEIT. Jedoch bringt er, wie ich dem Text entnehmen konnten nur FRAUEN um. Das irritierte mich ein wenig. Ich habe dir ein paar Vorschläge gemacht, die du dir zu Herzen nehmen kannst oder auch nicht. Insgesamt finde ich sparst du ein wenig mit Attributen. Ich merke jedoch, dass du dir die Situation sehr genau vorstellst. Du hast aber ein kleines Problem damit, es in jeder Einzelheit auf zu schreiben. Du musst aber ein gutes Mittelmaß finden und den Leser nicht mit Einzelheiten überschütten. Soetwas langweilt. Ich kann mir sehr gut vorstellen, was du "gesehen" hast, aber wie ist das Wetter. Okay. Es regnet. Ist es ein schöner angenehmer Regen, ist es warm, kalt, "schmuddelich", Herbst, Winter, Frühjahr? Waren die Fließen im Bad kalt? Tappste sie aufgeregt von einem Fuß auf den Anderen? Oder hatte sie Fußbodenheizung. Ja es ist ein Wenig übertrieben. Aber ich hoffe du verstehst was ich meine. Und ich finde die "Geilheit" von ihm solltest du noch ein Wenig besser beschreiben. Dabei fällt mir auf. Zuerst hat er das Pochen im ganzen Körper, später nur in der Hose?

Du solltest deinen Text insgesamt auf Konsistenz überprüfen. Passt immer alles? Alles logisch. EIne gute Mglichkeit ist, wenn du merkst dass du einen gewissen Gegenstand im Verlauf der Geschichte unbedingt benötigst und vorher ist er nie mit einer Silbe erwähnt, dann führe diesen Gegenstand einfach weiter vorne in der Geschichte ein, eben da, wo es gerade passt. Bei weiteren Fragen oder Anmerkungen kannst du ruhig auch eine PN an mich schicken. Erschrick (oder erschrik *lach* ich weiß es nicht) nicht so, dass ich den Text so aus einander genommen habe. Aber solche Kritik ist meist hilfreicher als: "Gut", "Naja", "Nicht gut".

Achja hätte ich beinahe vergessen. Die Zeitform. Da musst du ein bisschen besser drauf achten.

Liebe Grüße
Benni

Eins

Anscheinend hatte sie immer noch[die beiden Worter vielleicht drehen: noch immer. Klingt in den meisten Fällen besser] nicht gemerkt, dass er sie beobachtete[beobachtet klingt irgendwie richtiger. Ich bin mir aber nicht sicher book: ] . Doch während der ganzen Fahrt hatte er sie angestarrt, sie vor seinen Augen ausgezogen. Doch [Doch kannst weglassen. Sonst wieder holt sich erstens das Wort so oft und außerdem ist es hier nicht von Nöten] war es wirklich das, was er wollte, oder war es nur die Macht nach der er gierte, die ihn erregte. [... war es wirklich das was er wollte? War es vielleicht diese Gier nach Macht, die ihn erregte? (Ist nur ein Vorschlag)] Vielleicht von beidem ein bisschen [Ein Wenig, ein Quentchen Oder Vorschlag: Vielleicht war es die unwiderstehliche Mischung aus Beiden.]. Oder war es einfach der schlichte [Schlicht klingt ein Wenig ungelenk, Vorschlag: Der pure Hass] Hass auf die Menschheit? Sein Atem wurde schneller. Sein Puls auch[Vorschlag: Und mit ihm der Puls]. Sie gehörte ihm, auch wenn sie das nicht einmal ahnte. Schließlich kannte sie ihn überhaupt nicht, nahm ihn nicht wahr. Eine Bewegung, der Knopf. Der Bus wurde langsamer und hielt an. Sie stieg aus und er ebenfalls[Vorschlag:Und er mit ihr], doch er überquerte die Straße, sie nicht. Sie fühlt sich sicher. Noch. Der zunehmende Regen prasste ihm ins Gesicht und in der Dunkelheit sah sie nicht, dass er die Straßenseite längst wieder gewechselt hatte und ihr mit sicherem Abstand folgte. Sie war zu langsam, er zu schnell, deswegen passte er sich wieder an. Er hörte das klimpern[klimpern klingt etwas ungelenk: rasseln trifft es meiner Meinung nach eher] des Schlüsselbundes, bevor sie anhielt und die Tür des Mehrfamilienhauses aufschloss. Verdammt. Er war zu weit weg und die Tür fiel ins Schloss. Planänderung.[thumbdown: Ich bin grad überfordert ^^, aber tu das nicht. Das nimmt irgendwie Spannung. Beschreibe lieber, dass er mit der Faust gegen eine Laterne schlägt (auch wenn das jetzt nicht unbedingt spektakulär klingt - ist nur eine Frage wie du es beschreibst)] Er klingelte und die Stimme einer anderen älteren Frau ertönte und im gleichen Moment auch das Surren des Türöffners. „ Wer ist da?“ Doch er war schon hineingeschlüpft und die Treppen hinaufgestiegen, als die ältere Frau ihre Wohnungstür im Erdgeschoss öffnete, um nachzusehen, wer der unangemeldete Besucher gewesen war. Sie hörte nur noch das Klopfen der Fußsohlen auf den Steinen. Nun stand er vor ihrer Tür und das erregte Pochen, das seinen gesamten Körper durchfuhr [Durchfahren kann einen eher ein Schmerz, ein Ziehen, ein Brennen. Klopfen sollte etwas anderes mit einem machen], wurde von Sekunde zu Sekunde stärker. Es war alles wie immer[Das ist ein (glaube ich) ein Sprung, was die Zeitform betrifft. Passender wäre: Es war, wie jedes Mal], wenn er eine Frau auf diese Weise verfolgt hatte, und wie immer hatte er den Draht mit, der ihm Zugang verschaffte. Das kurze Klicken, war das Signal für ihn leise wie eine Katze hineinzuschleichen. Sie war im Bad. Er hörte die Dusche laufen und das Gefühl eines heißen Bades breitete sich in ihm aus. Wie gerne würde er zu ihr steigen, doch er musste sich im Griff haben. Nachdem er sich Handschuhe übergezogen hatte, ging er in die Küche und öffnete zuerst den Kühlschrank. Ganz schön leer. Kein Wunder, dass sie die Figur eines Models vorweisen konnte. Etwas schönes, das für sie gegenteilig enden könnte. Nein, würde. Er entdeckte eine kalte Pizza, nahm sich ein Stück, aß es und schloss den Kühlschrank. Doch dann fiel es ihm auf. Einen perfekten Vorwand. [Kann sein, dass ich bescheuert bin, aber irgendwie kappier ich dieses G E F L E C H T nicht ^^]Planänderung. [Siehe oben]Auf dem Tisch stand ein Glas Wasser, in dem sich gerade eine Tablette aufzulösen versuchte. Eine Kopfschmertablette, wie er der röhrenförmigen Packung entnehmen konnte, die sie neben dem Glas auf dem Tisch stehen gelassen hatte. Die Dusche lief weiter. Er nahm die kleine Pille aus seiner Jackentasche und warf sie in die Flüssigkeit. [Schreib lieber in das Glas. Verständlicher]Farb- und Geruchlos. [geruchlos]Ein Vorteil. Diese Pille konnte Wunder bewirken, wenn man sie richtig einsetzte. Und das war einer dieser richtigen Augenblicke. [einer dieser Augenblicke gewesen. Die Zeitform]Und dann passierte es: Das Geräusch der laufenden Dusche verschwand und die Fußsohlen platschten beim Auftreten auf den Boden vor der Dusche.[Vor der Dusche ist klar. Aber vielleicht auf den Fließen] So schnell und leise, wie er hereingekommen war, schlich er nun in den[in einen dunklen Raum. Du hast die Küche vorher nicht beschrieben, deswegen solltest du einen unbestimmten Artikel nehemen] dunklen Raum am Ende der Küche, den [welchen]er zuerst gesehen hatte. Nur mit einem Handtuch bekleidet kam sie in die Küche und er musste den Drang unterdrücken sie zu Überfallen, sonst wäre dieser spontane, aber perfekte Plan in Gefahr geraten. Und sein Gesicht verzog sich zu einer Grimasse, als sie das Glas hob, an die Lippen hielt, und in einem Zug leer trank. Er strich sich über das Pochen in seiner Hose und lenkte seine Gedanken schon zu ihr, obwohl sie noch nicht mal wusste, dass er hier war. Nun hieß es warten. Warten bis sie erschöpft merkte, dass etwas nicht stimmte und sie nicht allein hier war. In seiner Jackentasche war der Brief. Er hatte die Macht.

Benutzeravatar
Kris. K.
Beiträge: 538
Registriert: 15.03.2009, 18:13

Re:

von Kris. K. (03.06.2009, 00:24)
Hallo Marcel- ja auch ich finde deinen Textausschnitt gelungen- für dein Alter wirklich prima. Auf kleinere Ungereimtheiten, die mir beim ersten Lesen aufgefallen sind gehe ich jetzt ein. Dies ist nur meine Meinung, aber wenn es mir auffälltn wird es das anderen vielleicht auch tun.
Also- es ist sehr gut, das du uns eine Vorbeschreibung des inhalts gibst. Kurz und Knackig- spannung aufbauend. Das in den ersten drei Sätzen, gliech auf den Täter eingegangen wird, sehr entfremdet und aufzählend, finde ich nicht perfekt allerdings vielleicht nur weil ich es nicht gewöhnt bin- Aufzählungen generell sollten vermieden werden.
Und das daraufhin dieser Arzt erwähnt wird, kaut dem Leser eine Annahme vor (nicht gut)- und zerschlägt sie dann als die Mordsereie weitergeführt wird- (sehr gut thumbbup )das ist gekonnt.
...geht fünf Jahre später die Reihe weiter...> welche Reihe?- Die Mordsereie natürlich aber das kann man auch schreiben. Denke immer daran, du weißt alles, der Leser nichts, darum sage ruhig etwas genauer(ohne zu wiederholen), damit die arme unwissende Leserschafft nicht zuviel verknüpfen und denken muss.
Doch welche kranke Rolle die Komissarin Sandra Lohmann dabei spielt, ist ihr nicht bewusst. >> das hättest du besser gekonnt dozey:
nummer eins- dies ist quasi der Klappentext, eine Inhaltsangabe und da darf NIEMALS eine persönliche Stellungnahme rein. Du hast einen bezug zu den Figuren und kannst beurteilen wer wie ist, sich wie entwickelt, welche Charaktereigenschaften Personen und Sachverhalte haben- aber der Leser muss sich selber ein bild davon machen- kurz gesagt: kranke Rolle- nicht objektive, sachliche Aussage= Pfui= weglassen.
Nummer zwei: ist ihr nicht bewusst, kann man so sagen- aber es ist vollkommen nichtssagend und das wird dem Leser auch auffallen.- ist doch logisch, das der Hauptfigur zu Anfang ihre Rolle nicht bewusst ist.
Das Ende ist wieder fein- guter Spannungsaufbau- habe Bock nach mehr. angle:

Nun zum Text an sich (du merkst ich bege mir mit dir mühe- und das obwohl du mich im Chat so gelöchert hast)
Als erstes: Was soll den Diese Eins? Wenn es kapitel Eins ist dann schreibe das auch.
Anscheinend (> mhm, gleich mit einer Vermutung begonnen, kenne ich so nicht- finde ich persönlich nicht pfiffig. Kann man nicht mit einer Aktion beginnen? So ungefähr: Nachdenklich legte er den Kopf schief und schlug die Beine übereinander.") hatte sie immer noch nicht gemerkt, dass er sie beobachtete.
Doch während der ganzen Fahrt hatte er sie angestarrt, sie vor seinen Augen ausgezogen.(> Das doch ist unnötig und "vor ihren augen ausgezogen"?? :shock:: Oh lala, wer zieht sich da vor wem aus? Ich denke "sie MIT seinen Augen ausgezogen" passt besser cheezygrin
Die nächsten beiden Sätze sind fein.
Ah hier blink3 "Oder war es einfach der schlichte Hass auf die Menschheit" > Hass auf die Menschheit, was hat den der bisherige Text damit zu tun? Noch weiß der Leser nicht, das er eine perverse Ratte ist, manch ein mann zieht die Frauen mit ihren Blicken aus, das muss noch nicht auf einen mörder schließen lassen. Schon davor habe ich bei dem Wort MACHT, gestutzt aber ich (als unwissender Leser) habe die das Wort auf den Potentiellen Sex bezogen. Also entweder den Satz mit Hass auf die Menschheit weglassen oder erklären. Warum hat es mit Hass zu tun wenn er die Tussi nackig machen will?
Sein Atem wurde schneller>> hier wäre ging besser als wurde.
"Sie gehörte ihm, auch wenn sie das nicht einmal ahnte">> der Grundgedanke des Satzes ist gut- aber ich hätte noch ein "noch" genommen und das einmal weggelassen weil es schlicht nichtssagend ist. ."Sie gehörte ihm, auch wenn sie das noch nicht ahnte"- dat is knackiger :wink:
"Schließlich kannte sie ihn überhaupt nicht, nahm ihn nicht wahr."- NOCH kannte sie ihn nicht, nahm ihn nicht wahr.- knackiger cheezygrin
(auch ich neige dazu meine Sätze mit Füllwörtern fett zu machen- aber bei solche "spannungsgeladenen" Scenen- erst recht wenn sie am Anfang stehen und sich der Leser noch ein Bild machne muss, sind sie nicht nötig und stören sogar.)
"Eine Bewegung, der Knopf">> Kind, sag, doch das SIE ihn drück, den Knopf.- Eindeutigkeiten bitte.
Der Bus wurde langsamer und hielt an. Sie stieg aus und er ebenfalls, doch er überquerte die Straße, sie nicht.">> Das kann man raffen.
"Sie fühlt sich sicher"- falsche Zeit
Der zunehmende Regen prasste (prasselte) ihm ins Gesicht und in der Dunkelheit sah sie nicht, -> mhm, zu schneller Wechsel von ihm zu ihr. (AUSERDEM!!- warum erwähnst du den Regen nicht schon vorher- so ein wichtiges Merkmal muss man ausnutzen- Sie könnte zum Beispiel während er sie beobachtet, aus dem Fenster des Buses sehen, durch die besprenkelte Scheibe- Und Riecht es nach regen- ich will sensorik.!)
Die nächsten Sätze sind sehr aufzählend, gefühlskalt will ich sagen- könnte ein gewollter Kniff sein um zu verdeutlichen wie entfremdet der Täter der Welt und dem normalen Denken ist- wirkt aber nicht ideal- überdenke das noch mal.
Er klingelte und(> erstes und durch Komma ersetzen) die Stimme einer anderen älteren Frau ertönte und im gleichen Moment auch das Surren des Türöffners. „ Wer ist da?“ (wer fragt das, ich als Leser muss zuviel denken, das ist nicht gut)
Sie hörte nur noch das Klopfen der Fußsohlen auf den Steinen. >> steinerne Stufen dozey:
Ähhh- es ist spät (schade, das es hier kein Gähn-smiley gibt)- ich mache ein andermal weiter. Du hast ja jetzt genug kleinigkeiten zum Überdenken thumbbup

Benutzeravatar
Kris. K.
Beiträge: 538
Registriert: 15.03.2009, 18:13

Re:

von Kris. K. (03.06.2009, 00:26)
Mist, ich sehe Benni war schneller- grrrrr :twisted:-- na dann muss ich den restlichen text ja nicht mehr bearbeiten- braver Benni (kopf tätschel) cheezygrin

Benutzeravatar
Benni125
Beiträge: 64
Registriert: 27.03.2008, 14:18

Re:

von Benni125 (03.06.2009, 00:54)
@Kris Tja so bin ich. Und habe ich da das Wort Sex in deinem Text gelesen. Also Bitte :roll: wir sind hier in einem Unter-18-Forum blink3

*Lach*
Gute Nacht

Benutzeravatar
Kris. K.
Beiträge: 538
Registriert: 15.03.2009, 18:13

Re:

von Kris. K. (03.06.2009, 00:56)
Oh bitte Benni, tu mir nicht so als wüsstets du nicht das jugendliche ab 13 täglich öfter an Sex denken als Hugh Hefner und alle seine Bunnies zusammen. cheezygrin

Benutzeravatar
Benni125
Beiträge: 64
Registriert: 27.03.2008, 14:18

Re:

von Benni125 (03.06.2009, 00:59)
*ahahaaaahaaa-lach* :lol:

Netat-Trow
Beiträge: 14
Registriert: 08.05.2009, 17:25

Re:

von Netat-Trow (03.06.2009, 08:47)
Marcel R. hat geschrieben:
....Deine Kritik, dass man sich nicht mit der Frau identifizieren kann ist berechtigt und ich nehme sie mir sehr zu Herzen.....Vielleicht wäre der Zusammenhang etwas anders, wenn du die ganze Geschichte kennen würdes!


Hallo Marcel,

ja, das mag sein, aber ich betrachte solche Einstiege als Lektorin. Wenn du eines Tages das fertige Manuskript zu Verlagen schickst, kannst du die dort auch nicht mit der ganzen Geschichte vertrösten, denn dafür nimmt sich keiner die Zeit. Es ist ein Unterschied, Spannung aufzubauen oder auf Elemente zu verzichten, die den Einstieg in die Geschichte erleichtern bzw. die Kontaktaufnahme zu den Figuren ermöglichen.
Nach der Leseprobe interessieren mich zwei Fragen brennend: Wer ist das bedauernswerte Opfer? Was treibt den Täter bzw. wie setzt er seinen Plan in die Tat um?
Selbst wenn dieses Opfer für den weiteren Verlauf der Geschichte ohne große Bedeutung ist, so hat sie doch einen Namen, ein zumindest angerissenes Leben, das den Leser mitleiden und rufen lässt: "Mensch Mädchen, pass auf! Du bist in Gefahr!"

Das kann man u.a. erreichen, indem man den Einstieg aus IHRER Perspektive erzählt. Zum Beispiel dass sie gerade von der Arbeit kommt, einen anstrengenden Tag hatte, vielleicht Streit mit dem Chef/Freund, und sich jetzt erschöpft - nach einer Dusche und einer Kopfschmerztablette - aufs Bett freut ...
Parallel kann die latente Gefahr, in der sie schwebt, eingebunden werden. Und dann kommt der Killer.
Der auktoriale Erzähler hat es hier in der Hand, die unterschiedlichen Perspektiven geschickt zu verknüpfen.

Zu deinem Killer noch eine Wortschlange:
Vielleicht legst du für diesen Serientäter mal ein genaues Profil an. Mir ist beim zweiten Lesen auch aufgefallen, dass da einmal ein "Hass auf die Menschheit" und zum anderen ein "Frauenproblem" auftaucht. Und dass der Knabe offenbar selbst nicht richtig weiß, was ihn treibt. Das sind eigentlich zwei unterschiedliche Motive, die unterschiedliche Handlungen hervorrufen. Im aktuellen Fall sehe ich das "Frauenproblem" vordergründig. Er verfolgt und vergewaltigt sie, ist erregt - daraus schließt man, dass er ein Sexualverbrecher ist, der aus Motiv X seinen Hass (oder seine Liebe) in einer kranken Form an Frauen auslässt.
Und ich gehe davon aus, dass dieses Motiv X eine wichtige Rolle spielen wird, denn es treibt ihn durch die Geschichte.
In der Regel verlaufen solche Geschichten in zwei (plumpe) Richtungen mit unzähligen Spielarten: Entweder gilt es, den bis zum Showdown Unbekannten zu jagen (dann stolpert man im Verlauf auch über das Motiv, über das man der Identität des Killers auf die Schliche kommen kann), oder der Täter ist bekannt und es wird in Richtung Motivsuche und anschließende Jagd laufen. Wenn man weiß, wer er ist, muss man wissen, warum er das tut, also denken wie er, um ihn zu finden, zu stoppen oder seine nächste Tat vorhersehen zu können.
Ganz grob.

Wenn wir nun also davon ausgehen, dass dein Thriller sich ausgiebig mit diesem Serienkiller beschäftigt, dann sollte er ein starker Charakter sein, der ganz klare Motive hat für seine Verbrechen. Er hat - zumindest vor und während seiner Taten (danach ist uns ja unbekannt) - keine Zweifel an seinem Tun, aber gute Gründe.
Die müssen wahrhaftig nicht gleich aufgedröselt werden, aber diese Gründe bedingen sein praktisches Vorgehen. Er ist ja kein Einmal-Täter, der aus einem spontanen Trieb heraus agiert und dem Zufall überlässt, ob sein Vorhaben gelingt oder nicht. Er ist ein Serientäter, ein Phantom, das gejagt wird. Also war er schlau genug, seine Identität bisher zu verbergen und Spuren zu vermeiden.

Davon ausgehend, dass diese Verbrechen sich über einen längeren Zeitraum ziehen, ist eine gute Planung, Cleverness, ein gewisses Maß an Intelligenz ... also vorauszusetzen. Ein Verdächtiger wird festgenommen und stirbt im Gefängnis - das heißt: der wahre Täter wurde doch nicht geschnappt. Oder es gibt zumindest einen engen Bezug zwischen ihm und dem Trittbrettfahrer (sofern hier keine mystischen Elemente wie Wiederauferstehung usw. eine Rolle spielen).

Das sind eigentlich nur Eckpunkte, mit denen man spielen kann.

Wenn ich davon ausgehe, dann sehe ich einen Killer, der relativ kalt plant und ausführt - getrieben von seinem Motiv - und nichts dem Zufall überlässt.
Das heißt weiter, dass seine eigenen (momentanen) Unsicherheiten etwas deplatziert wirken und ihn unter Umständen unglaubwürdig machen:
Die Vermutung, dass SIE ihn nicht bemerkt hat (das ist Fakt, sonst geriete er in Gefahr)- Was er eigentlich will (sein Leitmotiv)- Die etwas tölpelhafte Verfolgung (schneller, langsamer, vor der geschlossenen Tür dumm dastehen und woanders klingeln müssen = mögliche Zeugen ins Spiel bringen) - Die Zufälle (Opfer duscht, löst sich eine Kopfschmerztablette auf) - ...

Kurzum: Der Killer wirkt im Augenblick eher unberechenbar und überlässt den Verlauf seines Plans dem Zufall.
Aber genau daraus ist der gemeine Serienkiller nicht wirklich gestrickt. Der weiß in der Regel sehr genau, was er tut, warum er es tut, und wie er es tun wird, um (erst mal) nicht geschnappt zu werden. Denn er hat ja Erfahrung.

Um das weiterzuführen:
Opfer und Täter kennen sich wahrscheinlich nicht und sind sich während der Busfahrt zum ersten Mal begegnet. Jedenfalls sehe ich nichts Gegenteiliges. Er weiß also nicht, wo sie wohnt, ob sie überhaupt alleine wohnt, wie er ins Haus, in die Wohnung kommen kann - und riskiert damit, dass sein Plan eher scheitern als gelingen könnte.
Aber er hat Glück auf der ganzen Linie: Die vor seiner Nase zugefallene Tür öffnet eine Nachbarin, sein Opfer lebt offenbar alleine (hat nicht mal einen Hund, der anschlagen könnte), die Wohnungstür lässt sich mit einem Draht öffnen, das Opfer duscht gleich und er kann sich umsehen, die Kopfschmerztablette, der zufällig dunkle Raum am Ende der Küche als Versteck - na dankeschön an Gevatter Zufall. :)

Verstehst du, worauf ich hinaus will?

Wenn du deinen Killer kennenlernst, ein genaues Profi erstellst, sein Motiv und seine Absichten kennst, seine Stärken und Schwächen, kannst du ihn entsprechend planen und handeln lassen.
Vielleicht beobachtet er seine Opfer vorher eine Weile, um die Lebensumstände und Gewohnheiten kennenzulernen. Möglicherweise kennt er sie sogar und wählt sie gezielt aus, weil er aus irgendeinem Grund der Meinung ist, sie hätten diese "Strafe" verdient. Wahrscheinlich wird er kein Risiko eingehen, entdeckt zu werden (also kein Klingeln an fremden Türen und Dritte auf sich aufmerksam machen). Wahrscheinlich weiß er auch genau, wie er sein Opfer überwältigen wird und ist auf Zufälle nicht angewiesen. Möglicherweise kennt er die Wohnung schon vorher und weiß, wo er sich verstecken kann. Vereinfachen Zufälle seinen Plan, Glück gehabt, aber das setzt er nicht voraus - er vertraut seinem bewährten Plan, der auch ohne Zufall funktionieren wird und bisher auch funktioniert hat.

Damit schaffst du eine beängstigende Figur, die die Geschichte lebendig macht und auch trägt.


So, das soll erst mal reichen, habe schon viel mehr geschrieben, als ich wollte :)
Ich hoffe, du kannst ein klein wenig damit anfangen.

LG
Sabine

büchernarr

Re:

von büchernarr (06.06.2009, 15:37)
Hallo Marcel,
meine Vorschreiber haben eigentlich schon alles kritikwürdige gesagt. Dein Text hat wirklich einen sehr guten Ansatz und ich bin sicher, das wir hier noch Einiges von dir lesen werden.
Mit etwas Überarbeitung wird aus dieser Probe eine echte Geschichte. Bleib dran, der Anfang ist dir gelungen.
Grüße
Bernd

Marcel R.
Beiträge: 266
Registriert: 02.06.2009, 10:42

Re:

von Marcel R. (06.06.2009, 18:13)
Dnake Büchernarr^^......
Ich bin ein 16 Jähriger Thrillerautor, der Momentan an seinem ersten richtigen Buch arbeitet.

www.twitter.com/marcelr93

Myra
Beiträge: 18
Registriert: 14.06.2009, 18:40
Wohnort: Adelsdorf (Mfr, Bayern)

Re:

von Myra (18.06.2009, 20:51)
Tja, hier sind ja schon einige Verbesserungsvorschläge eingetrudelt. So gibt es also leider kaum mehr was zu kritisieren. Höchstens die Form. Ein paar Absätze helfen dem Leser, Interesse zu haben und nicht von einem Block aus Buchstaben verschreckt zu werden...
Grundsätzlich finde ich den Text gut (auch wenn Thriller weniger mein Bereich sind). Du hast Potential und mit ein wenig Feinschliff, wird da was draus thumbbup da bin ich sicher.
Tja, das wars dann auch schon von meiner Seite...

LG Myra

Zurück zu „Buchvorstellung: Belletristik“


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste

Über BoD

BoD™ ist die führende deutsche Self-Publishing-Plattform. Seit mehr als 20 Jahren sind wir die Anlaufstelle für das einfache, schnelle und verlagsunabhängige Veröffentlichen von Büchern und E-Books. Bereits mehr als 40.000 Autoren haben sich mit uns den Traum vom eigenen Buch erfüllt.