Frauen sind billig

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Klaus D. Klimke

Re:

von Klaus D. Klimke (02.07.2009, 17:59)
Hallo Herbert,
Mit Buchtiteln ist das immer so eine Sache. Einerseits möchte man als Autor eine Verbindung zum Buchinhalt, und andererseits soll der Titel auch etwas als Magnet wirken. Das Gleiche gilt für das Cover. Da ist bei deinem Buch, bis auf den abstoßenden Titel, nichts, was Aufmerksamkeit weckt. Da die richtige Mischung zu finden ist nicht einfach. Du siehst, dass du bei den meisten KommentatorInnen allein durch die Titelwahl schlechte Karten hast. Klappentext und eine Seite Textauszug lassen eine weitere Beurteilung ebenfalls nur bedingt zu. Satt jetzt stückchenweise mehr vom Inhalt preiszugeben, hättest das gleich machen sollen. Ich z.B. finde keinen Bezug zwischen Titel und Text. Rechtschreibung und Grammatik dieses ersten Eindrucks lassen vermuten, dass es im Buch so weiter geht. Das ist für eine Veröffentlichung nicht tragbar, und du musst dich nicht wundern, dann solche Kommentare zu bekommen.
Ich habe das schon mehrfach zum Ausdruck gebracht: Autoren besitzen auch eine gewisse Verantwortung gegenüber ihren Lesern. Und die besteht unter anderem darin, gute Arbeit abzuliefern, wenn man denn in die Öffentlichkeit tritt.
Deine Entschuldigung, dass ja wohl jeder schon Fehler in und mit seinen Büchern gemacht hat, ist noch lange kein Freibrief, es ebenso zu machen. Sollte dich eher anspornen, es besser zu machen. Das Bildungsniveau ist in Deutschland eh schon dermaßen im Keller, da müssen wir nicht noch eine Etage tiefer, ehrlich nicht.
Gruß von
Klaus

chnuppesaager

Re:

von chnuppesaager (02.07.2009, 18:00)
@seleimos

Ne, das Beispiel ist nicht fehl am Platze, wenn es nur darum geht etwas zu demonstrieren.

Ich bin mir nicht sicher, ob sich bei "Männer sind billig" niemand aufregen würde. Ist nämlich eine Verallgemeinerung ...

Und selbst wenn sich niemand aufregen würde, so nehm ich doch an, dass sehr Viele den Titel geschmacklos fänden.

Etwas anderes ist es, wenn eine Band wie die "Ärzte" singt:
"Männer sind Schweine"

Der Grund ist, dass es offensichtlich ironisch gemeint ist. Das ist der Unterschied. Bei scout63´s Titel "Frauen sind billig" weiss aber niemand wie das gemeint ist.

Ist das ironisch?
nur provozierend?
oder einfach bescheuert?
oder im allerschlimmsten Fall: ernst gemeint?

Grüsse,

Ch.

büchernarr

Re:

von büchernarr (02.07.2009, 18:25)
Hallo,
"wen meinst Du? sprich ohne furcht...."
warum sollte ich das tun?

Nachdem uns Scout63 keine Hinweise auf die Täter gegeben hat, hab ich mir mal die Mühe gemacht, 20 hier vertretene Autoren unter die Lupe zu nehmen. 19 Websites enthielten Fehler, lediglich unseren Freund hwg aus dem steirischen konnte ich nicht überführen, lag's vielleicht daran, dass er gar keine Website betreibt.
Also, an die eigene Nase packen und weiter streiten.

Markus

Re:

von Markus (02.07.2009, 19:45)
büchernarr hat geschrieben:
Hallo,
"wen meinst Du? sprich ohne furcht...."
warum sollte ich das tun?

Nachdem uns Scout63 keine Hinweise auf die Täter gegeben hat, hab ich mir mal die Mühe gemacht, 20 hier vertretene Autoren unter die Lupe zu nehmen. 19 Websites enthielten Fehler, lediglich unseren Freund hwg aus dem steirischen konnte ich nicht überführen, lag's vielleicht daran, dass er gar keine Website betreibt.
Also, an die eigene Nase packen und weiter streiten.


Na ja, die Mühe hättest Du Dir sparen können:

Es gibt keine Website ohne Fehler!

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MW
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Re:

von MW (02.07.2009, 19:47)
mal zurück zum thema:

grundsätzlich ist für mich als titel zunächst einmal (fast) alles erlaubt. in diesem fall soll provoziert werden ... und das funktioniert ja auch.

die frage ist eher, wie wird dieses provokante statement im buch (auf-)gelöst? man provziert ja, um eine reaktion auszulösen. hier soll der leser denken: "mensch, wie kann man denn so etwas behaupten?"

tja, und dann ist der autor gefragt, aus dieser misslichen lage wieder rauszukommen.

ich gehe mal davon aus, dass in dem buch nicht ernsthaft behauptet wird, dass frauen billig seien (denn das wäre dann wirklich nicht nur billig, sondern auch dumm). also wird der autor wohl einen weg gefunden haben, über eine provokante these den spieß umzudrehen? uns zum nachdenken anzuregen? mit einer milieustudie zu provozieren? und wachzurütteln? oder oder oder -

ich weiß es nicht ... und aus dem textauszug bin ich auch nicht schlauer geworden. Hier wäre es interessant, wenn du uns die wirklche Kernaussage in 2 sätzen skizzieren könntest.


fazit:
als titel frech / gewagt / polarisierend ... warum nicht?

Problem:
nach der leseprobe finde ich noch nicht, dass diese herausforderung gemeistert wurde. tipp: vielleicht eine bessere szene auswählen. eine szene, bei der sich der wirkliche kern des buchs zeigt.

zur rechtschreibung:
kein autor muss perfekt in der rechtschreibung sein. allerdings sollte das buch dies durchaus sein (oder doch zumindest das allgemeingültige maß an fehlern nicht überschreiten). ist jemand also nicht so fit in der rechtschreibung, dann muss dieser m.E. in den sauren apfel beißen und ein lektorat bezahlen.
aktuelles sachbuch: "design kalkulieren"
www.designkalkulieren.de

artwork: www.designers-inn.de
schreiben: www.angenehme-vorstellung.de
thriller: www.marclinck.de
musik: www.linck-live.de

büchernarr

Re:

von büchernarr (02.07.2009, 19:50)
Hallo Markus,
ich weiß es, aber scheinbar hat sich das noch nicht überall herum gesprochen. Übrigens war ich in Wahrheit zu faul, irgendwelche Websites zu prüfen (käm ich mir auch echt doof bei vor), mein Beitrag war ironisch gemeint, aber offentsichtlich schlecht ausgedrückt.
Gruß
Bernd

PS. das rote war ein Fehler, hab ich mal eben für euch markiert

HuWes
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Re:

von HuWes (02.07.2009, 19:52)
scout63 hat geschrieben:
zu den schreibfehlern:
klar sind fehler da! na und?!
wer hier kann von sich behaupten, dass er/sie perfekt in der rechtschreibung ist?? kaum jemand!


Wenn du weißt, dass Fehler im Text stecken - warum nimmst du sie dann nicht heraus? Aus Gleichgültigkeit? Oder doch auch Unwissenheit und Unkenntnis? Und wenn letzteres - was tust du dagegen?

scout63 hat geschrieben:
ich möchte nicht wissen, wieviele, die hier schreiben, kaum ahnung von ihrer kiste(pc) haben und bei jedem kleinkram nach dem berühmten computerexperten fragen. ganz zu schweigen zu einigen internetauftritten....


Der Vergleich hinkt, weil die Kenntnis vom PC nichts ist, was der Einzelne in die breite Öffentlichkeit trägt - im Gegensatz zum Buch.

Was die Fehler in den Texten der Internetauftritte angeht, stimme ich dir zu. Manches, was man lesen muss, treibt einem die Tränen in die Augen. Siehe die weiter oben genannten Beispiele.

Kollegiale Grüße
Hubert

chnuppesaager

Re:

von chnuppesaager (02.07.2009, 20:02)
@MW und schout63

Ich finde schon auch, dass im Grunde alles erlaubt sein sollte.
Nur: es gibt Dinge die echt geschmacklos rüberkommen.
Ich glaube nicht, dass ein Autor mit so einem Titel, bei dem einfach nicht klar ist, wie er gemeint ist, gut fährt. Mit so einem Titel kann man doch eigentlich nur verlieren. Ich bin mir sicher, eine Menge Leute lassen sich von so einem Titel zum vornherein abschrecken. Die Aufmachung des Covers ist ja auch extrem nüchtern gehalten, sieht aus wie eine wissenschaftliche Abhandlung, man könnte schon auf die Idee kommen, irgendein Spinner gäbe da sein verschwurbeltes Weltbild zum Besten.

Grüsse,

Ch.

Gerhard
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Re:

von Gerhard (02.07.2009, 20:13)
Interessant an diesem Thread: Hier wird eifrig diskutiert über das Für und Wider des Buchtitels und Inhalts... aber der Threaderöffner hat sich nach 9 Beiträgen scheinbar schon wieder verdrückt.

Werbung absetzen und dann abhauen thumbdown:
Herzliche Grüße
Gerhard

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Aston Skovgaard
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Re:

von Aston Skovgaard (02.07.2009, 20:13)
Hallo Herbert !

Wollte dich eigentlich in "Frieden" ruhen lassen. Kann ich aber nicht mehr. Wenn mein kleiner Sohn zwei beliebige Bauklötze übereinander stapelt, erinnert es mich an dein Cover. Er hat Fantasie und Gespühr. Dein Cover ist so ausdruckslos wie eine eine "ausgedrückte" Kippe !

Mensch Herbert ! Mach mal die Augen auf ... Und vergiss deinen Hass auf die Frauen. Was soll denn das ?

Aston :twisted:

Gerhard
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Re:

von Gerhard (02.07.2009, 20:14)
Gerhard hat geschrieben:
Interessant an diesem Thread: Hier wird eifrig diskutiert über das Für und Wider des Buchtitels und Inhalts... aber der Threaderöffner hat sich nach 9 Beiträgen scheinbar schon wieder verdrückt.

Werbung absetzen und dann abhauen thumbdown:


Uups, nehm ja fast alles zurück. Er hat sich ja heute schon gemeldet :oops:
Herzliche Grüße

Gerhard



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Seleimos
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Re:

von Seleimos (02.07.2009, 20:42)
Aston Skovgaard hat geschrieben:
Hallo Herbert !

Wollte dich eigentlich in "Frieden" ruhen lassen. Kann ich aber nicht mehr. Wenn mein kleiner Sohn zwei beliebige Bauklötze übereinander stapelt, erinnert es mich an dein Cover. Er hat Fantasie und Gespühr. Dein Cover ist so ausdruckslos wie eine eine "ausgedrückte" Kippe !

Mensch Herbert ! Mach mal die Augen auf ... Und vergiss deinen Hass auf die Frauen. Was soll denn das ?

Aston :twisted:


scout63 hat geschrieben:
weil sich doch so einige hier über den titel so aufregen. will ich doch hier mal eine kleinigkeit verraten. in dem buch bekommen eher die männers gewaltig ihr fett ab!!


Vielleicht kann man sagen das der Autor mehr Infos hätte bereitstellen müssen aber auf jedenfall solltest du dir diese Infos die er gegeben hat auch durchlesen.
In der Internet bzw Forenkultur kann man deine Tätigkeit durchaus als trollen bezeichnen.

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scout63
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Re:

von scout63 (02.07.2009, 20:56)
Aston Skovgaard hat geschrieben:
Hallo Herbert !

Wollte dich eigentlich in "Frieden" ruhen lassen. Kann ich aber nicht mehr. Wenn mein kleiner Sohn zwei beliebige Bauklötze übereinander stapelt, erinnert es mich an dein Cover. Er hat Fantasie und Gespühr. Dein Cover ist so ausdruckslos wie eine eine "ausgedrückte" Kippe !

Mensch Herbert ! Mach mal die Augen auf ... Und vergiss deinen Hass auf die Frauen. Was soll denn das ?

Aston :twisted:

offensichtlich hast du es immer noch nicht verstanden, oder aber du willst nur provozieren. schade eigentlich
Schreiben ist leicht. Man muß nur die falschen Wörter weglassen.
Mark Twain, (1835 - 1910)

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AngelaB.
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Re:

von AngelaB. (02.07.2009, 20:59)
Hallo erstmal, Scout63!

Also, jetzt meine Meinung:

Als erstes habe ich die ganzen Diskussionen

mitbeobachtet und bin zu dem Entschluss gekommen:

"Mensch, Leute! Lasst ihn doch!! Wer dieses Buch kaufen

möchte, bitte! Soll er halt!"

DOCH:

Dann wurde ich neugierig und habe mal die Leseprobe

gelesen und bin dann fast vom Sessel gefallen!!

Hallo? :shock:: Solche Fachausdrücke zu benutzen? dozey:

Ich glaube du (ich werd mal so frei sein und duze dich) bist

alt genug, um zu wissen, dass Bücher inspirieren sollen und

Kinder/Erwachsene zum Lesen erregen sollen!!!

Hier bin ich anscheinend fehl am Platz :?

Jedoch: Ich möchte dich nicht entmutigen und wünsche dir

natürlich viel Erfolg mit deinem Roman, ABER:

Lass BITTE diese schrecklichen Schimpfwörter weg UND

wie wärs mit nem anderen Titel?

Wie zum Beispiel:

Sind denn wirklich fast alle Frauen billig?

Unbedingt vermeiden, dass sich ALLE Frauen angesprochen

fühlen!! :roll:

Liebe Grüße,
Angela
Wenn ich am Himmelszelt mit den
Sternen schreiben könnte, dann würde
ich deinen Namen als erstes schreiben wollen.

borgwin2
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Registriert: 06.05.2009, 14:24

Re:

von borgwin2 (04.07.2009, 20:30)
Wenn er dies machen würde, wäre wohl der Grundtenor des Buches ein anderer. Mit anderen Worten: Es wäre ein anderes Buch.
Grundsätzlich finde ich schon, dass ein Buch anecken können darf. Und im Grunde bis zu einem gewissen Grad sogar sollte.
Das Problem ist hier zum einen, dass es sich nicht nur um einen fiktionalen Text handelt, es wird sogar gesagt, es sei "live" erlebt worden.
Mit anderen Worten: Es ist schon ein reales Statement, das da abgegeben wird. Nicht das einer verschrobenen Figur o. ä.
Zum anderen wird ja hier -so meine ich aus den Infos entnehmen zu können- auf eine ganz bestimmte Gruppe herumgehackt. Das wiederum ist nicht unbedingt etwas Neues. Auf eine "Randgruppe" rumzuhauen, ist nicht etwas, das überrascht und auch nicht überzeugt.
Der Titel wiederum suggeriert, dass doch alle Frauen gemeint sind. Der Text kann -so man das aufgrund der Leseprobe sagen kann- diese allgemeine Aussage jedoch nicht unterfüttern. Die Argumente müssten aber ganz besonders stark sein, denn auf Anhieb könnte wohl kaum einer diese Aussage unterschreiben.
Es fehlt neben der Substanz deswegen vielleicht auch eine leichte Ironisierung, die die aggressive Aussage des Buches einordnen könnte.

Was mich ebenso stört: Dass immer mehr Bod-Autoren meinen, sie bräuchten die Rechtschreibung nicht beherrschen, vom Stil ganz zu schweigen. Als Leser stelle ich aber an jedes Buch diegleichen Anforderungen, ob es ein Bod-Autor verfasst hat oder nicht.
Ein Bäcker muss backen können, ein Autor muss die Rechtschreibung beherrschen. Viele Abstriche kann man machen, aber daran nicht.

Das Buch will ich nicht verteufeln, aber in der jetzigen Machart ist es vielleicht aus mangelnder Praxis heraus für mich nicht überzeugend.

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