Technische Fragen zum Coverdesign - lieber zu viel als zu wenig Auflösung/Bildgröße?

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Leanan Sidhe
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Technische Fragen zum Coverdesign - lieber zu viel als zu wenig Auflösung/Bildgröße?

von Leanan Sidhe (01.04.2020, 15:30)
Hallöchen ihr Lieben,

achja die Buchwelt ist wunderschön komplex, wie ich gerade feststelle, der Respekt vor einem fertigen Printbuch wächst und wächst wenn man bemerkt was da so alles dranhängt. Ich versuche mich gerade an einem eigenen (Print)Cover, an grafischen und künstlerischen Skills fehlt es nicht, aber die technischen Dinge bereiten mir gerade Kopfzerbrechen.

Ein Format auszusuchen (etwa A5 oder so) bekomme ich auch noch hin und dabei dann eben die nötigen Ränder usw. zu beachten. Ich habe lediglich was Bildgröße und Auflösung angeht noch ein paar Fragezeichen auf der Stirn.

Zahlen, die ich zur Auflösung von Printcovers immer wieder lese sind 300 Dpi manchmal auch 600, die höchste Zahl die mir je unterkam sind 1200 DPI. Aus der Größe des gewünschten Printcovers (etwa A5) ergeben sich natürlich auch cm-Maße die die Größe des Covers bestimmen. Soweit so gut. Ich könnte einfach in 300 DPI und den cm-Maßen für ein A5 Cover arbeiten nehme ich an. Das scheint recht gängig.

Allerdings würde ich "zur Sicherheit" eigentlich gern in höherer Qualität und ggf. Auflösung arbeiten, für den Fall dass ich das Ganze vllt doch auf ein größeres Cover transferieren will, oder sonst was und einfach damit die Qualität stimmt. Mein PC ist stark genug um auch Monsterformate mit 200 Ebenen auszuhalten. ;D (der Arme)

Allerdings habe ich auch schon irgendwo gelesen, das es ggf. Probleme machen kann, wenn man eine zu hohe Auflösung in den Druck gibt, weil fast kein Drucker etwa 1200 DPI überhaupt drucken kann und das File dann "downgesampeld" bzw. in eine geringere Auflösung gebracht wird oder so woran die Qualität wiederum leidet. Und mir geht es gerade darum, optimale Bildqualität zu haben...

Ich wüsste also gern, ob ihr in diesem Bereich Erfahrung habt - ist es sicherer oder irgendwie vorteilhaft etwa in größerem Format oder mit höherer Auflösung zu arbeiten? Ist es egal oder ist es sogar schädlich weil das Bild extern verkleinert oder in geringere Auflösung gebracht werden muss?

Erfahrungsgemäß leidet Qualität bei mir in Photoshop weniger, wenn ich Bilder verkleinere als vergrößere... Daher kommt die Überlegung. - Man merkt, ich habe kein Grafikstudium hinter mir, da wird einem sowas wohl beigebracht. xD

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mtg
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Re: Technische Fragen zum Coverdesign - lieber zu viel als zu wenig Auflösung/Bildgröße?

von mtg (01.04.2020, 18:29)
Moin!

Es hindert Dich niemand daran, eine Arbeitsdatei in höherer Auflösung anzulegen; erst, wenn das Format feststeht, sollte es eine 300 dpi 1:1-Datei sein. Dabei ist aber die Anlage in höherer Auflösung durchaus vorausschauend, wenn Dir noch nicht klar ist, wie das fertige Werk aussehen soll. Denk nur daran, dass die Relationen Breite x Höhe schon berücksichtigt sein sollten, sonst leidet eventuell die Komposition.

Und ein kleiner Tipp: DIN-Formate sind nach meiner subjektiven Erfahrung (ich hab auch mal mit A5 angefangen) nicht unbedingt geeignete Buchformate, sieht man mal von A4 für einen Bildband oder so ab. Schau einfach in Deinen eigenen Bücherschrank. Klassiker sind 9 x 12 cm für ein Taschenbuch oder 13,5 x 21,5 cm für ein klasssiches Buch, egal ob Paperback oder Hardcover. Ich persönlich arbeite auch gerne mit quadratischen Formaten (17 x17 cm), weil die Bücher dann aus der Menge herausstechen.

Man kann mit einem eher ungewöhnlichen Format, z. B. 17 x 22 cm, aber auch ein Statement abgeben. Es kommt halt immer darauf an, welchem Genre das Buch zuzuordnen ist, welchen Inhalt es hat … und vor allem welche Zielgruppe Du anvisierst. Und letztlich ist auch nicht ganz unwichtig, in welche Preisdimensionen Du durch das Format hineinstößt …

Für die letztgültige Covererstellung bietet BoD ein Berechnungstool.

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Siegfried
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Re: Technische Fragen zum Coverdesign - lieber zu viel als zu wenig Auflösung/Bildgröße?

von Siegfried (01.04.2020, 23:28)
Leanan Sidhe hat geschrieben:
Ein Format auszusuchen (etwa A5 oder so) bekomme ich auch noch hin und dabei dann eben die nötigen Ränder usw. zu beachten. Ich habe lediglich was Bildgröße und Auflösung angeht noch ein paar Fragezeichen auf der Stirn.


A5 - keine gute Idee. Sieht sehr nach Schulheft und wenig nach Buch aus.

Leanan Sidhe hat geschrieben:
Zahlen, die ich zur Auflösung von Printcovers immer wieder lese sind 300 Dpi manchmal auch 600, die höchste Zahl die mir je unterkam sind 1200 DPI. Aus der Größe des gewünschten Printcovers (etwa A5) ergeben sich natürlich auch cm-Maße die die Größe des Covers bestimmen. Soweit so gut. Ich könnte einfach in 300 DPI und den cm-Maßen für ein A5 Cover arbeiten nehme ich an. Das scheint recht gängig.


300 dpi ist für ein Buchcover absolut ausreichend. 1200 dpi sind nur notwendig, wenn es sich um eine Strichzeichnung handelt. Also Strichmännchen o. ä.

Leanan Sidhe hat geschrieben:
Allerdings würde ich "zur Sicherheit" eigentlich gern in höherer Qualität und ggf. Auflösung arbeiten, für den Fall dass ich das Ganze vllt doch auf ein größeres Cover transferieren will, oder sonst was und einfach damit die Qualität stimmt.


Mach es, wie es mtg vorgeschlagen hat: Erzeuge eine Arbeitsdatei in ausreichender Größe. Ein Softcover im Format 13,5 x 21,5 cm mit 200 Seiten 90 g/m² benötigt ein Cover von 22,5 x 29,2 cm. Natürlich kann man jetzt ein paar Zentimeter draufpacken, etwa 33,75 x 43,8 cm (Faktor 1,5). Die Auflösung muss deshalb nicht geändert werden. Ich arbeite immer mit dem späteren Zielformat. Soll das Cover tatsächlich - aus welchen Gründen auch immer - in der Größe geändert werden, wird es komplett neu erzeugt. Das ist - m. E. - wesentlich einfacher als die ganze Hin-und-Her-Rechnerei.

Leanan Sidhe hat geschrieben:
Allerdings habe ich auch schon irgendwo gelesen, das es ggf. Probleme machen kann, wenn man eine zu hohe Auflösung in den Druck gibt, weil fast kein Drucker etwa 1200 DPI überhaupt drucken kann und das File dann "downgesampeld" bzw. in eine geringere Auflösung gebracht wird oder so woran die Qualität wiederum leidet. Und mir geht es gerade darum, optimale Bildqualität zu haben...


Warum willst du ein Buchcover, für das 300 dpi völlig ausreichend sind, unbedingt auf 1.200 dpi aufpumpen? 300 dpi sind absolut ausreichend. Notfalls mit 350 oder 400 dpi erzeugen, um evtl. Abweichungen oder Falsch-Rundungen zu vermeiden (habe bereits mehrfach 300 dpi-Umschläge als 299,75 dpi vom BoD-Server angemeckert bekommen) - mehr ist Unsinn.
Korrektorat: 1,- Euro pro angefangene 1.000 Zeichen // Layout Buchblock: 1,- Euro pro Seite // zzgl. 16 % USt. (bis Jahresende 2020) // Buchcover 20,- oder 30,- Euro inkl. 16 % USt. (bis Jahresende 2020) // Sonderpreise auf Anfrage per E-Mail oder PN

Leanan Sidhe
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Re: Technische Fragen zum Coverdesign - lieber zu viel als zu wenig Auflösung/Bildgröße?

von Leanan Sidhe (03.04.2020, 11:22)
Vielen dank für eure Antworten. :)

@mtg danke für den Tipp bei den Formaten schaue ich nochmal nach eigentlich wollte ich ein ziemlich standardisiertes Format nehmen aber möglicherweise habe ich A5 aber auch verwechselt.

@Siegfried ich arbeite mich gerade in das Thema ein 1200 war die höchste DPI Zahl die mir bzgl. der Gestaltung eines Buchcovers unterkam. Das es die Auflösung für etwa Landkarten und Dinge mit sehr feinen Strichen ist fand ich auch erst später heraus. Dann werde ich wohl doch um die 300/350 DPI arbeiten.

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