Zwei Buchprojekte nebeneinander... ?

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Blanca Imboden
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Zwei Buchprojekte nebeneinander... ?

von Blanca Imboden (17.07.2010, 15:52)
Gibt es jemanden, der ZWEI Bücher gleichzeitig schreibt????
Ist das möglich?
Zu gefährlich?
Machbar?
Stocke gerade in der einen Geschichte, habe aber richtig gute Ideen für etwas Neues und hätte Lust zum Anfangen.

Wie denkt ihr darüber?
Blanca
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«Allein in Afrika», 2005
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mtg
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Re:

von mtg (17.07.2010, 16:18)
Machbar ist theoretisch alles ... ich habe gerade drei Projekte nebeneinander. Aber die sind so dermaßen unterschiedlich, dass sie sich gegenseitig nicht wehtun. Anders wäre das auch kaum möglich...

chnuppesaager

Re:

von chnuppesaager (17.07.2010, 16:19)
Hoi Bianca,

normalerweise ist es so, dass man sich auf EINE Sache konzentrieren soll, so sagt man (!) ... Allerdings fänd ich's absurd, bei einer Blockade des eigentlich vorrangigen Projektes die enstehende Kreativität für ein anderes Projekt geradezu "abzutöten", enfach nur so aus einem Prinzip heraus.

Ich glaube, Kreativiät soll man nie beiseite schaffen, ganz egal, wo sie entsteht.

Grüße

mimicossell
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Re:

von mimicossell (17.07.2010, 16:24)
Klar, es gibt viele Autoren, die zwei Bücher gleichzeitig schreiben. Oft muss man auch ein Buch lektorieren, während das nächste bereits in Arbeit ist. Das ist aber nicht für jeden einfach. Notiere zunächst mal deine Ideen für das neue Manuskript - oder den kompletten Plot. Dann mach dich ans Schreiben.

Wenn du dabei merkst, dass es dir schwerfällt, zwei Projekte gleichzeitig zu bearbeiten, hast du zumindest das Wichtigste niedergeschrieben und kannst sofort loslegen, wenn das erste Manuskript fertig ist.

Liebe Grüße, :D

Bettina

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JulyRose
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Re:

von JulyRose (17.07.2010, 16:48)
Jaaaa, es gibt viele Möglichkeiten, vom Schreiben des aktuellen Buchs ablenken zu wollen. Zum Beispiel: eine neue Buchidee.

Gehört dazu. Muss man durch. Darf man sich bloß nicht drau einlassen.

Meist ist es, wenn man sich aufs neue Buchprojekt einlässt, dann so, dass nach 50 oder 100 Seiten die Luft ausbleibt, weil ... (man wird es sich denken können ...) da schon wieder eine Idee für ein völlig anderes Projekt ist, die so viel spannender, aufregender, schillernder ist.

Eins nach dem anderen. (Abgabetermine helfen. Da hat man gar keine Zeit für neue Ideen, für Midbookblues und ähnliche Ablenkungsmanöver. Also: es hilft bedingt.)

LG, Juliane
Das Lied der Sonnenfänger (Januar 2011)
Die Rose der Kreuzritter (März 2011)

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Blanca Imboden
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Re:

von Blanca Imboden (17.07.2010, 17:52)
DANKE für die Antworten.

Mein letztes Buch schrieb ich unter Zeitdruck und es war gut für mich. Ich war immer in der Geschichte drin, immer dran, es floss. Jetzt habe ich Zeit zum Rumlümmeln, tue dies auch, und dadurch entferne ich mich ständig von der Geschichte, muss mich wieder reinfinden. Ihr versteht schon...

Also mache ich es, wie mir empfohlen:
Ich werde die neue Idee ausführlich skizieren, abspeichern und mich dann daran machen, mein angefangenes Werk endlich zu Papier zu bringen. Im Kopf ist es längst fertig.

Blanca
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«Allein in Afrika», 2005

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (18.07.2010, 22:12)
Hallo Blanca,
ich oute mich als "zwei Bücher gleichzeitig Schreiberin", was aber nicht heißt, dass ich täglich an beiden Büchern arbeite.
Im vorigen Jahr habe ich meinen Roman (Grenzlandfrau) und gleichzeitig ein Fachbuch geschrieben. Die Grenzlandfrau ging dann auch beim Verlag sehr schnell, während das Fachbuch etwas mehr Zeit brauchte. Es wird nun im September 2010 erscheinen.
Derzeit arbeite ich an zwei Romanen, habe einem von beiden die Priorität gegeben, aber die Recherchen beziehen sich teilweise auf beide, da es zeitliche Überschneidungen gibt und ich immer den realen historischen Hintergrund mit einbeziehe. Für beide Projekte habe ich die Zusage des Verlags.
Es hat sich als hilfreich erwiesen, ein Buch (Belletristik) rechtzeitig für den Weihnachtsverkauf zu veröffentlichen - ob ich es bis Oktober schaffe, steht in den Sternen - derzeit hängt es von den Temperaturen ab.
Also "falsch" finde ich daran gar nichts.

lg
Haifischfrau
NEU: Die Baumwollfarmerin. Roman

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Manu
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Re:

von Manu (18.07.2010, 22:39)
Ich sehe das ähnlich wie maryanne. Ich bin parallel mit meinem zweiten Katzenkrimi und der Anthologie beschäftig. Bei meinem Katzenkrimi gabs eine Zeit lang eine Blockade, ich kam bei einem Kapitel nicht von der Stelle, also hab ich das auf Seite geschoben und in der Zwischenzeit zwei Kurzgeschichten geschrieben.
Jetzt habe ich den Kopf wieder frei und bin auch mit dem sperrigen Kapitel ins Reine gekommen. Ich denke nicht, dass man sich durch ein Buch kämpfen muss. Für mich ist es besser, den Stoff eine Weile nicht zu beachten und in der Zeit das Unterbewußtsein wirken zu lassen. Ich vertraue fest darauf, dass mit die rettende Idee dann eines Tages deutlich vor Augensteht, als wäre es das selbstverständlichste von der Welt smart2

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (19.07.2010, 07:40)
Ja, Manu so geht's mir auch. Ich hatte die nebenbei geschriebene Kurzgeschichte für die Antho vergessen zu erwähnen: mal zwischendurch etwas ganz anderes - einen Kurzkrimi - zu schreiben fand ich durchaus befreiend. Obwohl im Krimi naturgemäß Blut floss, kam das Heitere dabei nicht zu kurz, anders als in meinen Romanen.

maryanne
NEU: Die Baumwollfarmerin. Roman

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Nicolas Fayé
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Re:

von Nicolas Fayé (19.07.2010, 10:18)
Im Moment schreibe ich den zweiten Roman (derzeit mit einer Pause, da ich auf dringende historische Hintergründe aus Spanien und Frankreich warte), zur Aufheiterung probiere ich mich gleichzeitig an einer tiefschwarzhumorigen Satire und schreibe ab und an ein paar Kurzgeschichten. Und damit keine Langeweile aufkommt redigiere ich auch noch ein Kinderbuch meinr Frau. :roll:
Viele Grüße von Nicolas

Geduld ist eine Tugend
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Valerie J. Long
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Re:

von Valerie J. Long (19.07.2010, 11:06)
Ich habe in der Regel ein Buch, an dem ich systematisch schreibe. Ideen zu weiteren Büchern werden notiert, wenn es sich ergibt, auch ganze Textpassagen.
Ein anderes Buch wird gerade editiert, lektoriert, korrekturgelesen, zur Veröffentlichung vorbereitet.
Ein weiteres Buch ist in Übersetzung ins Englische.
Ein übersetztes Buch kommt vom Editor zurück und wird überarbeitet.

So kommen bis zu vier Bücher zusammen. Das ist weitgehend unproblematisch, bis auf eines:

Wenn ich ein Buch im Präteritum schreibe und ein anderes im Präsens. Das geht durcheinander und erfordert später aufwendige Korrekturen.

Heidi Christina Jaax

Re:

von Heidi Christina Jaax (27.07.2010, 21:30)
Bei mir ergab es sich durch Zufall, dass ich an zwei Büchern mit Kurzgeschichten schrieb, welche am gleichen Tag in den Handel kamen.
Als ich die Geschichten aus den sechzigern schrieb, fielen mir andere wesentlich ältere ein.
Diese hatte ich von Tanten, Onkeln, Eltern und Großeltern als Kind gehört, und so begann ich paralel ein zweites Buch.
Nun ist es mit Kurzgeschichten sicherlich einfacher einen Schnitt zu machen, als mit einer dürchgehenden Thematik.
Dieses Eintauchen in die Vergangenheit hatte recht merkwürdige Begleiterscheinungen, ich empfand bei den Episoden aus meiner Zeit die gleichen Gefühle wie beim ersten Erleben in meiner Kindheit.
Aber die beiden Projekte trieben einander an, es störte mich nur sehr den aktuellen Alltag (zwei sehr unterschiedliche Jobs) noch bewältigen zu müssen.
Den Stressabbau übernahm mein Findelhund, mein treuer Schatten in jeder Lebenslage.

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Artus
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Re:

von Artus (28.07.2010, 00:24)
Ich bin als Mann nicht multitaskingfähig cheezygrin , und konzentriere mich deshalb lieber auf eine Sache ganz, als auf zwei nur jeweils halb.

(Deshalb haben sich hier bisher wohl auch nur Frauen zur "Zweigleisigkeit" bekannt.)

Während des Schreibens lebe ich gewissermaßen mit meinem Buchprojekt im Kopf, das zu jedem Zeitpunkt präsent ist und meine ganze Aufmerksamkeit erfordert.

Wollte ich zugleich zwei Bücher schreiben, dann käme es mir so vor, als würde ich parallel zwei Beziehungen führen...

Monogame Grüße
Artus

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Thorsten Peter
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Re:

von Thorsten Peter (28.07.2010, 06:53)
Als ich die ersten vierzig Seiten der Fortsetzung von Laura Rockt geschrieben hatte und das Konzept stand, ist mir plötzlich noch eine andere Story eingefallen die ich dann dringend zu Papier bringen musste :-) Dadurch ist nun die neue Geschichte schon beim Lektorieren und Laura hat immer noch vierzig Seiten. Was aber auch nicht besonders schlimm ist, denn komischerweise hab ich nie Probleme wieder in eine Geschichte reinzukommen....ich hab nur viel zu wenig Zeit.
Naja, besser wenig Zeit als eine Blockade ;-)

Liebe Grüße
Thorsten

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MarleneGeselle
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Re:

von MarleneGeselle (28.07.2010, 09:01)
Stimmt auch wieder, Peter.

Während der letzten Wochen hatte ich schon das erste Material für ein neues Buch gesammelt, eine Menge Fotos waren dabei für ein Cover. Gestern habe ich die ersten Seiten geschrieben, dabei sind mir schon ein paar Ideen für den Titel gekommen. Wenn das so weitergeht, stehen Cover und Titel, noch ehe ich die Hälfte des Buches fertig habe.

Die Grundidee für einen neuen historischen Roman habe ich auch schon. Aber den fange ich erst im Winter an - sonst zu viel des Guten.

Liebe Grüße
Marlene
Es gibt kein größeres Laster als Tugend im Übermaß.
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