Geschäftsidee -eigene BoD Buchhandlung- was hält Ihr davon?

Preisaktionen, Social Media, Blogger-Relations, Pressearbeit: Marketingmaßnahmen für euer Buch.


Thorsten Boose

Re:

von Thorsten Boose (31.07.2009, 12:16)
JMertens hat geschrieben:
Man sollte Blumen und Bücher nicht direkt miteinander vergleichen. Bücher haben etwas mit Wissen zu tun, Blumen dagegen eher mit Emotionen.

Eine Welt ohne Bücher wäre dumm.
Eine Welt ohne Blumen wäre steril.
Eine Welt ohne Bücher und Blumen wäre wie ein Mensch ohne Herz und Hirn.


Sehr schön geschrieben. thumbbup

@ Conny: Der Punkt mit dem Mehrwert ist ein echter Knackpunkt. Warum für einen 180-seitigen BoD-Ratgeber über Feng Shui 25 € ausgeben, wenn ich dasselbe Thema auf 300 Seiten eines klassischen Verlags für 14,90 € haben kann? Das soll bloß ein Beispiel sein.

Jetzt gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder BoD selbst schraubt die Produktionskosten runter und konkurriert damit härter um die Gunst und das Vertrauen des Kunden oder, wie du schon schreibst, es muss eine Art Zusatzleistung oder ein weiteres Produkt angeboten werden.

Da ich erstere Variante ausschließe, muss ich wieder auf die "Shop-in-Shop"-Idee oder das Literaturcafé zurückkommen. Meiner Meinung nach sollte das Geschäft auch etwas (auch im weiteren Sinne) mit Büchern zu tun haben - in einem Bestattungsunternehmen möchte ich z.B. sowohl keine Lektüre über Sargmodelle sehen, als auch nicht ans Lesen denken ...

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Conny
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Re:

von Conny (31.07.2009, 12:23)
Die Frage nach dem Mehr- Wert ist wirklich nicht von der Hand zu weisen. Die obligatorische Tasse Kaffee ist ja bereits zur Plichtbeigabe geworden ...

Als ich meine erste Lesung gehalten habe, war ich in einer sog. Vinothek & Buch.
Dort bietet der Inhaber Wein von hiesigen Winzern an (Sonderverträge) und man kann bei einem gepflegten Schmöker eine Weinprobe machen. Kaufen ausdrücklich erwünscht.
Vielleicht wäre diese Kombination etwas?

Wein und Bücher = Genuss!!!

LG, Conny
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MiTu68
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Etwas riskieren sollte man, finde ich zumindest

von MiTu68 (31.07.2009, 12:26)
@Torsten
Aus diesem Grund sehe ich diese Geschäftsidee (BoD-Buchladen, Shop-in-Shop) etwas kritisch an, wenn ich mich in der Wirtschaft dieser Tage so umschaue.

Das sehe ich etwas anders. Es kann durchaus sein, daß das Geschäft an sich erstmal nichts/nicht viel bringt, aber durch die Publicity und Namensnennung die Nachfrage nach unseren Büchern auch über andere Kanäle steigt.

Bis sich das Geschäft wirklich etabliert hat, vergehen 2-3 Jahre und wer kann garantieren, dass BoD sein Konzept nicht ändert oder sogar ganz von der Bildfläche verschwindet? (Theorie)

Tja, wenn man davon ausgeht, dann braucht man in der Tat nichts zu machen. Die Frage wäre dann natürlich, warum hat man überhaupt ein Buch geschrieben, das man "eigentlich" verkaufen will... Man hätte die Zeit ja auch anders investieren können oder nur für sich schreiben...

Von ich so zurückdenke, dann war mein erstes Buch v.a. vom Idealismus getragen, Wanderer auf dem E1 sicher nach Genua zu führen und auf einige Probleme hinzuweisen. Mini-Verdienst war hier erst in zweiter Linie angedacht. Eher Erhöhung des eigenen Bekanntheitsgrades. Die leider nicht eingetreten ist. :(

Das zweite Buch hat für mich schon eher die Zielsetzung über die Auflage zumindest ein Teil der Kosten für die (zugegegener Maßen Spaß machenden) Recherche + Schreiberei wieder rein zu bekommen.

Meine subjektive Meinung ist hier, daß der Leser unterhalten wird und für sein Geld auch einiges bekommt. (Beschreibung von 100 Staaten, 88 Bilder, eine Lebensgeschichte.) Diese Meinung wird von den Leuten, die das Buch gelesen haben, auch geteilt.

Als Werbestrategie muss also die Information zu den Leuten hin. Hier ist ein Werk, das Deinen Horizont erweitert und Dich unterhält.

Bücher verkaufen sich nunmal aber hauptsächlich über Präsenz oder Presse. Ich würde fast vermuten, daß die Presse aufmerksam wird, bzw. Pressearbeit einfacher wird, wenn man zumindet in der BoD - Bestsellerliste vertreten ist. Aber wie hinkommen? Nur übers Internet reicht es nicht. Deshalb die Idee, eine gemeinsame Präsenz aufzubauen und den Markt ein wenig rütteln.

Grüße
Michael
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Re:

von borgwin2 (31.07.2009, 12:26)
C. Ahr hat geschrieben:
Hallo,

mal ein Gedanken zur Kalkulation:

Welchen Nutzen hätte ich als Autor? Richtig, mein Buch hätte einen weiteren Vertriebskanal. Ich wäre bspw. bereit 3 Exemplare meines Buches ohne monetäre Gegenleistung zur Verfügung zu stellen. Alles was ich dafür wollen würde: Sobald diese Exemplare verkauft sind, wird das Buch bei mir nachbestellt zu den üblichen Buchhandelskonditionen.
Das ganze wäre dann mehr eine Verkaufsgenossenschaft. Jeder der sein Buch vertrieben haben will, liefert Freiexemplare ein.

Der wichtigste und risikoreichste Posten des Wareneinsatzes fällt somit weg. Mein Risiko als Autor ist übersichtlich, die Chance, einen vernünftigen Absatzkanal zu bekommen nicht zu verachten.

Beste Grüße,
C.Ahr


Kann ich nur unterstreichen. So ähnlich hatte ich es mir auch gedacht.

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MiTu68
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Kalkulation Shop in Shop

von MiTu68 (31.07.2009, 12:40)
Hallo,

mal ein Gedanken zur Kalkulation:

Welchen Nutzen hätte ich als Autor? Richtig, mein Buch hätte einen weiteren Vertriebskanal. Ich wäre bspw. bereit 3 Exemplare meines Buches ohne monetäre Gegenleistung zur Verfügung zu stellen. Alles was ich dafür wollen würde: Sobald diese Exemplare verkauft sind, wird das Buch bei mir nachbestellt zu den üblichen Buchhandelskonditionen.
Das ganze wäre dann mehr eine Verkaufsgenossenschaft. Jeder der sein Buch vertrieben haben will, liefert Freiexemplare ein.

Der wichtigste und risikoreichste Posten des Wareneinsatzes fällt somit weg. Mein Risiko als Autor ist übersichtlich, die Chance, einen vernünftigen Absatzkanal zu bekommen nicht zu verachten.


Ohne bisher einen Laden gefunden zu haben würde ich das eher so sehen, daß der Ladeninhaber die verkauften Bücher über libri nachbestellt. Ansonsten rechnet sich das für IHN nicht!
Bei Folgebestellungen würde für uns also das Autorenhonorar "rausspringen".
Anfangsinvesttion wären dann 2-3 Freiexemplare, Beteiligung an der Einrichtung und der zum Bestellen über libri notwendigen EDV. (So sehe ich das zumindest.)

Bei einem anderen Modell (Bestellung über Autoren) müssten wir m.E. einen Fixkostenblock des Cafés übernehmen (Miete,Lohnkosten etc.)

Ich sehe daß nur die eine oder die andere Variante geht. Aber wie gesagt, wir müssten erstmal einen entsprechenden Laden finden. Wie schon gepostet wäre es schick, wenn sich die interssierten Autoren, meiner Wenigkeit inclusive umschauen würden.

Grüße
Michael
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Thorsten Boose

Re: Etwas riskieren sollte man, finde ich zumindest

von Thorsten Boose (31.07.2009, 12:42)
Hallo, Michael.

MiTu68 hat geschrieben:
Das sehe ich etwas anders. Es kann durchaus sein, daß das Geschäft an sich erstmal nichts/nicht viel bringt, aber durch die Publicity und Namensnennung die Nachfrage nach unseren Büchern auch über andere Kanäle steigt.


Bloße Publicity und Namensnennung sind aber keine wirtschaftlich fundierte Orientierung für die Zukunft. Wenn es so einfach wäre, würde jedes Geschäft mit etwas Marketing gut laufen, aber es kommt - und hier muss ich wieder Conny zitieren - auf den Kunden an: Diesen muss man überzeugen, immer wieder zu kommen und auch der Qualität wegen gerne mal etwas tiefer in die Tasche zu greifen.

Der BOD-Markt wird sich wandeln, das steht fest, Shaker Media hat erst kürzlich einen entscheidenden Schritt getan. Die Resultate stehen natürlich noch aus.

MiTu68 hat geschrieben:
Bis sich das Geschäft wirklich etabliert hat, vergehen 2-3 Jahre und wer kann garantieren, dass BoD sein Konzept nicht ändert oder sogar ganz von der Bildfläche verschwindet? (Theorie)

Tja, wenn man davon ausgeht, dann braucht man in der Tat nichts zu machen. Die Frage wäre dann natürlich, warum hat man überhaupt ein Buch geschrieben, das man "eigentlich" verkaufen will... Man hätte die Zeit ja auch anders investieren können oder nur für sich schreiben..


Da hast du mich vielleicht falsch verstanden, ich male die Idee ja nicht schwarz an. Ich möchte auch niemanden persönlich angreifen, aber ich persönlich halte es für blauäugig zu denken, dass man einen BoD-Laden eröffnet und mit regelmäßiger Werbung dieser schon von alleine läuft. Mich würde das als Kunde nicht reizen. Eröffne ein BoD-Literaturcafé und lade regelmäßig BoD-Autoren zu Lesungen ein, verteile Mitgliedskarten an Kunden, die vergünstigten Eintritt und Verpflegung erhalten, lass die Leser vor Ort mitreden, nutze diese Lesungen und/oder Seminare in digitaler Form für Werbung und Verkauf ... Das interessiert die Leute!

Genug Risiko? :wink:

Herzliche Grüße,
Thorsten

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Re:

von Conny (31.07.2009, 12:46)
Heutzutage sagt man: Geiz ist geil. Doch meiner Meinung nach definiert sich nicht alles über den Preis.
Ich bin ganz Thorstens Meinung: Der Mehr- Wert ist entscheidend!
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Ja, genug! + zwei Fragen

von MiTu68 (31.07.2009, 13:02)
Da hast du mich vielleicht falsch verstanden, ich male die Idee ja nicht schwarz an. Ich möchte auch niemanden persönlich angreifen, aber ich persönlich halte es für blauäugig zu denken, dass man einen BoD-Laden eröffnet und mit regelmäßiger Werbung dieser schon von alleine läuft. Mich würde das als Kunde nicht reizen. Eröffne ein BoD-Literaturcafé und lade regelmäßig BoD-Autoren zu Lesungen ein, verteile Mitgliedskarten an Kunden, die vergünstigten Eintritt und Verpflegung erhalten, lass die Leser vor Ort mitreden, nutze diese Lesungen und/oder Seminare in digitaler Form für Werbung und Verkauf ... Das interessiert die Leute!
Genug Risiko?

Ja, ich denke es reicht. An Ideen für den weiteren Werdegang des Geschäftes scheint es nicht zu mangeln. Aller Anfang ist natürlich schwer.
Werde versuchen ein interessiertes Café aufzutreiben.

Eine technische und eine nichttechnissche Frage hätte ich noch:
a) Was braucht man, um Bücher über libri zu bestellen? Reicht Internet + Paßwort. Wenn ja, bekommt jeder Interesierte ein Paßwort?
b) Hat jemand von Euch schon Buchhandelserfahrung?

Grüße
Michael
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HuWes
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Re: Ja, genug! + zwei Fragen

von HuWes (31.07.2009, 13:43)
MiTu68 hat geschrieben:
An Ideen für den weiteren Werdegang des Geschäftes scheint es nicht zu mangeln. Aller Anfang ist natürlich schwer.


Eine Frage habe ich da noch:
Warum muss es eine Präsenzbuchhandlung sein, die hohe Kosten verursacht und reichlich Kapital bindet - abgesehen davon, dass man mit so einer "Buchhandlung", sei es in einem Café oder in einer Weinhandlung integriert, nur begrenzt Kundschaft gewinnt?

Warum nicht einen Versuchsballon starten mit einem Online-Bookshop, der sich ganz auf On-Demand-Bücher konzentriert (verlagsübergreifend und von den Autoren buchmäßig bestückt)? So könnte man relativ kostengünstig feststellen, ob es überhaupt einen Markt gibt für On-Demand-Bücher, und dafür muss man noch nicht einmal 100.000 Euro riskieren.

Kollegiale Grüße
Hubert

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Re:

von Susanne Hottendorff (31.07.2009, 13:46)
Michael,
hast du schon mal daran gedacht, in Hamburg zum Beispiel, ein Café zu suchen und dich dort einzuklinken..
Ein Café, was schon existiert? Oder vielleicht ein Frisörsalon? Da haben Kunden auch Zeit?

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Conny
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Re: Ja, genug! + zwei Fragen

von Conny (31.07.2009, 13:50)
HuWes hat geschrieben:
[
Eine Frage habe ich da noch:
Warum muss es eine Präsenzbuchhandlung sein, die hohe Kosten verursacht und reichlich Kapital bindet - abgesehen davon, dass man mit so einer "Buchhandlung", sei es in einem Café oder in einer Weinhandlung integriert, nur begrenzt Kundschaft gewinnt?


Kollegiale Grüße
Hubert



Hallo Hubert,
berechtigte Frage! Ich muss gestehen, dass mir die schnuckeligen Buchhandlungen zum Anfassen lieber sind als das Onlinegeschäft. Auch wenn das die Zukunft ist ...
Aber der Einwand ist natürlich berechtigt!

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Re: Ja, genug! + zwei Fragen

von Nitram (31.07.2009, 14:09)
MiTu68 hat geschrieben:
Ja, ich denke es reicht. An Ideen für den weiteren Werdegang des Geschäftes scheint es nicht zu mangeln. Aller Anfang ist natürlich schwer.
l

Grundsätzlich finde ich die Idee interessant.
Gegenüber BoD-Autoren gibt es in Buchhandlungen Vorbehalte?
Dann gründen wir eben unsere eigenen BoD-Buchläden!
Das hat schon was.

Ich würde allerdings vorschlagen, dazu BoD ins Boot zu holen.
So richtig interessant wird es ja, wenn man es flächendeckend in allen größeren Städten machen könnte (vielleicht als Franchise?)
Mit einer breiteren Basis ließen sich auch die technischen (und kaufmännischen) Herausforderungen leichter bewältigen.
Ist zumindest meine Meinung.
Gruß
Nitram
Tu felix Austria - die andere Seite der Alpenrepublik - zweite Auflage
ISBN 978-3-8391-0512-2
HP: www.robert-brettschneider.com
Video: http://www.youtube.com/user/RobertBrettschneider

Thorsten Boose

Re: Ja, genug! + zwei Fragen

von Thorsten Boose (31.07.2009, 14:28)
Conny hat geschrieben:
HuWes hat geschrieben:
[
Eine Frage habe ich da noch:
Warum muss es eine Präsenzbuchhandlung sein, die hohe Kosten verursacht und reichlich Kapital bindet - abgesehen davon, dass man mit so einer "Buchhandlung", sei es in einem Café oder in einer Weinhandlung integriert, nur begrenzt Kundschaft gewinnt?


Kollegiale Grüße
Hubert



Hallo Hubert,
berechtigte Frage! Ich muss gestehen, dass mir die schnuckeligen Buchhandlungen zum Anfassen lieber sind als das Onlinegeschäft. Auch wenn das die Zukunft ist ...
Aber der Einwand ist natürlich berechtigt!

LG, Conny


Hm, ob das Online-Geschäft wirklich die Zukunft ist, wäre ich mir nicht so sicher. Spätestens dann würde sich das eBook extrem ausbreiten, da es kostengünstiger zu produzieren ist. Und wo bleiben die gedruckten Bücher? Ich würde lieber mit gedruckten Buchseiten herumspazieren als einen großen eBook-Reader in der Tasche zu haben.

Ich gehe da eher von einer Kombination aus: Bücher auf Abruf gedruckt, das ganze vor Ort in solch einem BOD-Laden (wie immer wir das nun auch nennen wollen), wo einige Exemplare für Interessierte ausstehen, die nicht zu verkaufen sind. Das hätte u.a. den Vorteil, dass der Händler nicht auf Kommission beziehen müsste, sondern erst vor Ort druckt, wenn der Kunde mit der ISBN zur Kasse geht.

Da geht meine Fantasie mit mir durch. cheezygrin

Nitram hat geschrieben:
Ich würde allerdings vorschlagen, dazu BoD ins Boot zu holen.


Das wird nicht zu vermeiden sein, schließlich würde das Geschäft den Firmennamen tragen bzw. vertreten. Ich kann ja auch keinen Geschäftsbereich mieten und den Laden "Reclamwelt" nennen, wo nur Reclam-Angebote ausgestellt sind. Oder doch? blink3

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MiTu68
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Warum keine Onlinebuchhandlung?

von MiTu68 (31.07.2009, 14:51)
@Hubert
Eine Frage habe ich da noch:
Warum muss es eine Präsenzbuchhandlung sein, die hohe Kosten verursacht und reichlich Kapital bindet - abgesehen davon, dass man mit so einer "Buchhandlung", sei es in einem Café oder in einer Weinhandlung integriert, nur begrenzt Kundschaft gewinnt?

Warum nicht einen Versuchsballon starten mit einem Online-Bookshop, der sich ganz auf On-Demand-Bücher konzentriert (verlagsübergreifend und von den Autoren buchmäßig bestückt)? So könnte man relativ kostengünstig feststellen, ob es überhaupt einen Markt gibt für On-Demand-Bücher, und dafür muss man noch nicht einmal 100.000 Euro riskieren.


BoD hat auf der Seite bereits einen Buchshop. Dort sind ausschließlich BoD Titel zu finden. Nur mit den Besuchern scheint es zu happern. :( In hunderten anderer Buchshops im Internet sind unsere Bücher gelistet.
Habe mein E1 - Buch letztens sogar bei Ebay gefunden. Angenommen wir machen eine Seite, sei es bei Ebay oder unter einer eigenen Domäne. Wie bekommen wir dann Traffic dorthin? Über google adwords? Nach meinen beruflichen Erfahrungen teuer und nicht besonders effektiv. Die Problematik ist, daß man
a) nur bedingt weiß, wonach die Internetuser suchen
b) die "interessanten" Suchbegriffe recht teuer sind. (bis 10,- EUR / Klick)

Es GIBT auch schon einen Buchshop auf dieser Seite. Nur bietet er nicht nur BoD, sondern alle Bücher an.
Interessant wäre in diesem Zusammenhang,
a) wieviel Laufkundschaft gibt es auf dieser Seite?
b) wieviele Besucher stöbern im Buchshop
c) inwieweit eine Einschränkung (zumindest was die Eingangsseite angeht)
auf BoD - Titel uns weiter helfen würde

Aus Erfahrung mit meiner Seite weiß ich leider.
Es ist verdammt schwierig Traffic zu bekommen.
Traffic, der zum Kauf führt, ist noch schwieriger.

Hier sollten wir uns überlegen, wie ein potenzieller Kunde von uns vorgeht.
a) Er ruft Amazon, Libri oder anderen Shop auf, geht in eine Buchhandlung und besorgt sich die Bücher, die er haben will.
(Bestseller, Schulbücher, Sachbuch, das er gerade mal braucht etc.)
b) Dann stöbert er noch ein wenig rum, kauft evtl. noch etwas, bezahlt und geht wieder.
Die wir ja schon große Probleme haben, daß unsere Produkte zu den unter a) gekauften gehören (fehlende Bekanntheit, Rezensionen, etc.), (Ausnahmen bestätigen die Regel), müssen wir am Punkt b) angreifen.
Das wäre m.E. nur dann möglich, wenn unsere Bücher
- bei den Online Händler ins Auge fallen würden
- in den Buchhandlungen auslägen.
Onlinehändler werden uns den Gefallen nicht tun, weil sie an den Bestellern am meisten verdienen und der Platz auf dem Bildschirm beschränkt ist.
Und die Präsenzbuchhändler wollen unsere Bücher z.T. nicht mal in Kommission...
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Susanne Hottendorff
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Re:

von Susanne Hottendorff (31.07.2009, 15:14)
Ich denke, der Kunde, der im Internet stöbert und sich informiert, der bestellt auch im Internet.
Der Kunde, der in die Buchhandlung geht, stöbert und kauft dort.

Ich habe (als in noch in D lebte) immer in den Buchhandlungen gestöbert und gekauft. Es ist doch etwas anderes, als Seiten über die Maus aufzurufen.....

Schaut Euch Buchhandlungen an? Es sind immer Menschen da und stöbern. Wer Bücher liebt, der kauft auch spontan etwas, oder?

Wer online kauft, der wird nicht aufgrund eiern Onlinewerbung in den Laden kommen. Aber wer immer in einen Laden geht, der wird aufgrund einer Werbung auch in einen neuen Laden gehen und sich das neue Konzept ansehen.

Entscheindend ist das Konzept. Entscheidend ist der Auftritt. Regionalfernsehen.. Presse...Eröffnungsangebote....Kundenkarte.....Verlosung zur Eröffnung....
BoD kann nur davon profitieren, der Autor kann nur davon profitieren.
Hindernisse sind dazu da, überwunden zu werden!
Zuletzt geändert von Susanne Hottendorff am 31.07.2009, 15:15, insgesamt 1-mal geändert.

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