Pseudonyum oder nicht?

Preisaktionen, Social Media, Blogger-Relations, Pressearbeit: Marketingmaßnahmen für euer Buch.


Positivdenker
Beiträge: 22
Registriert: 13.04.2007, 05:25

Pseudonyum oder nicht?

von Positivdenker (13.04.2007, 05:35)
Hallo,

vielen Dank für die Einladung ins Forum! Hat mich sehr gefreut, das jemand an mich gedacht hat! Möchte mich nun gerne an den Diskussionen beteiligen.

Ich bin gerade dabei, ein, besser gesagt zwei Bücher zu schreiben und stelle mir noch die Frage, ob ich dafür einen Künstlernamen nehmen soll.

Ich gebe es gerne zu: Heinrich M. Förster ist ein Künstlername. Alle drei Worte besitzen eine symbolische Bedeutung und sind darum passend für mein Anliegen, das Positive Denken.

Nun jedoch gäbe es immer wieder Komplikationen, man verzeihe mir einmal diese "negative" Ansicht. Da ich auch Vorträge und Seminare veranstalten möchte, könnte es doch zu Mißverständnissen kommen und Verträge müssen dennoch immer mit dem bürgerlichen Namen unterschrieben werden, oder?

Andererseits gäbe es die Möglichkeit, auch mal "abzutauchen" ohne erkannt zu werden, denn selbstverständlich bin ich Optimist und glaube an meinen Erfolg. Solange das Gesicht nicht berühmt wurde, kann man über den Namen erkannt werden.

Außerdem gefällt mir der Künstlername besser und er hat, wie geschrieben, eine spezielle Bedeutung. Und dieser Name ist einmalig. Andererseits kann ich ebenso gut meinen normalen Namen nehmen.

Tja, was nun? Was meint ihr dazu? Macht es Sinn? Habt ihr Erfahrung damit? Freue mich über Antworten.

Herzliche Grüße

Heinrich

PS: An meiner Homepage ist ein Forum angeschlossen.
Und wenn Du denkst, es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her ...

Benutzeravatar
Michael Kuss
Beiträge: 17
Registriert: 15.04.2007, 16:27
Wohnort: Berlin

Re:

von Michael Kuss (15.04.2007, 23:17)
Es geht bei einem Pseudonym letztlich nicht darum, mit welchem Namen du deine Verträge unterschreibst (egal ob für Bücher oder Seminare), sondern um andere Unterscheidungsmerkmale, die etwas mit Inhalt und Aussage deiner Manuskripte zu tun haben.

Ein Pseudonym verwendet man i.d.R. dann, wenn man als Autor mehrere Genres bearbeitet; z.B. man schreibt Erotisches nur für Erwachsene und gleichzeitig Kinderbücher. Das verträgt sich weder psychologisch noch in der Vermarktung. Der "Kinderbuch"-Autor wird also einen anderen Namen verwenden, als das Genre "eotische Abenteuer", der Sachbuch-Autor, der über Wissenschaft und Technik schreibt, aber auch einen Roman zum Thema "Geschwisterliebe" veröffentlicht hat, wird unterschiedliche Namen benutzen.

Dagegen halte ich es für falsch, als Seminarleiter ein Pseudonym zu benutzen, es sei denn, man veranstaltet Seminare zum gleichen Thema, von dem auch das Sachbuch handelt, wobei man zum gleichen Thema wie im Sachbuch konferiert.

Unterschreiben mit dem Pseudonym darfst du in keinem der Fälle. Zwar kann der Künstlername im Pass eingetragen werden (nach Vorlage von bereits realisierten Veröffentlichungern unter diesem Küstlernamen), aber der jeweilige Vertrag muss unter dem bürgerlichen Namen abgefasst werden, unter Hinweis auf den gleichzeitig gültigen Künstlernamen.

Näheres und Gesetzliches findest du, wenn du mit den entsprechenden Suchbegriffen googelst.

LG
Michael
Michael Kuss
Geschichten aus dem Leben.
Der Versuch, UNTERHALTUNGSliteratur mit sozialen und psychologischen Aspekten zu verbinden.

Dagmar R. Rehberg
Beiträge: 28
Registriert: 16.04.2007, 10:40
Wohnort: Rendsburg

Re:

von Dagmar R. Rehberg (16.04.2007, 11:08)
Hallo,

ich plädiere unbedingt für ein Pseudonym. Dabei habe ich schlicht meinen Mädchennamen gewählt. Zum einen bin ich eine Rehberg, also kann das, was ich leiste, auch mit diesem Namen und nicht mit dem einer anderen Familie (und liebe ich sie auch noch so sehr) in Verbindung stehen. Zum anderen muss man eben -wie du richtig erkannt hast- auch mit der Möglichkeit großen Erfolges rechnen und braucht dann ein Rückzugsgebiet. Ich würde beispielsweise auch nie meinen genauen Wohnort angeben, sondern nur die ungefähre Richtung. Allerdings sollte man das Pseudonym vor der ersten Veröffentlichung wählen, denn eine spätere Änderung führt oft zu Verwechselungen und vertanen Chancen.
Ich muss allerdings auch zugeben, das Leben unter zwei verschiedenen Namen führt zeitweise zu Indentitätskriesen :wink:

herby

Re:

von herby (16.04.2007, 14:47)
ich halte nur wenige von pseudonymen und wenn man statt des gültigen Familiennamens den Mädchennamen wählt ist die Chance eines Rückzugsgebietes bei einem so überwältigenden befürchteten (erhofften) Erfolg auch nicht weit her.
Es gibt gewisse Vorteile, wenn man in ganz unterschiedlichen Bereichen schreibt, aber wenn man, wie ich in den unterschiedlichen Bereichen dann auch als Person in Erscheinung tritt und zwar auch im lokalen oder regionalen Bereich, dann funktioniert das nicht.
Gruss
herby

hwg
Beiträge: 6034
Registriert: 24.04.2007, 16:39

Re:

von hwg (24.04.2007, 17:00)
Für meine langjährige Tätigkeit als freiberuflicher Autor und Journalist habe ich mehrere Pseudonyme parat, schon, wie vorhin bereits von anderen Diskutanten angemerkt, der unterschiedlichen Genres wegen.

Wer mich s e h r gut kennt, weiß auch über meine Decknamen Bescheid, ansonsten neige ich ohnehin zur Meinung: Namen sind Schall und Rauch.

Und die bestehenden Verlagsverträge werden von mir (unter Angabe des jeweiligen Pseudonyms) mit bürgerlichem Namen unterzeichnet.

Gruß in die Runde aus der Steiermark!
Neu im JBL-Literaturverlag: H. W. Grössinger, "Fallweise heiter, manchmal bewölkt" - Glossen, Feuilletons und Kurzgeschichten, die zum Schmunzeln verleiten und mitunter zum Nachdenken anregen wollen. Auch über Amazon erhältlich!

Jenseitiger
Beiträge: 4
Registriert: 24.04.2007, 20:12
Wohnort: Krefeld

Re:

von Jenseitiger (25.04.2007, 21:27)
Hallo Heinrich,
ich denke, die Überlegung, obVerwendung eines Pseudonyms oder mit dem "gut bürgerlichen" Namen irgendwo aufzutreten, ist situations-abhängig.
Ich habe z.B. einige Referentinnen und Referenten in meinem Vortrags-Kreis (Medium Myriam, Medium Ira, Medium Lukas ...u.a.m), die heißen bei ihren Vorträgen dann eben auch so.
Ihre Anmeldungen für ihre Vorträge unterschreiben sie natürlich mit ihren "richtigen" Namen.
Ebenso kenne ich Autoren, die haben einmal mit diesem, ein andermal mit jenem Namen signiert, je nach dem Inhalt ihrer Werke.
Wenn ich mich letztendlich selbst als Beispiel hinzu zählen darf ... ob gutes oder weniger gutes lasse ich dabei einmal dahin gestellt ...: Einiges, das im Laufe der Zeit von mir hier zu lesen sein wird, wird die Signatur "Jenseitiger" tragen. Weil ich aber noch viel zu sehr "diesseitig" bin, wird das eine und andere mit G.K. oder Gerd Kirvel abschließen - kommt ganz darauf an, zu welchem Thema ich mich äußere.
In diesem Sinne grüßen alle drei:
G.K., Gerd Kirvel & Jenseitiger
Die Welt ist anders, als du zu wissen glaubst!

AndréLinke
Beiträge: 22
Registriert: 05.05.2007, 16:08
Wohnort: Hamburg

Re:

von AndréLinke (06.05.2007, 11:58)
ich habe ein pseudonym gewählt, um einfach n bissl für gesprächsstoff zu sorgen. ich habe nämlich einen männlichen künstlernamen angenommen, obwohl ich ja weiblich bin. es steht auch überall, wie ich in echt heiße, hat also in meinem fall nix mit anonymität zu tun.
die idee des "geschlechtwechselns" ist nicht völlig neu, ich weiß. ja und?! mich sprechen ständig leute drauf an, auch in interviews, und stellen irgendwelche tiefgründigen thesen auf. also, ziel erreicht ;)

hwg
Beiträge: 6034
Registriert: 24.04.2007, 16:39

Re:

von hwg (06.05.2007, 13:50)
Dazu fällt mir eine schon etwas länger zurückliegende Episode ein: Ich las eine Buchkritik über ein Werk, dessen Autor(in) mit Vornamen Andrea angeben war. Als aber in der Besprechung immer von einem "Er" die Rede war, wurde ich stutzig. Zuerst dachte ich an einen Irrtum des Rezensenten, dann aber wurde mir klar, dass Andrea in Italien ein männlicher Vorname ist. :lol: So kann man Geschlechterrollen auch missdeuten.

Versailles
Beiträge: 878
Registriert: 22.05.2007, 21:57

Mädchenname schon ein Pseudonym?

von Versailles (23.05.2007, 23:37)
Hallo und guten Abend,

ich würde ein geburtsnamenfremdes Pseudonym wählen, um die bereits geschilderten unterschiedlichen Genres, die eine Person schreibt, zu trennen. Da macht es für mich Sinn. War es bei Stephen King nicht auch so? Ich kann mich nur erinnern, dass sein Pseudonym irgendwann einmal aufgedeckt wurde.

Berühmte Pseudonyme finden sich bei http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Pseudonymen

Ich persönlich möchte nicht sagen, mein Mädchenname sei bereits ein Pseudonym. Ich veröffentliche meinen ersten hist. Roman auch unter meinem Mädchennamen und wünsche mir - wie jedem Autor in diesem Forum - durchschlagenden Erfolg.
Dann hätte ich aber ein (lösbares?) "Problem": mein Mädchenname mag zwar melodischer klingen, ist aber auch umso seltener. Selbst in Griechenland gibt es nur eine Familie mit dem Namen und wer unbedingt mein Grundstück - oder das meiner Eltern - à la Dieter-Bohlen-Stalking belagern will, soll damit glücklich werden :wink: Ich gebe dann auch gern ein Autogramm oder stelle mich hin und singe :D

Ich denke, wer sich ein Stück weit in die Öffentlichkeit begibt, muss damit rechnen, irgendwann einmal erkannt und angesprochen zu werden. Wer das Feuer scheut, sollte nicht damit spielen. :)

Grüße
Amalia
DIE COMTESSE ab sofort als "EDITION BOD"
www.comtesse-heloise.de

Autorenphoto von J. Nemeth, Photostudio Kannengiesser, 58095 Hagen (2007)

hwg
Beiträge: 6034
Registriert: 24.04.2007, 16:39

Re:

von hwg (24.05.2007, 06:20)
Guten Morgen Amalia!

Zuerst einmal toi, toi, toi - Deine Wünsche hinsichtlich Belagerung durch Autogrammjäger mögen in Erfüllung gehen. Wichtiger sind jedoch Buchkäufer :lol: !

Meine Pseudonyme wähle ich auch ich nicht nur zum Zweck des "Versteckens", sondern im Einklang mit dem Verlag wegen
der unterschiedlichen Genres des Gedruckten.

Andererseits hat ein Pseudonym den Vorteil, dass man als Autor von "Lesefutter" nicht unbedingt mit dem Inhalt des Geschriebenen
gleichgesetzt wird. Unterhaltungsliteratur und deren Verfasser
genießen in Kreisen der "hohen Literatur" nicht gerade das beste
Ansehen.

Und wer weiß, vielleicht wird aus mir doch noch ein "echter Dichter" :wink: ?!

Benutzeravatar
Winfried Kerkhoff
Beiträge: 20
Registriert: 24.04.2007, 15:05
Wohnort: Sendenhorst

Re:

von Winfried Kerkhoff (25.05.2007, 01:37)
Hallo Ihr freundlichen Forumsdiskutanten,
mein Beitrag ist leider etwas lang geworden. Aber man kann ja über Stellen hinwegsehen!!

Gründe für das Tragen eines Pseudonyms (es gibt bestimmt noch mehr!):
- Unsicherheit (man weiß nicht, wie die Öffentlichkeit oder die Personen, denen ich bekannt werde, reagiert auf meine Wortmeldung oder auch bei künstlerischer Arbeit),
-Spielerei (weil man es nicht ernst meint oder hinter seinem Pseudonym allerhand lustige bis derbe Späße treiben will, eine große Bandbreite)
- Aussagen, die man nicht mit seinem Namen verbinden soll oder nicht verbunden haben möchte, weil sie vielleicht schaden (z. B. in einem Forum im Internet)
- Schutz vor Verfolgung
- Angst vor Entdecken (wenn ein Kind um Hilfe sucht in einer gefährdeten Situation),
- Situationen, in denen man die wahre Identität verstecken will, z. B. in einem Flirtzirkel sich langsam outen oder Vertrauen fassen will, in einem solchen Fall habe ich auch schon ein Pseudonym verwendet,
- Selbsttäuschung oder ein Gefühl, wer zu sein oder zu werden, weil man glaubt, dass große Künstler das getan haben, also der Träger des Pseudonyms auch.
- Zurückhaltung oder Bescheidenheit, bei einer Geld-Spende etwa

So gibt es immer wohl begründete und oder auch nur vom Individuum vertretene Gründe für Pseudonyme.

Doch halte ich nichts von der Sucht vieler Menschen, sich unter Pseudonym zu äußern oder gar zu verstecken, weil man nicht zu seiner Meinung steht oder glaubt, nicht zur Verantwortung gezogen werden zu können. Gerade im Internet weiß man oft nicht, was will der Mensch mir mit seinem Pseudonym sagen, wer ist das eigentlich. Vor allem, weil oft ja in einem Forum mancher Teilnehmer unter verschiedenen Namen mitmacht. Es ist ja schon schwer genug, mit jemanden zu verhandeln, der einen Namen hat und von dem man glaubt, einige Daten zu wissen. Übrigens scheint man im Internet zusehends mehr mit Pseudonym (man kann den richtigen Namen gar nicht oder nur schwierig ausmachen) zu argumentieren. Vielleicht auch ein Hinweis für mangelnde Zivilcourage, wie im anderen Leben überhaupt!

Ich sehe für mich keinen Grund, unter einem Pseudonym zu arbeiten. Nach meiner wissenschaftlichen Laufbahn mit Veröffentlichungen unter meinem Namen, habe ich nun eine mehr literarische Laufbahn eingeschlagen mit Gedichten, Reiseberichten und Buchveröffentlichung. Einen Grund, hier ein Pseudonym zu benutzen, kann ich nicht sehen. Obwohl bei meinen Gedichten welche existieren mit erotischem Inhalt, auch dazu sollte man, denke ich, stehen.
Es grüßt Winfried
--------------
www.kerkhoff-w.de
www.rose2000.de
www.maerchen-tipp.de
Zuletzt geändert von Winfried Kerkhoff am 25.05.2007, 10:22, insgesamt 1-mal geändert.
© Winfried Kerkhoff

hwg
Beiträge: 6034
Registriert: 24.04.2007, 16:39

Re:

von hwg (25.05.2007, 07:22)
Guten Morgen Winfried!

Deinen Beitrag mit Interesse gelesen. Vieles was Du meinst, kann auch ich "unterschreiben". Allerdings beziehen sich Deine Bemerkungen (auch)auf Internet-User - und dabei handelt es sich ja nicht unbedingt immer um (verkaufbare) Texte.

Bei Verhandlungen mit Redaktionen und Verlagen muss man selbstverständlich mit seinem bürgerlichen Namen für das Geschriebene einstehen, dem Leser dürften jedoch die Pseudonyme (besonders, wenn eines davon immer wieder als Autorenbezeichnung vorkommt und daher einen Bekanntheitsgrad hat) relativ egal sein.

Natürlich gibt es die Neugierde zu erfahren, wer hinter dem Pseudonym steckt - und vielfach kann man es auch ziemlich leicht erfahren. Die Beweggründe, weshalb man pseudonym veröffentlicht sind vielfältig (wie bereits mehrfach ausgeführt), manchmal spielen auch finanzielle Gründe eine dominierende Rolle. Mit dem Verdacht, nicht zu dem stehen zu wollen, was man (in Zeitschriften, als Buch, im Rundfunk etc.)veröffentlicht, hat es aus meiner Sicht aber überhaupt nichts zu tun.

Viel Schreibfreude und einen kollegialen Gruß!

dbs

Re:

von dbs (25.05.2007, 11:22)
Hallo!

Ich halte Pseudonyme für absolut legitim, und zwar aus den verschiedensten Gründen. Nehmen wir einfach mal an, da schreibt jemand einen Krimi, einen mit richtig viel Action drin, hochdramatisch, wo es um Leben und Tod und was-weiß-ich noch alles geht. Und dieser Krimi wird dann unter einem Autorennamen wie "Werner Meier" veröffentlicht. So ein Autorenname schreckt doch mögliche Käufer mehr ab, als er anlockt.

Andere haben vielleicht nicht gerade vorteilhafte Namen. Ein Blick ins Telefonbuch offenbart da einiges. Was würde ein möglicher Leser von einem Liebesroman halten, geschrieben von einer Autorin namens "Petra Käse"? Oder "Edith Fickel"?

Oder die lange Zeit beliebte Sitte bei Frauen, sich recht merkwürdige Doppelnamen zuzulegen: Katharina Morgenroth-Hiersemenzel.

Es gibt unendlich viele Künstler in allen Bereichen, die sich Pseudonyme zugelegt haben:
Aus "Friedrich Freiherr von Hardenberg" wurde "Novalis"
Aus "Marguerite Antoinette Jeanne Marie Ghislaine Cleenewerck de Crayencour" wurde "Marguerite Yourcenar".
Aus "Jürgen Udo Bockelmann" wurde "Udo Jürgens"
Aus "Nikolaus Günther Nakszynski" wurde "Klaus Kinski"

Oder einmal anders herum:
Man stelle sich vor, der Autor XYZ hat sich einen Namen gemacht in einem bestimmten Genre. XYZ ist ein Krimiautor, der bereits sechs oder acht Bücher mit recht brauchtbaren Erfolg an den Markt gebracht hat. Nun möchte Autor XYZ aber mal was ganz anderes schreiben. Keinen Krimi. Sondern einen Historienschinken von 900 Seiten. Soll er das unter dem Namen XYZ machen? Oder sich ein Pseudonym zulegen?

Gerade Erfolg kann einen Autor dazu zwingen, sich ein Pseudonym zuzulegen. Ein sehr schönes Beispiel liefert die Karriere von Stephen King. Nach seinen Erfolgen mit "Carrie" (1974), "Brennen muss Salem" (1975) und "Shining" (1976) wollte Kings Verlag alles veröffentlichen, was King auch schon vorher zu Papier gebracht hat. King weigerte sich aber, weil er eine Überflutung des Marktes mit seinen Büchern befürchtete. So veröffentlichte King unter dem Pseudonym "Richard Bachman" fünf Romans - bis durch Zufall "Richard Bachman" enttarnt wurde.

Wie gesagt, ich halte Pseudonyme für mehr als legitim.

Just my 2 Cents

Grüße
Siegfried

hwg
Beiträge: 6034
Registriert: 24.04.2007, 16:39

Re:

von hwg (25.05.2007, 11:52)
Hallo Siegfried,

Du schreibst mir hier "aus der Seele". Ist ja auch nicht schlecht, wenn wir hin und wieder derselben Meinung sind, oder? :lol:

Mit steirischem Gruß!

Benutzeravatar
Ruth
Beiträge: 652
Registriert: 18.04.2007, 13:52
Wohnort: Münsterland

Pseudonym oder nicht

von Ruth (04.06.2007, 21:25)
Ich habe mein erstes Buch auch unter einem Pseudonym herausgebracht, weil ich mir diesen Namen schon mit 9 Jahren ausgedacht habe, als ich mir vornahm, später einmal Schrifstellerin zu werden. Es ist zwar nur ein Hobby geworden, aber ich hätte es mehr als Betrug an mir selbst angesehen, wenn ich so kurz vorm Erreichen meines Traumes einen anderen Namen genommen hätte.

Meine Eltern sagen zwar immer, ich hätte doch unter meinem richtigen Namen publizieren sollen, weil die Leute dann das Buch eher kaufen, aber dazu sage ich nur: Viele von den Leuten, die wissen, dass ICH das Buch geschrieben habe, habe es trotzdem nicht gekauft. Letzendlich spielt also der Name keine Rolle.

Zurück zu „Buchvermarktung“


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

Über BoD

BoD™ ist die führende deutsche Self-Publishing-Plattform. Seit mehr als 20 Jahren sind wir die Anlaufstelle für das einfache, schnelle und verlagsunabhängige Veröffentlichen von Büchern und E-Books. Bereits mehr als 40.000 Autoren haben sich mit uns den Traum vom eigenen Buch erfüllt.