Pressearbeit

Preisaktionen, Social Media, Blogger-Relations, Pressearbeit: Marketingmaßnahmen für euer Buch.


Henry
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Pressearbeit

von Henry (15.04.2007, 23:12)
Liebe Leute,
das Wichtigste für die Vermarktung des eigenen Buches, und quasi der erste Schritt, ist die Benachrichtigung der lokalen Presse. Eine kleine Meldung dort wirkt oft mehr als 5o Flyer.
Gruß
Henry

diekert
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Re:

von diekert (17.04.2007, 07:04)
Am besten ist es, wenn man da leute sitzen hat. Ein Instrument, das teilweise noch besser einschlägt als eine Pressemeldung sind Blogs. Das verbreitet sich schneller. Einfach mal über einen literaturblog informieren und mit dem Autoren reden. Das wirkt in vielen fällen wirklich. Es ist in der Regel ein großer publikum

Henry
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Re:

von Henry (19.04.2007, 00:32)
Lieber Diekert,
sicherlich sind Blogs eine nette Sache und nicht unwichtig. Doch für die Buchhandlungen (vor allem die in der Stadt des Autors) sind Nachrichten in der lokalen Presse das erste und wichtigste Kriterium. Insofern sollte dies auch für jeden Autoren der erste Schritt sein.

diekert
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Re:

von diekert (19.04.2007, 19:46)
Man muss zwei Wege gehen. Regional sich bekannt machen. Sprich Bookcrossing oder sonstiges. Vereinen von Autoren anschliesen.

Was man möchte ist Menschen darauf aufmerksam zu machen, egal wo sie sind. Sie können es bestellen, es heißt nicht umsonst International Standard Book Number. Man kann es also auch in Australien bestellen. Man sollte sich in Foren einklinken, die Regional wirken, einen regionalblog veröffentlichen...

Ich gebe hier nur anregungen. Lokale Presse, da bekommt man vieleicht mal ein Interview mit der lokalen Obdachlosenzeitung. Leute macht die Augen auf. Presse ist ein extrem teueres Medium. Ein Zeitungsverlag überlegt sich, wen er darauf setzt. Bei mir in der Stadt kostet eine ganze Seite 16.000 € Produktionskosten. Das wird nicht an jeden auoren vergeben. Sorry das ist die realität. Außerdem wird das Druckmedium zum thema Zeitung stück für Stück vertrieben.

Entweder man hat Kontakte, überzeugt, oder hat genug KLeingeld. lokale Presse muss auf dich aufmerksam werden, nciht anders herum.

herby

Re:

von herby (20.04.2007, 17:19)
Eine vernünftig geschriebene Pressemitteilung, auch von einem gewissen Umfang wird von einer Lokalzeitung fast immer gebracht, allerdings gilt auch hier, man muss so formulieren, dass es die Leser der Zeitung interessiert.
Auch im regionalen Rundfunk kann man damit landen, wenn man dann noch Glück hat, interessiert das Thema einen Redakteur und er macht was Größeres daraus.
Gruss
herby

Henry
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Re:

von Henry (04.09.2007, 23:24)
Diekert schrieb: "lokale Presse muss auf dich aufmerksam werden, nciht anders herum."

Lieber Diekert,
woher sollen die lokalen Zeitungen vom Autor erfahren, wenn nicht durch den Autor oder (im glücklichsten Falle) vom Verlag?
Jeder Autor ist selbst dafür verantwortlich, die Zeitungen seiner Heimatstadt von seiner Arbeit zu informieren.
Deine oben zitierte Aussage ist außerordentlich arrogant, und nebenbei gesagt außerordentlicher Quatsch.

Schöne Grüße
Henry

PS: Herby allerdings hat vollkommen Recht: Eine handwerklich korrekt formulierte Pressemeldung bringen die Lokalzeitungen in der Regel immer.

hwg
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Re:

von hwg (05.09.2007, 07:15)
Bezüglich "Pressearbeit" wird hier wohl etwas verwechselt: Eine Buchrezension oder ein Interview mit dem Autor mit einer Werbeeinschaltung. Erstere sind kostenlos, zweiteres ist ein zu bezahlendes Inserat.

Auf eine Rezension hat der Buchautor selbstverständlich keinen Einfluss, lediglich den Inseratentext kann er nach eigenem Gutdünken verfassen.

Wenn ein Autor mit einem der Redakteure einer lokalen oder regionalen Zeitung Kontakt aufnimmt, kommt dabei sicher ein Bericht über das Buch zustande. Jedenfalls ist das bei mir so - und ich "beliefere" mehrere dieser Zeitungen (in der Steiermark). Das wird wohl auch anderswo so gehandhabt, denke ich.

Der Redaktion (nicht der Anzeigenabteilung) vorgelegte, vom Autor selber verfasste "Buchbesprechungen" haben deswegen wenig Chancen,
weil davon auszugehen ist, dass sie ausschließlich "Eigenlob" beinhalten
und deshalb für eine ausgewogene, mitunter kritische Besprechung des Werkes im Interesse des Zeitungslesers unbrauchbar sind.

Unaufgefordert eingesandte Rezensionsexemplare "verschwinden" nur allzugerne in einer Schublade, da in personell unterbesetzten Redaktionsstuben einfach zu wenig Zeit vorhanden ist, sich der Lektüre zu widmen.

Besonders "Kulturberichte", sofern es sie in dem Blatt überhaupt gibt, werden meistens von freien Redaktonsmitarbeitern geschrieben. Diese besuchen auch gerne öffentliche Lesungen, allerdings müssen sie Ort und Termin rechtzeitig erfahren (mindestens ein bis zwei Wochen vorher), denn es gibt nicht selten mehrere dieser Veranstaltungen an verschiedenen Orten zum selben Zeitpunkt.

Bei überregionalen Blättern und in Großstädten mag die Situation eine andere sein, in den Regionen mit Kleinstädten und Dörfern, wo ebenfalls oft eine lebendige Kulturszene existiert, läuft es bei uns jedenfalls so, wie beschrieben.

Vielleicht nutzen meine Hinweise und Anregungen dem einen oder anderen unserer schreibenden Kolleginnen und Kollegen!

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Judith
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Re:

von Judith (14.09.2007, 02:05)
Nun bin ich ja mal gespannt, wie viel die Pressearbeit bringt.

Am Dienstagmittag habe ich die regionalen Zeitungen benachrichtigt, dass ich zwei Bücher veröffentlicht habe, und ihnen außer den genauen Daten auch den Link zu den kostenlosen Rezensionsexemplaren bei BoD mitgeschickt.

Heute morgen rief mich eine Redakteurin an, sie wolle ein Interview mit mir machen. Mittags um kurz nach zwölf war ich da, direkt, nachdem der Physiotherapeut micht gequält hatte. Mit ungewaschenen Haaren. Eine dreiviertel Stunde lang dauerte das Gespräch (sie ist noch im Volontariat, hat also wohl mehr Zeit als die anderen). Sie befragte mich sehr detailliert und machte Fotos, auf denen ich vermutlich aussehen werde wie die Zeugen Jehovas. :oops:

Am Nachmittag war ich dann nochmal in der Stadt, um meine Bücher den beiden Buchhandlungen vorzustellen. Sie hatten ja zugesagt, sie in Kommission zu nehmen. Da ich noch keine verfügbaren Exemplare hatte, machte ich von einer Geschichte einen Ausdruck, damit sie sich ein Bild machen können. Außerdem durfte ich Faltprospekte über meine Bücher und meine Lesung (am 29.9.) auslegen.

Da ich schon in der Stadt war (muss dazu sagen, die "Stadt" hat knapp 20.000 Einwohner, ich wohne in einem Dorf mit 700), ging ich noch bei der anderen Zeitung vorbei. Ich wollte darum bitten, einen Vermerk wegen meiner Lesung zu machen und gleichzeitig meine Bücher zeigen, da es ja bekanntlich länger dauert, bis sie ausgeliefert werden. Da kam dann auch gleich die Frage: "Haben Sie einen Moment Zeit? Dann können wir gleich ein Interview machen." Nun gut, ich hatte Zeit. Zwar waren die Haare immer noch nicht gewaschen (hoffentlich hat die handvoll Gel was gerettet) und ich müde, also gab es das zweite Foto heute mit ungewaschenen Haaren. blink3 Aber natürlich sagte ich nicht nein.

Wenn ich Glück habe, erscheinen die Berichte beide am Samstag. Bekanntlich ist die Samstagsausgabe die meistgekaufte. Macht mir nix. :wink:

Mal sehen, ob sich das dann auch auf meine Schüler auswirkt. Vielleicht beachten sie ja meinen Tanzroman eher, wenn etwas darüber in der Zeitung stand. Vielleicht schnellt die Anzahl der Bestellungen dann um 100 Prozent nach oben: von 1 auf 2! cheezygrin

Am späten Nachmitag war ich in der Bücherei, brachte die ausgeliehenen Bücher zurück, legte auch dort meine Faltprospekte aus und unterhielt mich mit der Bibliothekarin (ehemalige Schülerin von mir, die meinen ganzen schreiberischen "Leidensweg" kennt). Sie nehmen meine Bücher auf, wenn ich sie der Bücherei schenke. Nun gut, das werde ich mir leisten.

Grüßle,
Judith
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hwg
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Re:

von hwg (14.09.2007, 09:48)
Hallo Judith,

na, das ist ja schon etwas, wozu ich gratuliere.
Vielleicht kannst Du dann die Zeitungsausschnitte
hier präsentieren. Bin schon sehr neugierig! :lol:

Lieben Gruß!

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Charmant666
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Re:

von Charmant666 (14.09.2007, 10:21)
Eigentlich kann ich ebenfalls nur Gutes über unsere Zeitung(en) berichten: ich habe drei Zeitungen im Kreis per Email angeschrieben und im Anhang meine Buchvorschau mit Autorenbeschreibung und Bild des Covers beigefügt und einen Tag später meldete sich von einer Zeitung ein Redakteur zur Terminsvereinbarung. Unser Gespräch bei uns zuhause dauerte über eine Stunde und in der Samstagsausgabe der Aachener Nachrichten erschien dann ein Bericht über eine 3/4 Seite mit 2 Bildern (eines davon das Coverbild - Kinderhand & Hundepfote - nochmals vom Redakteur fotografiert).

Aufgrund dieses Berichtes konnte ich in den Buchhandlungen in der Umgebung meine Bücher in Kommission geben und bekam bei zwei Buchhandlungen sogar eine kleine eigene Ecke im Schaufenster... außerdem war eine Bücherei bereit, mein Buch in den Verleih aufzunehmen (nix geschenkt, möchte gerne die VG Wort Tantiemen bekommen...).

Außerdem wird es einen WDR-Beitrag geben und ich wurde von einem Unternehmen zu einer Autogrammstunde eingeladen... alles aufgrund des Zeitungsberichts. Ja und nicht zuletzt bekam ich einen kleinen "Schreibauftrag" - das freut mich fast am meisten :-)

Meines Erachtens ist es daher sehr wichtig, mit den (regionalen) Zeitungen Kontakt aufzunehmen. Dabei würde ich keinen vorgefertigten Pressetext verwenden, weil die Redakteure gerne ihren eigenen Artikel schreiben. Ein paar Infos über Buch und Autor sollten genügen. Nach Veröffentlichung können sich eine Menge weiterer Türen öffnen... und wenn ich von mir ausgehe, habe ich für diese Werbung bislang keinen einzigen Pfennig (bzw. Cent) bezahlt.
Freundliche Grüße
Kathrin Hansen & ihre Viererbande

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hwg
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Re:

von hwg (14.09.2007, 10:54)
Guten Tag Charmant!

Als Journalist, der auch viele Interviews mit Autoren macht, bin ich über Deinen Bericht erfreut. Er bestätigt meine vorhin hier festgehaltenen Äußerungen zum Thema.

Denn vielfach wird ja die Ignoranz von Journalisten und Redakteuren gegenüber Autoren bejammert.

Somit nochmals: Für redaktionelle Beiträge braucht kein Autor etwas zu bezahlen! Gegen eine nette Bewirtung während eines Besuchs beim Autor wird aber kein Journalist etwas haben! :lol:

Viel Erfolg und lieben Gruß aus der Steiermark!

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Heiner
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Re:

von Heiner (14.09.2007, 11:08)
Hallo,

ich denke, dass wird sich auf jeden Fall lohnen. Auch wenn Du nicht mehr Bücher verkaufen solltest, hast Du auf Dich aufmerksam gemacht. Imagepflege, vielleicht auch was für unseren hwg book:

Grüße

Heiner

P.S.: Bald kommt ja schon der nächste bod.de Newsletter. Ich hoffe mal, wir stehen drin...

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Judith
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Re:

von Judith (14.09.2007, 12:06)
Kathrin, das hört sich ja toll an!

Bei mir ist es nur eine Viertelseite, aber ich bin damit recht zufrieden. Heute also in der ersten Zeitung (in der Papierausgabe ist das Foto in sw). Falls also jemand Judith mit ungewaschenen Haaren in der Zeitung sehen will ... :wink:

Grüßle,
Judith
Zuletzt geändert von Judith am 15.09.2007, 02:40, insgesamt 1-mal geändert.
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hwg
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Re:

von hwg (14.09.2007, 16:17)
Hi Heiner,

Imagepflege ist mir nicht wichtig, ein regelmäßig durchgeführtes Bad zwecks der äußerlichen Reinlichkeit genügt mir. :lol:

Wer mich kennt, weiß wie ich bin und was ich tue - und sonst halte auch ich mich ans Sprichwort: Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß. :lol:

Außerdem veröffentliche ich ja vieles pseudonym, da genügt es, wenn der Verlag und der mich nicht kennende Leser mein "Image" anhand der Texte bestimmt.

Wie ich überhaupt denke, dass die höchst persönlichen Ansichten und Gewohnheit eines Autors zumindest nicht den Inhalt von Unterhaltungslektüre bestimmen (sollen). Bei "Dichtern" und Verfassern "hoher Literatur" mag das ja gänzlich anders sein (jedenfalls angesichts vieler Werke und Rezensionen, die auf die Selbstverliebtheit des Poeten ausgerichtet sind, wenn auch nicht nur!).

Alles klar? Gruß!

hwg
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Re:

von hwg (14.09.2007, 16:19)
Nachtrag: Außerdem gibt es mehrere Presseberichte über meine Arbeit, aber die schreibe ich nicht selber :lol: .

Wenn mein Scanner je funktionieren sollte, werde ich versuchen, hier Ausschnitte zu posten - bezweifle jedoch, dass es mir angesichts meines technischen Geschicks jemals gelingen wird. cool1

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