Sam aus dem Meer - Die Serie

Präsentiert euren Roman, Thriller, Fantasy-, Science-Fiction-, Romance-Titel oder euer Kinderbuch.


Benutzeravatar
Bärentante
Beiträge: 1778
Registriert: 30.05.2007, 10:36
Wohnort: bei Frankfurt/M.

Re:

von Bärentante (24.01.2013, 12:15)
Herzlichen Glückwunsch zum 4. Band!

Ich stimme den Teilnehmern Deiner Umfrage zu. Auf dem Cover bloß nicht ein Fantasy-Wesen abbilden, dann besteht kein Spielraum mehr, es sich vorzustellen, nach den eigenen Wünschen aussehen zu lassen.
Es geht um ein Wesen aus dem Meer, also ist das Coverbild passend und stimmig.
Liebe Grüße
Christel

Benutzeravatar
Grit
Beiträge: 702
Registriert: 25.05.2011, 13:30
Wohnort: Hannover

Re: Sam 4 ist da!

von Grit (24.01.2013, 12:23)
Isautor hat geschrieben:
»Verschwinden Sie. Auf der Stelle.«
»Wie Sie wollen, aber Sie machen einen großen Fehler, wenn Sie jetzt nein sagen.«
»Verlassen Sie mein Grundstück.«


Schade, dass Sam so gar nicht mein Genre ist, denn Deinen Schreibstil, Isautor, mag ich sehr gern, wie ich bei "Follower" erfahren durfte. "Sand & Blut" habe ich auch gerade gelesen und es hat mir gefallen.

Aber um auf mein Anliegen zu kommen: Ich habe mal einen kleinen Ausschnitt Deiner Leseprobe hier zitiert, um Dir zu sagen, dass ich es besser finden würde, wenn in Zeile 1 und 3 stand der Punkte Ausrufezeichen stünden. Das würde den Aufforderungen noch mehr Nachdruck verleihen.

Gruß Grit

Benutzeravatar
Isautor
Beiträge: 1452
Registriert: 29.10.2011, 14:02

Re:

von Isautor (24.01.2013, 14:14)
@Bärentante: Ja, das sieht man, es gibt sehr verschiedene Sichtweisen. Ich würde Sam nur abbilden, wenn er wirklich exakt meiner Vorstellung entspräche. Und das ist halt kaum zu machen.

@Grit: Warum denkst du, es könnte gar nicht dein Genre sein? Zum Beispiel Sam3 ist nicht meerlastig, überhaupt ist die ganze Serie eher auf seelische Vorgänge ausgelegt, gar nicht auf Mystik, denn Sam ist ein biologisches Wesen ohne Zauberkräfte. Ich halte es für möglich, dass es dir trotzdem gefällt. Wenn du willst, sende ich dir mal einen Ausschnitt zu.

Zu deinem Vorschlag: Grundsätzlich richtig, aber hier habe ich es bewusst anders gemacht. George ist jemand, der das ganz ruhig sagen würde. Seeeehr beherrscht, auch wenn er innerlich brodelt. Das gehört zu seinem Charakter. Bill oder Jerry würden an der Stelle mit Ausrufezeichen sprechen, aber George niemals. Ich wollte, dass die Leser das wie einen normal gesprochenen Satz empfinden.
George würde es hier auch deshalb nicht betonen, weil er weiß, dass sein Gegenüber ein heftiger Gegner ist und der wartet nur darauf, dass George hier Angst zeigt, was durch Ausrufezeichen = höhere Erregung deutlich würde. Caviness weiß auch, dass George kein einfaches Opfer ist und dass er richtig was drauf hat. Er sucht nach einer Schwäche bei ihm und gibt ihm eine Schock-Info nach der anderen. George reagiert aber konstant souverän, dabei pokert er, denn die Situation ist natürlich extrem heikel!

Ich freue mich übrigens total, dass dir Follower gefällt. Und die Sandbank natürlich. Wenn du sicher bist, dass du nicht mal reinschauen willst in Sam, dann sage ich dir bei meinem nächsten Thriller Bescheid, obwohl ich grad an einer Komödie schreibe. Hab ja hier noch ne Challenge laufen!
Seid gegrüßt,

Isautor

Eines Tages ich Profi sein.
Status: Heftchenromanschreiberin im Nebenberuf.

Benutzeravatar
Grit
Beiträge: 702
Registriert: 25.05.2011, 13:30
Wohnort: Hannover

Re:

von Grit (24.01.2013, 15:32)
Danke für die Erklärung, Isautor. Wenn Du Georges Charakter so beschreibt, dann wird es klar. Aus der kurzen Leseprobe war das aber nicht ersichtlich. Du kannst mir gern mal einen Sam-Ausschnitt schicken. Ich lese dann mal rein und werde dann ja sehen, ob es mir liegt. Für mich klingt Sam nach Fantasy und das ist normalerweise gar nicht mein Fall. Komisch eigentlich, dabei habe ich ja selbst sogar was mit Engeln geschrieben, wo ja auch übernatürliche und magische Elemente drin vorkommen. Ich sollte mich mal von meinen Vorurteilen lösen. :D Außerdem ist das Gebiet der Fantasy-Literatur ja extrem weit gefächert. Da gibt es sicher auch etwas, was mir gefällt.

Benutzeravatar
Isautor
Beiträge: 1452
Registriert: 29.10.2011, 14:02

Re:

von Isautor (24.01.2013, 16:43)
Ja, das stimmt, aus dem Abschnitt kann man das nicht ersehen.

Sam ist nicht so sehr Fantasy, wie man annehmen könnte. Im Prinzip spielt Sam in einer ganz normalen Welt, also in unserem Alltag, im Vorgarten des Hauses, könnte man sagen. Sam selbst ist das einzige fantastische Element. Es gibt auch keiner Unterwasserschlösser oder sprechende Delphine. Alle Tiere sind normale Tiere und Sam ist ein normaler Junge, außer dass er eine fremde Welt erkundet.

Hier mal ein Ausschnitt aus der aktuellen Folge:

Sam erwachte. Dunkelheit umgab ihn. Wo war er? Sam schickte einige Klicklaute durch das Wasser und dann erinnerte er sich. Er lag nicht in seinem Becken im Keller, sondern bei Greg in dem fremden Haus. Das Wasser fühlte sich scheußlich an. Warm, und er konnte nicht gut atmen. Leise tauchte er auf und presste Wasser aus seinen Kiemen. Greg lag nicht weit entfernt auf dem Sofa und schlief. Sam sah sich um. Er mochte dieses Haus nicht. Es gefiel ihm hier nicht. Er fühlte sich schwach und heiß und krank. Unerträglich. Er überlegte, ob er Greg wecken und um frisches Wasser bitten sollte, aber dann entschied er sich doch dagegen. Durch das gekippte Fenster drang Meeresrauschen bis an sein Ohr. Man konnte das Meeresufer zu Fuß erreichen und Sam fühlte, dass es ihm in dem kühlen, wilden Wasser besser gehen würde. Ein wenig schwimmen, sich treiben lassen und Kraft tanken ... die Traurigkeit kurz vergessen. Er sah wieder zu Greg und dachte nochmals daran, ihn aufzuwecken. Vielleicht konnten sie jetzt George anrufen und mit ihm sprechen. Sam vermisste die Stimme seines Vaters. George sprach immer so freundlich und ruhig mit ihm. Verständnisvoll, liebevoll ... Sam spürte Tränen in seinen Augen. Die Sehnsucht schlug wieder zu und die Hitze in seinem Kopf peinigte ihn. Wahrscheinlich würde Greg ihm den Anruf wieder verweigern, obwohl die Gefahr jetzt nicht mehr so groß war. Warum durfte er nicht mit George sprechen oder ihn besuchen? Ein kurzer Besuch, ein paar Umarmungen und Familienküsse und es würde ihm deutlich besser gehen.
Eine Gedanke, eine Möglichkeit, schlich sich in seine Überlegungen und plötzlich zitterte er vor Aufregung. Ja ... es war nicht unmöglich, George zu besuchen. Greg hatte den ganzen Weg hierher mit dem Boot zurückgelegt, und das Meer lag in erreichbarer Nähe ... Sam musste sich beherrschen, um nicht zu sirren. Er konnte nach Hause, wenn er es wollte. Wie lange der Weg sein würde, das wusste er natürlich nicht, aber eigentlich spielte das keine Rolle. Im Wasser konnte der Labor-Mann ihn nicht erreichen und er fühlte sich dort wohler als in dem komischen Haus. Sams Kopf kühlte ein wenig ab, als die Möglichkeit, seine Familie selbstständig zu besuchen, in greifbare Nähe rückte. Er konnte es tun. Ganz allein, ohne Gregs Hilfe. Sam konzentrierte sich und startete den Verwandlungsvorgang. Eigentlich war er zu erschöpft, um eine Verwandlung zu wagen, aber die Vorstellung, nach Hause zu schwimmen, gab ihm Kraft. Sam fühlte, wie seine Schwanzflosse sich teilte. Er biss die Zähne zusammen, damit er keinen Schmerzlaut von sich gab. Greg durfte nichts merken. Sicher würde er ihm verbieten, zum Wasser zu gehen und erst recht, fortzuschwimmen. Seine Rückenflosse bildete sich zurück und die Fluke wurde kleiner, sodass langsam menschliche Füße zu erkennen waren. Sam überlegte, wie weit er die Verwandlung vorantreiben musste, um es bis zum Ufer zu schaffen. Sie musste jedenfalls nicht vollständig vollzogen werden. Er konnte Kraft sparen und rechtzeitig aufhören. Wenn er laufen konnte, genügte das.
Es dauerte noch eine Weile, bis Sam sich in der Lage fühlte, aufzustehen und aus dem Becken zu steigen. Seine Füße waren noch nicht vollkommen ausgebildet, aber er konnte stehen und zur Not kriechen. Er sah sich um und nahm dann ein großes Badetuch, das er sich umlegte. Dann schlich er auf die Tür zu, die nach draußen führte. Leise drückte er die Klinke nach unten. Abgeschlossen. Der Schreck hielt nur kurz an, dann fielen ihm die Fenster ein. Langsam ging Sam durch den Raum und steuerte auf die Schlafzimmer zu. Im Wohnzimmer ein Fenster zu öffnen, würde zu viel Lärm machen. Er ging an Greg vorbei, der auf dem Sofa schnarchte. Ob er sich wohl Sorgen machen würde, wenn Sam einfach so verschwand? Wahrscheinlich. Dann würde er George anrufen, der sich ebenfalls Sorgen machte. Sam dachte ein paar Sekunden darüber nach. Dann ging er zum Wohnzimmertisch und nahm einen Stift aus Abernathys Tasche, die an einer Stuhllehne hing. Er schrieb eine kurze Nachricht auf den Notizblock von Abernathy und überlegte, ob er ihn auf den Schlafenden legen sollte. Die Gefahr, dass Greg aufwachte, war dann zu groß, entschied Sam. Er ließ den Block auf dem Tisch liegen und ging mit leicht schwankendem Schritt davon. Sam bog in den schmalen Flur ab, der zu den Schlafzimmern führte und erschrak fürchterlich. Etwas bewegte sich am Ende des Flurs und beinahe hätte er aufgeschrien, bis er erkannte, dass die in ein weißes Tuch gewickelte Gestalt er selbst war. Ein großer Spiegel hing an der Wand und fast hätte dieses komische Ding seine Flucht beendet. Etwas ängstlich näherte sich Sam seinem eigenen Spiegelbild. Er war inzwischen daran gewöhnt, sich selbst zu sehen, denn die Cunnings besaßen auch große Spiegel und im Erdgeschoss hing einer im Flur, genau wie hier. Sam sah das bleiche, schmale Gesicht, das ihn aus dem Spiegel ansah. Unter dem Badetuch schauten graue, flache Flossenfüße heraus und verrieten, dass er kein normaler Junge war. Sam mochte sich selbst nicht leiden, wenn er halb verwandelt war. Kein Meerjunge, kein Menschenjunge, fast ein Garnichts. Ein komisches Ding, das weder gut laufen noch schwimmen konnte. Umso erstaunlicher fand es Sam, dass ihn die Menschen trotzdem akzeptierten. Mehr als seine Mutter und andere Familienmitglieder. Sein älterer Bruder war gegen ihn. Weil er so anders war. Sie hatten nicht denselben Vater und das war der Grund. Sams Vater war anders und Sam war ihm sehr ähnlich. Sie wollten Sam nicht in ihrer Mitte haben und vielleicht ... ja, vielleicht hatte ihn seine Mutter deshalb verstoßen. Manchmal machte Sam sich Sorgen, wie lange sie seine Schwester noch bei sich behalten würden. Als er sie zuletzt gesehen hatte, war noch alles in Ordnung gewesen. Er seufzte und wandte sich von seinem Spiegelbild ab. Es gab jetzt Wichtigeres zu tun. Sam öffnete eine der Schlafzimmertüren und ging durch den kleinen Raum zu einem der Fenster. Es war nicht verschlossen und er atmete erleichtert auf. Er setzte einen Fuß auf die Bettkante und zog sich am Fenstergriff hoch. Es war nicht einfach, mit seinen Flossenfüßen von der Fensterbank aus nach draußen zu klettern, obwohl es nicht tief hinunter ging. Sam landete auf dem kiesbestreuten Weg und fiel hin. Seine Beine trugen ihn nicht bei einem Sprung. Er unterdrückte ein schmerzvolles Stöhnen und blieb kurz liegen. Kein Laut drang aus dem Haus. Greg war nicht aufgewacht. Sam stand langsam auf und schleppte sich den Weg entlang bis zum Gartentor. Er öffnete es und ging dann, eine schmale Gestalt in einem weißen Handtuch, zum Meer hinunter.

Es war wirklich nicht sehr weit. Sam konnte die Boote sehen, die hier an kleinen Stegen vor Anker lagen. Der Mond schien auf das Wasser und ließ es glitzern. Er hoffte, keinen Menschen zu begegnen, denn sie würden sich sicher über ihn wundern. Aber er hatte Glück. Sam erreichte den Anlegesteg und lief langsam die groben Holzplanken entlang, die seinen Füßen Schmerzen zufügten. Aber da musste er jetzt durch. Er ging bis zum Ende des Steges, wo das Wasser schon tiefer sein musste. Das Handtuch fiel zu Boden und Sam sah sich noch einmal um, ob niemand ihn beobachtete. Dann sprang er und keine Sekunde später umfing ihn kühles Meerwasser. Sam stieß einen erleichterten Schrei aus und ein paar kleine Fische, die unter den Booten kreisten, stoben davon, als die Schallwelle sie erreichte. Sam glitt vorwärts und erreichte schnell tieferes Wasser. Sein Körper zog sich Energie aus den ihn umgebenden Fluten und Sam sirrte, als er das angenehme Prickeln fühlte. Die Rückverwandlung setzte ein und Sam ließ sich in eine Sandmulde sinken, bis es vorbei war.
Dann stieg er im dunklen Wasser nach oben, aber er durchstieß nicht die Oberfläche. Ein bisschen hatte er Angst, jemanden auf dem Steg zu sehen. Greg, der das Badetuch in der Hand hielt und ihn zurückwinkte. Sam strebte vorwärts, in die offene See hinaus. Er musste sich orientieren. Ein Gefühl dafür bekommen, wohin er schwimmen musste, um den Weg nach Hause zu finden. Seine Schwanzflosse bewegte sich gleichmäßig und seine Sinne registrierten die anderen Lebewesen, die sich in seiner Nähe aufhielten. Kleine Fische, ein paar größere, sehr wahrscheinlich Haie. Das freie Schwimmen erfüllte ihn mit einer wilden Freude. Die Hitze des Fiebers war verschwunden und sein Kopf klärte sich. Wieder stieß Sam einen langgezogenen Ton aus, den er mit seinem Sirenenorgan produzierte. Hier unten durfte er das. An Land würden die Menschen bewusstlos und konnten sterben, wenn er diese Geräusche machte. Er musste stets achtgeben, dass das nicht passierte. Überhaupt musste er auf so Vieles an Land achten, was unter Wasser bedeutungslos war. Sam hielt inne und verharrte mit leichten Flossenschlägen in nur drei Metern Tiefe. Er versuchte zu fühlen, wohin er sich wenden sollte. Das war schwierig, denn es gab keine Anhaltspunkte für ihn, da Greg ihn mit dem Boot hierher gebracht hatte. Sam glitt nach oben und schaute aus dem Wasser. Sehr weit entfernt sah er den Uferstreifen und vereinzelte Lichter. Er dachte nach. Wenn er sich zunächst an der Küste hielt, konnte das nicht völlig falsch sein. Er würde einfach den Weg am Ufer entlang zurückschwimmen, den sie auch gekommen waren, bis er sich selbst zurechtfand. Um George oder Laine, die er gekennzeichnet hatte, zu spüren, war er zu weit entfernt. Und er war sich nicht sicher, ob er Landmenschen auch spüren konnte, wenn sie nicht im Wasser waren. Damit hatte er noch keine Erfahrungen gesammelt. Sam dachte an George und wie es sich anfühlen würde, wenn er ihn wieder in die Arme schloss. George würde ihm einen Familienkuss geben und Laine einen Meeresfreunde-Kuss in ihrem Geheimversteck. Sam stieß einen Sirenenruf aus und schoss davon.

________________________________

Übrigens ist es Absicht, dass ich nicht vor jedem "und" vor dem ein Komma sitzen könnte, auch eins hinsetze. Andere Fehler könnt ihr mir gern melden, auch aus andere Werken. Ich mach ab und zu Neuauflagen und kann das dann ändern.
Seid gegrüßt,



Isautor



Eines Tages ich Profi sein.
Status: Heftchenromanschreiberin im Nebenberuf.

moon
Beiträge: 1
Registriert: 06.02.2014, 08:54

Re:

von moon (06.02.2014, 09:03)
Zusammen mit meiner Tochter habe ich alle 6 Bände auf dem kindle gelesen . Es sind ihre absoluten Lieblingsbücher!
Wirklich toll! Schöne Cover, seeehr spannend und anschaulich geschrieben.
Viel Erfolg noch weiterhin! thumbbup

Zurück zu „Buchvorstellung: Belletristik“


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

Über BoD

BoD™ ist die führende deutsche Self-Publishing-Plattform. Seit mehr als 20 Jahren sind wir die Anlaufstelle für das einfache, schnelle und verlagsunabhängige Veröffentlichen von Büchern und E-Books. Bereits mehr als 40.000 Autoren haben sich mit uns den Traum vom eigenen Buch erfüllt.