Printbuch bei BOD und eBook woanders?

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Rike Moor
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Printbuch bei BOD und eBook woanders?

von Rike Moor (24.08.2014, 08:34)
Moin,

nach meinem ersten Probedruck, Anfang diesen Jahres, habe ich mich etwas enttäuscht zurückgezogen. Ich war unzufrieden mit dem Support und auch mit einigen anderen Dingen, wie die laufenden Kosten usw. Inzwischen habe ich mein erstes Buch als eBook bei einem anderen Anbieter rausgebracht und schreibe bereits an einem weiteren.

Allerdings bekomme ich halt den Wunsch nicht aus meinem Kopf, meine Bücher auch als Printvariante in Umlauf zu bringen. Bisher habe ich keine für mich zufriedenstellende Lösung gefunden. Jetzt da allerdings die laufenden Kosten bei BOD wegfallen, sieht die Sache ein wenig anders aus, zwar noch nicht gänzlich attraktiv, aber genug als dass ich nochmals drüber nachdenke.

Es gibt jedoch einen Punkt der mich besonders interessiert und das betrifft die Vetragsseite.

Wie gesagt habe ich bereits ein eBook draussen und werde diesen Anbieter dafür auch beibehalten. Bei BOD gibt es eine Vertragsklausel das Marketing betreffend, man tritt Rechte ab. Da ich aber mit diesen Vetragssachen immer auch Kriegsfuß stehe frage ich ganz direkt nach.

Wenn ich einen Classic Vertrag für mein Buch abschließe, darf ich dann überhaupt von mir aus das Buch woanders auch als eBook vertreiben oder hindert mich dann der BOD Vertrag daran?

Danke schonmal im vorraus.

Rike Moor

Bardioc
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Re: Printbuch bei BOD und eBook woanders?

von Bardioc (24.08.2014, 11:18)
Leider kann ich Dir dazu auch nichts sagen. Meine E-Books biete Ich auf zwei Online-Vertriebsplattformen für E-Books an, eines davon wird auf Amazon distribuiert. Obwohl ich bei der einen schon ca. 3 Jahre und bei der anderen Plattform schon ca. 2 Jahre dabei bin, und bei der ersten Plattform 18 und der zweiten 3 Titel anbiete, hatte ich noch keinen einzigen Verkauf. Die meisten E-Books dort hatten noch keinen Verkauf, selbst wenn sie schon mehrere hundert Views oder mehr hatten.

Was mich interessiert, hattest Du schon Verkäufe bei Deinen E-Books? Ist es sinnvoll, ein Print-Buch anzubieten, wenn es davon keine E-Book-Verkäufe gibt?

Rike Moor
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Re:

von Rike Moor (24.08.2014, 11:35)
Was mich interessiert, hattest Du schon Verkäufe bei Deinen E-Books? Ist es sinnvoll, ein Print-Buch anzubieten, wenn es davon keine E-Book-Verkäufe gibt?


Nunja ... wenn man bedenkt wie groß diese beiden doch unterschiedlichen Märkte sind, ist es durchaus angebracht das Printbuch einer digitalen Version vorzuziehen. Der Markt für eBooks ist deutlich kleiner als der für Printbücher. Das ist einfach Fakt.

Da ich allerdings für meine Printvariante keine zufriedenstellende Lösung bisher fand, habe ich darauf verzichtet. Erschienen ist mein eBook dieses Jahr im Mai bei Neobooks.de. und ja es gab bereits Verkäufe, nicht gerade sehr viel. Aber es gab und gibt sie hoffentlich auch weiterhin.

Der Kostenfaktor ist für mich dort Null. Erstellung, Vertrieb, Lagerung .... ist alles kostenlos. Nicht wie hier, wo mich der Preiskalkulator mal wieder wahnsinnig abgeschreckt hat, eBooks kann man woanders deutlich günstiger und besser in Umlauf bringen als über BOD. Sorry wenn ich das gerade so deutlich sage. Aber genau daraus resultiert ja auch meine Frage, wie es sich verhält, wenn ich ein Printbuch über BOD veröffentlichen will, dafür aber die eBook-Variante woanders. Wenn das hier nicht machbar ist. Wars dann halt auch für mich. Dann brauch ich darüber keinen weiteren Gedanken verschwenden und belasse es dabei.

Von daher, ich hoffe noch aufwegweisende Antworten, wobei ich doch hoffe, dass ich dir weiterhelfen konnte. Zur Not kannst du mich auch per PN anflüstern, falls der Smalltalk über Fremdanbieter hier nicht so gerne gesehen ist.

mfg Rike Moor

Bardioc
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Re:

von Bardioc (24.08.2014, 12:44)
Rike Moor hat geschrieben:
Was mich interessiert, hattest Du schon Verkäufe bei Deinen E-Books? Ist es sinnvoll, ein Print-Buch anzubieten, wenn es davon keine E-Book-Verkäufe gibt?


Nunja ... wenn man bedenkt wie groß diese beiden doch unterschiedlichen Märkte sind, ist es durchaus angebracht das Printbuch einer digitalen Version vorzuziehen. Der Markt für eBooks ist deutlich kleiner als der für Printbücher. Das ist einfach Fakt.

Wundert mich ein bißchen, wenn man bedenkt, wie aktuell E-Book-Reader heute sind.

Da ich allerdings für meine Printvariante keine zufriedenstellende Lösung bisher fand, habe ich darauf verzichtet. Erschienen ist mein eBook dieses Jahr im Mai bei Neobooks.de. und ja es gab bereits Verkäufe, nicht gerade sehr viel. Aber es gab und gibt sie hoffentlich auch weiterhin.

Wenn ich das richtig verstehe, nehmen die nur Word-Dokumente an, ein Format, das ich gar nicht benutze. Viel Glück für weitere Verkäufe!

Rike Moor
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Re:

von Rike Moor (24.08.2014, 13:12)
Wundert mich ein bißchen, wenn man bedenkt, wie aktuell E-Book-Reader heute sind.


Ja sind sie auch. Aber die breite Masse, musste ich selbst im direkten Kontakt zu Freunden, Bekannten und auch Fremden erleben, steht halt noch immer auf Printbücher.

Wenn ich das richtig verstehe, nehmen die nur Word-Dokumente an ...


Ja doc oder docx Formate, sogar txt wird angenommen. Bei letzterem bin ich mir aber jetzt nicht ganz so sicher ob das noch aktuell ist, weil es für mich uninteressant war. Ich müsste selbst nochmal nachsehen.

Bardioc
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Re:

von Bardioc (24.08.2014, 13:32)
Rike Moor hat geschrieben:
Wundert mich ein bißchen, wenn man bedenkt, wie aktuell E-Book-Reader heute sind.


Ja sind sie auch. Aber die breite Masse, musste ich selbst im direkten Kontakt zu Freunden, Bekannten und auch Fremden erleben, steht halt noch immer auf Printbücher.

Das mag sein, aber E-Books sind umweltfreundlicher und man kann viele davon bei sich haben. Außerdem können sie leicht aktualisiert werden. Eine E-Book-Plattform könnte z. B. aktualisierte E-Books für den Käufer einer vorherigen Version sehr viel günstiger anbieten. Hab das mal bei Xinxii vorgeschlagen, da wurde aber nicht drauf eingegangen.

Für gedruckte Bücher braucht man eine ISBN-Nummer. Die ist mir zu teuer.

Wenn ich das richtig verstehe, nehmen die nur Word-Dokumente an ...


Ja doc oder docx Formate, sogar txt wird angenommen. Bei letzterem bin ich mir aber jetzt nicht ganz so sicher ob das noch aktuell ist, weil es für mich uninteressant war. Ich müsste selbst nochmal nachsehen.

Da stand nur was von doc und docx. Word bietet zu viele Freiheiten, es ist da leicht bei der Gestaltung des Textes schwerwiegende Fehler zu machen (es sein denn, man nutzt Formatvorlagen, die sich dann aber als zu unflexibel erweisen könnten).

Ich verstehe nicht, warum man nicht standardmäßig wenigstens noch PDF verwendet.

Rike Moor
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Re:

von Rike Moor (24.08.2014, 14:03)
Das mag sein, aber E-Books sind umweltfreundlicher und man kann viele davon bei sich haben.


Unbestriten. Aber Fakt ist jedoch das eBooks noch eine nsehr geringen Marktanteil ausmachen im Hinblick auf gedruckte Bücher. Ist einfach so. Was die Zukunft bringt wird sich zeigen müssen.

Für gedruckte Bücher braucht man eine ISBN-Nummer. Die ist mir zu teuer.


Die ISBN brauchst du auch für eBooks, zumindest wenn du damit handeln/verkaufen willst. Aber auch diese wird genereirt von Neobooks und diversen Anbietern, wobei auch hier zu sagen ist. Es gibt welche die sich das bezahlen lassen. Jeder Anbieter hat da so sein eigenes Angebot.

Word bietet zu viele Freiheiten, es ist da leicht bei der Gestaltung des Textes schwerwiegende Fehler zu machen


Kann ich nicht nachvollziehen. Ich habe keine Vorlagen benutzt. Einfach Word geöffnet, neues Dokument angelegt und drauf los geschrieben. Sofern Kapitelüberschriften dazu kamen wurden diese mit der verlangten Überschrift formatiert und ansonsten braucht du auf fast nichts achten. Sogar kursiv, fett und unterstrichen wird beim konvertieren erkannt. Zeilenabständen sind ebenso einstellbar.

Wie sich das verhält, wenn man Bilder im Buchblock integriert, weiß ich nicht. Sowas hab ich bei mir nicht benutzt. Ich weiß jedoch das die Funktion vorhanden ist. Bevor man den Buchblock absegnet kann man in einer Onlinevorschau sogar direkt Änderungen vornehmen ohne nochmal hochzuladen. Online bearbeiten und speichern ... einfacher gehts kaum.

Ich verstehe nicht, warum man nicht standardmäßig wenigstens noch PDF verwendet.


Kann ich dir nicht sagen. Was benutzt du denn um dein Buch zu schreiben? Ich meine bevor du vermutlich ein pdf generierst.

P.S.: Achja meine Frage ist noch offen *deutet auf den Einstiegspost*

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Siegfried
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Re: Printbuch bei BOD und eBook woanders?

von Siegfried (24.08.2014, 14:24)
Rike Moor hat geschrieben:
Wenn ich einen Classic Vertrag für mein Buch abschließe, darf ich dann überhaupt von mir aus das Buch woanders auch als eBook vertreiben oder hindert mich dann der BOD Vertrag daran?


Auch hier gilt:

Ein Blick in den Vertrag hilft ungemein:

http://www.bod.de/fileadmin/user_up.... ... ice_de.pdf

... insbesondere Punkte 1.1 und 4.1.b

Meines Wissens:

Vertrag mit BoD über eine Print-Ausgabe und danach das E-Book bei einem anderen Anbieter: Klares Nein! Denn siehe Vertrag Punkte 1.1 und 4.1.b

Vertrag mit BoD über eine Print-Ausgabe von einem bereits bei einem anderen Anbieter erschienenen E-Book: Das macht BoD (zumindest gab es entsprechende Meldungen von Autoren diesbezüglich), muss aber speziell abgeklärt werden. Offen ist hier, wie der E-Book-Anbieter auf die parallele Veröffentlichung der Print-Ausgabe reagiert.
Korrektorat: 1,- Euro zzgl. 19 % USt. pro angefangene 1.000 Zeichen // Layout Buchblock: 1,- Euro pro Seite zzgl. 19 % USt. // Buchcover 20,- oder 30,- Euro inkl. 19 % USt. // Sonderpreise auf Anfrage per E-Mail oder PN

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Re:

von Bardioc (24.08.2014, 14:39)
Rike Moor hat geschrieben:
Das mag sein, aber E-Books sind umweltfreundlicher und man kann viele davon bei sich haben.


Unbestriten. Aber Fakt ist jedoch das eBooks noch eine nsehr geringen Marktanteil ausmachen im Hinblick auf gedruckte Bücher. Ist einfach so. Was die Zukunft bringt wird sich zeigen müssen.

Ja, das wird es.

Für gedruckte Bücher braucht man eine ISBN-Nummer. Die ist mir zu teuer.


Die ISBN brauchst du auch für eBooks, zumindest wenn du damit handeln/verkaufen willst. Aber auch diese wird genereirt von Neobooks und diversen Anbietern, wobei auch hier zu sagen ist. Es gibt welche die sich das bezahlen lassen. Jeder Anbieter hat da so sein eigenes Angebot.

Theoretisch ja, praktisch nein!

Bei Xinxii und auch bei Lulu brauchte ich für meine E-Books keine ISBN. Eines meiner E-Books wird bei Amazon und zwei weiteren Anbietern distribuiert, auf denen ISBN nicht notwendig sind. Die restlichen Distributionspartner Xinxiis verlangen aber eine ISBN.

Word bietet zu viele Freiheiten, es ist da leicht bei der Gestaltung des Textes schwerwiegende Fehler zu machen


Kann ich nicht nachvollziehen. Ich habe keine Vorlagen benutzt. Einfach Word geöffnet, neues Dokument angelegt und drauf los geschrieben. Sofern Kapitelüberschriften dazu kamen wurden diese mit der verlangten Überschrift formatiert und ansonsten braucht du auf fast nichts achten. Sogar kursiv, fett und unterstrichen wird beim konvertieren erkannt. Zeilenabständen sind ebenso einstellbar.

Ja, gerade diese Vorgehensweise/Möglichkeit ist das Problem! Das sehe ich immer wieder, wenn ich Word-Dokumente Korrektur lese.

Wie sich das verhält, wenn man Bilder im Buchblock integriert, weiß ich nicht. Sowas hab ich bei mir nicht benutzt. Ich weiß jedoch das die Funktion vorhanden ist. Bevor man den Buchblock absegnet kann man in einer Onlinevorschau sogar direkt Änderungen vornehmen ohne nochmal hochzuladen. Online bearbeiten und speichern ... einfacher gehts kaum.

Weiß jetzt nicht genau, was Du hier meinst.

Ich verstehe nicht, warum man nicht standardmäßig wenigstens noch PDF verwendet.


Kann ich dir nicht sagen. Was benutzt du denn um dein Buch zu schreiben? Ich meine bevor du vermutlich ein pdf generierst.

Ich benutze den einfachen Windows-Editor, um den Text und den LaTeX-Markup einzugeben.
Nach der Compilation kann ich das Ergebnis in Yap (Yet Another Previewer) anschauen. Da man den Text üblicherweise in kleinen Häppchen eingibt und sich das Ergebnis dann anschauen will, ergibt sich der sog. Compile-View-Edit-Zyklus. Das Compilieren ist extrem schnell, selbst für über 100 Seiten sind es nur wenige Sekunden.

Der Buchtext ist vergleichbar mit dem Quelltext bei einer Programmiersprache und beliebig auf unterschiedliche Files aufteilbar. Es ist möglich, Teile des Textes mittels % oder, bei Verwendung des Verbatim-Packages, mittels der Kommentar-Umgebung

\begin{comment}

Kommentartext

\end{comment}

auszublenden. Das Inhaltsverzeichnis kann mittels \tableofcontents automatisch generiert werden. Trennvorgaben werden für unterschiedliche Sprachen unterstützt, eigene Trennvorgaben können definiert oder auch am Ort entsprechend im Wort vorgegeben werden. Außerdem werden automatisch die richtigen Ligaturen verwendet, also fl, fi, ffl, etc., diese können aber auch aufgebhoben werden. Natürlich sind auch Fettschrift, kursiv etc. möglich. Durch Packages kann der Funktionsumfang beliebig erweitert werden. LaTeX ist kostenlos.

http://www.miktex.org/
http://www.dante.de/

Wenn ich das Buch dann veröffentlichen will, benutze ich PDFLaTeX, um das entsprechende PDF zu erzeugen. (Das von LaTeX generierte und von Yap erwartete DVI-Format (für Device Independent) kann theoretisch in alle gängigen Formate übertragen werden.

Rike Moor
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Re:

von Rike Moor (24.08.2014, 16:32)
@ Bardioc:
Also DAS hört sich für mich wesentlich komplizierter an, als einfach in Word zu arbeiten. Aber ist wohl Gewohnheits- sowie Geschmackssache. Hauptsache am Ende kommt das raus, was man haben will :-)

@ Siegfried:
Gut, dann hat sich das zumindest erst einmal erledigt. Bezüglich deiner Frage:

Mein eBook Anbieter ist ziemlich liberal. Ich wäre dort nicht alleine mit dem veröffenltichen eines Printbuches das dort zuvor als eBook erschienen ist. Es gibt dort Autoren, die bei den unterschiedlichsten Anbietern geprintet haben.

Schade, ich hätte gedacht BOD hätte sich was das angeht inzwischen mal etwas liberalisiert. Aber gut. Eine zusätzliche Printvariante wäre schön gewesen, doch nicht so. Meine erfahrungen mit dem Support im Frühjahr waren nicht so die besten. Auf eine Wiederholung lege ich da keinen Wert.

Danke für die Antworten. Ich sehe mich dann bei Zeiten nochmal woanders um.

Allen anderen noch gutes Gelingen bei dem was ihr tut.

mfg Rike Moor

Bardioc
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Re:

von Bardioc (24.08.2014, 17:14)
Rike Moor hat geschrieben:
@ Bardioc:
Also DAS hört sich für mich wesentlich komplizierter an, als einfach in Word zu arbeiten. Aber ist wohl Gewohnheits- sowie Geschmackssache. Hauptsache am Ende kommt das raus, was man haben will

@ Rike Moor:
Wenn Du etwas am Computer machst, egal was, und das dann für andere beschreiben willst, entweder in einem Gespräch oder in einem Text, dann hört sich das notwendig immer kompliziert an, da der andere ja den Computerbildschirm bzw. die Tastatur/Maus nicht vor sich hat. Eine ähnliche Antwort habe ich vor vielen Jahren bekommen, als ich jemanden die Sache mit dem Cursor erklärt habe. Wenn man sieht, was passiert, ist alles sehr einfach.

Wenn man seinen Text als reines Textformat (also ohne Steuerzeichen, mit Ausnahme des Zeilenumbruchs) vorliegen hat, dann genügen schon wenige Zeilen LaTeX, um den Text compilieren zu können. Änderungen am Text sind erstmal nicht oder nur sehr selten nötig. Am besten man benutzt einen Rahmen-File mit diesem grundlegenden Markup, z. B. den auf der Wikipedia-Webseite, und läd den Text dann mit \input{mytext.txt}.

Das Problem bei Word ist das WYSIWYG-Prinzip. Das klingt zwar sehr einfach, führt aber dazu, daß die Leute Sachen machen, die aus typographischer Sicht nicht gut sind. Das Prinzip bei LaTeX heißt ''What you get is what you mean.'' LaTeX sorgt dann dafür, daß das, was man meinte, dann auch typographisch korrekt umgesetzt wird. Wenn man z. B. eine Überschrift haben will, dann sorgt der Befehl \section{titel} dafür, daß Titel in der richtigen Schriftart und -größe mit der richtigen Numerierung und den richtigen Abständen gesetzt wird, analog für \subsection{subtitle} und \subsubsection{subsubtitle}.
Man kann zwar auch bei LaTeX Einstellungen ändern, aber ein Anfänger wird nicht wissen wie und kommt daher auch nicht in die Verlegenheit, etwas Unpassendes zu tun.

LaTeX sorgt auch automatisch für die richtige Silbentrennung, was dazu führt, daß die Paragraphen optimal in Blocksatz gesetzt werden können. Die von mir beschriebenen Möglichkeiten sind vorhanden, ein Anfänger wird sie aber nur selten einsetzten müssen. Oder, anders herum, wenn jemand die Notwendigkeit sieht, diese Möglichkeiten einzusetzen, ist diese Person kein Anfänger mehr und empfindet es daher auch nicht mehr als schwierig, so etwas zu benutzen. Auf diese Art und Weise lernt man Schritt für Schritt, diese Anwendung optimal zu nutzen.

Die ''Gummieffekte'' die beim Einfügen und Löschen unter Word auftreten, gibt es bei LaTeX nicht.

Wenn man unter Word mit Tabellen arbeiten will, dann ist das der totale Horror.

Word fügt unsichtbare Steuerzeichen ein, die einem immer wieder das Leben schwer machen. In LaTeX gibt es keine unsichtbaren Steuerzeichen, alles wird textlich beschrieben.

Natürlich ist eine gewisse Einarbeitung erforderlich, das gilt aber auch für Word. Nur ist Word proprietäre Software, deren internes Format in kurzen Abständen ''aktualisiert'' wird. LaTeX ist freie Software, und das Format ist stabil. Außerdem gibt es massenhaft Literatur dazu, als Buch und im Internet.

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Klopfer
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Re:

von Klopfer (26.08.2014, 14:38)
Bardioc hat geschrieben:
Für gedruckte Bücher braucht man eine ISBN-Nummer. Die ist mir zu teuer.


Empfehlenswert? Kommt darauf an, wie die gedruckten Bücher vertrieben werden. Pflicht? Nein.

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Re:

von Bardioc (26.08.2014, 15:28)
Klopfer hat geschrieben:
Bardioc hat geschrieben:
Für gedruckte Bücher braucht man eine ISBN-Nummer. Die ist mir zu teuer.


Empfehlenswert? Kommt darauf an, wie die gedruckten Bücher vertrieben werden. Pflicht? Nein.

Ich biete E-Books auf Xinxii an. Dort brauchen sie keine ISBN. Sie können dort auch bei anderen Anbietern ''distribuiert'' werden. Fast alle davon erwarten, daß das E-Book eine ISBN hat, nur drei davon nicht, unter anderem Amazon. Ich denke mal, das ist deswegen, weil die E-Books da auch als Printbook bestellt werden können. Wenn ich also auf allen Kanälen distribuieren wollte, müßte ich eine ISBN haben.

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Re:

von Klopfer (26.08.2014, 15:39)
Na ja, wenn du über Amazon Createspace gehst, kannst du dir da auch eine kostenlose ISBN für dein Printbuch holen. Und wenn du deine Bücher eh nur direkt verkaufen willst, brauchst du gar keine.

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Re:

von Bardioc (26.08.2014, 15:49)
Klopfer hat geschrieben:
Na ja, wenn du über Amazon Createspace gehst, kannst du dir da auch eine kostenlose ISBN für dein Printbuch holen. Und wenn du deine Bücher eh nur direkt verkaufen willst, brauchst du gar keine.

Ich lasse das zwar über Xinxii bei Amazon distribuieren, habe mich aber nie weiter für Amazon interessiert, weiß daher auch nicht, was Createspace ist. Ich weiß aber, daß es da etwas Spezielles für den Kindle gibt. Aber dann ist man auf dessen Format festgelegt.

Ich selbst will mit dem Verkauf eigentlich gar nichts zu tun haben, deshalb ist es mir sehr
recht, wenn das über Xinxii läuft. Leider gibt es bei Xinxii kostenlose ISBNs nur für Belletristik -- was ich auch habe -- aber wichtiger sind mir meine E-Books zum Thema Mobbing. Man könnte u. U. auch eine ISBN für andere Genres bekommen, muß dafür allerdings etwas tun. Und dafür habe ich jetzt keine Zeit.

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