Was braucht man?

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HuWes
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Re:

von HuWes (03.07.2009, 18:42)
chnuppesaager hat geschrieben:
Ich dachte immer ein guter Schriftsteller sei einer/eine der/die gute Texte schreibt. Ob die sich verkaufen wie geschnitten Brot oder im Regal verschimmeln ist dabei unerheblich.


Tja, und was sind »gute Texte«? Was macht den einen Text zu einem »guten«, den anderen Text zu einem »nicht guten«? Was sind die Wertmaßstäbe, die an einen Text anzulegen sind? Ich kenne weder Maß noch Gewicht, an dem man ein Urteil »gut« oder »nicht gut« bei einem Text festmachen kann. Du vielleicht?

Kollegiale Grüße
Hubert

chnuppesaager

Re:

von chnuppesaager (03.07.2009, 18:55)
HuWes


Es gibt eine Menge Dinge, an denen sich gute Texte von schlechten scheiden. Ich denk, das weisst Du selbst, insofern muss ich das nicht ausführen. Solltest Du es wider Erwarten nicht wissen, gib´ das Schreiben auf.

Nur ein Beispiel: man merkt doch sehr schnell, ob ein Autor seinem Text eine gewisse Sorgfalt angedeihen lässt oder eben nicht. Von Grammatik, Rechtschreibung, Spannungsaufbau usw. ganz abgesehen ...

Grüsse,
Ch.

HuWes
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Re:

von HuWes (03.07.2009, 19:32)
chnuppesaager hat geschrieben:
HuWes


Es gibt eine Menge Dinge, an denen sich gute Texte von schlechten scheiden. Ich denk, das weisst Du selbst, insofern muss ich das nicht ausführen. Solltest Du es wider Erwarten nicht wissen, gib´ das Schreiben auf.


Nein, ich weiß es nicht - leider.

Und schade, dass du mich - und andere - nicht an deinem Wissen teilhaben lässt.

Viele Leute sagen, ich schreibe artifiziell. Ist das nun gutes oder schlechtes Schreiben?

Kollegiale Grüße
Hubert

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thebach
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Re:

von thebach (03.07.2009, 19:33)
Was braucht man um ein guter Schriftsteller zu werden?


Den Mut öffentlich die Hosen fallen zu lassen und sich dabei gut zu fühlen!
Love breaks the wings of a butterfly on a wheel

autoranton
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Re:

von autoranton (03.07.2009, 19:36)
skipteuse hat geschrieben:
Leidenschaft braucht man ... ohne "echte" Passion wird es schwierig.

Nachdenkliche Grüße von Barbara :?


Genau deswegen mein Motto (steht ganz groß auf meiner HP)
Zuletzt geändert von autoranton am 28.12.2015, 21:27, insgesamt 1-mal geändert.
- Kunst ist zwar nicht das Brot, aber der Wein des Lebens. -
Johann Paul Friedrich Richter

chnuppesaager

Re:

von chnuppesaager (03.07.2009, 19:54)
HuWes

also ... ich habe deine Texte nicht gelesen. Wenn Du "artifiziell" schreibst, dann ist das eben dein Stil. Und ob jemand einen Stil mag, ist reine Geschmacksache.

Ich meine, in der Musikgeschichte z.b. gabs ja auch völlig verschiedene Stile. Man kann nicht sagen, ein Stil ist gut, ein anderer nicht. Aber man kann innerhalb der Stile zwischen bedeutenden Werken und weniger bedeutenden unterscheiden.

Letzten Endes entscheidet immer die Nachwelt welche Kunstwerke Bedeutung haben und welche nicht.

Grüsse,

Ch.

HuWes
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Re:

von HuWes (03.07.2009, 20:05)
chnuppesaager hat geschrieben:
HuWes

also ... ich habe deine Texte nicht gelesen. Wenn Du "artifiziell" schreibst, dann ist das eben dein Stil. Und ob jemand einen Stil mag, ist reine Geschmacksache.

Ich meine, in der Musikgeschichte z.b. gabs ja auch völlig verschiedene Stile. Man kann nicht sagen, ein Stil ist gut, ein anderer nicht. Aber man kann innerhalb der Stile zwischen bedeutenden Werken und weniger bedeutenden unterscheiden.

Letzten Endes entscheidet immer die Nachwelt welche Kunstwerke Bedeutung haben und welche nicht.

Grüsse,

Ch.


Ich nicke zwar, während ich deinen Beitrag lese. Aber schlauer geworden bin ich dennoch nicht. Ist der persönliche Geschmack ausschlaggebend für »gut« und »nicht gut«? Und wer ist »man«? Die selbsternannten Kritiker? Woran machst du - ganz persönlich - fest, ob ein Text »gut« oder »nicht gut« ist?

Kollegiale Grüße
Hubert

Nachtrag:
http://www.autorenpool.info/um-meinunge ... t7308.html

chnuppesaager

Re:

von chnuppesaager (03.07.2009, 20:20)
HuWes:

"Gut" ist ein Text, wenn er seinem gegenüber etwas gibt.
Der Leser schliesst am Ende das Buch mit einem befriedigten Gefühl;
im besten Fall nimmt er sich vor, auch andere Bücher des Autors zu lesen.

Dann würde ich selbst von einem "guten" Buch sprechen.

Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Belletristik, Fantasy, Sci-Fi oder sonstwas handelt.

Klar ist der persönliche Geschmack entscheidend was "gut" und "schlecht" ist. Trotzdem gibt es gewisse Grundvoraussetzungen, die ein Text erfüllen muss. Er muss unter anderem "fasslich" sein, darf den Leser nicht unnötig anstrengen, etwa durch unklaren Satzbau.

Grüsse,

Ch.
Zuletzt geändert von chnuppesaager am 03.07.2009, 20:25, insgesamt 1-mal geändert.

autoranton
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Re:

von autoranton (03.07.2009, 20:23)
chnuppesaager hat geschrieben:
HuWes:

unnötig anstrengen, etwa durch unklaren Satzbau.



Ch.


Stimmt mein unklarer Satzbau. Deswegen bin ich bei weitem kein schlechter Schriftsteller
- Kunst ist zwar nicht das Brot, aber der Wein des Lebens. -

Johann Paul Friedrich Richter

chnuppesaager

Re:

von chnuppesaager (03.07.2009, 20:27)
@Anton

Stimmt, das macht dich zu keinem "schlechten" Schriftsteller.

Aber es macht Dich zu einem Schriftsteller, den (fast) niemand liest.




Nachtrag: aber die Sache mit dem Satzbau kann man ja lernen.

autoranton
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Re:

von autoranton (03.07.2009, 20:29)
geile Antwort

willst du meinen Newsletter.
Einige aus den Forum haben ihn auch
- Kunst ist zwar nicht das Brot, aber der Wein des Lebens. -

Johann Paul Friedrich Richter

HuWes
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Re:

von HuWes (03.07.2009, 20:31)
chnuppesaager hat geschrieben:
Klar ist der persönliche Geschmack entscheidend was "gut" und "schlecht" ist. Trotzdem gibt es gewisse Kriterien, die ein Text erfüllen muss, um als guter Text zu gelten. Er muss unter anderem "fasslich" sein, darf den Leser nicht unnötig anstrengen, etwa durch unklaren Satzbau.


Dann ist z.B. »Ulysses« von James Joyce wegen der inneren Monologe in Form eines Bewusstseinstroms ein schlechtes Buch?

Heißt das dann nicht, dass Texte in ungewöhnlicher Form, etwa dadaistische Texte (vgl. Hugo Ball), die Stücke des absurden Theaters (vgl. Ionesco) oder abstrakte Romane (vgl. Blanchot) als schlecht gelten müssen, weil sie nicht oder kaum fassbar sind und weil sie den Leser mehr als nur anstrengen?

Ein schwieriges, aber reizvolles Thema! thumbbup

Kollegiale Grüße
Hubert

autoranton
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Re:

von autoranton (03.07.2009, 20:34)
Apropos dadaistischer Text hier einer von mir

Weise Erkenntnisse


Fliesenleger

sind keine

Ärzte.

Apotheker

auch nicht.

Fliesenleger sind aber

auch keine Steinmetze!

Unterhosenwäscherei


Thread für Kritik ist vorhanden
http://www.autorenpool.info/weise-erkenntnisse-kritik-bitte-t7307.html
- Kunst ist zwar nicht das Brot, aber der Wein des Lebens. -

Johann Paul Friedrich Richter

chnuppesaager

Re:

von chnuppesaager (03.07.2009, 20:44)
HuWes

Experimentelle Texte sind eine andere Geschichte ...

Wenn es darum geht, eine Geschichte im "klassischen" Sinne zu schreiben, sollte die Aufnahme des Textes
nicht allzu viel Widerstand bieten. Ok. Ist nur meine Meinung.
Ich komm z.b. Mit Thomas Mann nicht klar, wegen seiner krassen Schachtelsätze. Kafka hingegen ist für mich gut lesbar. Kafka bringt auch laaaang-Sätze, aber gut zu lesen ...


Grüsse,
Ch.
Zuletzt geändert von chnuppesaager am 03.07.2009, 21:01, insgesamt 1-mal geändert.

autoranton
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Re:

von autoranton (03.07.2009, 20:47)
Kafka ist mei Lieblingsschriftsteller
- Kunst ist zwar nicht das Brot, aber der Wein des Lebens. -

Johann Paul Friedrich Richter

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