Märchen? Das verzauberte Puzzelchen

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klaasen1
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Märchen? Das verzauberte Puzzelchen

von klaasen1 (10.07.2009, 09:39)
Kann man das als Märchen bezeichnen? Mit Märchen habe ich es nicht so. Kenne mich da zu wenig aus.

Das verzauberte Puzzelchen

Eines schönen Tages saßen Laura, Hans, Fritz und Holger zusammen am Lagerfeuer und erzählten sich Märchen. Nachdem Hans, Fritz, und Holger ihr Märchen zu Ende erzählt hatten, war Laura dran ein Märchen zu erzählen. Die vier hatten sich beim Zeltlager kennengelernt und Freundschaft geschlossen. Es war nun kurz vor Mitternacht und die anderen Kinder waren schon in ihren Zelten und schliefen. Da Laura kein Spielverderber sein wollte, tat sie so als wäre sie nicht müde und fing an, ihr Märchen zu erzählen.
So fing sie mit dem Satz an wie die meisten Märchen beginnen: Es war einmal.
Hans fing an zu husten und unterbrach die Spannung, die sich um sie herum aufgebaut hatte. Das nutze der Fritz, um in seinem Zelt nach einem Pullover zu suchen. Auch Holger ging in sein Zelt und holte sich etwas Gebäck, das er von seiner Mutter bekommen hatte.
Nachdem sie wieder alle am Lagerfeuer saßen schaute Laura sie alle an und fuhr fort mit ihrem Märchen.
”Also,”,sagte Laura. ”Ich war mit meinen Eltern im Wald spazieren als ich einen kleinen Fuß fand. Es war ein kleiner Fuß aus Holz und ich wunderte mich darüber sehr. Meine Eltern waren schon etwas voraus gegangen und als ich nach ihnen rief verdunkelte sich der Tag. Einige Wolken tanzten um die Sonne herum und hüpften aus sie drauf. Dann wurde es unheimlich und ich konnte fast nichts mehr sehen. Zum Glück hatte ich eine Taschenlampe mitgenommen und so konnte ich mir den Weg leuchten. Nach einigen Metern fand ich einen kleinen Arm und ich dachte so bei mir. 'Na wenn das so weiter geht, finde ich vielleicht eine ganze Holzpuppe'. Das war ein Gedanke der mir einfach so zuflog. Tatsächlich fand ich einige Meter weiter einen zweiten Fuß, dann ein Bein, einen Hut, eine Nase, ein Jäckchen, einen Arm, eine Hand noch eine Hand ,zwei Augen, einen Mund, noch einen Arm und eine Hand und schlussendlich auch den Kopf und eine Hose. Ich schaute mich um und sah wie einige Tiere mir folgten. Jetzt bekam ich Angst und ich rief ganz laut nach meinen Eltern. Aber sie antworteten nicht. Statt dessen kam ein kleiner Fuchs und nahm eine Hand und lief mit ihr weg. Ich stand wie fest gewachsen da und konnte mich nicht rühren. Dann kam der Fuchs mit dem Arm im Maul wieder zurück und lief wieder weg. Kam wieder zurück und lief wieder weg. Dann hatte ich es kapiert. Ich sollte ihm folgen. Also folgte ich dem Fuchs. Nach einer Weile dann sah ich, wie der Fuchs vor einem Stück Holz saß. Ich erkannte dann, dass es ein kleiner Körper war. Jetzt begriff ich, dass der Körper zu den anderen Teilen gehörte. Ich nahm dann den Körper und setzte alle Teile, die ich gefunden hatte, wie bei einem Puzzelspiel zusammen. Nun lag ein kleines Männlein auf dem Rücken am Boden.” Laura sah nun in die Gesichter von Hans ,Holger und Fritz, die wie hypnotisiert der Geschichte folgten und keinen Mucks von sich gaben. Laura musste schmunzeln und fuhr fort.
”Als das kleine Männlein so da lag, erinnerte es mich an einen kleinen Zwerg, den meine Eltern - als ich noch ein kleines Kind gewesen war - im Garten stehen hatten. Irgendwer hatte damals den kleinen Zwerg aus unserem Garten gestohlen. Ich hatte die Zeit verloren und scheinbar hatte ich mich auch verlaufen. Ich wusste nicht mehr wo ich war und den Weg nach Haus würde ich wohl jetzt auch nicht mehr finden. Der kleine Fuchs saß einige Meter von mir weg und beobachte mich. Jetzt wusste ich nicht mehr was ich machen sollte. Ich rief, nein schrie, nach meinen Eltern aber es kam keine Antwort zurück. Die Dunkelheit legte sich über mich und war nun mein Zelt. Ich fühlte mich plötzlich geborgen und auch die Angst war weg. Ich schaute nach oben und sah wie der Mond sich von einer Sichel in einen runden Ball verwandelte. Jetzt konnte ich wieder etwas erkennen und sah , dass das kleine Männlein weg war. Spurlos verschwunden. Dann hörte ich vertraute Stimmen. Es waren meine Eltern ,die laut nach mir riefen. Ich lief auf die Stimmen zu und meine Eltern schlossen mich in ihre Arme. Aufgeregt erzählte ich ihnen was ich erlebt hatte und mein Vater sagte: ”Laura, du hast eine Fantasie. Ich beneide dich dafür.”
Ich schaute die beiden an, schaute in den Wald zurück und sah das kleine Männlein wie es mir zuwinkte.
Als ich dann zu Hause in meinem Bett lag und alles noch einmal Revue passieren liess, klopfte es unter meinem Bett. Erschrocken kuschelte ich mich unter die Decke und zählte von 1 bis 100. Dann schaute ich vorsichtig unter mein Bett und sah eine Holzpuppe dort liegen. Es war das kleine Männlein von Wald. Und als ich nach ihm greifen wollte, zerfiel es in alle Teile wie ein Puzzelspiel. Die Müdigkeit fing mich ein und ich fiel in einem tiefen Schlaf. Ich träumte von dem kleinen Männlein und davon wie ich es fand und zusammensetzte. Dann träumte ich wie es mich berührte zu einem Puzzelspiel verzauberte. Das kleine Männlein küsste mich und ich war nun eine Prinzessin in einem Puzzelmärchen. Alle Kinder auf dieser Welt puzzelten uns und wir erlebten immer wieder einen neuen Anfang. Unsere Liebe wurde immer, wenn die Kinder uns zusammen setzten, wieder aufs neue erlebt. Es war herrlich. Eine immer wieder kehrende Liebe ,die nie endete. Und wenn uns keiner puzzelt, dann findet man uns zerstreut im Wald.”

”Man Laura,” sagte der Fritz. ”Morgen gehe ich in den Wald und suche das Männlein.”

by k.klaasen
ich bin ein hut weil ich meinen kopf nicht finde

Inselchen

Puzzeln

von Inselchen (10.07.2009, 10:00)
Lass uns weiter puzzeln, damit unsere Fantasie erhalten bleibt. thumbbup


Ich hab auch grad überlegt, ob man es als Märchen bezeichnen kann oder als traumhafte Phantasie-Erzählung. Jedenfalls hab ich das gerne gelesen.


Fragen wir mal wieder wikipädia:

Märchen (mittelhochdeutsch Maere = „Kunde, Bericht, Nachricht“) sind Prosaerzählungen, die von wundersamen Begebenheiten berichten. Märchen zählen zu einer bedeutsamen und sehr alten Textgattung in der Mündlichen Überlieferung oder Oralität und treten in allen Kulturkreisen auf. Im Gegensatz zum mündlich überlieferten und anonymen Volksmärchen steht die Form des Kunstmärchens, von dem der Autor bekannt ist. Im Unterschied zur Sage und Legende sind Märchen frei erfunden und ihre Handlung ist weder zeitlich noch örtlich festgelegt.

Charakteristisch für Märchen ist unter anderem das Erscheinen phantastischer Elemente in Form von sprechenden Tieren und Zaubereien mit Hilfe von Hexen oder Zauberern sowie Riesen.

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klaasen1
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Re:

von klaasen1 (11.07.2009, 02:47)
Mit 'traumhafte-Phantasie-Erzählung kann ich mich anfreunden.
gruss
klaas
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