Arbeitsrythmus??

Euer Forum für Diskussionen zum Thema Self-Publishing und Buchveröffentlichung.


cornflake
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Re:

von cornflake (10.08.2009, 19:11)
Wie ich lese, habt Ihr auch manchmal solche Tage und andere. Ich versuche zwar jeden Tag ein kleines Stückchen weiterzuschreiben aber im Sommer brennt die Sonne mir ein wenig das Hirn weg. Am Besten kann ich in der kalten Jahreszeit schreiben.
Obwohl ich halbtags arbeite und Nachmittags frei habe, fällt es mir doch ab und an schwer, den Rest des Tages mit meinen Büchern zu verbringen. Ich stehe sehr früh auf und brauche Nachmittags eine Stunde Schlaf. Am Schönsten sind die Wochenenden, an denen ich keine Schicht habe und wie gesagt im Pyjama meinen Küchentisch belagere. dozey:

Liebe Grüße
cornflake

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Aengus
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Re:

von Aengus (11.08.2009, 07:03)
Gestern war bei mir Wohnung umräumen angesagt und darum kam ich nicht zum Schreiben, bis zum Abend. Ich bin wie eine Süchtige mit meinen Gedanken den ganzen Tag nur bei meinem Roman gewesen. Als ich dann abends endlich dazu kam meinen Computer anzuwerfen, da schien mein Hirn parallysiert zu sein. Resultat, schlappe drei Seiten.
Heute wird die erste Lesung abgehalten, damit ich sehe ob der etwas ungewöhnliche Stil überhaupt ankommt. Also wieder nicht schreiben. Würg.
Für mich ist es echtes Leiden wenn ich nicht weiterschreiben kann weil etwas dazwischenkommt. Ich brauche meine Stunden mit meinen Figuren.

LG

Bela
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Re:

von Bela (11.08.2009, 13:44)
:shock::

Wenn ich könnte wie ich wollte................... :(

Wäre schön einen Schreibrhytmus zu haben.

Zeit haben in welcher ich nichts anderes mache als meinen Firguren Ausdruck verleihen und die Handlung voran zu treiben.

Aber da kleben so viele Zettel an meiner Backe :(

Ich find schon noch ein bisschen Zeit! Raschel.......blink3

LG

Margit
Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man schönes bauen. J.W. v. Goethe

Denise
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Re:

von Denise (11.08.2009, 14:20)
Ich lass mich leider immer zu viel ablenken... :(
An manchen Tagen bin ich total produktiv, schaffe alles, was ich mir vorgenommen habe - und manchmal... schaffe ich nischt.
Ich sitze dann vor meinem Laptop und denke daran, dass ich noch xy einkaufen muss, dass ich dieses eine Buch ja mal bestellen könnte, dass dieser eine Artikel in dieser einen Zeitschrift unbedingt gelesen werden muss ... Und wenn ich mich nicht selbst ablenke, dann wollen mein Hund oder mein Mann was von mir.
Oder es ruft jemand an...
:lol:
Liebe Grüße
Denise

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Yuki
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Re:

von Yuki (11.08.2009, 21:08)
Bei mir ist es immer unterschiedlich mit dem Schreiben. Je nachdem ob ich gerade Schule, Praktikum oder Ferien habe. Zur Zeit bin ich im Praktikum und da sieht es folgendermaßen aus:

5.45: Aufstehen
8 - 15.30: Praktikum (Arbeiten im Ambulanten Rehazentrum)
16.15: zurück zu Hause

Danach schreibe ich, abgesehen zu der Zeit in der ich esse. Im Moment schaffe ich ca. 1 Kapitel pro Tag. Wobei ich zunächst alles vorschreibe und dann abtippe. So bleibt die Überarbeitungszeit kürzer. Ein Kapitel ist zwischen 5 - 10 Normseiten.

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Boris.Cellar
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Re:

von Boris.Cellar (11.08.2009, 21:50)
Ich bin da eher der chaotische Typ - hat auch was mit meiner Arbeit zu tun. Habe halt keinen gewöhnlichen 8h Tag.

Wenn ich Zeit und Lust habe, hacke ich meine Geschichte(n), so wie sie mir einfallen, in den PC. Roh und ungeschnitten - manchmal gebe ich mir eine Stunde Zeit und dann auch mal 15 Stunden.

Danach kommen die unzähligen Schritte des Korrigierens und Überarbeitens.

Die Gefühlsebene kommt in die Geschichten, die Beschreibungen, das Ausformulieren der Gedanken, die Dialoge.

Dann kommen die sprachlichen Feinheiten. Das Bilden toller Sätze, Interpunktion, welches Wort passt besser? Muss noch was in den Satz rein, muss etwas raus? Braucht man noch etwas zum Erklären des Geschriebenen? Sind Füllwörter noch in den Sätzen?

Dann wird der Text an Freunde versandt und mit ihnen darüber geredet. Passt alles, können die meine Gedanken nachvollziehen? Ist alles aus meinem Kopf in ihrem Kopf gelandet? Das geht solange, bis man die Geschichte per se stehen lassen kann.

DANN kommt der Lektor. Zwei Freunde haben sich bereit erklärt, meine Geschichten gegenzulesen.

Und dann kommt die Veröffentlichung. Bisher zwar nur in "Fachmagazinen". Aber das erste BOD-Buch ist auf dem Weg zu Endspurt *freu* - Bald ist es soweit smart2

Boris

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Taraxa
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Re:

von Taraxa (12.08.2009, 05:59)
Wisst ihr was ich hasse??

Eine Idee...halb gar im Kopf...zig mal ansetzen und verwerfen und es wird einfach nicht gar.
Egal wie drehe und wende, wie viel ich drum rum tippe...es passt alles einfach nicht :cry: :cry:
Hat jemand ne Idee wie das Ding endlich gar wird? Das geht nun seit Wochen so...
Könnt ja sein.... dozey:
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Buch: Erwählt ISBN 978-3-8370-9769-6, Paperback, 636 Seiten hier bei BoD !

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Zeitl0ch
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Re:

von Zeitl0ch (12.08.2009, 09:37)
Ich glaube, solche Ideen habe ich meist verworfen und mich auf "garere" konzentriert, wovon genügend da waren.
Aber vielleicht ist dir zu helfen. Es kommt darauf an, um was für eine Idee es geht. Ich weiß nicht, ob du über einen Fundus von möglichen Erzählstrukturen verfügst. Einfach ein traditionelles Muster auf die Idee anwenden, kann sehr gut helfen. Für Drehbücher etwa liefert Syd Field ein solches Modell. Über das Thema Dramatik überhaupt kann man sich schlau machen. Ich habe auch schon Texte nach eher schematischen Konzepten aus der Philosophie strukturiert. In Philosophie und Psychologie findet man einige Strukturen, die auch für die Planung von Erzählungen zu gebrauchen sind.
Oder mach ne eigene Struktur. Jedenfalls ist klares Strukturieren in so einer Phase sehr hilfreich. Vom Schema abweichen würde ich dann erst wieder viel später, wenn das Werk von selbst durch die Ausgestaltung rund wird.
Na ja, irgendwie so, kommt darauf an, wie der Fall bei dir genau gelagert ist.

cornflake
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Re:

von cornflake (12.08.2009, 12:17)
Hey Taraxa,
ich hätte da evtl. einen Tipp: Wenn ich nicht weiterkomme und viele (zu viele) verrückte Ideen mein Hirn belagern, dann baue ich mir ein Mind Mapping Feld.

lg, cornflake thumbbup

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Taraxa
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Re:

von Taraxa (12.08.2009, 12:40)
blink3 Mind Mapping.... hört sich komisch an...Was heißt das bei dir?

Zeitl0ch danke für die Antwort... hört sich voll wissenschaftlich an, wenig nach Spaß :)

Ich glaube das "halbgar" läst sich schwer beschreiben.

Da ist eine Idee. Irgendwo im Kopf. Die will auch raus, weil es mich seit Monaten nicht losläst.
Also suche ich mir auch brav Informationen zu diversen Themen, die ich dann brauche.
Einzelne Szenen sind angerissen, die da vorkommen sollen.
Als ein Puzzle, das eingeflickt werden muss.

Aber ich habe bestimmt schon 10 mal angefangen und fand das jedesmal als Anfang sooo ...gestelzt, langweilig, irgendwie nicht richtig *Seufz*

Aber obwohl es mich seit Monaten verfolgt, komm ich einfach nicht rein.
Fragt mich nicht wie ich das bei Buch Nummer eins machte.... ich weiß hab geschrieben. Stunde um Stunde. Ich bin kein Mensch der großartig "Skizzen" vorher macht oder so. Die Idee hockt im Kopf und ich muss sehen, dass ich mit schreiben nachkomme.

Vl wie ein Film, den man versucht mitschreiben dozey:

Und ehe jemand was sagt, ja ich weiß dass dies wohl ein Grund ist, dass ich zwar viel beginne, aber selten was fertigschreibe :D Weil ich nach einer Zwangspause z.B nicht mehr weiß was ich eigentlich damit wollte.

Ich will endlich einen Einstieg finden *heul*
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cornflake
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Re:

von cornflake (12.08.2009, 13:26)
Also Mind Mapping ist nicht schwer und macht auch Spass. Kennst Du noch die Mengenlehre aus der Schule mit diesen Blasen, die sich verbinden? Also: Die Grundidee oder Gedanke kommt in die Mitte und drum herum schreibst Du alle Gedanken, mögliche Satzanfänge, Weiterleitungen, Personen, Ideen etc. auf. Musst nicht alles an einem Tag fertig sein, lass Dir Zeit. Und dann nimmst Du ein paar Tage Abstand von dem Ganzen und werfst wieder einen Blick drauf. Meist fällt der Groschen dann. Probier es einfach mal aus. Nach meiner Erfahrung verbohrt man sich in Sätzen, die ins Nirgendwo führen. Mache den Kopf frei - bei mir klappt es sehr gut mit Sport.

lg, cornflake thumbbup

cornflake
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Re:

von cornflake (12.08.2009, 13:26)
Also Mind Mapping ist nicht schwer und macht auch Spass. Kennst Du noch die Mengenlehre aus der Schule mit diesen Blasen, die sich verbinden? Also: Die Grundidee oder Gedanke kommt in die Mitte und drum herum schreibst Du alle Gedanken, mögliche Satzanfänge, Weiterleitungen, Personen, Ideen etc. auf. Musst nicht alles an einem Tag fertig sein, lass Dir Zeit. Und dann nimmst Du ein paar Tage Abstand von dem Ganzen und werfst wieder einen Blick drauf. Meist fällt der Groschen dann. Probier es einfach mal aus. Nach meiner Erfahrung verbohrt man sich in Sätzen, die ins Nirgendwo führen. Mache den Kopf frei - bei mir klappt es sehr gut mit Sport.

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Ruth
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Re:

von Ruth (12.08.2009, 13:34)
Bei mir sieht es zur Zeit so aus:

06:30 Uhr aufstehen, Frühstück für Mann und Kinder machen.

07:15 Uhr Kinder unter den Arm und in den Fahrradanhänger und ab zu den Kindergärten (sind wohlgemerkt 2, denn der Kleine ist noch keine 2 Jahre alt)

08:00 Uhr zuhause, durchatmen und in Ruhe frühstücken

08:30 - 11:45 Uhr freie Zeit, meistens natürlich zum Putzen und Essenkochen, Wäsche waschen usw., ABER AUCH ZEIT FÜRS SCHREIBEN

11:45 Uhr beide Kinder von den Kindergärten abholen

12:30 Uhr Ankunft zuhause und Mittagessen

ab 13:00 Uhr Spielen mit den Kindern bis 16:30 Uhr, zwischendurch Hausarbeit

ab 16:30 Uhr Abendessen machen für mein Männeken

bis 19:30 Uhr Abendessen, Kinderbeschäftigung usw.

ab 19:30 Uhr Zeit fürs Fernsehen UND FÜRS SCHREIBEN


Mir jucken natürlich zwischendurch ganz schön die Finger, und dann muss halt Papier und Stift her, damit mir die Ideen nicht flöten gehen ... .
Meine Bücher bei BoD:

- Herzklopfen und Sachertorte
- Wenn du jetzt gehst

www.ruthelisabethmeisner.de

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Taraxa
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Re:

von Taraxa (12.08.2009, 13:41)
cornflake hat geschrieben:
Also Mind Mapping ist nicht schwer und macht auch Spass. Kennst Du noch die Mengenlehre aus der Schule mit diesen Blasen, die sich verbinden? Also: Die Grundidee oder Gedanke kommt in die Mitte und drum herum schreibst Du alle Gedanken, mögliche Satzanfänge, Weiterleitungen, Personen, Ideen etc. auf. Musst nicht alles an einem Tag fertig sein, lass Dir Zeit. Und dann nimmst Du ein paar Tage Abstand von dem Ganzen und werfst wieder einen Blick drauf. Meist fällt der Groschen dann. Probier es einfach mal aus. Nach meiner Erfahrung verbohrt man sich in Sätzen, die ins Nirgendwo führen. Mache den Kopf frei - bei mir klappt es sehr gut mit Sport.

lg, cornflake thumbbup


Ja das mit den Blasen kenne ich.
Ich hab da ein Block, wo kleine Stichpunkte landen, zu einer Person, einem Namen, einer Handlung.
Ich habe ne grobe Auflistung von Namen und auf welche "Seite" sie gehören.
Nicht vollständig.
Grob, was alles passieren muss, ehe eine Wendung kommt.
Gut das mit den Blasen kann ich ja mal versuchen.

Sport dozey: Ehm lassen wir lieber *g*

Ich glaube wenn ich endlich mal einen Einstieg hätte...
Danke dir für deine Mühe :)
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Buch: Erwählt ISBN 978-3-8370-9769-6, Paperback, 636 Seiten hier bei BoD !



Video: http://www.youtube.com/watch?v=_OwDFMt7l88



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WalterJoergLangbein

@Taraxa

von WalterJoergLangbein (05.09.2009, 17:37)
Liebe Taraxa!

Habe etwas weiter oben gelesen, wie Du »Erwählt« geschrieben hast... So falsch kann Deine Arbeitsweise ganz und gar nicht sein! Denn »Erwählt« ist einfach... große Klasse! Mein Kompliment!

Schade, dass es kein Ich-zieh-den-Hut-Smiley-gibt....

Walter

PS) Meine Rezension bei amazon.de ist erschienen. Schon gesehen?
PPS) Für THALIA habe ich auch eine kleine Rezension geschrieben!

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