Schriftarten

Buchblock, Cover, Print on Demand, E-Book-Konvertierung: Euer Forum rund um die Bucherstellung.


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hawepe
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Re:

von hawepe (16.06.2009, 08:11)
Hallo Markus,

Markus hat geschrieben:
Dir Arial ist auch bei einigen "wissenschaftlichen" (und typographischen) Studien teilweise sehr weit vorne, auch im Printbereich.


Da ich auch nach vielen Jahren intensiver Beschäftigung mit Typographie keine dieser Studien kenne, könntest du vielleicht mal konkreter werden.

Ich glaube, so was ist halt - teilweise auch unter Fachleuten - auch oft eine subjektive Ansichtssache.


Natürlich kann man alles für relativ erklären. Aber dann sind Fragen nach der Schrift, Diskussionen über Buchcover, das Lektroat völliger Unsinn. Wenn man alles so, aber auch anders sehen kann, reicht es völlig, es einfach so zu machen, wie es einem spontan in den Sinn kommt cheezygrin

Aber vermutlich brauchen viele book on demand veröffentlichende Autoren die Einstellung, weil sich nur daraus Begründungen ableiten lassen, warum es mit klassischen Verlagen nicht klappt. Die haben einfach keinerlei Ahnung, sind gegenüber unbekannten Autoren überheblich und die Lektoren absolut unfähig. Oder wer hat in einem der renommierten Verlage schon einmal ein Buch gesehen, das in Arial gesetzt wurde?

Beste Grüße,

Heinz.

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MarleneGeselle
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Re:

von MarleneGeselle (16.06.2009, 08:34)
Guten Morgen,

mit Times New Roman oder mit Arial bin ich nicht so glücklich. Da erinnert das Schriftbild unbewusst an Geschäftskorrespondenz oder gar an Rechnungen.

Garamond liest sich angenehm, ansonsten würde ich noch Tahoma vorschlagen.

Liebe Grüße
Marlene
Es gibt kein größeres Laster als Tugend im Übermaß.
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JMertens
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Re:

von JMertens (16.06.2009, 08:50)
@Thomas Becks: Ich glaube, was Du meinst, ist eher ein Werk, das bei normaler Schriftgröße 1000 Seiten hat und durch die Verkleinerung der Schrift seitenmäßig schrumpft. Denn 1000 Seiten sind 1000 Seiten :wink:

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JMertens
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Re:

von JMertens (16.06.2009, 08:58)
hawepe hat geschrieben:
Oder wer hat in einem der renommierten Verlage schon einmal ein Buch gesehen, das in Arial gesetzt wurde?


Erika Sauer: Alles über Astrologie und Horoskope, Buch und Zeit Verlag (BZ), Köln 1985

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hawepe
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Re:

von hawepe (16.06.2009, 09:07)
Hallo Marlene,

MarleneGeselle hat geschrieben:
ansonsten würde ich noch Tahoma vorschlagen.


Wie die Arial aber eine für den Bildschirm optimierte Schrift. Zudem hat ihr Microsoft wie auch der Verdana und Corbel verkehrte obere Anführungszeichen verpasst. Lediglich die Trebuchet, die ebenfalls mit falschen oberen Anführungszeichen kam, wurde inzwischen von Microsoft korrigiert.

Beste Grüße,

Heinz.

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Thomas Becks
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Re:

von Thomas Becks (16.06.2009, 14:31)
JMertens hat geschrieben:
@Thomas Becks: Ich glaube, was Du meinst, ist eher ein Werk, das bei normaler Schriftgröße 1000 Seiten hat und durch die Verkleinerung der Schrift seitenmäßig schrumpft. Denn 1000 Seiten sind 1000 Seiten :wink:

Ich meinte natürlich mein Manuskript.
Das sieht dann Original so aus.

Gruß Thomas

holz

Re:

von holz (16.06.2009, 16:03)
die 100 besten schriften (lt. umfrage font-shop):

http://download.fsut.de/100beste/FontSh ... riften.pdf

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Thomas Becks
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Re:

von Thomas Becks (16.06.2009, 17:13)
Super Link, danke!

Gruß Thomas

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hawepe
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Re:

von hawepe (16.06.2009, 17:20)
Hallo,

holz hat geschrieben:
die 100 besten schriften (lt. umfrage font-shop):

http://download.fsut.de/100beste/FontSh ... riften.pdf


Okay, da man in der Regel mit einigen wenigen Schriftschnitten auskommt, bleibt man preislich im niedrigen dreistelligen Bereich, aber den meisten On-Demand-Autoren dürfte es trotzdem zu teuer sein.

Zum Glück gibt es auch Schriften, die sehr viel billiger sind, ohne deshalb zwangsläufig sehr viel schlechter zu sein.

Beste Grüße,

Heinz.

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Yuki
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Re:

von Yuki (16.06.2009, 17:50)
Ich benutze gerne Palatino Größe 10.

Es gibt tatsächlich einige Leute, die gerne Arial lesen. Mein Vater und eine sehr sehr gut Freundin. (Ja, meine Testleser äußern schon Schriftwünsche cheezygrin )

Lg. Yuki

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MW
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Re:

von MW (16.06.2009, 18:02)
In der Regel sollte man als Brotschrift (also als Leseschrift) eine Serifenschrift nehmen, da diese Serifen das Lesen erheblich erleichtern. Hier sind wir also bei Times, Palatino und Co.

Groteskschriften (Arial, Tahoma) werden normalerweise nur für den Akzidenzsatz (gelegentliche Herausstellungen) verwendet (siehe h1-Überschirften in Zeitschriften, wie Focus, Spiegel, etc.) - oder als stylisch-moderne Schrift im Rahmen eine Flyers, Visitenkarte, etc. Im Druckbereich dann aber nur bei kurzen, überschaubaren Texten - außer der typografische Designansatz erfordert eine entsprechende Gestaltung.

Anderes gilt für den Bildschirm: Da die Auflösung ein Bruchteil der Druck-Dpi schafft, brechen die Füßchen weg und die Schrift wird rasch unsauber. Daher greift man hier lieber zu Groteskschriften, wie Arial und Co.

In einem anderen thread hatte ich hierzu schon einmal geschrieben (finde ihn aber grad nicht wieder). aber die suche über google führt rasch zu ergebnissen :-)

mein fav: palatino

LG
MW
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freeman1200
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Re:

von freeman1200 (16.06.2009, 18:45)
Hallo

Also ich benutze Times New Roman Größe 10. Bin eigendlich ganz zufrieden damit. Ja gut, größe 10 könnte im Buch etwas zu klein ausfallen. Aber selbst ich als halbblinder komme noch gut damit zurecht. Größe 12, wäre vielleicht angenehmer, aber da wird dann aus einem 300 Seiten Buch plötzlich ein 600 Seiten Schinken. Palatino ist natürlich viel besser. Mal schauen vielleicht benutze ich diese Schriftart bei meinen nächsten Buch.
Arial benutze ich nur, wenn ich eine Fernsehansprache oder Nachrichten im Radio beschreibe. Meines Achtens kommt das ganz gut rüber. Aber ich werde jetzt erst einmal ein Musterbuch von meiner Dritten Auflage des ersten Bandes meiner Buchreihe erstellen. Dann werde ich das Freunden und Arbeitskollegen zeigen ob das gut rüber kommt, wenn sich plötzlich die Schrifart wechselt. Mal schauen.

LG

Jason
Lebe heute und denke nicht an Morgen

Klaus Horsten
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Re:

von Klaus Horsten (16.06.2009, 19:00)
Veraltet -> gelöscht
Zuletzt geändert von Klaus Horsten am 10.09.2014, 10:27, insgesamt 1-mal geändert.

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Thomas Becks
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Re:

von Thomas Becks (16.06.2009, 19:34)
hawepe hat geschrieben:

Okay, da man in der Regel mit einigen wenigen Schriftschnitten auskommt, bleibt man preislich im niedrigen dreistelligen Bereich, aber den meisten On-Demand-Autoren dürfte es trotzdem zu teuer sein.

Zum Glück gibt es auch Schriften, die sehr viel billiger sind, ohne deshalb zwangsläufig sehr viel schlechter zu sein.

Beste Grüße,

Heinz.

Heinz, Du denkst immer nur ans Geld! :(
Man kann doch sehr viel über die Herkunft der Schriften erfahren. book:

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hawepe
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Re:

von hawepe (16.06.2009, 21:16)
Hallo Klaus,

Klaus Horsten hat geschrieben:
Dieser Aufsatz ist sehr zu empfehlen: GUIDELINES FOR TYPOGRAPHY IN NBCS.


Und wer dieses Thema nicht in Englisch lesen möchte und vielleicht gleich ein wenig praktischen Nutzen für seine Manuskripte ziehen möchte, dem empfehle ich meinen Autoren-Ratgeber cheezygrin

Beste Grüße,

Heinz.

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