Thrillerausschnitt!!!

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Marcel R.
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Thrillerausschnitt!!!

von Marcel R. (22.08.2009, 14:48)
Hey Leute. Damit ihr nicht vergesst, dass ich weiterhin an meinem Buch schreibe, möchte ich hier noch mal was veröffentlichen.

23.


Es war die Freude in ihrem Gesicht, die ihn schockierte. Die Glückseligkeit, die er als Kind nie gehabt hatte. Dieses Kind schon. Er hatte die Beiden schon eine ganze Weile beobachtet, und Escher hob den Kopf erneut ein Stück um, um besser ins Innere des Hauses zu schauen.
Der Vater saß am Fußende des Bettes, ein Buch mit Text und Bildern in der Hand. Beim Lesen bewegte er sichtbar die Lippen. Das kleine Mädchen, das sich unter der Bettdecke verkrochen hatte, lauschte gespannt seinen Worten, bevor es wieder gähnte. Dann nach ein paar Minuten fielen ihr allmählich die Lider zu, und sie sank in einen traumlosen Schlaf. Ihr Vater beobachtete ihren Körper, der sich sanft auf und abbewegte, einen Augenblick, ehe er das Buch weglegte. Zaghaft näherte er sich ihrem Gesicht, und gab ihr einen flüchtigen Kuss auf die glattschimmernde Wange. Seine Lippen bewegten sich wieder.
Escher presste das Ohr an die Scheibe der Terrassentür, aber er konnte das Flüstern des Mannes nicht hören. Und der Mann ahnte nicht, dass seine Welt in wenigen Augenblicken für immer zerbröseln würde.
In wenigen Momenten.
Mit einer hastigen Bewegung ging David Escher in Deckung, als Manuel Caspari die Terrassentür auf Kippe öffnete. Escher konnte die Worte hören, die Manuel nun zu seiner Tochter sprach, die für einen kurzen Moment vorsichtig die Augen aufschlug.
„Wo gehst du hin, Daddy?“, wollte die piepsige Stimme wissen.
„Ich muss wieder zur Arbeit. Aber keine Sorge, die Babysitterin müsste jede Minute hier sein. Aber jetzt schlaf, damit du morgen fit bist.“
„Kuss“, forderte das Mädchen. Und als sie ihren Willen bekam, schlief sie wieder ein, als wäre nichts gewesen. Mit einem letzten Blick auf seine Tochter verließ Caspari das Zimmer, nicht ohne vorher das Licht auszulöschen.
Ein paar Minuten, bis zum Anfang vom Ende.
Im Inneren konnte Escher nun nichts mehr erkennen, deswegen rappelte er sich auf, und schlich zurück zum Hauseingang. Er blieb nur kurz hinter einem Buch versteckt, als die Haustür sich öffnete, und der Mann mit eiligen Schritten zu seinem Wagen hechtete. Einen Moment dauerte es, bis der Motor startete, dann setzte sich der Wagen in Bewegung. Als nach einiger Zeit nur noch die Rücklichter aus der Ferne strahlten, machte Escher sich bereit.
Nun hieß es warten.
Es dauerte keine fünf Minuten, bis die Straße wieder hell erleuchtet wurde. Ein alter knatternder Kombi machte schon aus der Ferne auf sich aufmerksam. Wenig später hielt er vor der Garage, und eine junge Frau stieg aus. Ihr langes schwarzes Haar machte es Escher aus der Ferne unmöglich ihr Gesicht zu erkennen, aber er schätzte sie auf Anfang zwanzig. In ihre Handtasche schauend stieg sie aus.
Nach einem kurzen Zögern verließ Escher sein Versteck.
Bereit zu tun, was getan werden musste.



Als die junge Frau mit einem flüchtigen Blick auf die große Wanduhr ihr Bett neu bezog, wusste sie, dass sie großen Mist gebaut hatte. Sie würde zu spät kommen.
Wieder.
Würden ihre Hormone nach dem kurzen aber unglaublichen Schäferstündchen nicht den Schwarm an Glücksgefühlen ausströmen, hätte sie die Tränen nicht verkneifen können.
Sie brauchte diesen Job, wurde ich klar.
Aber woher hätte sie ahnen sollen, dass ihr Exfreund Evan auf einmal vor der Tür stand.
„Ich brauche dich“, hatte er gesagt, bevor sie sich innig geküsst hatten.
Na ja, man lernt eben nie aus.
Mit einem letzten Blick auf die Wanduhr, nahm sie ihre Jacke, und verließ die Wohnung. Sie stieg in ihren Kombi, und schaltete das Radio ein. Nachdem sie den Zündschlüssel rumgedreht hatte, startete, nach kurzem Warten, der Motor. Sie schlug das Lenkrad nach links, und verließ die Parklücke vor ihrer Wohnung.
Man ist das kalt, dachte sie uns stellte die Heizung ein.
Nach einer halben Stunde fahrt, erreichte sie die Kreuzung. Sie bog in die linke Straße ab, und ging langsam mit dem Fuß vom Gaspedal, als sie das Haus von Caspari in der Ferne ausmachte. Als sie sah, dass der Parkplatz vor der Garage frei war, atmete sie erleichtert auf. Denn das hieß, dass Caspari bereits auf dem Weg zur Arbeit war. Und für sie hieß es, dass sie, wenn überhaupt, erst später Ärger kriegen würde, weil sie wieder einmal zu spät gekommen war.
Sie rollte vor die Garage, stoppte den Wagen, zog den Zündschlüssel aus dem Schloss, und stieg aus, den Blick in ihre Handtasche vertieft.
Ihre hochhakigen Schuhe klopften bei jedem Schritt über den Steinweg. Vor der Haustür hielt sie einen Moment inne, und fingerte nach ein paar Sekunden endlich den ihr anvertrauten Zweitschlüssel aus der Ledertasche. Ein letztes Mal blickte sie sich um. Aber sie sah nur die Bäume und Büsche, die Schaukel, und das Fahrrad, das an die Hauswand gelehnt abgestellt worden war.
Die drückende Kälte ließ sie so heftig zittern, dass es einen kleinen Augenblick dauerte, bis der kleine silberne Schlüssel den Weg ins Schlüsselloch fand. Dann öffnete sie die Tür, und drückte auf den Schalter, der den Eingangsflur direkt in hellem Licht tränkte.
Plötzlich schien für einen Moment die Welt stillzustehen.
Verfluchte scheiße, jemand war hinter ihr.
Und dieser jemand presste sie an sich, um ihr einen stinkenden Lappen an den Mund zu drücken. Auf einmal wurde ihr schwindelig, und sie hörte die Stimme des Fremden nur noch aus weiter Entfernung, gefolgt von dem nicht endenden Echo. Sie wusste nicht mehr wer sie war, wo sie war, oder warum sie sich an diesem unbekannten Ort aufhielt. Alles was sie noch zu wissen glaubte, war, dass sie Angst haben musste.
„Eine falsche Bewegung, und ich schlitze dir die Kehle auf.“
Mit diesen Worten schob der Fremde den wankenden Körper in die Wohnung. Das letzte, was die Babysitterin spürte, war das sie zu Boden schlug. Dann wurde alles schwarz.

Hoffe auf Kritiken udn Meinungen jeglicher Art!
Ich bin ein 16 Jähriger Thrillerautor, der Momentan an seinem ersten richtigen Buch arbeitet.

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Peyton
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Re:

von Peyton (22.08.2009, 15:10)
Hallo Marcel,
klingt spannend Dein Thriller. Gefällt mir.

Du mußt unbedingt weiter schreiben.

LG

Peyton

PS: In diesem Satz fehlt ein Komma und dass mit ss. Macht ja aber nichts.
War mir nur halt spontan aufgefallen.

Das letzte, was die Babysitterin spürte, war, dass sie zu Boden schlug.

Ach ja, das Letzte natürlich groß, sorry.
Zuletzt geändert von Peyton am 22.08.2009, 18:01, insgesamt 1-mal geändert.

Marcel R.
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Re:

von Marcel R. (22.08.2009, 17:56)
Danke und ich werde auf jeden fall weitermachen.
Hoffe auf weitere Meinungen.


Marcel
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Marcel R.
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Re:

von Marcel R. (23.08.2009, 18:43)
Hoffe auf weitere Antworten!
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julia07
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Re:

von julia07 (23.08.2009, 19:23)
Marcel R. hat geschrieben:
Danke und ich werde auf jeden fall weitermachen.
Hoffe auf weitere Meinungen.

Ist zwar nicht zum Text, aber dennoch ...
"fall" bitte groß schreiben cheezygrin

LG,
Julia

Tom.
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Re:

von Tom. (23.08.2009, 20:00)
Habe es mir durchgelesen.

Bei dem Satz mit der Heizung ist ein Fehler, soll und heißen, es steht uns.

Den Text finde ich gut. Nur am Anfang, wo der Vater das Buch liest, braucht meiner Meinung nach nicht zu stehen, daß es ein Buch mit Text und Bildern ist. Buch langt vollkommen, oder wenn du willst, was zu sehen ist, oder das es schwer zu erkennen war, um was für ein Buch es sich handelt.

Der Satz mit dem zerbröseln: Eine andere Formulierung wäre besser, daß seine Welt sich verändern würde oder so etwas ähnliches.

Aber sonst weiter so :D

Gruß

Tom.

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Bärentante
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Re: Thrillerausschnitt!!!

von Bärentante (25.08.2009, 00:03)
Hallo Marcel,

Du wolltest Kritik, hier ist meine zum ersten Teil:

Escher hob den Kopf erneut ein Stück um, um besser ins Innere des Hauses zu schauen.

schauen zu können.
Wieso muss er den Kopf heben? Später ist die Rede von Terrassentür.

sie sank in einen traumlosen Schlaf.

Woran kann der Beobachter erkennen, dass der Schlaf traumlos ist?

Ihr Vater beobachtete ihren Körper, der sich sanft auf und abbewegte,

der ganze Körper bewegt sich sicher nicht auf und ab, eher ihre Brust, ihr Brustkorb

Seine Lippen bewegten sich wieder.

Der Vater hat dem Kind vorgelesen, damit es einschläft. Nun weckt er es wieder, um ihm zu sagen, dass er weggehen wird. Das ist unlogisch.

Als nach einiger Zeit nur noch die Rücklichter aus der Ferne strahlten, machte Escher sich bereit.
Nun hieß es warten.

Er macht sich bereit, um zu warten, also um nichts zu tun?

Wenig später hielt er vor der Garage, und eine junge Frau stieg aus. Ihr langes schwarzes Haar machte es Escher aus der Ferne unmöglich ihr Gesicht zu erkennen, aber er schätzte sie auf Anfang zwanzig. In ihre Handtasche schauend stieg sie aus.

sie steigt zwei Mal aus
"aus der Ferne" wird drei Mal erwähnt

Das sind die Hauptpunkte, es gibt aber auch noch reichlich Kleinigkeiten. :wink:

Ich kenne in meinem Umfeld keine Eltern oder Elternteile, die ihr kleines Kind alleine im Haus zurücklassen, nicht auf die Ankunft des Babysitters warten. Es könnte ja immerhin sein, dass das Mädel krank ist, einen Unfall hatte, im Krankenhaus liegt, den Termin vergessen hat, usw. Dass der Vater so fluchtartig das Haus verlässt, dafür muss es einen guten Grund geben, der vielleicht auch genannt werden sollte. Trotzdem erscheint es mir logischer, dass er den Babysitter vorher noch anruft, um sich zu vergewissert, dass er unterwegs ist.
Liebe Grüße
Christel

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SonjaG
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Re:

von SonjaG (25.08.2009, 20:39)
Hallo Marcel,

eigentlich habe ich mir Deinen Thrillerauschnitt schon vor ein paar Tagen durchgelesen und komme aber erst heute dazu Dir zu antworten.

Erstmal finde ich ihn sehr spannend. Einen Punkt habe ich aber doch, über den ich gestolpert bin:

Zitat:
"Plötzlich schien für einen Moment die Welt stillzustehen.
Verfluchte scheiße, jemand war hinter ihr."

Für mich passt das irgendwie nicht zusammen. Ich verbinde mit "Welt stillstehen", dass alles eingefroren und still ist. Der folgende Satz ist so kraftvoll und laut... Ach, ich merke gerade, dass es gar nicht so einfach zu beschreiben ist, da ja sehr individuell. Vielleicht kannst Du nachempfinden, was ich meine :D

Ansonsten finde ich Deinen Ausschnitt, wie bereits erwähnt sehr spannend und natürlich will man wissen, wie es weitergeht.

Viele Grüße,
Sonja

PS: Wie kann man eigentlich ein Zitat so einfügen, dass es aussieht wie bei Bärentante?
"Zeitbandriss: Geschichten",
ISBN-13: 978-3837093551


Meine Homepage: http://sonjamariag.jimdo.com/

g.c.roth

Re:

von g.c.roth (25.08.2009, 21:29)
Hallo Sonja!
In jedem Posting ist unten links ein Kästchen,
in dem steht: ZITAT

Wenn du dort klickst, dann sollte das mit dem weißen Kasten funktionieren.

Das Ausrufezeichen daneben ist dafür da, dass man einen Beitrag der aus irgendeinem Grund nicht in Ordnung ist (Pöbelei, sittenwidrig etc.), beim Admin melden kann. Also nicht verwechseln die beiden! :D

Probiers einfach aus. Es kann ja nichts kaputt gehen hier :lol:

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SonjaG
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Re:

von SonjaG (25.08.2009, 21:42)
Lieben Dank für Deine Erklärungen. Gut, dass Du mir auch gleich das andere erklärt hast :D Jetzt kann ja nichts mehr schiefgehen.

Viele Grüße
Sonja
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Marcel R.
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Re:

von Marcel R. (28.08.2009, 18:58)
Oke werde die Kritikpunkte genau studieren ;)

Wie findet ihr es den inhaltlich und vom Schreistil?
Ich bin ein 16 Jähriger Thrillerautor, der Momentan an seinem ersten richtigen Buch arbeitet.



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magnusson
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Guter Schreibstil

von magnusson (31.08.2009, 18:52)
Hallo Marcel,

vom Schreibstil gefällt mir die Leseprobe des 23. Kapitels sehr. Sehr gute Verknüpfung von Handlung und Dialogen. Du musst den Thriller - gerade wegen des guten Spannungsbogens - unbedingt fortsetzen.

Rechtschreibung und Grammatik kann ich gern noch einmal durchsehen, wenn Du magst.

Lieber Gruß

Sven thumbbup
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Marcel R.
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Re:

von Marcel R. (06.09.2009, 16:34)
Werde ich machen Sven! Hoffe auf weitere Meinungen!
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