Vom Umgang mit Büchern ...

Preisaktionen, Social Media, Blogger-Relations, Pressearbeit: Marketingmaßnahmen für euer Buch.


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skipteuse
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Vom Umgang mit Büchern ...

von skipteuse (22.04.2010, 13:00)
Einige Autoren - Barbara Schilling; Heinz W. Pahlke, u.a. - zum Thema "Umgang mit Büchern":
Online-Artikel "Buchpflege: Umgang mit Büchern und Tipps zum Reparieren" von Thorsten Boose:
www.philognosie.net/index.php/article/a ... iew/923/2/

CeKaDo

Re:

von CeKaDo (23.04.2010, 19:52)
Mein Buch darf offiziell als Wackelverhinderer unter Tischen und Wurfgeschoß gegen bellende Hunde genutzt werden.

Das steht so im Buch zu lesen.


cheezygrin


CeKaDo

Re:

von CeKaDo (24.04.2010, 13:46)
Hilft aber nicht wirklich den Verkauf zu fördern cheezygrin

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Anke Höhl-Kayser
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Re:

von Anke Höhl-Kayser (24.04.2010, 14:15)
CeKaDo hat geschrieben:
Hilft aber nicht wirklich den Verkauf zu fördern cheezygrin


Vielleicht würde es nützen, wenn Du dazu schreibst, dass man zum Werfen auf große Hunde mehrere Exemplare zur Hand haben sollte :lol: ?

CeKaDo

Re:

von CeKaDo (25.04.2010, 10:11)
Coole Idee!

Das ändere ich dann mit der nächsten Auflage cheezygrin

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skipteuse
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Re:

von skipteuse (25.04.2010, 16:46)
Gilt das auch für nervtötende Nachbarn?

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Anke Höhl-Kayser
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Re:

von Anke Höhl-Kayser (25.04.2010, 20:43)
Für nervtötende Nachbarn könnte man dann den preisreduzierten Zehner-Wurfbuchblock anbieten.
Vielleicht mit dem Werbeaufkleber "Echt der Hammer!"

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gedankendichter
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Re:

von gedankendichter (25.04.2010, 22:00)
Ich empfehle für nervtötende Nachbarn: FAUST
Schwere Kost!
Haut einen direkt um, wenn man ihn von Goethe bekommt!

Peter

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Nicolas Fayé
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Re:

von Nicolas Fayé (26.04.2010, 05:51)
Besser noch: Schedelsche Weltchronik, schön groß, um die 7kg. Da ist der Faust nur ein Kitzeln.

Äh, kann mir jemand beim Tragen helfen? :D
Viele Grüße von Nicolas

Geduld ist eine Tugend
http://www.romanzeit.de
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MarleneGeselle
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Re:

von MarleneGeselle (26.04.2010, 10:12)
Bücherdomino, sage ich da nur! Man baue ca. 70 Bücher so auf wie Dominosteine, die man umkippen möchte. Ein Stupser - viel Wirkung. Macht sich am besten gegen 3.30 Uhr in hellhörigen Mietskasernen mit ruhebedürftigen Beamtenwitwen. cheezygrin
Es gibt kein größeres Laster als Tugend im Übermaß.
www.marlenegeselle.de

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Anke Höhl-Kayser
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Re:

von Anke Höhl-Kayser (26.04.2010, 14:30)
gedankendichter hat geschrieben:
Ich empfehle für nervtötende Nachbarn: FAUST
Schwere Kost!
Haut einen direkt um, wenn man ihn von Goethe bekommt!


Der Faust ist ein wirklich schlagendes Argument, da stimme ich Dir zu. Besonders direkt auf's Auge.

Dummerweise fördert der den eigenen Umsatz nicht, und der gute Goethe hat nichts mehr davon.

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Anke Höhl-Kayser
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Re:

von Anke Höhl-Kayser (26.04.2010, 14:35)
MarleneGeselle hat geschrieben:
Bücherdomino, sage ich da nur! Man baue ca. 70 Bücher so auf wie Dominosteine, die man umkippen möchte. Ein Stupser - viel Wirkung. Macht sich am besten gegen 3.30 Uhr in hellhörigen Mietskasernen mit ruhebedürftigen Beamtenwitwen. cheezygrin


Klasse Verkaufsidee! Das "Bücherdomino zur umgehenden Klärung hausgemeinschaftsinterner Differenzen" mit Gebrauchsanleitung! Das Großpaket mit 140 Büchern für Mehrfamilienhäuser mit mehr als drei Etagen!

CeKaDo

Re:

von CeKaDo (26.04.2010, 19:24)
Beim Thema Nachbarn cheezygrin



Himmlisch

Der Mond verschwindet hinter einer Wolke. Gut so! Meine Taschenlampe blitzt kurz auf und ich werfe einen letzten Blick auf mein notwendiges Zubehör für die geplante Aktion. Zange, Brechstange, Hammer und Draht in ausreichender Menge. Ein kurzer Blick an mir herunter bestätigt noch meine dunkle Kleidung. Das Gesicht ist geschwärzt und in Gedanken gebe ich mir einen Stoß. Was sein muss, muss sein. Ich achte auf jeden Stein, jeden Ast, der auf meinem Weg in Richtung Haus liegt. Kein Geräusch darf zu hören sein. Leise schleiche ich mich durch den verwüsteten Garten und halte atemlos inne, als ich ein Geräusch aus dem Haus höre. Oben im ersten Stock geht das Licht an. Milchglasscheibe, Badezimmer denke ich. Der alte Sacke geht pinkeln. Scheinbar ewig dauert es, bis ich die Spülung höre und das Licht wieder ausgeschaltet wird. Offenbar hat er es mit der Prostata. Für eine Operation zu feige, aber ansonsten dreist wie eine Kanzlerin auf Drogen.

Ich schleiche mich bis zur Hauswand und drücke dabei den Werkzeugbeutel fest an mich. Nichts darf jetzt klappern oder klirren. Mir juckt es im Nacken, der Schweiß läuft mir in die Augen.

Keine Bewegung, ich lausche in die dunkle Nacht. Vor mir, in greifbarer Nähe, sehe ich die Schemen einer Tür. Hier muss es sein. Vorsichtig und unendlich langsam schiebe ich mich aus der Hocke herauf und drücke sachte die Türklinke. Ich werde fast verrückt vor Freude und kann mich gerade noch so beherrschen, nicht aufzujubeln. Die Tür ist unverschlossen! Welch ein Glücksfall, triumphiere ich innerlich.

Millimeterweise ziehe ich die Tür auf, jedes Geräusch vermeidend. Jetzt hat sie im Türspalt Platz genug für meinen gespannten Körper und ich zwänge mich vorsichtig ins Innere. Hier ist es noch dunkler, doch ich weiß, wohin ich muss. Behutsam drehe ich mich um und ziehe die Tür wieder Stück für Stück hinter mir zu. Der Raum ist fensterlos, wie ich weiß und ich kann meine Taschenlampe einschalten. Unmittelbar vor meinen Füßen liegt Werkzeug und Erleichterung über meine Umsicht macht sich in mir breit. Wäre ich auch nur einen Schritt weiter gegangen, hätte es scheppernde Geräusche gegeben und das Chaos wäre perfekt gewesen. Glück gehabt!

Ich blicke mich um und da steht das Objekt meiner Begierde. Ich gleite leise darauf zu und mit ein paar routinierten Handgriffen öffne ich den geheimen Verschluss. Jetzt kommt die Zange zum Einsatz und dank jahrelanger Übung ist mein Werk schnell vollbracht. Hier und da richte ich jetzt absichtlich ein paar irreführende Spuren her und dann wird es höchste Zeit zu verschwinden. Ich schalte meine Lampe aus und drücke sachte die Tür einen Spalt auf. Fast wittere ich wie ein Hund nach draußen, doch es ist alles ruhig. In der Ferne prügeln sich Katzen und im Haus über mir höre ich lautes Schnarchen. Leise schiebe ich mich durch den Türspalt und drücke sie hinter mir wieder zu. Es fällt mir schwer, jetzt nachträglich noch mit der Brechstange ein paar Kratzer ins Holz zu ritzen. Doch meine Ungeduld muss ich zügeln. Es muss getan werden, um später keinen Verdacht auf mich zu lenken.

Ich robbe aus dem Garten heraus und laufe geduckt an der Hecke entlang nach Hause. Jetzt schnell waschen, die verdächtigen Geräte und Kleidungsstücke verstecken und dann ins Bett. An Schlafen ist jetzt nicht zu denken, doch ich muss morgen früh, wenn die Polizei kommt, verschlafen aussehen. Tatsächlich schaffe ich es, in unruhigen Dämmerzustand zu verfallen.

Doch pünktlich um 6 Uhr höre ich wie immer das Poltern von nebenan. Ich blinzele kurz und versuche mich zu orientieren. Da ertönt das gewohnte Geräusch des Anlaufens der Kreissäge meines seit drei Jahren bauenden Nachbarn. Ich stehe nahezu senkrecht im Bett.

Doch heute ist es anders. Unmittelbar nach dem ersten Jaulen der Säge ertönt ein schriller und unglaublich lang anhaltender, fast unmenschlicher Schrei. Stille tritt ein, scheinbar die ganze Welt hält den Atem an. Selbst ich wage es kaum, Luft zu holen.

Wenige Minuten später dann das laute Tatütata der Feuerwehr und des Rettungsdienstes. Jetzt kann ich ans Fenster gehen. Ich sehe, wie sie versuchen, meinen Nachbarn wieder zu beleben. Ich weiß, es wird schwer werden, denn das Sägeblatt steckt tief in ihm.

Ob sie mich fragen werden? Immerhin bin ich sein Nachbar und Maschinenbauer von Beruf.

Doch die Ruhe wird ab sofort himmlisch sein.


Auszug aus "Übernächtliches - Mensch hat´s nicht leicht" :wink:

Ich liebe diese Geschichte und vorgelesen kommt sie noch besser als "nur gelesen.

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