Geschäftsidee -eigene BoD Buchhandlung- was hält Ihr davon?

Preisaktionen, Social Media, Blogger-Relations, Pressearbeit: Marketingmaßnahmen für euer Buch.


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Susanne Hottendorff
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Re:

von Susanne Hottendorff (01.08.2009, 15:38)
Conny hat geschrieben:
Thesken hat geschrieben:
Was ich raushöre, dass im Allgemeinen BOD Norderstedt nicht so aktiv mit ins Boot genommen werden soll.

LG, Conny


Ich glaube, es geht hier nicht darum, dass wie BoD nicht mit ins Boot nehen wollen, ich denke, BoD wird sich nicht mit ins Boot nehmen lassen... abwarten!

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lyd
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Re:

von lyd (01.08.2009, 15:52)
Zugegeben, ich bin auch langsam etwas verwirrt von den vielen Vorschlägen. Trotzdem finde ich es nicht verkehrt, mal verschiedene Ideen „durchzuspinnen“. Werbeprofis nennen das „Brainstorming“ und lassen sich dafür gut bezahlen. :wink:

Pappaufsteller wären sicherlich die billigste Alternative, aber gegenüber dem Literaturcafé (bis jetzt immer noch mein persönlicher Favorit) sehe ich folgende Nachteile:

1.) Bei der Eröffnung des ersten reinen BoD*-Buchshops oder eines BoD*-Literaturcafés hätte man gute Chancen auf ein gewisses Medieninteresse, weil es eben ein neuer, mutiger Versuch wäre. Zeitungsberichte, (vielleicht sogar ein Interview beim lokalen Radiosender?) gäbe es gratis, wenn man es geschickt anpackt. Mit regelmäßigen Lesungen in einem BoD-Litaturcafé oder anderen Veranstaltungen könnten die on-Demand-Bücher ebenfalls im Gespräch bleiben. All das entfällt bei den Pappaufstellern komplett.

2.) Als „Vertreter“ mit einem Pappaufsteller von Laden zu Laden zu laufen ist nicht jedermanns Sache. Wer sich dabei ungeschickt verhält, könnte dem Ruf von on Demand-Büchern unter Umständen mehr schaden als nützen. (Ich wäre zum Beispiel als Vertreter völlig untauglich, denn mir liegt sowas gar nicht :oops: )

3.) Das Sortiment muss auch ein bisschen zum jeweiligen Laden passen. Krass ausgedrückt: Erotik-Bücher im Spielzeugladen kämen wohl eher nicht so gut. Man kann also nicht nur nach den Autoren gehen, die sich beteiligen wollen, sondern müsste dann auch noch im Einzelfall abwägen, welche Bücher in welchen Laden passen usw. (Wenn man denn überhaupt genug Ladenbesitzer findet, die bereit wären den Platz zu opfern. Man darf nicht vergessen, dass viele andere Waren für den Ladenbesitzer sicher höhere Gewinnmargen bringen, als BoD-Bücher im Autoren-Eigenverkauf.)

Ich will die Idee nicht schlecht reden, aber bei den Pappaufstellern wären viele Dinge zu berücksichtigen, was die Sache meiner Meinung nach in der Praxis ziemlich kompliziert machen dürfte.

*bzw. on Demand-Büchern allgemein.

Ursula Prem (Moderator)

Re:

von Ursula Prem (Moderator) (01.08.2009, 17:07)
HuWes hat geschrieben:
Der Vorschlag eines reinen On-Demand-Bookstore (also ohne die Bestelleinbindung von Amazon & Co) wurde abschlägig behandelt, erweist sich jetzt aber - über das Angebot von Ursula Prem, Bücher von On-Demand-Autoren auf die eigene Web-Site aufzunehmen - ausgerechnet als die aktuell praktikabelste.


Das ist ja nur die "Soforthilfe"! Niemand soll sich gehindert fühlen, noch heute, oder gestern, wo, wann und wie auch immer einen On-Demand-Buchladen zu eröffnen. Ich bin dann auch gerne mit dem ein oder anderen Freiexemplar dabei, Online und offline stehen ja nicht in Konkurrenz, da die jeweils angesprochene Klientel oft eine ganz andere ist.
Vorteil des realen Buchladens wäre es natürlich, auch Menschen zu erreichen, die mit dem Internet "nichts am Hut" haben. Und das sind gerade in Deutschland noch immer sehr viele, wie ich immer wieder augenreibend feststelle.
Dennoch gebe ich es unumwunden zu: Ich hätte selbst den Mut nicht, in Vorleistung zu gehen für einen Buchladen, der ausgerechnet die Bestseller und sonstigen Umsatzbringer bewusst ausklammert und darauf setzt, dass genügend Menschen in ihnen unbekannte Autoren bzw. deren Bücher investieren.
Dass so etwas nicht klappen kann, will ich damit nicht behaupten. Manchmal sind es ja bekanntlich die abwegigen Ideen, die letztendlich den Erfolg bringen.

Dass die Idee der Diskussion wegen zwangsläufig zerfasern muss, glaube ich nicht. Vielmehr findet momentan das Sammeln von Ideen sowie das Durchleuchten des Für und Wider statt.

Eines dürfte jedoch klar sein: Je öfter ein potentieller Leser einem Buch begegnet: Online, Offline, meinethalben bei seinem Bäcker oder im Wartezimmer des Zahnarztes, desto eher wird er eines Tages geneigt sein, das Werk schlussendlich zu erwerben.

LG,
Ursula

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Susanne Hottendorff
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Re:

von Susanne Hottendorff (01.08.2009, 17:56)
Genau, Ursula, so denke ich auch.

Mann (oder Frau) muss in der heutigen Zeit neue Wege gehen, alte gibt es schon so viele!

Wer hätte denn damals gedacht, dass man mit dem Verkauf von etwas "Pappe mit Hack" ein Imperium aufbauen könnte? (Entschuldigung, für alle, die es gerne essen, es bleibt ungesund!)

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MiTu68
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So sehe ich das auch.

von MiTu68 (01.08.2009, 21:54)
Niemand soll sich gehindert fühlen, noch heute, oder gestern, wo, wann und wie auch immer einen On-Demand-Buchladen zu eröffnen. Ich bin dann auch gerne mit dem ein oder anderen Freiexemplar dabei, Online und offline stehen ja nicht in Konkurrenz, da die jeweils angesprochene Klientel oft eine ganz andere ist.


Genauso sehe ich das auch. Damit soll weder die Idee eines offline-Buchhandels, als auch (evtl.) die Idee eines online Buchhandels, der von den Autoren betrieben wird, beerdigt werden. Nur: wenn wir uns schon den Kopf zerbrechen, wie wir die Bücher zu den Display - Standorten bringen und die Abrechnung machen, ist so ein Amazon - lastige online Buchshop abrechnungstechnisch und logistisch einfacher.

Ich möchte hier jetzt nicht "hausinternen" Wettbewerb entfachen.
Aber wenn wir einen ähnlichen Buchshop zusammen betreiben wollten,
dann wären vorher ein paar Fragen zu klären:
a) Domainname + Betreiber der Webseit
b) Damit verbunden Gründung eines Vertriebsvereins
c) Überlegungen, wie man Traffic auf die Seite lenkt. Trotz aller
Vorbehalte: um Google adwords oder Bannerwerbung kommen wir
nicht herum. Und hier wäre m.E. ein Budget von mindestens
500,- bis 1000,- € pro Monat zu veranschlagen.

Daher mein Vorschlag: Lassen wir unsere Bücher von Ursula eintragen und freuen uns gegenseitig über einen weiteren Vertriebskanal.
Und verlieren die offline - Idee nicht aus den Augen.

Ist wie schon mehrfach bestätigt wurde, ein anderer Markt. Wie schon angekündigt, bin ich auch dabei einen Brief an BoD zu schreiben.

Grüße
Michael
Bei Schreibfehlern bitte an den Hersteller der Textverarbeitung wenden.
http://www.100-laender.de

Ursula Prem (Moderator)

Re: So sehe ich das auch.

von Ursula Prem (Moderator) (02.08.2009, 07:18)
MiTu68 hat geschrieben:
Ich möchte hier jetzt nicht "hausinternen" Wettbewerb entfachen.
Aber wenn wir einen ähnlichen Buchshop zusammen betreiben wollten,
dann wären vorher ein paar Fragen zu klären:
a) Domainname + Betreiber der Webseit
b) Damit verbunden Gründung eines Vertriebsvereins
c) Überlegungen, wie man Traffic auf die Seite lenkt. Trotz aller
Vorbehalte: um Google adwords oder Bannerwerbung kommen wir
nicht herum. Und hier wäre m.E. ein Budget von mindestens
500,- bis 1000,- € pro Monat zu veranschlagen.

Daher mein Vorschlag: Lassen wir unsere Bücher von Ursula eintragen und freuen uns gegenseitig über einen weiteren Vertriebskanal.
Und verlieren die offline - Idee nicht aus den Augen.

Ist wie schon mehrfach bestätigt wurde, ein anderer Markt. Wie schon angekündigt, bin ich auch dabei einen Brief an BoD zu schreiben.

Grüße
Michael


Eigentlich fände ich persönlich es besser, nicht einen gemeinsamen Online-Buchshop aufzuziehen, sondern möglichst viele solcher Shops. Jeder, der eine Website betreibt, kann solch einen Shop wirklich sehr leicht integrieren: Anmeldung bei Amazon, kurze Einarbeitung in deren System, also ich sage mal, maximal zwei Stunden, und der Shop steht vollbestückt mit Büchern auf der Website und bringt seinem jeweiligen Betreiber ca. 5 % des Umsatzes als Werbekostenerstattung.
So würden unsere Bücher an vielen Stellen im Netz gefunden. Bewerben kann jeder seinen Shop dann selbst. Bitte, was Werbung angeht, YouTube nicht unterschätzen! Ein knackiges Video, das sich möglichst viral, d.h. auf Empfehlung der User, verbreitet, kann doch etliches Werbebudget einsparen.

Google-Anzeigen bringen wirklich einigen Traffic auf die Seite. Allerdings, ich schreibe es aus eigener Erfahrung, ist es sehr schwer, damit so viel Umsatz zu generieren, dass die Kosten der Anzeigen wieder hereingeholt werden. Dies sieht bei Artikeln mit höheren Gewinnmargen ganz anders aus, jedoch bei Büchern ...
Damit Anzeigen sich einigermaßen lohnen, müsste man die Shopbesucher dann zumindst überzeugen, sich für einen Newsletter einzutragen, bzw. ihre Mailadresse zu hinterlassen. So ist es mit der Zeit möglich, einen Kundenstamm aufzubauen, den man dann kostengünstiger mittels Serienmail pflegt.
Auch das habe ich bereits ausprobiert und habe einen kleinen Newsletterstamm, (noch sehr überschaubar).
Was wir im Falle eines gemeinsamen, größeren Online-Shops bräuchten, das wären mindestens 100.000, besser noch eine Million freiwilliger(!) Mailabonnenten. Bis dahin könnte man Google-Anzeigen als Starthilfe verwenden, sie aber später auslaufen lassen.
Zur Re-Finanzierung einer Werbekampagne auch möglich: Man könnte im Header der Shopseite zusätzlich höherpreisige Artikel auch anderer Anbieter bewerben, die man mittels Partnerprogrammen wie Adbutler oder Affilinet leicht einbinden kann. Von A wie Angelausrüstung bis Z wie Zeitungsabo gibt es da praktisch alles, für dessen Vermittlung man ein paar Euro reinholen kann.

Noch ein Gedanke: Amazon-Shops lassen sich auch thematisch ordnen, d.h., in verschiedene Kategorien aufspalten, die von einer seitlichen Leiste aus navigiert werden.
Zwischen die Buchtitel der jeweiligen Kategorie könnte man jeweils passende höherpreisige Artikel aus dem Amazon-Programm einstreuen, z.B. Reitausrüstungen zu den Tierbüchern, Rasenmäher zwischen die Gartenbücher u.s.w.
Ja, ich weiß: Das klingt nicht gerade sehr literarisch, doch diese Überlegung ist notwendig, wenn man die Kosten-Nutzen-Rechnung im Auge halten will.

Seit etwa 1 1/2 Jahren experimentiere ich nun auf diesem Gebiet. Und gaaanz langsam steigen die Verkaufszahlen. Es ist ein wenig wie das Bohren nach Öl: Dranbleiben ist alles! Und auf keinen Fall sollte es passieren, dass man nach 50 Meter tiefer Bohrarbeit aufgibt, ohne zu ahnen, dass bei 51 Metern die Ölquelle liegt! :- )

LG und schönen Sonntag,

Ursula

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TipEx
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Re:

von TipEx (02.08.2009, 13:10)
Mnesch, da biste mal für ein paar Tage nicht da und schon hat sich hier richtig viel getan. Ich bin begeistert von den Ideen.

Wer hätte denn damals gedacht, dass man mit dem Verkauf von etwas "Pappe mit Hack" ein Imperium aufbauen könnte?


Ja und wer hätte gedacht, daß so viele ihren Rücken krumm machen bei miesester Bezahlung, wirklich unanständig harter Arbeit und einem fürchterlichen, von ständigen Gägeleien und Kontrollen geprägten Arbeitsumfeld
"Sie sollen die Zweibeln und den Salat vorher abwiegen...und arbeiten Sie schneller...noch mal eine Ladung Nuller (Hamburger/Cheeseburger), aber packen sie ja nicht zu viele Patties auf den Grill, auch wenn da mehr draufpassen."

Ja, ich bin vorgeschädigt, habe mich dort vor Jahren mal für zwei Monate verdingt und das war genug für den rest meines Lebens.

Google-Anzeigen bringen wirklich einigen Traffic auf die Seite. Allerdings, ich schreibe es aus eigener Erfahrung, ist es sehr schwer, damit so viel Umsatz zu generieren, dass die Kosten der Anzeigen wieder hereingeholt werden.


Stimmt. Ich verwende Adwords für einen Anfangs-Schub. Meiner Meinung nach ist die beste Werbung wenn man bei Amazon in den "Kunden, die dieses Buch gekauft haben, kauften auch..." erscheint und zwar möglicht im engen Umfeld von gut laufenden Büchern.
Um dorthin zu gelangen ist Adwordswerbung ganz gut geeignet. Man buttert anfangs zwar zu, holt es aber später wieder raus.

Ich möchte hier jetzt nicht "hausinternen" Wettbewerb entfachen.
Aber wenn wir einen ähnlichen Buchshop zusammen betreiben wollten,
dann wären vorher ein paar Fragen zu klären:
a) Domainname + Betreiber der Webseit
b) Damit verbunden Gründung eines Vertriebsvereins


Ich betreibe einen eigenen Server und habe eine Direktverbindung zur Denic und zur InterNic. Domain und Webspace wären in durchschnittlich einem Tag vorhanden falls das konkrete Formen annehmen sollte.

Einen Verein habe ich auch schon mal gegründet. Man benötigt sieben Gründungsmitglieder und eine schriftliche Vereinsverfassung. Nach der Gründung können vier der Gründungsmitglieder wieder austreten.

Die Gründung ist nicht so sehr das Problem sondern der laufende Betrieb. Wer macht beispielsweise die Steuern? Wir wären kein gemeinnütziger Verein, da gewinnorientiert.

Viele Grüße
TipEx

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Susanne Hottendorff
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Re:

von Susanne Hottendorff (02.08.2009, 13:41)
Hallo TipEx,

da scheint aber jemand richtig Ahnung zu haben!

Gut zu wissen, und gut jemanden wie dich im Team zu haben! thumbbup

Nitram
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Re: Noch einige Ideen zu diesem sehr interessanten Thread ..

von Nitram (05.08.2009, 17:00)
Ursula Prem (Moderator) hat geschrieben:
Mein BoD-Buchladen sieht so aus: http://www.prembuch.de/Buchshop.htm.
Wenn jemand möchte, dass ich sein/ihr Buch in das "Sortiment" mit aufnehmen soll: Bitte einfach den Link zur betreffenden Amazon-Seite in diesen Thread posten. Ich stell es dann ein.

Hallo Ursula,
ich komme gerne auf dein Angebot zurück!
Hier der Link zu meinem Buch:
http://www.amazon.de/Tu-felix-Austria-a ... 017&sr=8-1

Ein eigender Buchshop wäre sicher interessant, muss mir die entsprechenden Infos erst mal durchlesen.
Danke jedenfalls für den Tipp! thumbbup

Zu den BoD-Buchläden:
Wenn es gelänge, BoD als Partner dafür zu gewinnen, wäre vieles wohl leichter. Auch finanziell.
Mal ehrlich: Würden wir nicht alle gerne z.B. 10 Euro mehr für die Classic-Version bezahlen, wenn wir wissen, dass es dadurch ermöglicht wird, dass in jeder größeren Stadt eigene BoD Buchläden präsent sind?
(nur als Beispiel gedacht, nicht kaufmännisch durchkalkuliert)

Zur Vorgehensweise:
Wenn man wirklich ernsthaft daran denkt, wird es ab einem gewissen Punkt wohl unumgänglich sein, ein Projekt aufzusetzen (auch die Machbarkeits-Studie gehört dazu) und damit konkrete Tätigkeiten einzelnen Mitgliedern zuzuordnen.
Sonst bleibts immer beim "Brainstorming".

Gruß
Nitram
Tu felix Austria - die andere Seite der Alpenrepublik - zweite Auflage
ISBN 978-3-8391-0512-2
HP: www.robert-brettschneider.com
Video: http://www.youtube.com/user/RobertBrettschneider

Ursula Prem (Moderator)

Re:

von Ursula Prem (Moderator) (05.08.2009, 17:22)
Hallo Nitram,

Dein Buch findest Du jetzt auf Seite 5 meines Buch-Shops.

Ob es gelingen würde, BoD für die Gründung einer Buchladenkette ins Boot zu holen, kann ich nicht abschätzen. Das wäre natürlich spitze, aber auch eine sehr große Investition für BoD.

Die beste Lösung wäre es wahrscheinlich, wenn eine einzelne Person (vielleicht aus unserem Kreis) den Verkauf von BoD-Büchern auf allen Kanälen zu seinem (selbständig ausgeübten) Hauptberuf machen und dann seine ganze Kraft darauf verwenden würde.
Online und offline. Zuerst mit einem Netz von Vertriebspartnern (Kommissionsware), später vielleicht, wenn die Sache läuft, auch mit einem eigenen Buchladen.

Gibt es hier in unserem Forum jemanden, der auf der Suche nach einer neuen Existenz ist und sich solch eine Tätigkeit vorstellen könnte?

LG,

Ursula

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Susanne Hottendorff
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Re:

von Susanne Hottendorff (05.08.2009, 17:38)
Ganz zufällig habe ich einen Artikel aus einer deutschen Zeitung(BILD) in die Finger bekommen. EIn großer Artikel über den enormen Absatz der BoD-Norderstedt Bücher!

Passt gut zu unserem Tehma!!

Nitram
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Re:

von Nitram (05.08.2009, 17:54)
Ursula Prem (Moderator) hat geschrieben:
Gibt es hier in unserem Forum jemanden, der auf der Suche nach einer neuen Existenz ist und sich solch eine Tätigkeit vorstellen könnte?

Hallo Ursula,
hat dir schon mal jemand gesagt, dass Menschen wie du, die in der Lage sind, die Dinge derart auf den Punkt zu bringen, als Führungskräfte, Projektleiter etc. sehr gefragt sind?
(Nur so als Tipp, falls es mit der Opernsingerei mal nicht so klappen sollte... cheezygrin )

Aber zum Thema:
Was sollte eine Person, die sich der ehrenvollen Aufgabe stellt, hauptberuflich BoD-Bücher zu vertreiben, an Qualifikationen besitzen, wie könnte ein Jobprofil für eine derartige Tätigkeit wohl aussehen?
Ich denke, dass es durchaus etliche geben würde, die sich für eine derartige Herausforderung interessieren...

LG
Nitram
PS: vielen Dank für die Aufnahme meines Buches in deinen Shop!
Tu felix Austria - die andere Seite der Alpenrepublik - zweite Auflage

ISBN 978-3-8391-0512-2

HP: www.robert-brettschneider.com

Video: http://www.youtube.com/user/RobertBrettschneider

Ursula Prem (Moderator)

Re:

von Ursula Prem (Moderator) (05.08.2009, 18:18)
Nitram hat geschrieben:
Ursula Prem (Moderator) hat geschrieben:
Gibt es hier in unserem Forum jemanden, der auf der Suche nach einer neuen Existenz ist und sich solch eine Tätigkeit vorstellen könnte?

Hallo Ursula,
hat dir schon mal jemand gesagt, dass Menschen wie du, die in der Lage sind, die Dinge derart auf den Punkt zu bringen, als Führungskräfte, Projektleiter etc. sehr gefragt sind?
(Nur so als Tipp, falls es mit der Opernsingerei mal nicht so klappen sollte... cheezygrin )

Aber zum Thema:
Was sollte eine Person, die sich der ehrenvollen Aufgabe stellt, hauptberuflich BoD-Bücher zu vertreiben, an Qualifikationen besitzen, wie könnte ein Jobprofil für eine derartige Tätigkeit wohl aussehen?
Ich denke, dass es durchaus etliche geben würde, die sich für eine derartige Herausforderung interessieren...




Nun, das Singen liegt nun schon einige Zeit "auf Eis", da ich meiner Tochter längere Abwesenheiten in dieser Lebensphase (sie wird bald zehn) einfach nicht zumuten kann. So ein Projekt dauert ja immer gleich 6-8 Wochen.
Bin allerdings momentan bis über die Halskrause beschäftigt mit dem Schreiben von Biografien (auf Ghostwriterbasis).

Was die Buchverkaufsstrategien angeht: Ich könnte mir vorstellen, dass wir es gemeinsam schaffen könnten, einen "Businessplan" aufzustellen, der dem/der Betreffenden eine echte Existenz in Aussicht stellt.
Das ist ja gerade das Problem: Unseren Buchverkaufsstrategien fehlt die Professionalität. Ein paar Bücher beim Zahnarzt auszulegen, zwei beim Lieblingsfriseur und einige im Bekanntenkreis zu verkaufen, das bringt es irgendwie nicht. Bessere Chancen bietet da schon das Internet, gerade im Zusammenhang mit YouTube und einer zum Buch passenden, suchmaschinenfreundlichen Domain.
Offline allerdings sind wir nach wie vor unterrepräsentiert. Und dies ist tragisch, da es gerade hierzulande doch noch etliche "Internet-Analphabeten" gibt.

Um dies zu ändern, würde ich nicht so sehr nach Qualifikationen fragen (zumindest nicht nach solchen, die laut irgendeinem Papier von der Uni XY angeblich bestehen).
Der/die Betreffende bräuchte halt den "Biss", die Sache mit Schwung anzugehen. Überregionale Vertriebspartner anzuwerben. Prospekte und Aufsteller herstellen zu lassen. Ein Abrechnungs- und Logistiksystem zu entwickeln und zu pflegen. Lust zur Selbständigkeit bei vollem Bewusstsein des Risikos aber auch der Chancen, die solch eine Sache bietet.
Das Ganze könnte im Idealfall wie ein Franchise-System funktionieren, wenn es perfekt läuft: unter dem Schirm von BoD.
Damit wäre die Sache dann professionalisiert.
Es ist wichtig, so etwas dergestalt aufzuziehen, dass es eben nicht ein "ehrenvoller", d.h. mies bezahlter, Job wäre, sondern eine aufstrebende Existenz, in der so viel Luft nach oben ist, dass der/die Betreffende sich auch wirklich dafür begeistern und es sich leisten könnte, seine/ihre gesamte Arbeitskraft darauf zu verwenden.
Wenn die laufenden Gewinne es dann hergeben, ist der erste echte, eigene Buchladen bereits in greifbarer Nähe.

LG,
Ursula

HuWes
Beiträge: 129
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Re: So sehe ich das auch.

von HuWes (05.08.2009, 18:44)
MiTu68 hat geschrieben:
Damit soll weder die Idee eines offline-Buchhandels, als auch (evtl.) die Idee eines online Buchhandels, der von den Autoren betrieben wird, beerdigt werden. Nur: wenn wir uns schon den Kopf zerbrechen, wie wir die Bücher zu den Display - Standorten bringen und die Abrechnung machen, ist so ein Amazon - lastige online Buchshop abrechnungstechnisch und logistisch einfacher.


Ich lese hier immer was von "Abrechnung" und "Amazon" oder "BoD ins Boot holen" beim Thema des Online-Bookstore. Meine Idee vom On-Demand-Bookstore hat weder was mit Amazon noch mit Libri oder mit sonst einem Fremdvertrieb zu tun.

Meine Idee vom Online-Bookstore sieht so aus:
Der Bookstore ist eine Online-Plattform, die ausschließlich On-Demand-Autoren zur Verfügung steht, um darüber die eigenen Bücher anzubieten. Es gibt keine Verbindung zu Amazon, zu Buch.de, zu Libri oder zu einem der On-Demand-Verlage. Es werden auch keine Bücher von den "normalen" Verlagen angepriesen. Konzentration auf die On-Demand-Autoren, das ist die Idee. Im Prinzip also der On-Demand-Buchladen an der Ecke, aber eben Online.

Das Präsentation des eigenen Buches wird durch die Web-Seite selbst geregelt. Die Titelseite des Buches wird als Grafik angezeigt, dazu die Informationen über das Buch sowie eine Leseprobe in Form eines PDF-Dokumentes. Diese Informationen müssen vom On-Demand-Autor selbst in die Web-Seite eingestellt werden (passwortgeschützte Seite für Upload von Text und Grafik in eine Datenbank).

Besucher (Kunden) können über die Web-Seite auf die Informationen und die Leseproben zugreifen. Bestellt ein Kunde ein Buch, erhält der On-Demand-Autor eine entsprechende E-Mail und sorgt dann selbst für den Versand eines Exemplars an den Besteller. Damit kann der On-Demand-Autor den Kostenvorteil (und höheren Gewinn) der Autorenexemplare nutzen. Für die Präsentation und Vermittlung muss der On-Demand-Autor ein minimales Entgelt an den Verantwortlichen des Bookstores zahlen (z. B. 1 bis 2 % vom Verkaufspreis).

Ziel wäre es, eine zentrale Verkaufsstelle für On-Demand-Autoren zu bekommen, die sich dann auch einen entsprechenden Ruf erarbeitet ("On-Demand-Bücher kauft man beim On-Demand-Bookstore" - oder so ähnlich).

Warum sollen sich Amazon oder Libri bis zu 50% des Buchpreises abgreifen, wenn man das mit ein wenig Initiative auch selber machen kann?

_Das_ wäre grob dargestellt die Idee vom Online-Bookstore für On-Demand-Bücher. Eben ohne Anbindung und Abrechnung, was Amazon und Co. angeht.

Kollegiale Grüße
Hubert

Ursula Prem (Moderator)

Re: So sehe ich das auch.

von Ursula Prem (Moderator) (05.08.2009, 19:14)
HuWes hat geschrieben:
Ich lese hier immer was von "Abrechnung" und "Amazon" oder "BoD ins Boot holen" beim Thema des Online-Bookstore. Meine Idee vom On-Demand-Bookstore hat weder was mit Amazon noch mit Libri oder mit sonst einem Fremdvertrieb zu tun.

Meine Idee vom Online-Bookstore sieht so aus:
Der Bookstore ist eine Online-Plattform, die ausschließlich On-Demand-Autoren zur Verfügung steht, um darüber die eigenen Bücher anzubieten. Es gibt keine Verbindung zu Amazon, zu Buch.de, zu Libri oder zu einem der On-Demand-Verlage. Es werden auch keine Bücher von den "normalen" Verlagen angepriesen. Konzentration auf die On-Demand-Autoren, das ist die Idee. Im Prinzip also der On-Demand-Buchladen an der Ecke, aber eben Online.

Das Präsentation des eigenen Buches wird durch die Web-Seite selbst geregelt. Die Titelseite des Buches wird als Grafik angezeigt, dazu die Informationen über das Buch sowie eine Leseprobe in Form eines PDF-Dokumentes. Diese Informationen müssen vom On-Demand-Autor selbst in die Web-Seite eingestellt werden (passwortgeschützte Seite für Upload von Text und Grafik in eine Datenbank).

Besucher (Kunden) können über die Web-Seite auf die Informationen und die Leseproben zugreifen. Bestellt ein Kunde ein Buch, erhält der On-Demand-Autor eine entsprechende E-Mail und sorgt dann selbst für den Versand eines Exemplars an den Besteller. Damit kann der On-Demand-Autor den Kostenvorteil (und höheren Gewinn) der Autorenexemplare nutzen. Für die Präsentation und Vermittlung muss der On-Demand-Autor ein minimales Entgelt an den Verantwortlichen des Bookstores zahlen (z. B. 1 bis 2 % vom Verkaufspreis).

Ziel wäre es, eine zentrale Verkaufsstelle für On-Demand-Autoren zu bekommen, die sich dann auch einen entsprechenden Ruf erarbeitet ("On-Demand-Bücher kauft man beim On-Demand-Bookstore" - oder so ähnlich).

Warum sollen sich Amazon oder Libri bis zu 50% des Buchpreises abgreifen, wenn man das mit ein wenig Initiative auch selber machen kann?

_Das_ wäre grob dargestellt die Idee vom Online-Bookstore für On-Demand-Bücher. Eben ohne Anbindung und Abrechnung, was Amazon und Co. angeht.

Kollegiale Grüße
Hubert


Hallo Hubert,
das ist eine tolle Idee, würde ich mal sagen! thumbbup
Die Umsetzbarkeit hinge natürlich davon ab, ob sich ausreichend viele Autoren finden, die bereit sind, den Versand selbst abzuwickeln. Gerade wenn ein Buch gut läuft, darf der Aufwand nicht unterschätzt werden.
Ich habe ein wenig Erfahrung damit, weil ich vor einiger Zeit mein Bücherregal aufgeräumt und einen Teil der Bücher (ca. 200 Stück) über booklooker verkauft habe.
Bei den ersten 30 Päckchen macht es noch Spaß, aber dann ...

Ganz wichtig: Jeder Autor müsste sich darüber bewusst sein, dass der Kunde ein gesetzlich vorgeschriebenes Rücksenderecht hat. Es kommt immer mal vor, dass jemand das Buch komplett liest und dann einfach zurückschickt. Solche Schlaumeier gibt es. Auch das Versand- und Inkassorisiko läge komplett beim Autoren, da er in diesem Falle ein gewerblicher Anbieter wäre.

Nichtsdestotrotz: Die Idee hat was! Ich fände es nicht schlecht, wenn wir verschiedene neue Vertriebsschienen anstoßen könnten, denn das eine schließt das andere nicht aus. Ideal wäre eben ein Großangriff: Online, offline, auf allen Kanälen.

LG,
Ursula

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