Sonsozonien 2.0 - Neuer Stil und endlich ein Abenteuer

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Benni125
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Sonsozonien 2.0 - Neuer Stil und endlich ein Abenteuer

von Benni125 (20.07.2009, 00:55)
Nach dem es von vielen Seiten große Kritik am Schreibstil von meiner Geschichte gab. Habe ich entschlossen sie zu modifizieren und heraus gekommen ist ein Abenteuerjugendroman. Viel epischer, nicht mehr einfach nur doof (wie einige fanden) , reht ernsthaft und hoffentlich spannend. Wäre nett, wenn sich der eine oder andere, mal das ding anschaut und mich kritisiert. Ich habe versucht den Text für euch zu gliedern um die bekannte Leseerschlaffung zu mindern. Ich hoffe es bringt was.

„Könnte es sein, dass man sich Dinge ganz genau vorstellen kann, obwohl sie nicht existieren? Ich meine, dass alles das, was man sich vorstellt auch haargenau, ja wirklich deckungsgleich existiert. Wäre sonst ein Gedanke an eben diese Dinge nicht völlig wertlos? Und dann die Frage: Gibt es überhaupt wertlose Gedanken? Es liegt bei dir, ob du mir nun das glaubst, was ich dir hier schreibe, oder nicht. Aber denke bei einer Entscheidung an meine Worte.“

Diese Worte sagte mal eine mir nicht näher bekannte Person. Ich weiß nur, dass sie aus Canterbury stammte und mit Namen Meridian hieß. Und er erzählte mir seine phantastische Geschichte. Er betonte immer, dass man es nicht glauben, nicht greifen könne, wenn man es nicht mit eigenen Augen gesehen habe. Und ich muss zugeben, dass ich ihm anfangs wirklich nicht glaubte. Aber je mehr ich über ihn und seine Abenteuergeschichte nachdachte, um so mehr Sinn ergab sie und ich machte es mir zur Aufgabe sie auf zu schreiben.

Schon zu Beginn wird es für dich schwer sein mir zu glauben. Du kennst wahrscheinlich unsere sieben Kontinente: Europa, Asien, Afrika, Nordamerika, Südamerika, Antarktika und Ozeanien. Aber es gibt noch einen. Einen achten. Sein Name lautet Sansozonien.
Niemals wäre Meridian auf die Idee gekommen diesen Kontinent zu bereisen. Warum auch? Er kannte ihn schließlich garnicht. Es war nur Zufall oder wie er später erfahren sollte, Bestimmung. Etwas, dem er sich nicht erwehren konnte. Er erreichte einen Kontinent, den noch nie ein Mensch zuvor betreten hatte.

Und hier ist seine Geschichte. Von Freunden und von Feinden, von Liebe und Hass, von Wesen die es nicht geben dürfte, die es aber gibt und die Geschichte, wie er diesen Kontinent und unsere Welt rettete. Aber ich will nicht zu viel verraten.

Meridian war eine heimatlose Seele, die nur auf dem Meer wirklich zu Hause war. Er befand sich auf einer Reise von Nordamerika nach Asien. Der Himmel strahlte ihm mit einem Blau entgegen, wie man es nur an wenigen Tagen zu sehen bekommt. Über den endlos weiten Himmel verloren sich immer mal ein paar weiße Wolken, die so heimatlos, wie Meridian zu sein schienen. Ja. Man kann sagen, dass Wolken sehr viel mit ihm gemein hatten. Es gab keinen Ort, von dem sie kamen und es gab kein Ziel zu welchem sie gingen.

Er lag am Deck seines kleinen einmastigen Schiffes. Er hatte es irgendwann einmal Theara getauft. Ein Name, der an sich keine Bedeutung hatte, welcher ihn aber durch seinen zarten Klang betörte.
Theara war schon alt, aber ihr morsches Aussehen täuschte. Es war ein Schiff, mit dem er schon so manchen Sturm bezwungen hatte. Auf diesem Schiff fühlte er sich sicher. Am Bug des Schiffes war eine aus Holz geschnitzte Figur an gebracht. Eine Frauengestalt, die durch das Salz des Meeres aber viel ihrer ursprünglichen Schönheit hat einbüßen müssen. Aber das, was man noch erkennen konnte, ließ viel von der Schönheit erahnen, die diese Figur einmal besessen haben musste.

Meridian hatte eine Hängematte zwischen Masten und Kajüte gespannte. Auf ihr genoss er diesen wundervollen Tag mitten im nassen Nirgendwo. Eine leichte, angenehme Brise streichelte seine Haut. An der Reling hatte eine Angel festgemacht. Er wartete entspannt darauf, dass ein Fisch anbiss.

Ein dumpfes Dröhnen aber ließ ihn hoch schrecken. Das Dröhnen verriet ihm sofort, dass etwas großes Unterwegs sein musste. Ein Geräusch, wie er es von Tsunamies kannte. Er schaute sich um. Am Horizont war aber keine Welle, sondern ein schwarze massive Wand zu erkennen. Eine Felswand. Sie kam mit rasender Geschwindigkeit auf ihn zu. Zum ersten Mal wusste er nicht, was zu tun sei. Er fühlte sich hilflos. Er konnte dieser Wand nicht aus weichen. Es würde nicht mehr lange Dauern und sein Schiff würde an den Felsen zerschellen.

Er spürte eine Kälte, die von dieser Wand aus ging. Er begann zu frösteln. Die feuchte Kälte legte sich wie ein nasses Tuch über seine Haut. Im Akt der Verzweiflung versuchte er das Steuerrad zu drehen. Doch noch irgendwie einen Ausweg suchen. Aber er konnte das Rad keinen Millimeter bewegen. Nichts. Es klemmte. Er begann in Panik aus zu brechen und schob und zog mit aller Gewalt. Er schrie, um auch noch die letzten Kräfte in seinem Körper zu mobilisieren, aber vergebens. Das Steuer bewegte sich nicht. Mit einem Ruck begann sich nun plötzlich auch noch das Schiff zu beschleunigen.

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Benni125
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Re:

von Benni125 (21.08.2009, 00:51)
Findet sich vielleicht jemand???? Büdde???

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Bärentante
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Re: Sonsozonien 2.0 - Neuer Stil und endlich ein Abenteuer

von Bärentante (22.08.2009, 14:14)
Hallo Benni,

ich habe mir mal Deinen Text zur Brust genommen. :wink:

Mein Rat bzw. meine Meinung: Füllwörter streichen und den Text verdichten (man könnte auch sagen; kürzen).

Beispiel für den ersten Absatz:
„Könnte es sein, dass man sich Dinge genau vorstellen kann, obwohl sie nicht existieren? Dass das, was man sich vorstellt, haargenau, wirklich deckungsgleich existiert? Wäre sonst ein Gedanke an diese Dinge nicht wertlos? Und dann die Frage: Gibt es überhaupt wertlose Gedanken? Es liegt bei dir, ob du mir glaubst, was ich dir hier schreibe.“

Diese Worte sagte mal eine mir nicht näher bekannte Person. Ich weiß nur, dass sie aus Canterbury stammte und mit Namen Meridian hieß.

mal - das spricht man, in Texten : einmal
sagte? Oben steht aber, dass er es aufgeschrieben hat.
nicht näher bekannte Person? Aber sie müssen sich doch sehr lange unterhalten haben, wenn die komplette Geschichte, das ganze Buch übermittelt wurde.
mit Namen - streichen

Und er erzählte mir seine phantastische Geschichte (sein phantastisches Abenteuer). Er betonte immer, dass man es nicht glauben, nicht greifen könne, wenn man es nicht mit eigenen Augen gesehen habe. (Diesen Satz würde ich komplett weglassen.) Und ich muss zugeben, dass ich ihm anfangs wirklich nicht glaubte. Aber je mehr ich über ihn und seine (Abenteuer)geschichte nachdachte, um so mehr Sinn ergab sie und ich machte es mir zur Aufgabe sie auf zu schreiben.

Schon zu Beginn wird es für dich schwer sein mir zu glauben.

Weiter oben richtet sich Meridian mit dem "dich" an den Erzähler, jetzt der Erzähler an den Leser. Das muss meiner Meinung nach klarer rauskommen.

Aber es gibt noch einen. Einen achten. Sein Name lautet Sansozonien.

Das meine ich mit verdichten. Warum nicht einfach:
Aber es gibt noch einen achten: Sansozonien.

Niemals wäre Meridian auf die Idee gekommen diesen Kontinent zu bereisen. Warum auch? Er kannte ihn schließlich garnicht.

eine lustige Einlage, aber soll das überhaupt so sein? Warum nicht in den nächsten Absatz mit einarbeiten:

Dass Meridian diesen Kontinent bereiste, war ein (Es war nur) Zufall oder wie er später erfahren sollte, Bestimmung. Etwas, dem er sich nicht erwehren konnte. Er erreichte einen Kontinent (eine Landschaft, die), den noch nie ein Mensch zuvor betreten hatte.

Und hier ist seine Geschichte. Von Freunden und (von) Feinden, von Liebe und Hass, von Wesen die es nicht geben dürfte, (die es aber gibt) und die Geschichte, wie er diesen Kontinent und unsere Welt rettete. (Aber ich will nicht zu viel verraten).

Ja. Man kann sagen, dass Wolken sehr viel mit ihm gemein hatten. Es gab keinen Ort, von dem sie kamen und es gab kein Ziel zu welchem sie gingen.


Ja - streichen
Wolken "gehen" eigentlich nicht, Schiffe auch nicht. Ziehen?

Er lag am Deck (an Deck) seines kleinen einmastigen Schiffes. Er hatte es (irgendwann einmal) Theara getauft. Ein Name, der an sich keine Bedeutung hatte, welcher ihn aber durch seinen zarten Klang betörte.
Theara war schon alt, aber ihr morsches Aussehen täuschte. Sie (Es) war ein Schiff, mit dem er schon so manchen Sturm bezwungen hatte. Auf diesem Schiff fühlte er sich sicher. Am Bug des Schiffes war eine aus Holz geschnitzte Figur an gebracht. Eine Frauengestalt, die durch das Salz des Meeres aber viel ihrer ursprünglichen Schönheit hatte (hat) einbüßen müssen. Aber das, was man noch erkennen konnte, ließ viel von der Schönheit erahnen, die diese Figur einmal besessen haben musste.

war angebracht - Den Bug des Schiffes schmückte ...
4 x Schiff und 2 x Schönheit

Ein dumpfes Dröhnen aber ließ ihn hoch schrecken. Das Dröhnen verriet ihm sofort

2 x Dröhnen

Er spürte eine Kälte, die von dieser Wand aus ging. Er begann zu frösteln. Die feuchte Kälte legte sich wie ein nasses Tuch über seine Haut.

Verdichten: Eine feuchte Kälte legte sich wie ein nasses Tuch über seine Haut. Er fröstelte.

Verzweifelt (Im Akt der Verzweiflung) versuchte er, das Steuerrad ...

Mit einem Ruck begann sich nun plötzlich auch noch das Schiff zu beschleunigen.

sich - streichen
plötzlich - streichen
Wohin bewegt sich das Schiff. Auf die Wand zu, von ihr weg?

Es gibt noch einige Rechtschreib- und Kommafehler, aber um die geht es im Lektorat ja nicht vorrangig.
Du beginnst viele Sätze mit "Und". Das mache ich auch gerne, aber vielleicht solltest Du es nicht übertreiben. :wink:
Liebe Grüße
Christel

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Benni125
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Re:

von Benni125 (25.08.2009, 02:07)
Boooaaarr... Vielen Dank! Hat ja lang genug rum gehangen ... also die Geschichte... thumbbup
Das meiste macht Sinn! Nur so als Frage... Ist der Stil jetzt zu aufgeblasen? Überhaupt noch jugendtauglich? :roll:

Vielen Dank!
Der Benni

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Bärentante
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Re:

von Bärentante (26.08.2009, 10:49)
Hallo Benni,
ich weiß nicht genau, was Du mit "aufgeblasen" meinst. Vielleicht hochgestochen, hochtrabend, intellektuell?
Wenn ich den ersten Absatz Deiner Geschichte lese, gehe ich davon aus, dass die Abenteuergeschichte für ältere Jugendliche gedacht ist. Wieso sollte für diese ein Text, der von Wortwiederholungen und vagen Aussagen befreit wurde, zu "aufgeblasen" sein?
Liebe Grüße
Christel

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