BoD-Qualität

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Walter Roeder
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BoD-Qualität

von Walter Roeder (11.06.2010, 12:59)
Die Qualität von „BoD“ ist ein Problem. Das Problem sind nicht alle Bücher, sondern vor allem die „nicht tolerierbaren“.

Nun hab ich eine Idee. Darauf gekommen bin ich durch die Ambassador-Diskussion. Hundert BoD-Fans (mit mindestens einem realisierten BoD-Buch) sind ja ein Potential. Und ich gehe davon aus, dass alle Ambassador-Bücher „tolerierbar“ sind. Und ich gehe zweitens davon aus, dass jeder Ambassador in der Lage ist, aus einem „nicht tolerierbaren“ Buch ein „tolerierbares“ zu machen. Mit einem Aufwand von wenigen Stündlein. Gegen ein kleines Entgelt.

BoD könnte also eine neue Dienstleistung anbieten, vielleicht „Mini-Korrektorat“ oder ähnlich genannt.

Das ist kein Vorschlag, sondern lediglich eine Idee. Vielleicht war sie schon einmal im Gespräch und wurde geprüft und abgelehnt. Vielleicht sind meine Voraussetzungen falsch. Vielleicht finden sich keine Toleratoren. Ich bringe die Idee einfach mal ein.

Viele Grüsse
Walter

Das Grundgesetz der Gesundheit
( Autor / Kurzbeschreibung / Libri )

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Bärentante
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Re:

von Bärentante (11.06.2010, 13:18)
Hallo Walter,

wie kommst Du darauf, dass die (auf Bewerbung ernannten) Ambassadoren besser sind als "normale" Forumsmitglieder oder Menschen? :roll:
Liebe Grüße
Christel

büchernarr

Re:

von büchernarr (11.06.2010, 13:24)
Bärentante hat geschrieben:
Hallo Walter,

wie kommst Du darauf, dass die (auf Bewerbung ernannten) Ambassadoren besser sind als "normale" Forumsmitglieder oder Menschen? :roll:


Ist mit dieser Frage der Tatbestand der Majestätsbeleidigung schon erfüllt?
Gruß
Bernd

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SandraR
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Re:

von SandraR (11.06.2010, 13:24)
Walter die meisten von uns betreiben das Schreiben als Hobby, woher also die Zeit nehmen? Lektorieren und korrigieren würde ich niemals! Beides sind nach meiner Meinung noch immer Berufe die einem Germanisten gut anstehen.
Designer ist für mich ebenfalls ein Beruf, wenn meine Designerin in Urlaub ist, sieht man es dem Bucheinband an. Ich kann meiner Designerin sagen wie es aussehen soll aber machen kann ich es nicht.
Ich kann Buchblock setzen, ich kann auch sehr gut Pressemitteilungen schreiben und Internetwerbung machen, nur bezahlen kann dies vermutlich ein durchschnittlicher Bodautor nicht. Würde ich es nicht für mich machen, müsste ich meinen Arbeitsausfall berechnen und der würde nach meinem realen Stundentarif angesetzt werden und ich arbeite als Projektmanager, ab und an als Übersetzer.
Natürlich gibt es hier Autoren die aus der Werbung kommen, die sind sicherlich erfreut über einen neuen Kunden (Matthias, Barbara). Aber so etwas gibt es nicht zum Billigtarif und dies ist auch richtig so.
http://russland-buecher.ru und http://twitter.com/russlandbuecher und bei Facebook, XING und Brainguide Sandra Ravioli

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mtg
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Re:

von mtg (11.06.2010, 13:24)
Bärentante hat geschrieben:
Hallo Walter,

wie kommst Du darauf, dass die (auf Bewerbung ernannten) Ambassadoren besser sind als "normale" Forumsmitglieder oder Menschen? :roll:

Weil sie sich z.T. so gerieren ...

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SandraR
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Re:

von SandraR (11.06.2010, 13:26)
Ich verstehe Walters frage so, dass man dies dann für Lau machen sollte cheezygrin also nicht besser sondern blöder angle:
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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (11.06.2010, 13:30)
Hallo Walter,
Bärentantes Frage schließe ich mich an. Unter welchen Voraussetzungen ist ein Buch für dich tolerierbar? Welche Kriterien legst du zugrunde?

Wie schon im Ambassadoren-Thread deutlich gemacht wurde, soll ja die Werbung für bod die eigentliche Aufgabe dieser Botschafter sein.
Wenn ich meine Schuhe reparieren lassen möchte, gehe ich zum Schuster, und nicht zur Schuhverkäuferin - soweit zum Thema Lektorat & Co.

Es gibt hier im Forum ja einige Leute, die in vielerlei Hinsicht qualifiziert sind und seit langem mit hilfreichen Ratschlägen den Fragestellern zur Seite stehen. Und ein Lektorat bietet ja bod selbst an. Ein bisschen Lektorat gibt es ebenso wenig wie ein bisschen schwanger. Und warum sollten Ambassadores so selbstlos sein, ihre Arbeit für ein Taschengeld anzubieten?

Gruß
Haifischfrau
NEU: Die Baumwollfarmerin. Roman

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Torsten Buchheit
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Re: BoD-Qualität

von Torsten Buchheit (11.06.2010, 13:41)
Walter Roeder hat geschrieben:
Nun hab ich eine Idee. Darauf gekommen bin ich durch die Ambassador-Diskussion. Hundert BoD-Fans (mit mindestens einem realisierten BoD-Buch) sind ja ein Potential. Und ich gehe davon aus, dass alle Ambassador-Bücher „tolerierbar“ sind. Und ich gehe zweitens davon aus, dass jeder Ambassador in der Lage ist, aus einem „nicht tolerierbaren“ Buch ein „tolerierbares“ zu machen. Mit einem Aufwand von wenigen Stündlein. Gegen ein kleines Entgelt.


Hallo Walter,

nach meiner Meinung sind deine Annahmen nicht richtig.

Die Qualität der von den Ambassadoren herausgebrachten Büchern ist beim Auswahlverfahren nicht überprüft worden, deshalb kann man sie nicht von vorneherein als tolerierbar annehmen.

Um aus einem nicht tolerierbaren Buch ein tolerierbares zu machen, braucht es ein Korrektorat, ein Lektorat und einen Layoutfachmann. Das ist was für Profis. Davon abgesehen unheimlich zeitaufwendig. Weil es richtige Arbeit ist, verdient die Tätigkeit es dann auch, mit richtigem Geld bezahlt zu werden. Hier im Forum sind mir manche Autoren bekannt, die diese Arbeiten profossionell anbieten oder wenigstens anbieten könnten (auch wenn sie es aus Bescheidenheit nicht tun). Diejenigen, an die ich hier denke, sind ausgerechnet keine Ambassadoren. Na ja, das kann sich ja auch ändern.

Viele Grüße

Torsten
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Hanibal

Re:

von Hanibal (11.06.2010, 15:04)
Walters Idee ist vom Ansatz her gar nicht schlecht, vielleicht nur etwas unglücklich formuliert? Es geht doch um die Qualität eurer Bücher bei knapper (eigener) Kasse.

Als neutraler Leser, der Bücher fast ausschließlich im traditionellen Buchhandel erwirbt, (gute Qualität, Kompetenz, persönliche Beratung) wundere ich mich schon lange darüber, dass man dort wenig Angebote von BoD findet. Fragt man nach, erhält man oft den Hinweis auf mangelnde Qualität (?) In den Leserforen der Internetanbieter (z. B. amazon) kommen "Werke" von Autoren, die mit BoD veröffentlicht haben, meistens nicht gut weg. Jüngst gelesen:

Zitat:... ich glaube aber, dass der hohe Anteil miserabler Autoren bei BOD dafür sorgt, dass BOD-Veröffentlicher von vielen zunächst mal als schlechte Autoren eingestuft werden, sofern sie nicht das Gegenteil beweisen, während man bei normalen Verlagsautoren wohl erst mal neutraler eingestellt ist und nur keine Vorurteile hat. Und das ist als Käufer einfach schwer abzustellen, glaube ich, so dass der Schrott eben auch die mit runterzieht, deren Texte veröffentlichungs- und lesenswert wären. Die Verkaufszahlen von BOD-Büchern zeigen ja, dass sich das meistens im einstelligen Bereich bewegt und vieles noch gar nicht (zumindest über amazon) verkauft wurde, und das hat sicher auch mit dem schlechten Ruf von bod zu tun. Zitatende

Es ist doch nur verständlich, wenn jemand laut darüber nachdenkt, wie man generell eine Qualitätsverbesserung erreichen könnte. Warum also nicht die eine oder andere Möglichkeit in Erwägung ziehen?

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (11.06.2010, 15:19)
Hanibal hat geschrieben:
Es ist doch nur verständlich, wenn jemand laut darüber nachdenkt, wie man generell eine Qualitätsverbesserung erreichen könnte. Warum also nicht die eine oder andere Möglichkeit in Erwägung ziehen?


Weil das was mit "Wollen" zu tun hat. Und dieses Wollen setzt etwas voraus - Selbsteinsicht - und zieht etwas nach sich - Arbeit, herte Arbeit - und beides ist für die Mehrzahl der BoD-Autoren unerträglich.

Man will veröffentlichen - von Qualität hat da keiner gesprochen. Und wenn es noch so schlecht ist, man darf sich Autor (oder gar: Schriftsteller) nennen und seiinen Freunden und Bekannten die Amazon-Seite mit dem eigenen Werk präsentieren.

Sollte sich dann noch jemand erdreisten, das Buch in irgendeiner Weise zu kritisieren, etwa durch Hinweise auf Rechtschreib- oder Zeichensetzungsfehler, dann gibt es die volle Breitseite: von der "eigenen Genialität" bis hin zum "persönlichen Ausdruck des Kunstschaffenden, für den Rechtschreibregeln nur unnötige Grenzen sind".

Frag doch mal herum, wie viele Leute hier im Forum sich mit Zeichensetzungsregeln befassen. Solange das Manuskript deshalb nicht zurückgewiesen wird, sind die Regeln des Schriftdeutschen doch völlig egal. Deshalb wird sich das Image von On-Demand-Büchern nie verbessern. Man kann selbst nur versuchen, sich positiv aus dieser Menge hervorzuheben (ein halbwegs fehlerfreies Buch - 1 Fehler auf 30.000 Zeichen - hätte allein dadurch schon ein Werbeargument! :twisted: ).

Grüße
Siegfried

Hanibal

Re:

von Hanibal (11.06.2010, 15:45)
Hallo Siegfried,

Absicht oder Oberflächlichkeit?

Zwei Rechtschreibfehler. Auch BoD Autor? cheezygrin

chnuppesaager

Re:

von chnuppesaager (11.06.2010, 16:00)
Siegfried hat geschrieben:
Deshalb wird sich das Image von On-Demand-Büchern nie verbessern.


Völlig richtig. Das BoD-System ist eben nun einmal ein System, welches (nahezu) ALLES veröffentlicht. Um also das Image von BoD zu verbessern, müsste die Masse der BoD-Bücher einen Qualitäts-Quantensprung machen. Selbst wenn das wider Erwarten geschähe, nützte es dem einzelnen BoD-Autoren herzlich wenig, denn er sähe sich nun plötzlich unerwartet harter Konkurrrenz ausgesetzt ...

cheezygrin

So bleibt als Konsequenz das, was Siegfried meinte: Man muss nach sich selber gucken und versuchen, durch Qualität zu überzeugen.

Verantwortung für das eigene Produkt übernehmen ...

So oder so, die Spreu trennt sich immer vom Weizen - früher oder später.

Viele Grüße,

ich
Zuletzt geändert von chnuppesaager am 11.06.2010, 16:33, insgesamt 3-mal geändert.

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Torsten Buchheit
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Re:

von Torsten Buchheit (11.06.2010, 16:09)
Siegfried hat geschrieben:
Deshalb wird sich das Image von On-Demand-Büchern nie verbessern. Man kann selbst nur versuchen, sich positiv aus dieser Menge hervorzuheben.


Leider ist es nicht möglich, die Qualität aller BoD-Bücher anzuheben. Also bleibt das Image schlecht. Sinnvoll wäre eine externe Qualitätsbewertung mit einer Art Qualitätssiegel, um dem Leser zu helfen, die Spreu vom Weizen zu trennen. Einen Ansatz in dieser Richtung hat ja Heinz schon mit seiner Website Buchentdeckungen. Einen anderen Ansatz hat BoD mit seiner Edition BoD (wobei ich als Kunde bei egal welchem Produkt immer skeptisch bin, wenn ein firmeneigenes Qualitätssiegel draufpappt).
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mtg
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Re:

von mtg (11.06.2010, 16:10)
Wir befinden uns mal wieder in der alten und wohl nie aussterbenden Diskussion, wer schuld daran ist, dass das eigene Buch einfach kein Erfolg wird.

Die einfachste Antwort ist immer: Das böse BoD, weil da jeder jeden Sch... veröffentlichen kann.

Die richtige Antwort ist: Weil es einfacher ist, die Schuld bei jemand Anderem zu suchen als bei sich selbst.

Ich hatte neulich ein Gespräch mit der Einkäuferin von Hugendubel Berlin, um ihr mein »Endlich mal was Positives« anzubieten und erwähnte versuchsweise, dass BoD-Bücher im Buchhandel ja einen nicht so tollen Ruf hätten. Ihre Antwort war, dass es diesen »Ruf« nicht gäbe – weil sie jedes Buch ins Sortiment aufnimmt, von dem sie thematisch, inhaltlich und formell überzeugt ist und für das sie auch eine Absatzchance sieht. Und es muss über das VLB bzw. über den Großhandel beziehbar sein.

Ergo: Jedes Buch muss für sich selber sprechen können. Bei BoD-Büchern müssen aber auch die Autoren neben schreiben noch sprechen können, weil sie die Vermarktung selbst durchführen müssen (bzw. dürfen ...). Das ist nämlich der Casus Knacktus.

Das kollektive Wehklagen ist das Eingeständnis des eigenen Unvermögens.

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SandraR
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Re:

von SandraR (11.06.2010, 16:28)
Matthias für mich ist es typisch Deutsch, man muss xxx und am Besten noch per Gesetz! Bloß nicht verantwortlich sein, dann frage ich mich aber, wenn jemand nicht sein eigenes Ding machen will, warum publiziert er dann bei BoD?
Ganz einfach wer nicht selbst Verantwortung tragen will, der soll hier nicht publizieren anstelle allen anderen mit ein und dem selben gelabber auf den Nerv gehen.
Ihr habt Mist gebaut? Kommt vor, wir mussten alle lernen, dann macht es beim nächsten Buch besser oder macht eine zweite Auflage!
Es gibt Bücher in den Buchhandlungen von BoD und manchmal sogar ohne dass jemand dafür ins Buchgeschäft latschen musste. Anstelle ins kollektive Wehklagen zu verfallen nehmt Euch ein Beispiel an Judith, an Matthias etc.etc. komischerweise klagen nur die, die keinen Erfolg haben. Suchfunktion benutzen, den das Thema ist seit Jahren schon durch, und immer sind jene die am meisten geklagt haben schon lange nicht mehr im Forum.
Fehler sind menschlich, korrigieren davon lernen und gut ist es! Und immer zuerst vor der eigenen Haustüre kehren!
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