Wie viele Seiten für ein Buch?

Euer Forum rund um kreatives Schreiben, lesergerechtes Texten und spannende Plots.


Benutzeravatar
JessM
Beiträge: 131
Registriert: 21.10.2008, 19:58

Wie viele Seiten für ein Buch?

von JessM (08.07.2009, 00:33)
Auch wenn der Titel zuerst irreführend ist, kläre ich erst einmal auf, dass ich nicht selber frage, wie viele Seiten ein Buch haben sollte, sondern ich versuche durch eine Quelle, die ich im Internet gefunden habe, diese Frage zu beantworten.

Vielleicht ist das für den einen oder anderen interessant; vielleicht kannte der eine oder andere das schon. Ich persönlich finde es sehr aufschlussreich und es ist auch eine gute Methode sich selber zu überprüfen, nicht abzudriften.
Viele Autoren – einschließlich mir – neigen dazu, ob sie es zu geben oder nicht, zu viel zu schreiben. Sie überfordern den Leser mit unnützem Zeug und nehmen so ihrer Geschichte ungewollt die Kraft.
Auch der Glaube, ein gutes Buch muss aus vielen Wörtern bestehen, neigt dazu zu viel zu schreiben.
Grundsätzlich sollte erst einmal klar sein, es wird niemals in Seiten gemessen, sondern in Wörtern.
Denn selbst dicke Fantasiebücher halten sich doch an die vorgeschrieben Wörter und sind deswegen nur so dick durch das Layout.


Inspiriert - dieses zu schreiben - bin ich dadurch, dass viele sich öfters in meiner Umgebung diese Frage stellen:

Wie viele Seiten für ein Buch?

Aber auch, als ich diese Quelle – weiter unten in diesem Bericht zu finden – gelesen habe, dachte ich mir, das könnte vielleicht interessant für euch sein.


Da die Quelle einen sehr guten Aufschluss gibt - allerdings in Englisch ist - übersetze ich soweit das Wichtigste.

Kurze Erklärung:
1k = 1000
80k = 80.000

YA Fiktion* = Kann irgendwo von ungefähr 50k bis 80k Wörter sein; manchmal - aber selten - auch 90k.

urban fantasy** / paranormal romance = Normalerweise zwischen 80k bis 100k; einige Urbanfantasieautoren reichen auch Romane mit mehr Wörter ein, allerdings haben sie davor ebenfalls klein angefangen.

mysteries and crime fiction = Während Cozys*** dazu tendieren kürzer als der Durchschnitt zu sein - zwischen 60k bis 70k - sind die meisten Bücher, die in dieser Kategorie fallen, ungefähr zwischen 80k bis 100k lang.

mainstream fiction = Hängt von der Art der Literatur ab; weswegen es variiert:
Cick lit**** ist irgendwo zwischen 80k bis 100k;
Literary Fiction***** kann bis zu 120k lang sein.
Aber seit kurzem gibt es den Trend zu sparsameren und eleganteren Literary Büchern;
Thriller finden sich bei 90k bis 100k ein.
Historische Romane können bis zu 140k oder länger werden.
Alles unter 50k wird normalerweise als Novelle angesehen, was etwas ist, das Agenten und Lektoren nicht sehen wollen, außer der Herausgeber hat eine Shortstory-Sammlung in Auftrag gegeben.

science fiction and fantasy = Hier ist das, womit die meisten Autoren Probleme haben: Die meisten Lektoren von großen SF/F Verlagen wollen Bücher, die in das höhere Ende der Erwachsenen Literatur fallen; das Ideale Manuskript sollte bei 100k liegen.
Für ein spektakuläres monumentales Fantasiebuch - denken Lektoren – reichen von 120k bis 130k.
Ungeachtet der Länge erwarten Lektoren, dass sie den Autor dazu kriegen können, es vor der Publikation noch weiter zu kürzen.


Man sollte sich als Autor auch bewusst sein, dass Verlage niemals von der Angabe der Wörter zurück weichen. Diesen Kampf verliert jeder Autor, es sei denn ihr Manuskript haut den Lektor so um, dass dieser sagt, es muss so bleiben, was nur in den sehr seltensten Fällen vor kommt.

Grundsätzlich arbeiten Lektoren so, dass der Autor immer eine Korrektur an der Länge seines Manuskripts vornehmen muss.


Ich denke, damit kann jeder selber abschätzen, ob er nun zu viel geschrieben hat oder zu wenig. Denn neben der Rechtschreibung, Grammatik und dem Layout ist schließlich auch die Anzahl der Wörter ausschlaggebend, dass ein Buch Erfolg hat oder nicht.

Allerdings sind dieses auch nur wage Angaben und wie immer Ausnahmen bestätigen die Regeln. Haha.

Quelle: http://theswivet.blogspot.com/2008/03/o ... ength.html


Legende:
* YA = Young Adult

** Urban Fantasy = Eine eng verwandte und verbreitete Spezialform der Contemporary Fantasy ist die Urban Fantasy, bei der die „reale“ Handlung im städtischen Raum stattfindet. Oft werden beide Bezeichnungen, nicht zuletzt wegen der schwierigen Abgrenzung, auch synonym verwendet.

*** Cozys = cozies, ein subgenre von Kriminalromanen in denen Sex und Gewalt heruntergespielt oder humorvoll behandelt werden.

**** Cick lit = anzügliche Frauenliteratur

***** Literary Fiction = konzentriert sich - im Gegensatz zu kommerzieller Mainstream Literatur - mehr auf psychologische Tiefe, Charaktere und Stil



Ich hoffe mit diesem Beitrag bin ich keinem zu Nahe getreten, sollte sich jemand angegriffen fühlen, es war keine Absicht. angle:
Zuletzt geändert von JessM am 08.07.2009, 01:58, insgesamt 1-mal geändert.

HuWes
Beiträge: 129
Registriert: 03.02.2008, 19:22

Re: Wie viele Seiten für ein Buch?

von HuWes (08.07.2009, 01:26)
JessM hat geschrieben:
Ich hoffe mit diesem Beitrag bin ich keinem zu Nahe getreten, sollte sich jemand angegriffen fühlen, es war keine Absicht. angle:


Zu nahe getreten? Durchaus nicht. Aber ich frage mich, was dieses Zahlenmeer bedeuten soll.

Zum einen kann man Verlagsvorgaben aus dem anglo-amerikanischen Raum nicht auf deutsche Verhältnisse übertragen, da die Sprachen zu unterschiedlich sind. Englische Texte enthalten etwa 10 % mehr Wörter als die entsprechenden deutschen Texte.

Ich habe hier "Siddhartha" von Hesse sowohl in englischer wie auch in deutscher Fassung vorliegen. Die englische Übersetzung kommt auf knapp 40.000 Wörter, während die deutschsprachige Fassung mit 34.500 Wörtern auskommt.

Schaue ich mir die Bestseller-Liste des "Spiegel" im Bereich Belletristik an, dann verwundern mich ob der genannten Maximalwortvorgaben die Seitenzahlen der anglo-amerikanischen Autoren:

Stephenie Meyer - Biss zur Mittagsstunde - 557 Seiten
Simon Beckett - Leichenblässe - 416 Seiten
Stephenie Meyer - Biss zum Abendrot - 640 Seiten
Christopher Paolini - Eragon 3 - 1024 Seiten
Ken Follett - Die Tore der Welt - 1295 Seiten
David Safer - Jesus liebt mich - 304 Seiten <--- hier scheint es zu passen
Elizabeth George - Doch die Sünde ist scharlachrot - 768 Seiten
Donald Preston - Darkness - 576 Seiten
Barbara Wood - Das Perlenmädchen - 608 Seiten

Auffallend, das viele Erfolgsromane wohl eindeutig weit über den 100.000 Wörtern liegen. Man denke auch an die Erfolgsromane der letzten Jahre: Die Harry Potter Reihe.

Aber abgesehen davon: Eine Geschichte ist so lang, wie die Geschichte braucht - und so kurz, wie man etwas aus ihr herausstreichen kann, ohne die Geschichte dabei zu zerstören. Eine fixe Vorgabe wie "mindestens 80.000 Wörter und nicht mehr als 100.000 Wörter" halte ich für schädlich.

Kollegiale Grüße
Hubert

Benutzeravatar
JessM
Beiträge: 131
Registriert: 21.10.2008, 19:58

Re:

von JessM (08.07.2009, 01:42)
Naja, die Harry Potter Bücher passen schon in das Schema, wenn ich mir die Wortangaben ansehe:

HARRY POTTERS
Philosopher’s Stone....77,325
Chamber of Secrets.....84,799
Prisoner of Azkaban...106,821
Goblet of Fire........190,858
Order of the Phoenix..257,154
Half Blood Prince.....169,441
Deathly Hallows.......198,227

Wie man sieht, waren die ersten Bücher der "Norm" angepasst und nach dem Erfolg durfte die Autorin mehr schreiben.

Und das die Seiten variieren, sieht man bei Harry Potter sehr schön, wenn man die Erwachsenenbücher mit den Kindernbücher vergleicht; trotz gleichem Inhalt sind die Erwachsenenbücher dünner als die Kinderbücher.
=)
Daher sollte man sich nie auf die Seitenzahl verlassen.


Ob man den amerikanischen Markt mit dem Deutschem Vergleichen kann, keine Ahnung.

Ich kenne es nicht anders mit den Wörtern und sehe es ähnlich, wie die Verfasserin der Quelle.
Natürlich sollte als Autor auch die Geschichte im Vordergrund stehen, allerdings läuft es darauf hinaus, dass Lektoren von Verlagen richtig hart sein können.

Ich habe es nur bei meinem Manga erlebt. Wagte ich es auch nur das entsprechende Maß zu sprengen oder zu wenig zu machen, wurde ich darum gebeten, mich daran zu halten oder aber einer Zusammenarbeit würde man abtreten.

Daher kann ich mir durchaus auch sehr gut vorstellen, dass Verlage bei Büchern ähnlich es handhaben.
Sie geben ihrem Autor eine Vorgabe an Wörter und wenn er es sprengt und dabei bleibt, kann ich mir vorstellen, dass der Verlag sich freundlich aus dem Vertrag löst.



Aber ich sag mal so, da schließlich jeder selber hier verlegt, ist eh alles hinfällig, da man schließlich auch selber der Lektor ist, so spielt die Länge des Romans auch keine Rolle.

Maya

Re:

von Maya (08.07.2009, 08:52)
Hallo zusammen,

irgendwie sind diese Zahlen seltsam, aber faszinierend.
Habe aus Neugier gerade bei einigen meiner Romane nachgesehen und die Wörter gezählt.

Ich war ehrlich überrascht, dass viele Angaben in diesem "Zahlenschema" unwissend eingehalten habe.
Zwei meiner Romane, ich würde sie in die "urban fantasy"-Kategorie stecken, haben ein bisschen mehr als 100.000 Wörter.
Eine Sammlung von drei weiteren, die in die Kategorie "YA Fiktion" passt, hat 55.000 Wörter.
Eine Novelle ist auch dabei, aber die will ja keiner... :wink:

Anfangs hatte ich auch das Problem / das Gefühl, dass ich einfach zu viel schreibe. Ich liebe detailierte Beschreibungen und habe mich oft Sätzeweise über das Aussehen und sowas ausgelassen.
Irgenwann bin ich aber auf den Trichter gekommen, dass weniger mehr sein kann und es gelassen - Resultat: Mir hat es beim Schreiben und anschließenden Lesen genauso viel, wenn nicht sogar mehr Spaß gemacht.

Ich denke, diese Zahlen sind gute Anhaltspunkte.
Mein Motto gilt jedoch: Eine Story ist dann perfekt, wenn man einfach nichts mehr wegnehmen kann - egal, bei wie vielen Wörtern man am Schluss angelangt / angelangen möchte.

Grüße
Maya

HuWes
Beiträge: 129
Registriert: 03.02.2008, 19:22

Re:

von HuWes (08.07.2009, 09:53)
Maya hat geschrieben:
Mein Motto gilt jedoch: Eine Story ist dann perfekt, wenn man einfach nichts mehr wegnehmen kann - egal, bei wie vielen Wörtern man am Schluss angelangt / angelangen möchte.



Dem schließe ich mich uneingeschränkt an.

Was aber lösen die oben angeführten Zahlen bei einem Erst-Roman-Schreiber aus, wenn die Textverarbeitung beim Wörterzählen auf "nur" 45.000 kommt oder eine Zahl von 310.000 Wörtern auswirft? Sollen dann Füllwörter den Text unnötig aufblähen oder ganze Kapitel plötzlich aus dem Werk verschwinden?

Die Zahlen sind nett, aber sie sollten niemals Vorgabe für den Autor sein. Wie hätte ein Hesse nach solchen Vorgaben den "Siddhartha" schreiben können oder ein Thomas Mann den "Tod in Venedig". Welches Werk von Kafka wäre je verlegt worden?

Nein, ich halte solche Vorgaben wie "Ein Buch muss 80.000 bis 100.000 Wörter enthalten" für irreführend und abschreckend. Ein Buch muss so viele Wörter enthalten, wie die Geschichte darin braucht, keines mehr und keines weniger.

Kollegiale Grüße
Hubert

Markus

Re:

von Markus (08.07.2009, 10:26)
Maya hat geschrieben:
Mein Motto gilt jedoch: Eine Story ist dann perfekt, wenn man einfach nichts mehr wegnehmen kann - egal, bei wie vielen Wörtern man am Schluss angelangt / angelangen möchte.

Grüße
Maya


Deshalb finde ich auch ein Buch mit nur weissen Seiten - das es geben soll - cool. Und ich meine das durchaus ernst, denn erstens ist da kein Wort zuviel, :wink: zweitens hat der "Autor" da eine gute Idee gehabt und drittens könnte damit der/die eine oder andere plötzlich beginnen, zu schreiben oder malen ...

Benutzeravatar
Judith
Beiträge: 3903
Registriert: 05.08.2007, 10:45
Wohnort: Schwobaländle

Re:

von Judith (08.07.2009, 12:11)
Nun, z.B. den ersten der Bis(s)-Romane (mehr davon habe ich mir nicht angetan) hätte man leicht bei gleichem Inhalt und mehr Spannung auf 150 Seiten reduzieren können; dann hätte er mir vermutlich auch Spaß gemacht. :twisted:

Bevor ich ein Buch schreibe, schaue ich mir natürlich an, was in dem Bereich gefordert wird. Bei Erstlesebüchern lernt man, sich zu reduzieren. Es ist nämlich verdammt schwer, eine vernünftige Geschichte mit nur 20 Manuskriptseiten und einer absolut fest vorgegebenen Zeichenzahl zu schreiben.

Bei meinen Jugendromanen habe ich - da ich von Verlagen keine Vorgaben hatte - eine oder zwei Seiten der Bücher eingescannt, in Word umgewandelt, die Zeichenzahl auf das Buch umgerechnet und somit herausgefunden, wie viel ich schreiben soll. Hat prima hingehauen (wobei in dem Fall eine Manuskriptseite meist auch etwa eine Buchseite ist, wie ich jetzt weiß).

Manche lesen keine Bücher unter 200 Seiten. Ich dagegen hasse unnötiges Geschwafel. Auf jeden Fall sollte man sich schon in etwa an der Seitenzahl des Genres orientieren, da der Leser ähnliches erwartet.

Grüßle,
Judith
Du willst mehr wissen? Bitte hier - meine Website.

Benutzeravatar
Kris. K.
Beiträge: 538
Registriert: 15.03.2009, 18:13

Re:

von Kris. K. (08.07.2009, 12:29)
:shock:: Ähm, ich glaub ich hab ein Problem- nach deiner Chronik fällt mein Manuskript in den Bereich uraban Fantasy- 80.000 bis 100.000 WÖRTER??????- bereits eines meiner Kapitel- ich es enthält 19- hat mehr als 20.000 Wörter- das heißt, ich hab mal schnell aufgerundet, komme ich ungefähr auf 99.000 Wörter- und das schon bei Kapitel 13 :cry: :cry: :cry: :cry: was tu ich denn jetzt??? Kürzen kann ich nicht- nicht so viel :cry:

Maya

Re:

von Maya (08.07.2009, 13:12)
Kris. K. hat geschrieben:
was tu ich denn jetzt??? Kürzen kann ich nicht- nicht so viel :cry:


Um Gottes willen - tu nichts! :shock::
Wenn deine Story eben so umfangreich ist, dann ist sie es eben. Wenn sie einem Verlag gefällt, dann wird sie bestimmt trotzdem genommen. Schließlich gibt es noch die Möglichkeit, alles auf zwei Bücher zu verteilen.

Ich habe selbst mal versucht, einen erheblichen Teil einer Story wegzustreichen, weil ich an einem Wettbewerb teilnehmen wollte und die nur 150.000 Zeichen erlaubte - ich hatte allerdings 190.000 Zeichen.
Mir gelang es aber ums Verrecken nicht, diese "überflüssigen" 40.000 zeichen rauzulöschen, ohne das mir dabei hundeelend zumute gewesen wäre.
Im Endeffekt hab ich es gelassen und nicht teilgenommen.

Grüße
Maya
Zuletzt geändert von Maya am 08.07.2009, 15:18, insgesamt 1-mal geändert.

HuWes
Beiträge: 129
Registriert: 03.02.2008, 19:22

Re:

von HuWes (08.07.2009, 13:28)
Kris. K. hat geschrieben:
::cry: :cry: :cry: :cry: was tu ich denn jetzt???
Kürzen kann ich nicht- nicht so viel :cry:


Hier tritt genau das ein, wovon ich weiter oben gesprochen habe. Es stehen nun Zahlen im Raum, die angeblich die "Regel" oder "Norm" bei Verlagen sein sollen - und schon kommt die panische Frage: "Um Himmels Willen, wie soll ich das kürzen?"

Mission accomplished, kann ich da nur sagen.

Kollegiale Grüße
Hubert

@Kris K.: Kürze nicht, nur um irgendwelchen angeblichen Normungen zu entsprechen. Wenn deine Geschichte 500.000 Wörter braucht, dann braucht sie die eben!

Benutzeravatar
Kris. K.
Beiträge: 538
Registriert: 15.03.2009, 18:13

Re:

von Kris. K. (08.07.2009, 18:40)
Danke Maya und HuWes- ja ich würde bluten, bei jedem verlorenen Satz- wenn ich mit der Story und dem Stil punkten kann hoffe ich auch das ein Verlag über anderes wie den Umfang hinwegsehen kann- sollte er zumindest. Alles in 2 Bücher zu packen fände ich nicht perfekt- erst recht nicht für einen "Frischling" und bei einem "Erstling". Stückelt man die Ware wird der Verlag dreimal darüber nachdenken, denn verkauft sich der erste Teil nicht wäre das Geld, das in den zweiten investiert werden würde, verloren. Ein gestandener Autor kann gerne teilen. Aber einem Unbekannten wird das Recht dazu eben zu oft abgesprochen.

Weasel

Re:

von Weasel (11.07.2009, 10:14)
Vielleicht sollen das ja keine Vorgaben sein, sondern Durchschnittswerte, die sich irgendjemand mit zu viel zeit anhand vieler geschriebener Bücher ausgerechnet hat?

hwg
Beiträge: 6034
Registriert: 24.04.2007, 16:39

Re:

von hwg (11.07.2009, 10:29)
Interessant, diese Zahlenspielerei.

Da meine Texte in eine von Verlagen vorgegebene Seitenanzahl oder ein von Redaktionen vorgegebenes Layout passen müssen, ist bloß die Zahl der Anschläge wichtig. Bis heute habe ich noch nie die Wörter gezählt...

Als Leser greife ich eher zu Romanen mit geringerem Umfang, also Büchern mit so um die 200 - 300 Seiten, längere "Wälzer" müssen daher länger auf deren "Bewältigung" warten... :lol:
Neu im JBL-Literaturverlag: H. W. Grössinger, "Fallweise heiter, manchmal bewölkt" - Glossen, Feuilletons und Kurzgeschichten, die zum Schmunzeln verleiten und mitunter zum Nachdenken anregen wollen. Auch über Amazon erhältlich!

Benutzeravatar
Judith
Beiträge: 3903
Registriert: 05.08.2007, 10:45
Wohnort: Schwobaländle

Re:

von Judith (11.07.2009, 11:47)
hwg (Moderator) hat geschrieben:
Da meine Texte in eine von Verlagen vorgegebene Seitenanzahl oder ein von Redaktionen vorgegebenes Layout passen müssen, ist bloß die Zahl der Anschläge wichtig. Bis heute habe ich noch nie die Wörter gezählt...


So kenne ich das auch.

Grüßle,
Judith
Du willst mehr wissen? Bitte hier - meine Website.

M-F Hakket
Beiträge: 1580
Registriert: 20.08.2009, 13:37

Re:

von M-F Hakket (11.07.2009, 12:47)
Ja, ich halte eine Angabe von Wörtern auch für relativ unwichtig.
Ein Wort kann das sein: "Ja"
Ein Wort kann aber auch das sein: "Umleitungsassistentenbewerbungsunterlagen"

Wörter sind sehr dehnbar. Sie sagen letztlich absolut nichts über die Länge eines Manuskriptes aus. Ich verfahre nur und ausschließlich mit der Zeichenanzahl. Einzelne Zeichen kann man nicht dehnen. Ist mir zumindest noch nicht gelungen.
Ein Verlag wird danach gehen, wie viele Zeichen er auf eine Seite bekommt - nicht wieviele Wörter.

Ich weiß nicht, woher die Angabe kommt, das ein Buch zwecks Umfangberechnung in der Anzahl der Wörtern gemessen wird. Habe ich noch nie gehört. Halte ich auch für falsch.

Gruß
Hakket

Zurück zu „Textakademie“


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

Über BoD

BoD™ ist die führende deutsche Self-Publishing-Plattform. Seit mehr als 20 Jahren sind wir die Anlaufstelle für das einfache, schnelle und verlagsunabhängige Veröffentlichen von Büchern und E-Books. Bereits mehr als 40.000 Autoren haben sich mit uns den Traum vom eigenen Buch erfüllt.