Pseudonym

Verträge, Rechte und Pflichten: Was man als Autor beachten sollte.


büchernarr

Pseudonym

von büchernarr (14.10.2010, 09:59)
Das schreiben unter Pseudonym ist nichts anstößiges.
Den Pseudonymnamen kann man natürlich frei wählen, jedoch wie verhält es sich, wenn ich mir einen existierenden Adelsnamen aussuche?
Beispiel: von Guttenberg, ich nenne mich im Pseudonym Xavier von und zu Guttenberg. Kann mich die Familie Guttenberg belangen, obwohl es keinen "Xavier" in der Familie gibt?
Anderes Beispiel: Ich wähle einen unbekannteren (gleichwohl existierenden) Adelsnamen "Tuna von Hexenzwerg". Kann mich ein existierender "von Hexenzwerg" belangen?

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Cornelia
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Re:

von Cornelia (14.10.2010, 11:34)
Hallo,

im § 12 BGB heißt es:

§ 12
Namensrecht

Wird das Recht zum Gebrauch eines Namens dem Berechtigten von einem anderen bestritten oder wird das Interesse des Berechtigten dadurch verletzt, dass ein anderer unbefugt den gleichen Namen gebraucht, so kann der Berechtigte von dem anderen Beseitigung der Beeinträchtigung verlangen. Sind weitere Beeinträchtigungen zu besorgen, so kann er auf Unterlassung klagen.


Viele Grüße
Cornelia

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (14.10.2010, 12:25)
Büchernarr!!! :twisted:
NEU: Die Baumwollfarmerin. Roman

büchernarr

Re:

von büchernarr (14.10.2010, 12:35)
Haifischfrau hat geschrieben:
Büchernarr!!! :twisted:


Aber ich doch nicht. Schau dir mal meine strohgelben Locken an.

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (14.10.2010, 12:41)
Klar Büchernarr, du nicht. Nie! angle:
NEU: Die Baumwollfarmerin. Roman

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Valerie J. Long
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Re:

von Valerie J. Long (14.10.2010, 12:59)
Ich empfehle ein Pseudonym, das keine derartigen Risiken beinhaltet. cool5


Mit einem "Winnetou Pumuckl von Hohenlohe zu Guttenberg" ist man vor allem marketingtechnisch eher benachteiligt. Bei internationalen Auftritten empfiehlt sich ein Name, der gut auszusprechen ist und angenehm klingt.
cheezygrin

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PitVaCalvinII
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Re:

von PitVaCalvinII (22.10.2010, 23:39)
Soweit ich gehört/gelesen hätte, macht man Dir eher dann Schwierigkeiten, wenn sich die betreffende Familie durch Deinen Gebrauch eines Familiennamens ins Lächerliche oder Verunglimpfende gezogen fühlt. Manche mögen sicher dazu neigen, aus Deiner Verwendung über den rechtlichen Weg hinweg Schadenfreude oder Geld zu erwirken, es ist ein Spiel mit der vermutlichen Gunst der Familienvertreter. Fantasie-Adelsnamen sind vielleicht der bessere bzw. mit weniger Schwierigkeitspotenztial befangene Weg.
Doch wer weiß, vielleicht fühlt man sich -- je nach Buchthema -- auch geehrt und verleiht Dir eine Ehrenmitgliedschaft in hohem Hause, oder Du darfst Kronleuchter polieren und Dich zugehörig fühlen. thumbbup
--------------

Mich würde interessieren, ob es überhaupt möglich ist, Bücher überhaupt nur und einzig unter Pseudonym zu veröffentlichen. Dafür muss ich doch nicht extra einen neuen Thread eröffnen. Für mich ist das ganz besonders wichtig, die Gründe möchte ich hier nicht explizit ausführen, aber es hat etwas mit Opferschutz und Traumafolgen zu tun. Über den Grund hinweg scheidet sich auch mein geringstes Vorhaben, Bücher zu veröffentlichen. Wenn es nämlich nicht möglich ist, kann ich's erst Mal getrost vergessen.
A. Tschechov : "Anscheinend fühlt sich der glückliche Mensch nur deshalb wohl, weil die Unglücklichen ihre Last schweigend tragen und ohne dieses Schweigen das Glück unmöglich wäre."

Titus

Re:

von Titus (23.10.2010, 00:02)
@ Büchernarr, ich kann mir nicht vorstellen, dass es die von Guttenbergs wirklich interessiert und ich glaube auch nicht, dass es nur eine Familie gibt, die diesen Namen trägt. Sollte dein Buch so berühmt werden, dass es wirklich eine Rolle spielt, hast du dir bereits dein ganz eigenes EGO geschaffen

Ach ja, … und Büchernarr, mach dir keine Hoffnungen auf ein Erbe cheezygrin

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Dom
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Re:

von Dom (23.10.2010, 00:07)
Hört sich ja verboten an, was ihr hier macht! :shock::

Such dir doch einfach einen Namen aus und verändere nur einen Buchstaben, damit es keinen stört. Anstatt von zu Guttenberg, einfach von zu Gutenberg … OK scheiß Bsp. oder vielleicht statt Heidi Klum einfach Heidi Klumm…

Beste Grüße

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SandraR
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Re:

von SandraR (23.10.2010, 09:00)
Bei einem existierenden Namen den man sich als Pseudonym nimmt nur in der Hoffnung einfacher sein Buch zu verkaufen, kann man fast mit 100 Prozentiger Sicherheit davon ausgehen, dass es Post vom RA gibt.

Bei Pseudonymen wäre man auf der sicheren Seite, nimmt man den Mädchennamen der Mutter oder ähnliches. Auch Heidi Klumm statt Heidi Klum reicht nicht! Hier gilt, wer wirklich so heißt und klar die wirtschaftliche Absicht die dahinter steht nachweist bekommt garantiert recht!
http://russland-buecher.ru und http://twitter.com/russlandbuecher und bei Facebook, XING und Brainguide Sandra Ravioli

Marion-Yvonne
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Re:

von Marion-Yvonne (24.10.2010, 23:11)
PitVaCalvinII hat geschrieben:
Mich würde interessieren, ob es überhaupt möglich ist, Bücher überhaupt nur und einzig unter Pseudonym zu veröffentlichen. Dafür muss ich doch nicht extra einen neuen Thread eröffnen. Für mich ist das ganz besonders wichtig, die Gründe möchte ich hier nicht explizit ausführen, aber es hat etwas mit Opferschutz und Traumafolgen zu tun. Über den Grund hinweg scheidet sich auch mein geringstes Vorhaben, Bücher zu veröffentlichen. Wenn es nämlich nicht möglich ist, kann ich's erst Mal getrost vergessen.


Hallo PitVaCalvin,
ich weiß zwar nicht hundertprozentig, wie die Rechtslage aussieht, aber warum sollte es nicht möglich sein, nur unter Pseudonym zu schreiben?
Ich werde es bei meinem Buch so machen. Als Vornamen wähle ich meinen Zweitnamen und als Nachnamen den Mädchennamen meiner Mutter. Alle anderen Namen ändere ich natürlich auch, denn ich schreibe über Traumafolgen und Psychiatrieerfahrung.

Ich habe gelesen, die Hauptsache ist, dass die Namen keine Rückschlüsse auf reale Personen zulassen.

LG

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