Peinliche 1 Sterne Rezensionen bei Amazon

ISBN, VLB, Barsortiment, E-Book-Verleih und Buchhandel: Alles rund um den Buchvertrieb.


WalterJoergLangbein

Re:

von WalterJoergLangbein (25.07.2009, 08:06)
AmberStuart hat geschrieben:
Ich verstehe sowieso nicht, warum sich
manche Leute die Mühe machen, Rezensionen
zu schreiben. Ist doch pure Energieverschwendung...
Aber vielleicht macht es auch Spaß, über die Arbeit
anderer zu urteilen. Ich maße mir nicht an, andere
Bücher negativ zu kritisieren, wenn es den Verkauf
beeinflussen könnte.

LG, Amber


Guten Morgen, Amber!

Gern nehme ich Deinen Beitrag zum Anlass, um kurz zu schildern, warum ich gern Rezensionen schreibe.

Ich verstehe meine Rezensionen nicht als Urteile, ich urteile nicht wie ein Richter. Das maße ich mir nicht an.

Ich schreibe Rezensionen, wenn mir Bücher gefallen. Dann begründe ich, warum sie mir gefallen. Warum? Weil ich hoffe, dass so der eine oder der andere Mensch auf das eine oder das andere Buch aufmerksam gemacht wird. Ich schildere, was mir an einem Buch gefällt. Das sehe ich als Hilfestellung, nicht so sehr für den Autor des rezensierten Werkes... als für die potenzielle Leserschaft an.

Ich selbst wurde schon durch Rezensionen auf Bücher aufmerksam gemacht, die ich dann erworben habe. Meist habe ich das nicht bereut.

Walter

AFV

Re:

von AFV (25.07.2009, 08:28)
Eine Rezension zu schreiben, bedeutet nicht immer etwas negatives über ein Buch zu schreiben.
Hin und wieder schreibe ich auch mal eine, allerdings nur wenn mir ein Buch zusagt, gebe dabei aber auch an was mir nicht so gefallen hat.

Die Rezensionen bei Amazon laufen aber teilweise aus dem Ruder, was ärgerlich für Leser und Autoren ist. Aber wenn man die Szene mal so ein wenig beobachtet, regen sich häufig nur die auf, die es eh schwer haben auf dem hart umkämpften Buchmarkt.

Was mich persönlich stört, ist wenn Verlage für ihren Autoren Rezensionen schreiben, veröffentlichen und daher nur Positives über ein Buch zu berichten wissen. Rezensionen sollten nur die schreiben, die das Buch gekauft und gelesen haben. (Wunschdenken)

book: Literarischen Gruß

Jens

WalterJoergLangbein

Nicht verallgemeinern...

von WalterJoergLangbein (25.07.2009, 08:43)
Bitte gestattet mir eine allgemeine Anmerkung zum Thema Rezensionen:

Nicht alle positiven 5-Sterne-Rezensionen sind Gefälligkeitsrezensionen von Freunden, Bekannten und Verwandten des jeweiligen Verdassers.

Nicht alle 1-Stern-Rezensionen sind gehässige Verunglimpfungen bösartiger Rezensenten. Aber es sind auch nicht alle 1-Stern-Rezensionen »echt«.

Walter

WalterJoergLangbein

Re:

von WalterJoergLangbein (25.07.2009, 08:48)
AFV hat geschrieben:
Was mich persönlich stört, ist wenn Verlage für ihren Autoren Rezensionen schreiben, veröffentlichen und daher nur Positives über ein Buch zu berichten wissen. Rezensionen sollten nur die schreiben, die das Buch gekauft und gelesen haben. (Wunschdenken)
book: Literarischen Gruß

Jens


Guten Morgen, Jens!

Derlei »Verlagsrezensionen« sind in der Tat nicht brauchbar als Hilfe für den potenziellen Leser. Wie Du bin ich für echte Rezensionen, verfasst von Menschen, die das jeweilige Buch erworben und gelesen haben.

Mir persönlich ist allerdings bislang noch nie widerfahren, dass ein Verlag für eines meiner Bücher eine Rezension geschrieben und veröffentlicht hat.

Walter

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AmberStuart
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Re:

von AmberStuart (25.07.2009, 13:46)
Hallo WalterJoerg,

deine Motive, eine Rezi zu schreiben, sind
ja akzeptabel.
Mir ging es hauptsächlich um Leute, die ein
scheinbar sadistisches Vergnügen dabei
empfinden, Bücher zu plätten und Autor/innen
anzugreifen und/oder zu beleidigen.
Ich habe auch schon Bücher gelesen, die
(für meinen Geschmack) nicht gut oder langweilig
waren, wäre aber nie auf die Idee gekommen,
meine Meinung anderen Lesern aufzudrängen.
Jeder hat die Möglichkeit, sich anhand von Titel,
Klappentext oder Textauszügen ein eigenes Bild
zu machen.

LG, Amber

M-F Hakket
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Re:

von M-F Hakket (25.07.2009, 13:59)
Mammazon-Rezis sind immer zwiespältig.
Einerseits freut man sich wie Bolle, wenn man eine gute bekommt, andererseits ärgert man sich, wenn einfach nur Blödsinn geschrieben wird.

Ich habe auch eine Rezi für "Die Katze von Frau Wagner" bekommen, die zwar 4 Sterne hat, die mich aber etwas verwirrte. Denn eine Fortsetzung KANN es einfach nicht geben. Die Story ist sehr endgültig. blink3 Was hat der Rezensent da gedacht?

Gruß
Hakket

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AmberStuart
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Re:

von AmberStuart (25.07.2009, 14:13)
Hallo, Hakket,

setz' doch bitte mal den Link rein...


LG, Amber

M-F Hakket
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Re:

von M-F Hakket (25.07.2009, 14:26)

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AmberStuart
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Re:

von AmberStuart (25.07.2009, 14:42)
Das sind ja Traum-Rezensionen... thumbbup
Auch der Wunsch nach einer Fortsetzung ist
doch positiv und nett gemeint... cheezygrin


LG, Amber

M-F Hakket
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Re:

von M-F Hakket (25.07.2009, 14:55)
@ Amber: Ja, danke. cheezygrin
Aber bei der erwähnten Rezi frage ich mich, ob der Rezensent das Buch wirklich gelesen hat. Es ist nicht nur das mit der Fortsetzung. Auch das mit dem "Besserbehandeln" ist nicht wirklich schlüssig. Dass man die eigene Katze besser behandeln sollte, ist nicht der Punkt. Es sollte eher so sein, dass man Menschen, die eine Katze haben, besser behandeln sollte. :twisted:

Gruß
Hakket

WalterJoergLangbein

Re:

von WalterJoergLangbein (25.07.2009, 15:23)
AmberStuart hat geschrieben:
Hallo WalterJoerg,

deine Motive, eine Rezi zu schreiben, sind
ja akzeptabel.
Mir ging es hauptsächlich um Leute, die ein
scheinbar sadistisches Vergnügen dabei
empfinden, Bücher zu plätten und Autor/innen
anzugreifen und/oder zu beleidigen.
Ich habe auch schon Bücher gelesen, die
(für meinen Geschmack) nicht gut oder langweilig
waren, wäre aber nie auf die Idee gekommen,
meine Meinung anderen Lesern aufzudrängen.
Jeder hat die Möglichkeit, sich anhand von Titel,
Klappentext oder Textauszügen ein eigenes Bild
zu machen.

LG, Amber


Hallo, Amber! Danke für Deine Antwort. So hatte ich Dich auch schon verstanden. »Rezensenten«, die aus Streitlust oder warum auch immer Autorinnen und Autoren schlecht reden wollen, das sind keine Rezensenten, das sind Miesmacher.

Grundsätzlich hast Du recht: Textauszüge können viel über die Qualität eines Buches verraten.Klappentexte sind selten objektiv. Rezensionen - wie die von amazon - sind leicht zugänglich. Sie können, meine ich, für den Suchenden schon hilfreich sein.

Walter

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Sylvia B.
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Re:

von Sylvia B. (25.07.2009, 21:32)
Ob das Buch handwerklich gut geschrieben ist, kann ich nicht beurteilen, da ich es (noch) nicht gelesen habe, aber dass das Thema offenbar realistisch dargestellt wurde, ist nur zu begrüßen.


Diesen Anfangssatz einer Rezension habe ich gerade bei amazon gefunden. quasi von Kollege zu Kollege. Tja, so kann es gehen, wenn das gleiche Thema bearbeitet wird. Aber großzügig gab es 4 Sternchen.
:roll:

Ich finde so etwas nicht schön. So wichtig könnte ich meine Bücher nicht nehmen, dass ich mich zu einer solchen Handlung hinreißen lassen würde.
Und ehrlich gesagt, meine Bücher werden doch nicht besser, wenn ich die Bücher meiner Kollegen runtermache. Sehe ich da irgendetwas falsch?
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AFV

Re:

von AFV (25.07.2009, 21:59)
Hallo Sylvia,

Oft ist es der Neid, der einen zu einer solchen Rezension hinreißen lässt.

book: Literarischen Gruß

Jens

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Sylvia B.
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Re:

von Sylvia B. (25.07.2009, 22:09)
Neid zerfrisst. und irgendwann vergiftet sich der Mensch mit seinem eigenen Gift.

Neid sollte verboten werden. cheezygrin
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Thorsten Boose

Re:

von Thorsten Boose (25.07.2009, 22:52)
Ob das Buch handwerklich gut geschrieben ist, kann ich nicht beurteilen, da ich es (noch) nicht gelesen habe, aber dass das Thema offenbar realistisch dargestellt wurde, ist nur zu begrüßen.


Ich würde mal glatt sagen: Eigentor. Wenn ein Autor ein Buch ... ähem ... rezensiert, das er noch nicht einmal gelesen hat, kann er nicht ernsthaft behaupten, vom Fach zu sein. Meine Meinung.

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