Warum schreibt ihr Bücher?

Euer Forum rund um kreatives Schreiben, lesergerechtes Texten und spannende Plots.


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Haifischfrau
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Warum schreibt ihr Bücher?

von Haifischfrau (31.07.2010, 16:02)
Mich interessiert, warum ihr Bücher schreibt.
Auf eure Antworten bin ich gespannt.


Haifischfrau
NEU: Die Baumwollfarmerin. Roman

Nico H.
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Hobby

von Nico H. (31.07.2010, 16:11)
Es ist einfach ein tolles Hobby und macht es macht Spaß Bücher zu schreiben sie zu veröffentlichen, zu sehen was gut ankommt und was nicht und immer wieder neue ideen zu bekommen

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mtg
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Re:

von mtg (31.07.2010, 16:19)
Mein erstes Buch war eher ein Zufallsprodukt, weil eine Idee, die ich einem Kunden präsentiert habe: Die Geschichte eines der ältesten deutschen Markenartikel, der sich in seinem Produzenten-Portfolio (so sagt man das wohl auf neudeutsch) befindet: BULLRICH-SALZ.

Dabei habe ich »Blut geleckt«: Das Stöbern in alten Archiven, die Recherche und Zusammenführung von kleinteiligen historischen Zusammenhängen und vor allem das Erzählen von Geschichte an Hand von Geschichten macht unglaublichen Spaß. So entstehen meine Chroniken. Bei Lesungen z.B. erlebe ich, wieviel Freude die Zuhörer gerade an den »kleinen Geschichten und Anekdoten« haben. Und es gibt noch so viel zu entdecken ...

Den Beitrag für Birgits »Geschichten für Entdecker« habe ich geschrieben, weil mich die zu erwartende Vielfalt zu einem Thema interessiert hat. Und das Ergebnis kann sich doch wirklich sehen lassen ...

Mein HIV-Buch »Endlich mal was Positives« habe ich z.T. aus der Verzweiflung geschrieben, dass im Jahre 29 nach dem erstmaligen Auftreten von HIV und AIDS immer noch nur rudimentäre Kenntnisse vorhanden sind – und die sind meistens auch noch falsch. Aber da es ja auch meine eigene Geschichte ist, ist es auch eine Art Chronik. Und für die habe ich sogar einen Preis bekommen, was Ansporn zur Weiterverfolgung des Themas ist.

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andihaller
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Re:

von andihaller (31.07.2010, 16:21)
Warum nicht eigene Erfahrungen, Ideen und Gedanken in Worte fassen und andere daran teilhaben lassen? Das macht für mich das Bücher schreiben aus.

grüße
andi
Meine persönliche Linkempfehlung: http://www.hint-horoz.de

SAMUZ
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Re:

von SAMUZ (31.07.2010, 16:31)
Ich wollte schon als Kind durch Schreiben leben. Das hat mich immer fasziniert. Jedenfalls das Klischee des berühmten Schriftstellers :lol:
Jetzt schreibe ich Bücher, um mich mitzuteilen und um Informationen weiter zu geben.
Auch um vom Loch der Einsamkeit und Ängsten loszukommen.

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Jacqueline Ehmke
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Re: Warum schreibt ihr Bücher?

von Jacqueline Ehmke (31.07.2010, 16:42)
Haifischfrau hat geschrieben:
Mich interessiert, warum ihr Bücher schreibt.
Auf eure Antworten bin ich gespannt.


Haifischfrau


habe gerade entdeckt, dass wir ganz nahe beieinander wohnen...
Nun zu deiner Frage, Maryanne (habe ich das jetzt richtig geschrieben?):

Das kommt auf das Thema des Buches an. Mein erstes Buch handelt von unserem Kinderwunsch und dem nicht ganz geraden Weg zum Ziel. Da sind so viele Emotionen mit drin, die mussten einfach irgendwann meinen Kopf verlassen. Auf einmal war das Buch einfach fertig in mir und ich hab`s in die Tasten gehauen.

Meine beiden Bücher, die bald darauf folgten, entstanden aus meiner Erkenntnis heraus, dass oft viel Quatsch über die Medien gebracht wird, wenn es um Hunde geht.
Ich konnte diesbezüglich aus über dreißig Jahren Erfahrung schöpfen und hoffe einfach einige Irrtümer aufklären zu können.

Mein nächstes Buch ist prinzipiell fast "schreibreif/druckreif". Ich traue mich nur noch nicht. Pseudonym, oder nicht? Ist zu viel schlimmes Intimes dabei. Der Täter lebt zwar nicht mehr, aber andere schon....

Also um es zu verkürzen.
1. Ich schreibe Bücher um mein Wissen weiter zugeben.
2. Ich schreibe Bücher um Emotionen bei den Lesern zu wecken.
3. Ich schreibe Bücher um mich selbst zu therapieren und anderen Mut zu machen

konnte ich der Soziologin damit helfen?
LG
Jacqueline
Nichts ist statisch

www.joe-hundeschule.de
(wo es auch zu meinen Büchern geht)

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Manu
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Ich kann nicht anders

von Manu (31.07.2010, 16:44)
Ich bin ein kreativer Mensch und meine Fantasie will sich einfach ausdrücken.

Heidi Christina Jaax

Re:

von Heidi Christina Jaax (31.07.2010, 17:40)
Bis vor einem Jahr habe ich keinen Gedanken daran verschwendet, mal etwas zu veröffentlichen.
Schreiben war mein letztes verbliebenes Hobby, weil alle anderen der Zeitnot geopfert wurden.
Als die Kurzgeschichten herauskamen, war für mich der Buchverkauf zweitrangig.
Die Wirkung meiner "Seniorenbücher" erlebte ich erstmals im hiesigen Pflegehein, wo ich der Beschäftigungstherapeutin einige Exemplare zum Vorlesen geschenkt hatte.
Da die Texte kurz und leicht verständlich sind, kamen sie bei den alten Menschen sehr gut an.
Eine Geschichte lesen und zwei Bilder anschauen, das überforderte niemanden.
Und hinterher schwelgten alle in Erinnerungen an ihre Kindheit und Jugend, sogar die ansonsten ganz Stillen beteiligten sich rege am Gespräch.
Das gab mir ein unendlich gutes Gefühl, und deshalb ich schreibe weiter.
Wenn die Bücher die vorrauslagten Unkosten einbringen, reicht mir das völlig.
Die Vorstellung, dass man mit regionalen Themen einen Bestseller schreibt, habe ich nie gehegt.
Und jeder Anfänger sollte davon Abstand nehmen derart überhöhte Erwartungen zu hegen, dies führt nur zu Enttäuschungen!

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whisper
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Re:

von whisper (31.07.2010, 17:47)
Weil ich schon immer viele Geschichten in meinem Kopf hatte. Manchmal schaue ich mir Bilder an und habe ganze Romane in Gedanken....

Manchmal muss es dann einfach "raus", sonst platze ich :-)

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Blanca Imboden
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Re:

von Blanca Imboden (31.07.2010, 18:29)
Das Schreiben bereichert meinen Alltag, mein Leben. Immer wenn etwas passiert, mache ich mir in Gedanken schon Notizen, damit ich diese einmal in einen Roman einweben kann. Es hilft mir durch unangenehme Situationen, dass ich im Geiste sofort den Griffel zücke und so vielleicht ein wenig Distanz gewinne. Dazu kommt, dass ich immer und überall an meinen Geschichten weiterspinnen kann. Es ist wunderbar, eine Schreibende zu sein.
Mein BOD-Buch:
«Allein in Afrika», 2005
www.blancaimboden.ch

Gitta

Re:

von Gitta (31.07.2010, 18:33)
ich schreibe um mein Wissen weiter zu geben. Angefangen habe ich vor Jahren mit meiner Website. An Bücher schreiben dachte ich damals nicht. In den einschlägigen Internetforen wurde vor etwa zwei oder drei Jahren nach aktuellen Büchern zum Thema gefragt. Damals traute ich es mir nicht zu. Heute bin ich mutiger und habe auch Spaß daran gefunden.

Also nichts, wovon ich irgendwann mal leben könnte. Ich sehe es als weiteres Hobby. angle:

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (31.07.2010, 18:52)
Warum ich schreibe ...

Angefangen hat es als Ventil, um Aggressionen abzubauen. Ehrlich! Wenn ich aus der Schule nach Hause gekommen bin, war ich manchmal derart brastig auf die Mitschüler, die Lehrer, die Schule ganz allgemein oder auf die Welt an sich, dass ich in eine Phantasiewelt geflohen bin, um dort meine Aggressionen austoben zu lassen (ich morde lieber auf dem Papier, als im realen Leben mit einer Schrotflinte der Schule einen Besuch abzustatten).

Irgendwann haben dann ein paar Kumpels ein paar Seiten in die Finger bekommen und fanden die Storys interessant zu lesen - was für mich eine völlig überraschende Erfahrung war. Im Deutschunterricht in der Oberstufe war damit ein Damm gebrochen - plötzlich interessierte ich mich für Literatur und für Sprache an sich.

Im Laufe der Jahre versandete bei mir die Schreibtätigkeit, weil sich andere Dinge in den Vordergrund drängten. Irgendwann geriet ich dann an einen Schreibzirkel, wo es nicht so sehr um den "künstlerischen Ausdruck" oder um "das Aufspüren der Selbstbefindlichkeit" ging, sondern um pures Handwerk: "Wie zum Henker gelingt es dem Autor XYZ, uns als Leser sofort in seinen Roman zu ziehen? Und warum können wir bestimmte Bücher einfach nicht aus der Hand legen, während andere uns regelrecht quälen?"

Das brachte mich wieder zum Schreiben. Weil ich plötzlich erkannte, dass die ganzen Erfolgsautoren wie King, Crichton, Grisham, Follett und wie sie alle heißen, einfach nur ganz bestimmte Techniken anwenden, die man lernen kann. Das wollte ich auch ausprobieren. Dumm nur, dass hier in Deutschland diese Grundlagen eines halbwegs erfolgreichen Schreibens überhaupt nicht anerkannt sind. Wer hier in D nicht die Genialität eines Goethe oder Schiller besitzt oder so verdreht schreibt wie etwa ein Peter Weiss, der schreibt keine Literatur, sondern "Schund" (aber genau der verkauft sich so gut! :twisted: )

Ich habe es dann einfach ausprobiert, ein paar Storys nach den Regeln verfasst, die auch King, Crichton & Co benutzen, und dafür tatsächlich Geld von Verlagen (wenn auch nur Zeitschriften-Verlage) bekommen. Meinen allerersten Scheck habe ich in den Copy-Shop getragen, eine Farbkopie gemacht und die dann eingerahmt an die Wand gehängt.

Mir persönlich geht es in meinen Geschichten nicht um Selbstbefindlichkeit oder Weltenschmerz oder tiefgründige Abhandlungen über das Sein. Wer so etwas schreiben will - soll er ... oder sie. Nicht mein Bier. Bei mir muss ein Thema was auslösen - vor allem Interesse. Und es muss einen Hauch von Provokation enthalten, damit der Leser möglichst am Text bleibt. Deshalb habe ich Texte geschrieben zu Themen wie Todesstrafe, Mord als Kunst oder Dinge, die man sich wünscht, aber verflucht, wenn sie plötzlich auftauchen.

Das sind einige Gründe, warum ich schreibe.

Die nächste - und eigenltich wichtigere - Frage ist aber: Warum veröffentlicht ihr?

Wer gerne schreibt, kann das ja hemmungslos tun. Es bleibt auf dem PC bzw. in der Schublade. Aber warum wollt ihr unbedingt veröffentlichen? Was macht ihr, wenn euer Buch - und damit euer Name als Autor - in aller Öffentlichkeit. etwa in eurer heimatlichen Tageszeitung - gnadenlos verrrisen wird? Und was macht ihr, wenn euer Buch tatsächlich plötzlich der Renner am Markt wird und ihr durch alle Medien marschieren müsst?

(Damit wäre ich wieder bei einem meiner Lieblingsthemen: Sei vorsichtig mit deinen Wünschen - sie könnten in Erfüllung gehen! :twisted: )

Grüße
Siegfried
Zuletzt geändert von Siegfried am 31.07.2010, 18:55, insgesamt 1-mal geändert.

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India09
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Re:

von India09 (31.07.2010, 18:52)
Bei mir muss man noch vom Singular 'Buch' spechen, der Plural ist gerade in Arbeit :lol:

Ein Buch zu schreiben war zwar immer irgendwie ein Punkt auf der To Do Liste meines Lebens, nach dem Motto 'Einmal solltest Du das gemacht haben, bevor Du übern Jordan gehst'. Allerdings war nie geplant, wann und wie es passiert. Und auch an das 'Ob' hatte ich eigentlich nicht mehr geglaubt.

Dass es dann Ende letzten Jahres soweit war, war reiner Zufall, denn - 'Puff' - plötzlich war da eine Idee, die wie von selber immer konkretere Formen annahm und hätte ich sie nicht aufgeschrieben, ich wäre vermutlich geplatzt. Das konnte ich aber meinem Mann nicht antun cheezygrin

Es hat so einen Spass gemacht und als dann meine Testleser, die von selber um das Manuskript baten, nach der Lektüre auf mich zutraten 'Menschenskind, mach da was draus!', ja was soll ich sagen, führte eins zum anderen.

Generell ist es aber wohl so, dass ich in speziell diesem Buch das verarbeiten konnte, was gesellschaftlich nicht gern gesehen wird. Leid, Elend, Wut - all die Dinge, die ich täglich in der Arbeit erlebe und noch ein paar mehr, die jetzt aber zu weit führen würden.
Irgendwo muss mans ja rauslassen :wink:

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Felix16
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Re:

von Felix16 (31.07.2010, 20:23)
Gute Frage.
Ich hatte schon 13 Berufe - darunter solche wie Fernsehmoderator, Theaterschauspieler und Sänger. Ich wollte mal sehen, ob ich auch so etwas kann.
Felix
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http://www.felixbooks.info

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Anke Höhl-Kayser
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Re:

von Anke Höhl-Kayser (31.07.2010, 23:11)
Schreiben ist mein Traumberuf seit meiner Kinderzeit.
Es gibt für mich nichts Ausfüllenderes und Befriedigenderes, als meine inneren Bilder auf dem Papier lebendig werden zu lassen.
Ich habe oft ein schlechtes Gewissen, so viele Stunden am Tag mit einer Arbeit zu verbringen, die ich nicht als Arbeit empfinde, weil mir selbst der erschöpfendste Kampf um die Darstellung einer Szene oder die Ausformulierung eines Gedichtes so viel Freude bereitet.
Außerdem ist es das, was ich am besten kann. :D

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