Leseprobe

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AngelaB.
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Leseprobe

von AngelaB. (20.06.2009, 23:21)
Habe hier eine kleine Leseprobe geschrieben
und hoffe natürlich, sie gefällt euch angle:


Erst jetzt bemerkte Sarah, dass Tom bei ihr war. Er blickte auf und nickte ihr zu. Dann stand er auf und ging auf sie zu. „Ich muss jetzt gehen! Wir schreiben jetzt einen Geschichtstest. Also, bis dann!“, flüsterte Tom ihr zu und verließ anschließend den Krankensaal. Jetzt waren Sarah und Alicia alleine. Sarah schlich sich langsam zu ihr und ließ sich auf einen Stuhl links von ihrem Bett fallen. Sie wusste nicht, was sie sagen sollte. Ihr hatte es wirklich die Sprache verschlagen. Minuten verstrichen, in denen die beiden nicht ein einziges Wort sprachen. Doch dann betrachtete Sarah Alicia und bekam Mitleid mit ihr. Was war bloß mit ihr geschehen? Wer war grausam genug, um ihr all das anzutun? „Alicia.“, räusperte sich Sarah. „Ich weiß, dass du nicht reden möchtest. Aber – was ist geschehen?“ Keine Antwort. „Alicia, bitte!“ Wieder keine Antwort. Was sollte sie nur bloß tun? Doch diese Fragen musste sich Sarah nicht stellen. Sie stand einfach auf und nahm Alicia in ihre Arme. Das war die einzige Kommunikation, die ihr blieb. Und wirklich. Es hatte genutzt. Alicia erwiderte ihre Umarmung. Tränen kullerten ihr die Wangen hinunter. Sie war blass im Gesicht und sah wirklich mitgenommen aus. „Sa-arah, i-ich ha-hab Ang-Angst!“ „Ich weiß.“ Sarah drückte sie noch fester an sich. Nie wieder durfte sie Alicia alleine lassen. Nie wieder. „Alicia, was ist geschehen? Wer hat dir das alles angetan? Alicia, bitte! Niemand wird es erfahren! Nicht einmal Kevin und Max! Ich habe ihnen nicht einmal erzählt, dass du plötzlich verschwunden bist! Glaube mir!!“ Sarah sah ihre beste Freundin mit einem durchdringenden und klaren Blick an. Alicia nickte. Für einen kurzen Moment zögerte sie, doch dann stand sie auf und ging zu ihrer blutbefleckten Hose. Anschließend zog Alicia einen ebenso blutverschmierten Zettel aus ihrer Hosentasche. Sarah ahnte nichts Gutes. Alicia reichte ihr den Zettel, der nichts anderes war als ein Brief. Ein Brief vom Engel des Todes. Sarah entfaltete ihn und las laut den Inhalt vor:

Närrisches Weib!
Du hast doch nicht wirklich gedacht, dass ich
dich vergessen habe! Ich hatte nur etwas sehr
Wichtiges zu erledigen! Und da du dich nicht
an die Regeln gehalten hast, weißt du ja, was genau
dir jetzt blüht! Oft genug habe ich dich gewarnt!
Denkst du wirklich, dass ich dumm bin?! Ich
habe dir ausschließlich verboten mit irgendjemandem
zu sprechen oder sich auf irgendeiner Art mit
irgendjemandem zu kommunizieren!! Ich habe wohl
keine andere Wahl, als zu drastischen Maßnahmen
zu greifen!

Engel des Todes

Sarah versprach es die Sprache, als sie den Brief zu Ende las. War das denn möglich? Machte sich jemand wieder über Alicia lustig? Wollte der Engel des Todes ihr etwa wieder Angst einjagen? Oder war es die harte Realität? „Alicia, wie kam es dazu?“, fragte Sarah sie nachdenklich. Alicia aber blickte sie verdutzt an. Sarah bemerkte das und nickte in die Richtung ihrer blutbefleckten Hose und Sweatshirt. Jetzt verstand Alicia, was Sarah versuchte ihr zu sagen. Doch trotzdem antwortete sie nicht. Auch Sarah verstand jetzt, um was es Alicia ging. Sie hatte Angst zu sprechen. „Alicia, du glaubst doch nicht wirklich, dass der Engel des Todes dir etwas antun kann? Das ist sicher einer der Jungs aus unserer Klasse!! Sie erlauben sich wieder einmal einen dummen und gar nicht lustigen Streich!“ Sarah versuchte Alicia mit ihren Worten wachzurütteln. Doch wirklich nichts, was sie sagte, brachte Alicia dazu ihr Schweigen zu brechen. „Alicia, ich schwöre dir! Dir wird nichts mehr geschehen, denn Vanderzar wird schon dafür sorgen, dass der jenige auffliegen wird, der dir all das angetan hat!“ „Nein, wird er nicht!“, brüllte Alicia und ließ Sarah zusammenschrecken. . . .


so, das wars
hoffe, es hat euch gefallen und wenn
nicht, dann bitte Kritik und Stimme abgeben

Danke schon im Voraus
thumbbup LG,
AngelaB.
Wenn ich am Himmelszelt mit den
Sternen schreiben könnte, dann würde
ich deinen Namen als erstes schreiben wollen.

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JessM
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Re:

von JessM (21.06.2009, 09:39)
Bewertet habe ich es jetzt nicht und bis jetzt nur überfolgen, weshalb ich noch keine Wertung abgegeben habe.

Aber was ich überfolgen habe, klang nicht sehr überzeugend.
Meine persönliche Meinung ist, dass du dir über die Kraft von Worten nicht wirklich bewusst bist.

Es gibt Worte, die schwächen Situationen ab und Worte, die verstärken es.
Zurzeit wirkt es einfach wie ein gewöhnlicher Aufsatz.
Nicht zu Schweigen von den fehlenden Absätzen.

Layout ist, neben der Sprache, das A und O.
Nicht, das ich besser wäre darin, allerdings sollte man sich das bewusst sein.


Ein Beispiel
Dein Text:
„Alicia, was ist geschehen? Wer hat dir das alles angetan? Alicia, bitte! Niemand wird es erfahren! Nicht einmal Kevin und Max! Ich habe ihnen nicht einmal erzählt, dass du plötzlich verschwunden bist! Glaube mir!!“ Sarah sah ihre beste Freundin mit einem durchdringenden und klaren Blick an.


Diese Szene von dir soll anscheinend Panik übermitteln, was diese allerdings nicht wirklich macht; die Worte sind zu flach.


Mein Vorschlag:
"Alicia! Was - ", presste sie mit gedämpfter Stimme aus sich heraus, "Was ist passiert? Wer hat dir das angetan?", Alicia zuckte mit den Schultern, "Alicia, bitte! Niemand wird es erfahren, weder Kevin, noch Max!"
Mit fester Miene flehte Sarah ihre beste Freundin an.


Was nicht bedeutet, das mein Vorschlag besser ist, jedoch hat, wenn man beide Texte vergleicht, es sofort eine andere Wirkung.
Daher versetze dich mehr in die Lage deiner Charaktere und frage dich, wie würde ich wirklich reagieren.

Es ist zwar mit viel Arbeit zu beginn verbunden, aber nach und nach bekommt man von alleine ein Händchen dafür, wie man die Worte wählen kann.


Ich selber habe neben meinem Arbeitsplatz mindestens einige Lexikas um darin nach zu schlagen, welche Worte ich stattdessen auch neben könnte und überlege mir, welche Ziele will ich mit dem und dem Wort erreichen.

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CM87
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Re:

von CM87 (21.06.2009, 10:45)
Hallo,

um ehrlich zu sein: sehr verwirrend vor allem zu Beginn! Man kennt sich als Leser kaum aus.

Den ersten Satz finde ich okay, wenn auch nicht spektakulär genug. Dann kommt:

Er blickte auf und nickte ihr zu. Dann stand er auf und ging auf sie zu. „Ich muss jetzt gehen! Wir schreiben jetzt einen Geschichtstest. Also, bis dann!“, flüsterte Tom ihr zu und verließ anschließend den Krankensaal.


Die ersten beiden Sätze sind fast ident. - ändern!
Zu viele Rufzeichen in der direkten Rede. Passt vor allem nicht zu dem angeblichen Flüstern von Tom, wenn direkt davor ein Rufzeichen steht.

Sie wusste nicht, was sie sagen sollte. Ihr hatte es wirklich die Sprache verschlagen.


Hm? Verwirrung! Warum, wieso? Was ist so schlimm am Geschehenen??

Was sollte sie nur bloß tun? Doch diese Fragen musste sich Sarah nicht stellen. Sie stand einfach auf und nahm Alicia in ihre Arme. Das war die einzige Kommunikation, die ihr blieb. Und wirklich. Es hatte genutzt. Alicia erwiderte ihre Umarmung. Tränen kullerten ihr die Wangen hinunter. Sie war blass im Gesicht und sah wirklich mitgenommen aus. „Sa-arah, i-ich ha-hab Ang-Angst!“


>nur bloß< geht nicht. Eines von beiden verwenden.

>die einzige Art von Kommunikation/Kommunikationsmöglichkeit<

>Es hatte genutzt.< Falscher Tempus. ==> >Es nutzte/half.<

>Tränen kullerten die Wangen ihres blassen Gesichts hinab.<

Die direkte Rede kannst du so nicht schreiben. Das wirkt auf den Leser völlig verstörend - weniger ist mehr!

„Alicia, was ist geschehen? Wer hat dir das alles angetan? Alicia, bitte! Niemand wird es erfahren! Nicht einmal Kevin und Max! Ich habe ihnen nicht einmal erzählt, dass du plötzlich verschwunden bist! Glaube mir!!“


Meiner Meinung nach ein wenig zu viel erzwungen wirkende Dramatik. Kommt mir schon fast satirisch vor. So spricht kein Mensch. Versuch, dich in diese Personen hinein zu versetzen und überlege ev. wie du sprechen würdest.


Närrisches Weib!
Du hast doch nicht wirklich gedacht, dass ich
dich vergessen habe! Ich hatte nur etwas sehr
Wichtiges zu erledigen! Und da du dich nicht
an die Regeln gehalten hast, weißt du ja, was genau
dir jetzt blüht! Oft genug habe ich dich gewarnt!
Denkst du wirklich, dass ich dumm bin?! Ich
habe dir ausschließlich verboten mit irgendjemandem
zu sprechen oder sich auf irgendeiner Art mit
irgendjemandem zu kommunizieren!! Ich habe wohl
keine andere Wahl, als zu drastischen Maßnahmen
zu greifen!

Engel des Todes


Den zweiten Satz kannst du ganz weglassen. Den ersten hätte ich persönlich wohl als Frage formuliert, geht aber auch so. Der dritte Satz ist viel zu lange: zB.: >Du hast dich nicht an meine Regeln gehalten/eine meiner Regeln gebrochen.< Nächsten Satz weglassen. >Dumm<-Satz weglassen. Der nächste Satz ist grammatikalisch falsch und generell ebenso unnötig wie die vorherigen Sätze. Das sie mit niemandem über was auch immer sprechen durfte kannst du in eine Unterhaltung oder die Gedanken der Person einbauen, hier ist es fehl am Platz! Den letzten Satz würde ich umformulieren. Und die Unterschrift wirkt tatsächlich spottend dem Leser gegenüber. Eine Möglichkeit wäre hier, am Brieffuß ein Zeichen zu setzen, welches für eben diesen EdT steht.

Sarah versprach es die Sprache, als sie den Brief zu Ende las.


>versprach< ==> generell: >verschlug<
dazu kommt auch hier ein falscher Tempus. Sie hat den Brief bereits zu Ende gelesen, denn mit der Unterschrift ist er ja wohl zu Ende, oder? Demnach muss es so lauten: >Sarah hat es die Sprache verschlagen, nachdem sie den Brief zu Ende gelesen hatte.<

Wollte der Engel des Todes ihr etwa wieder Angst einjagen?


Wenn es den EdT wirklich gibt, was durch diesen Satz angenommen wird, dann ist die Absicht seines Schreibens wohl nicht anzuzweifeln.

Sie erlauben sich wieder einmal einen dummen und gar nicht lustigen Streich!


So redet leider kein Mensch :lol:

Sarah bemerkte das und nickte in die Richtung ihrer blutbefleckten Hose und Sweatshirt.


Du hast vorhin schon >blutbefleckt< verwendet.

Alicia, du glaubst doch nicht wirklich, dass der Engel des Todes dir etwas antun kann?


Ist dies nicht offensichtlich schon geschehen??

_______________________________________________

Grundsätzlich noch:

Mehr mit Absätze arbeiten.
Direkte Reden in eigene Zeilen geben.

Bei dem Text ist noch einiges zu machen, überarbeite den Ausschnitt einmal und stell' ihn dann nochmal rein.


Grüße,
chris
Come to the dark side - we have cookies! ;)

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Bärentante
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Re: Leseprobe

von Bärentante (21.06.2009, 12:17)
Überarbeiten, durchlesen, überarbeiten, durchlesen ...

Als Beispiel:
AngelaB. hat geschrieben:
Erst jetzt bemerkte Sarah, dass Tom bei ihr war. Er blickte auf und nickte ihr zu. Dann stand er auf und ging auf sie zu. „Ich muss jetzt gehen! Wir schreiben jetzt einen Geschichtstest. Also, bis dann!“, flüsterte Tom ihr zu und verließ anschließend den Krankensaal. Jetzt waren Sarah und Alicia alleine.

Vier Mal "jetzt" in diesem kurzen Abschnitt. Das muss Dir beim Lesen einfach selbst auffallen.
Liebe Grüße
Christel

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AngelaB.
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Re:

von AngelaB. (22.06.2009, 22:35)
Wow, danke Leute! cheezygrin

Habt mir echt geholfen und mir sehr viele
Tips gegeben, dafür bin ich euch dankbar!

Ich weiß, das ist keine Entschuldigung, aber:
ich habe erst jetzt angefangen zu schreiben und
deshalb bin ich noch längst nicht so gut wie ihr.
Entschuldigt meine Fehler und
danke nochmals für die tollen Tips thumbbup

LG,
AngelaB.
Wenn ich am Himmelszelt mit den

Sternen schreiben könnte, dann würde

ich deinen Namen als erstes schreiben wollen.

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CM87
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Re:

von CM87 (23.06.2009, 12:39)
Es gibt keinen Grund, sich für irgendwas zu entschuldigen!!

Mach einfach weiter, vielleicht magst du den Text ja einmal reinstellen, wenn du ihn überarbeitet hast. angle:

Dranbleiben! thumbbup

Grüße,
chris
Come to the dark side - we have cookies! ;)

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AngelaB.
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Re:

von AngelaB. (24.06.2009, 14:26)
Jaah, vielleicht muss ich mich nicht
entschuldigen, aber bedanken
für eure tollen Tips!!
Danke! thumbbup

Ihr seid echt toll cheezygrin

LG
AngelaB.
Wenn ich am Himmelszelt mit den

Sternen schreiben könnte, dann würde

ich deinen Namen als erstes schreiben wollen.

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