Pseudonyum oder nicht?

Preisaktionen, Social Media, Blogger-Relations, Pressearbeit: Marketingmaßnahmen für euer Buch.


Jakob W.
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Re:

von Jakob W. (06.06.2007, 20:04)
Die Frage ob man ehrlich oder verschlossen sein darf, ist interessant, zuweilen tendiert es dazu; etwas kleines oder großes Geheimnis zu sein.
Ich kenne einen Weltberühmten Schriftsteller, er ist sibirisches Abstammung, schreibt wahnsinsmachtvolle Fantasy Bücher und veröffentlicht sich, bei seinen eigenen, oft mit dem gegebenen Namen. Einige jedoch hatte er auch herausgebracht, mit einem Pseudonum. Bestreitete jedoch seinen Lesern, dass es von ihm ist.

Ich denke du solltest dir genau überlegen wie du deinen Weg einschlagen möchtest, ob du ehrlich bist, oder verschlossen - es hängt von dr ab. Denn deine Zukunft wird dann einen anderen Pfaden spinnen. ;)


Mit freundlichem Gruß,
Jakob Welik
Beste Grüße
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Jakob
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hwg
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Re:

von hwg (07.06.2007, 09:18)
Guten Morgen Jakob!

Aus Deinem Beitrag könnte man entnehmen, dass Du die Verwendung eines Pseudonyms mit Unehrlichkeit oder Verschlossen gleichsetzt. Ein Pseudonym ist doch keine Lüge, sondern ein "Markenzeichen". Auch bei Unternehmen steht nicht immer der Name des Eigentümers obenauf, sondern ein mitunter phantasiereiches Logo mit einem sich ins Gedächtnis leichter einprägenden Kürzel.

Ebenso verhält es sich mit der Bezeichnung "Verschlossenheit". Darunter verstehe ich eine gewisse Abkehr vom gesellschaftlichen Dasein, auch einen Hang zur Introvertierheit.

"Nach innen gekehrt" ist ein Autor sicher beim Schreiben, wenn er sich jedoch veröffentlicht sehen will, muss er wohl "aus sich herausgehen", denn mit manifestierter Kontaktscheu wird er zu keinem nennenswerten Ergebnis kommen.

Vielleicht habe ich Deinen Beitrag missverstanden, doch er hat mich angeregt, Dir zu widersprechen. :) Wir wollen hier ja auch diskutieren.

Gruß aus der Steiermark!

Nom
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Re:

von Nom (10.06.2007, 11:42)
Pseudonym ja oder nein - das ist für MICH eine Frage des Sich-wohl-fühlens.

- Gefällt mir mein echter Name?
- Kann ich damit umgehen, dass diese oder jene Menschen in meinem (ehemaligen) Umfeld meine Sachen lesen und wissen?

Denn, auch wenn ich vom großen Erfolg träume, so bin ich mir doch unsicher ob der Meinung, Kritik meiner "Lebenswegbegleiter". Ich denke mir, da geht es anderen ebenso.

Mein Vorname bin ich. Meinen Nachnamen würde ich nie nehmen. Meine Hemmschwelle diesbezüglich ist zu groß. Ich fühlte mich damit nicht wohl.

Verlaß Dich auf Dein Gefühl! Das ist echt!

P.S. Es gibt Verlage, die schreiben Dir den Namen vor bzw. lassen Dich einen Teil davon (aus dem Telefonbuch z. B.) auswählen. Es gibt Verlage, die wollen für Neulinge einen neutralen Namen, sprich einen, der nichts aussagt (profane Beispiele: Müller, Huber, Meier). Ich denke, Du verstehst schon.

Andrea Korzuch
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Re:

von Andrea Korzuch (10.06.2007, 13:27)
Huhu ihr Lieben,

also ich habe auch lange überlegt, ob ich ein Pseudonym wählen soll, aber nicht des "Versteckens" wegen, sondern aus einem völlig anderen, vielleicht etwas ungewöhnlichem Grund.

Ich hätte meine Geschichte nie veröffentlicht, wenn mir nicht eine bestimmte Person immer wieder die Kraft gegeben hätte, sie weiterzuführen. So kam in mir der Gedanke auf, als ein großes Dankeschön meinen Vor- mit ihrem Nachnamen zu vermischen.

Liebe Grüsse und noch einen schönen Sonntag,

Andrea

hwg
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Re:

von hwg (10.06.2007, 15:08)
Also, dass ein Verlag einen "neutralen" Namen wie Müller etc. "vorschreibt", kann ich mir nicht vorstellen. Allerdings ist es bei Romanserien (Hefte, TB, Illustrierte) so, dass man sich als einer von mehreren Autoren in das vorgegebene Pseudonym "einfügen" muss,
will bzw. kann und darf man kontinuierlich mitarbeiten.

Nom
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Re:

von Nom (13.06.2007, 20:19)
hwg (Moderator) hat geschrieben:
Also, dass ein Verlag einen "neutralen" Namen wie Müller etc. "vorschreibt", kann ich mir nicht vorstellen. Allerdings ist es bei Romanserien (Hefte, TB, Illustrierte) so, dass man sich als einer von mehreren Autoren in das vorgegebene Pseudonym "einfügen" muss,
will bzw. kann und darf man kontinuierlich mitarbeiten.


Das hat mir Mara Kubek (Macumbé) erzählt. Es hieß, sie solle sich einen nichtssagenden Familiennamen aussuchen. Nichtssagend in dem Sinne, dass ...hm, wie schreib ich das jetzt... Steinhauser, Mühlbacher beispielsweise sagen "etwas" (Stein, Haus, Mühle, Bach) aus. Sie gaben ihr den Tipp, das Telefonbuch aufzuschlagen...was sie dann auch gemacht hat.

hwg
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Re:

von hwg (14.06.2007, 08:23)
Guten Morgen Nom,

dieser Ratschlag mag ja seinen Grund haben, die Verkürzung eines an sich alltäglichen bürgerlichen Namens birgt auch einen gewissen Reiz in sich.

Das mit dem Namen suchen im Telefonbuch habe ich auch schon praktiziert. In einem der mehrbändigen Londoner Verzeichnisse. Allerdings für Krimis, deren Handlungen in England oder den USA angesiedelt sind. In letzter Zeit erspare ich mir diese Suche, denn es sind ja Lokal- bzw. Regional-Krimis "in".

Gruß aus der Steiermark!

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Tino
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Re:

von Tino (22.06.2007, 18:48)
Die Frage nach dem Pseudonym ... Als Verleger werde ich oft gefragt, als Autor habe ich es einmal gemacht und ein wenig bereut. Vor allem deshalb, als meine liebe Ehefrau im Urlaub drei Tage nicht mit mir kommunizierte, da ich ihr in einem Anfall von Ehrlichkeit mitteilte, dass das Büchlein "Mein erster Sex" (Pseud. Frank Steif) von mir sei. Obwohl sie in meinem Verlag beschäftigt ist, hat sie nie was davon bemerkt.

http://mein-erster-sex.com

Zur Sache: Wenn ich aus Klaus Müller einen Ro Hercules mache, so sind dies nach außenhin doch andere Erscheinungen. Aber ist d e r Klaus Müller sehr bekannt, dann bestände durchaus die Möglichkeit, sein Buch würde mehr gekauft werden, als mit dem Pseudonym (das ich gerade erfunden habe). Ich versuche aus meinem eigenen Namen seit Jahren ein Markenprodukt zu machen und allmählich stellen sich die kleinen Erfolge ein. "Sie sind doch der Autor von ..." Das Pseudonym habe ich wirklich gewählt - wie oben bereits angesprochen - um eine Trennung meines einzigen doch sehr erotischen Buches von meiner anderen Literatur zu erzielen. Den Verkaufserfolg des Pseudo-Buches möchte ich eher nicht als Erfolg titulieren, im Gegenteil. Zu gut Deutsch: Keine Sau weiß, dass das Buch von mir ist.
Summa summarum: Wenn man ein Brot in einen Karton packt, ins Brotregal legt und mit Porzellan beschriftet, wird es niemand kaufen.

Positivdenker
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Re:

von Positivdenker (18.08.2007, 21:17)
Hallo,

bei der VG Wort kann man Pseudonyme melden ...

Aber welchen Nutzen hat das?

Kann ich meinen Künstlernamen damit schützen lassen? Wie soll das gehen, wenn es andere gibt, die diesen Namen als echten Namen besitzen?

Hat da schon jemand Erfahrung mit gemacht?

Herzliche Grüße

Heinrich
Und wenn Du denkst, es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her ...

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