Wie groß darf ein Erstlingswerk sein?

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Schreibfuchs
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Wie groß darf ein Erstlingswerk sein?

von Schreibfuchs (16.06.2009, 12:16)
Hallo,

ich bin schon seit langem dabei einen Roman zu schreiben und die ganze Geschichte hat sich ziemlich ausgebreitet. Was am Anfang für drei Manuskripte geplant war, ist mittlerweile auf sechs angewachsen und alleine der erste Teil hat über siebenhundert Seiten. Dazu käme noch ein Glossar von ca. vierzig Seiten...

Als ich in Leipzig auf der Buchmesse war, wurde mir von einem Buchhändler empfohlen, die erste Geschichte zu unterteilen und zwei Teile daraus zu machen.

Aber ist das der richtige Schritt um sein Erstlingswerk zu veröffentlichen?
Zerstückelt? :roll:

Oder würdet ihr eher vorschlagen es zu versuchen, einen nicht abgeschlossenen (der Roman ist soweit ja fertig, aber die Unterteilung würde den ersten Part sehr abrupt enden lassen) Roman zu veröffentlichen?

Ich habe wohl verstanden, was mir der Buchhändler sagen wollte: Zu dicke Bücher schrecken ab; kein Verlag bringt solche Bücher von Debutanten heraus, wenn der so dick ist...

Bin mal auf die Antworten gespannt...
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LOFI

Re: Wie groß darf ein Erstlingswerk sein?

von LOFI (16.06.2009, 12:35)
Schreibfuchs hat geschrieben:
alleine der erste Teil hat über siebenhundert Seiten. Dazu käme noch ein Glossar von ca. vierzig Seiten...


Hi,

grundsätzlich ist es deiner Phantasie und deinem Ideenreichtum überlassen, wie groß ein Werk sein kann. Wenn das Erstlingswerk eben so gross ist, dann ist es das. Es kann Sinn machen, Riesenbücher in Teile zu splitten, wenn nach jedem Teil sozusagen ein vorläufiger Schluss ist, der aber aufs Weitelesen Lust macht. Warum nicht auch bei einem Erstling?. Bei BOD wirstdu, wenn du wirtschaftlich und preislich kundenorientiert arbeiten willst, nicht darum herum kommen. Denn ein Taschenbuch mit 700 Seiten (Maximalzahl bei BOD) wirst du nicht unter 36 Euro verkaufen können.

VG

lofi

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Schreibfuchs
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Re:

von Schreibfuchs (16.06.2009, 12:54)
Hallo lofi,

erstmal danke für die Antwort.

Klar würde das bei siebenhundert Seiten irgendwann auch sehr teuer werden. Mal ganz ehrlich, für mich sind sechsunddreißig Euro doch eine ganze Menge Geld und ich bin mir nicht sicher, ob viele Leser bereit wären, für einen dicken Roman eines unbekannten Autors so viel auszugeben. (nicht, dass die Geschichte es nicht wert wäre ;) )

Und, wie schon gesagt, das Manuskript hat mit Glossar ziemlich genau siebenhundertsiebzig (Norm)Seiten...

Aber ich sehe kaum einen Weg, die Geschichte zu kürzen oder zu unterteilen.

Wie sind denn die Chancen mit einem solchen Werk bei einem der großen Verlage unterzukommen?
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LOFI

Re:

von LOFI (16.06.2009, 13:02)
Schreibfuchs hat geschrieben:
Aber ich sehe kaum einen Weg, die Geschichte zu kürzen oder zu unterteilen.


Na, ich glaube dass es doch möglich sein sollte irgendwo ein ... to be continued ... einzubauen.

Schreibfuchs hat geschrieben:
Wie sind denn die Chancen mit einem solchen Werk bei einem der großen Verlage unterzukommen?


Ohnehin schon gering genug. Bei einem Monstermachwerk kommt es eben dann auf eine gute strukturierte Aufteilung deiner Gesamtgeschichte an mit Episodenexposés zu jedem Teil. Versuchen solltest du es immer. Der das macht ja bekanntlich klug. Vielleicht ist es auch Hilfreich, zusätzlich zu den Exposees eine überschaubare Prämisse voranzustellen, damit der verlag überhaupt weiß, worum es geht.

VG
Lofi

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Mondwolf
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Re:

von Mondwolf (17.06.2009, 22:44)
Also wenn Du an Deinen Roman glaubst, dann lasse es nicht zu ihn zu "zerstückeln" oder zu kürzen. Erwarte aber auch keine Riesenumsätze, da der Buchpreis doch etwas abschreckend wirkt!

-Ich persönlich würde Dir empfehlen erst einmal ein kleines Sachbuch über "Gott und die Welt" als Erstlingswerk zu veröffentlichen (Tiere, Heimat, Reisebericht, Kochrezepte, Fotobuch, Kurzgeschichten usw.) Klingt zwar erstmal unlogisch, aber dadurch machst Du Dir als Autor einen Namen und tauchst in sämtlichen Autorenlisten und Online Buchshops auf. Wenn Du dann später Deinen eigentlichen Roman veröffentlichst hast Du es eventuell viel leichter!
Außerdem hast Du dann schon Erfahrungen gesammelt welche Vermarktung für ein Buch richtig ist und welche überhaupt nichts bringen, denn das ist fast schwieriger, als ein Buch zu schreiben...

Diesen Weg versuche gerade ich. Erst einen Umzugsratgeber und dann einen richtigen Roman...

Wünsche Dir auf jeden Fall ganz viel Erfolg mit Deinem Erstlingswerk!!!
Umzugsratgeber "Schwäbischer Single Umzug"
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Schreibfuchs
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Re:

von Schreibfuchs (17.06.2009, 23:17)
Das mit dem Buch über die Hintergründe ist eine gute Idee!

danke auch für die Glückwünsche. Mal sehen wie sich das bewerkstelligen lässt.

Momentan habe ich mehr Probleme mit dem Expose, denn die Geschichte hat viel Inhalt, aber irgendwie schaff ich das schon das auf vier bis fünf Seiten zusammen zu bringen.

:D
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