selbstverlegen durch Druckkostenzuschuss?

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wellwell
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selbstverlegen durch Druckkostenzuschuss?

von wellwell (17.04.2017, 07:55)
Hallo miteinander!
Ich bin noch ziemlich neu in diesem Forum, aber man hat mir geraten mich hier genauer zu erkundigen. Und das mache ich auch jetzt book:

Ich würde gerne, wie viele andere hier auch, mein Manuskript veröffentlichen. Dabei ist mir persönlich sehr wichtig, dass es sich um eine gedruckte Variante handelt und nicht nur online erhältlich ist. Mein Traum war es schon immer mein eigenes (gedrucktest) Buch in Händen zu halten.

Da ich leider schon einige Absagen oder keine Antworten von klassischen Verlagen bekommen habe, wurde mir empfohlen mein Buch bei dem Druckkostenzuschussverlag Novum Verlag zu veröffentlichen.

Jetzt würde ich gerne von erfahrenen Personen mehr darüber erfahren bzw. würde gerne ein paar Erfahrungsberichte und Meinungen über das Verlagen bei einem Druckkostenzuschussverlag hören. Zahlt sich soetwas denn aus? Hat denn jemand soetwas schon mal gemacht?

Ich würde mich wirklich sehr freuen, wenn ihr eure Erfahrungen und Tipps mit mir teilt. Danke auf jeden Fall!!

Ben der Riss
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Re:

von Ben der Riss (17.04.2017, 08:01)
Guten Morgen und frohe Ostern!

Warum veröffentlichst du dein Buch nicht bei BoD? Das dürfte günstiger sein, als ein Druckkostenzuschussverlag.

Viele Grüße

Ben

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mtg
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Re:

von mtg (17.04.2017, 09:18)
Es gibt hier im Forum eine Menge Äußerungen zum Novum-Verlag (die Suchfunktion hilft), die so gut wie alle mit negativen Erfahrungen verbunden sind. Es gab vor vielen Jahren sogar mal eine »gute frage« zum Thema: [url]http://www.gutefrage.net/frage/kennt-jemand-den-novum-verlag
[/url]

Die Frage von Ben ist durchaus berechtigt: Bei BoD kostet Dich ein Buch, wenn es in den Handel soll € 19,00 an Vorkosten (Mastering, ISBN, Eintag ns VLB, Versand von Pflichtesemplaren etc.). Wenn es ohne ISBN bleiben kann, weil es nur für private Zwecke gewünscht wird, entstehen überhaupt keine Vorkosten. In beiden Fällen bezahlst Du dann nur noch die Druckkosten der tatsächlich bestellten Menge. Hier auf der BoD-Seite findest Du alle Informationen.

Du musst aber alles komplett anliefern: Den druckfertigen Buchblock, geschrieben, lektoriert, korrigiert und gesetzt – und auch das Cover. BoD bietet hierzu auch (z.T. kostenpflichitge) Alternativen an, hier im Forum gibt es ebenfalls Dienstleister, die diese Aufgaben für Dich übernehmen können.

Ein »Druckkostenzuschussverlag«, egal wie er heißen mag, ist kein seriöses Angebot, sondern will nur Dein Ego streicheln, um viel Geld für vergleichsweise wenig Leistung einzukassieren.

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (17.04.2017, 09:26)
Novum? Nie!!! Da werden vierstellige Kosten auf dich zukommen, und keine verlagsseitige Werbung, kein wirkliches Lektorat.

Bei BoD bist du in guten Händen. Die Kosten halten sich sehr in Grenzen, Lektorat (oder mindestens Korrektorat) solltest du machen lassen (hier sind einige Profis aktiv, die so etwas anbieten), Werbung musst du selber machen, aber das ist fast überall so.

Viel Erfolg

maryanne
NEU: Die Baumwollfarmerin. Roman

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Siegfried
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Re: selbstverlegen durch Druckkostenzuschuss?

von Siegfried (17.04.2017, 11:52)
wellwell hat geschrieben:
Jetzt würde ich gerne von erfahrenen Personen mehr darüber erfahren bzw. würde gerne ein paar Erfahrungsberichte und Meinungen über das Verlagen bei einem Druckkostenzuschussverlag hören. Zahlt sich soetwas denn aus?


Warum willst du für etwas mehrere Tausend Euro ausgeben, wenn du das gleiche Ergebnis für 19,- Euro haben kannst?

Ein Druckkostenzuschussverlag wird dir viel Geld dafür abnehmen für die Zusage, dein Buch in den Buchhandel zu bringen. Der DKZV macht dir eine Zusage, eine Auflagenproduktion von z. B. 2.000 Büchern zu starten - ob der DKZV das wirklich macht, bleibt offen.

Gedruckt werden aller Voraussicht nach nur wenige Hundert Exemplare: Ein paar Dutzend für vermeintliche Werbemaßnahmen, eine niedrige Hunderte-Auflage für dich, damit du dein eigenes Buch in der Garage, auf dem Dachboden oder im Keller stapeln kannst. Ein paar Hundert bleiben beim DKZV für den Fall, dass tatsächlich mal eine Bestellung eingeht. 2.000 gedruckte Exemplare werden zwar behauptet, aber nie durchgeführt.

Nach etwa einem Jahr meldet sich der DKZV bei dir mit der traurigen Nachricht, dass sich dein Buch entgegen aller Erwartungen nicht verkaufen lässt. Daher müsste jetzt die Restauflage verrramscht bzw. geschreddert werden. Um deine Bücher vor diesem Schicksal zu bewahren, bekommst du die Chance, die Bücher zum "Sonderpreis" zu kaufen. Im Klartext: Du bezahlst deine Bücher ein zweites Mal - erst beim Druck (du hast ja den kompletten Druck bezahlt), jetzt wegen der Schreddergefahr.

Solltest du die Restauflage tatsächlich retten wollen, druckt der DKZV erst jetzt die fehlenden Exemplare - natürlich zu einem günstogeren Preis, als du ihn genannt bekommen hast. Kaufst du die Restauflage nicht, gibt es auch nichts zu schreddern.

So wirst du zwei Mal vom DKZV abgefischt.

Überleg es dir drei Mal, bevor du diesen Haifischen dein sauer verdientes Geld in den Rachen schmeißt. Ein Buch in Eigenregie herauszubringen - also in Form eines On-Demand-Buches -, kostet dich nur einen Bruchteil dessen, was ein DKZV von dir haben will.

1 x DKZV = 100 verschiedene On-Demand-Titel!
Korrektorat: 1,- Euro pro angefangene 1.000 Zeichen // Layout Buchblock: 1,- Euro pro Seite // alle Preise zzgl. 19 % USt. // Buchcover 20,- oder 30,- Euro inkl. 19 % USt. // Sonderpreise auf Anfrage per E-Mail oder PN

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Judith
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Re:

von Judith (17.04.2017, 14:52)
Worauf ich immer wieder gern hinweise - zwar älter, aber immer noch aktuell - der Spiegel-Artikel zu DKZV.
Du willst mehr wissen? Bitte hier - meine Website.

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skipteuse
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Re:

von skipteuse (17.04.2017, 16:32)
Informier dich bitte VORHER genau.
Oft kommt danach das böse Erwachen ...
toi toi toi

Eloquenia
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Registriert: 19.04.2017, 10:39

Re:

von Eloquenia (19.04.2017, 11:40)
Mein Gartennachbar hat vor Jahren ein Buch geschrieben und auch verzweifelt nach einem Verlag gesucht. Nach vielen Absagen und noch mehr unbeantworteten Versuchen ist er letztendlich dann auch bei einem Druckkostenzuschussverlag gelandet.
Der Mann war 86 Jahre und hat vom Internet keine Ahnung, also denke ich mir es hätte nicht viel gebracht ihn auf eine Selbstveröffentlichung hinzuweisen.

Er war dann aber ehrlich gesagt mit der Betreuung sehr zufrieden und sein Buch hat sich auch einigermaßen gut verkauft, mir hat er zumindest berichtet er hat die Kosten wieder herinnen.

Also ich glaube schon, dass man damit einigermaßen Erfolg haben kann. Wie auch immer er das angestellt hat, ich habe das Buch nie gelesen;)

holz
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Re:

von holz (19.04.2017, 13:10)
Müßig, auf die Eingangsfrage zu antworten.

In verschiedenen Foren (lifestyle-forum, dsfo) tauchten in letzter Zeit Neulinge mit ähnlicher Frage auf und immer wurde wie beiläufig dieser Verlag erwähnt.
Sieht mir eher nach Namedropping aus.

Mal hatte ihn der Onkel empfohlen, mal wollte die Tante veröffentlichen und bei der Suche ist ihr Neffe darauf gestoßen. Und jetzt wird hier noch der Gartennachbar präsentiert.

Ihr wollt uns doch verar....

wellwell
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Re:

von wellwell (24.04.2017, 07:03)
Danke für eure zahlreichen Antworten!

Auch wenn das eine oder andere etwas schroff rüberkommt, weiß ich, dass ihr es ja nur gut meint.

Mir ist klar, dass ich mich mehr darüber informieren muss - das sollte man immer vor Investitionen machen book: Deswegen habe ich meine Frage ja auch an euch gestellt :)

sommerwind
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Re:

von sommerwind (27.04.2017, 19:53)
Der Mann war 86 Jahre und hat vom Internet keine Ahnung, also denke ich mir es hätte nicht viel gebracht ihn auf eine Selbstveröffentlichung hinzuweisen.

Ich finde es da immer ganz gut, wenn man weiß welche unterschiedlichen Möglichkeiten es alles gibt. Menschen sind verschieden und ihre Bedürfnisse auch. Wenn man ein Buch geschrieben hat, hat man ja schon mal eine Menge Zeit investiert, da kann man sich dann auch noch eine Weile gedulden, sich informieren, Verträge prüfen lassen etc, bis man eben eine Möglichkeit gefunden hat, die zu einem passt. Wichtig ist es, dass man mit seiner eigenen Entscheidung im Reinen ist.

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Monika K.
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Re:

von Monika K. (28.04.2017, 10:18)
holz hat geschrieben:
Müßig, auf die Eingangsfrage zu antworten.

In verschiedenen Foren (lifestyle-forum, dsfo) tauchten in letzter Zeit Neulinge mit ähnlicher Frage auf und immer wurde wie beiläufig dieser Verlag erwähnt.
Sieht mir eher nach Namedropping aus.

Mal hatte ihn der Onkel empfohlen, mal wollte die Tante veröffentlichen und bei der Suche ist ihr Neffe darauf gestoßen. Und jetzt wird hier noch der Gartennachbar präsentiert.

Ihr wollt uns doch verar....


Den Unterhaltungswert eines Sockenpuppentheaters darf man nicht unterschätzen. Ich bin auf die überraschende Wendung gespannt, mache mir bei diesem Veranstalter jedoch Sorgen, dass der Eintritt gar nicht frei ist und demnächst eine satte Rechnung kommt. :roll:

Viele Grüße,
Monika

edit: Übrigens braucht man gar nicht zum oben genannten Verlag zu gehen, wenn man Schwierigkeiten mit der Erstellung druckfähiger Dateien hat. Bei BoD hat man mit "Comfort" und den "Autorenservices" dieselben Möglichkeiten, wenn man das unbedingt möchte.
»Better a witty fool, than a foolish wit.« (Shakespeare’s »Twelfth Night«)

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JohnD.Sikavica
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Re: selbstverlegen durch Druckkostenzuschuss?

von JohnD.Sikavica (28.04.2017, 15:37)
wellwell hat geschrieben:
...man hat mir geraten mich hier genauer zu erkundigen. Und das mache ich auch jetzt book:

... wurde mir empfohlen mein Buch bei dem Druckkostenzuschussverlag Novum Verlag zu veröffentlichen.

... Zahlt sich soetwas denn aus? ...
Ich würde mich wirklich sehr freuen, wenn ihr eure Erfahrungen und Tipps mit mir teilt. Danke auf jeden Fall!!


Hallo, ehrlich gesagt kann ich die Frage nicht ganz ernst nehmen, aber vielleicht suchst ja wirklich nur Hilfe book:

Wenn Dir empfohlen wurde bei Novum zu veröffentlichen, warum dann die Frage im BOD-Forum? Ist mir schleierhaft. Wenn ich ein Auto kaufen möchte, z.B.: Einen Opel, dann gehe ich doch nichts ins Mercedes-Autohaus und frage dort was die davon halten!?! :shock::

Du fragst ob sich so etwas auszahlt. Na klar doch, für den Verlag. Das Internet ist voll mit Erfahrungsberichten und einen Taschenrechner kann glaub ich auch jeder bedienen. Sollte man davon ausgehen können, wenn man es schon geschafft hat ein Manuskript bis zum Ende zu bringen.

Also solltest tatsächlich vor dieser Entscheidung stehen, dann gibts nur einen Ratschlag: Finger weg, nichts unterschreiben und lies Dir mal die Hauptseite bei BOD durch oder vergleichbaren Verlagen.

Ich wünsche dir so oder so viel Glück und nichts für ungut falls es etwas hart rüberkam thumbbup

Eloquenia
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Registriert: 19.04.2017, 10:39

Re:

von Eloquenia (02.05.2017, 13:32)
sommerwind hat geschrieben:
Ich finde es da immer ganz gut, wenn man weiß welche unterschiedlichen Möglichkeiten es alles gibt. Menschen sind verschieden und ihre Bedürfnisse auch. Wenn man ein Buch geschrieben hat, hat man ja schon mal eine Menge Zeit investiert, da kann man sich dann auch noch eine Weile gedulden, sich informieren, Verträge prüfen lassen etc, bis man eben eine Möglichkeit gefunden hat, die zu einem passt. Wichtig ist es, dass man mit seiner eigenen Entscheidung im Reinen ist.


Aufklären zu den Vor- und Nachteilen ist ja auch hilfreich und soll ja auch geschehen. Ich für meinen Teil tu mir aber schwer jemanden von der Ferne etwas ausreden zu wollen wenn ich die Situation nicht genau kenne, Ferndiagnosen sind da nicht wirklich angebracht.
Wenn es für einem passt dann passt es und wenn man mit einer Variante ein besseres Gefühl hat, auch gut.

Die Geduld ist heutzutage aber schon sehr begrenzt, heute muss immer alles sofort gehen und keiner hat mehr Verständnis wenn mal etwas länger dauert.
Kann dann aber auch sein, dass die Qualität auf der Strecke bleibt.

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Monika K.
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Re:

von Monika K. (02.05.2017, 16:07)
Bis jetzt hat hier noch niemand ein stichhaltiges Argument genannt, das für einen DKZV und gegen BoD spricht. Insofern kann vom "Aufklären zu den Vor- und Nachteilen" keine Rede sein. Ich sehe hier nur auf der einen Seite Argumente gegen DKZV und auf der anderen Seite irgendetwas anderes, das für mich nicht greifbar ist, jedoch eloquent vorgetragen wird.

Die Beratung aus der Ferne ist etwas, das ein Internet-Forum von Natur aus mit sich bringt. Wer sich daran stört, sollte Foren vielleicht besser meiden und stattdessen die Nachbarn beraten.

Gruß,
Monika
»Better a witty fool, than a foolish wit.« (Shakespeare’s »Twelfth Night«)

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