Mein Name ist Silvia

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Silverle
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Mein Name ist Silvia

von Silverle (21.10.2010, 10:33)
Hallo, schon wieder eine Neue.

Seit einiger Zeit lese ich hier ein bißchen mit und nun hab ich mich endlich angemeldet. Was fürn Schritt.. :lol:

Ich bin 36 Jahre alt und "leite ein erfolgreiches Familienunternehmen". Was das Schreiben eines Buches angeht, bin ich totale Anfängerin. Bis jetzt hab ich nur Gedichte für bestimmte Anlässe geschrieben... Vor zirka zwei Jahren hab ich begonnen, meinen Plan in die Tat umzusetzen. Ich will eine Autobiographie schreiben über das, was ich schon so mitmachen durfte.

Nun hab ich schon ein wenig gestöbert... Wie ich mitgelesen habe, empfiehlt es sich, statt tatsächlichen Namen Pseudonyme zu verwenden und Orten Fantasienamen zu geben, richtig? Ehrlich gesagt, fällt mir das schwer. Ich frage mich, ob da die Geschichte noch gut rüberkommt. Und wenn einer das Buch liest, der mich kennt, kann sich vielleicht durch Beschreibung einer Person oder eines Ortes denken, wer oder was gemeint ist. Auch weiß ich noch nicht recht, ob ich das Buch in der Ich-Form schreiben soll. Bisher hab ich den Text von einer Person erzählen lassen. Und ähm, vage Zeitangaben kann man aber schon machen?

Also, ganz ehrlich, wie macht ihr das, wenn ihr eine wahre Geschichte erzählen und keinen Ärger bekommen wollt...???

Viele Grüsse,
Silvia

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skipteuse
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Re:

von skipteuse (21.10.2010, 10:50)
Hi Silvia,

herzlich willkommen.

Hm, also - ich ändere grundsätzlich die Namen.
Sonst ist es einfach eine juristische Frage/ Gefahr, wenn du auch über andere Menschen ("negativ"?) schreibst, denke ich ...
Über die selbst kannst du ja schreiben, was du meinst - wäre aber genau abzuwägen.

Gruß, Barbara

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (21.10.2010, 11:14)
Hallo Silvia,
erstmal herzlich willkommen hier.
Ich habe einen biografischen Roman geschrieben und wohlweislich alle Namen und Ortsangaben geändert. Damit war ich juristisch auf der richtigen Seite (anders hätte der Verlag das auch gar nicht veröffentlicht).

Gerade bei einem Erstlingswerk halte ich das Schreiben in der dritten Person ("Besserwisserposition") für sehr, sehr schwierig. Die Ich-Form ist einfacher zu schreiben und kommt meist beim Leser auch besser an.


Viel Erfolg
Haifischfrau
NEU: Die Baumwollfarmerin. Roman

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Heiner
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Re:

von Heiner (21.10.2010, 16:06)
Hallo Silvia,

herzlich willkommen natürlich auch von mir ;-)

Grüße

Heiner

Titus

Re:

von Titus (21.10.2010, 20:24)
Hallo Silvia!

Wenn man richtige Namen verwenden möchte, sollte man wirklich ein bisschen vorsichtig sein, z.B. habe ich in meinem ersten Buch eine Danksagung rein geschrieben. Das Buch ging an meinen Rektor (ach so, ich gehöre noch mit zu den ganz „kleinen“ der Autoren hier und mache dieses Jahr mein ABI). Keiner der Genannten hatte ein Problem damit, ansonsten hätte ich alle wieder raus streichen müssen und das kostet ja auch Koks, em Kohle! :wink:
Ich schlage dir vor, dass du die Vornamen einfach so lässt und die Nachnamen veränderst, damit es keine Schwierigkeiten gibt. Kleist hat da auch ein sehr verlockendes Angebot zu machen. Du nimmst einfach nur die Anfangsbuchstaben. Statt Frau Haifischfrau einfach Frau H. oder so. Kann bei vielen Personen aber auch zu Irritierungen führen.
Was die Orte angeht (evtl. außer bestimmten Konzernen) lass doch einfach alles so!
Wenn der Leser weiß wo das spielt, wird er sich eines Tages vielleicht daran erinnern und sollte er mal durch diesen Ort/ diese Stadt kommen mit großen Augen die Schauplätze besuchen. Da sollte es soweit keine Probleme geben (Stephansdom, Kaiserpfalz, …)
Ich denke, du hast für dein Buch von Anfang an die richtige Erzählperspektive gewählt, schließlich müsse es ja die erste sein, die dir in den Sinn kam, also bleib dabei!
Und wegen dem Pseudo, ich denke, das musst du alleine überlegen, ob du dein Buch wirklich öffentlich präsentieren möchtest oder es eher im diskreten unter dem Ladentisch verkaufen möchtest.

Liebe Grüße

Titus

Silverle
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Re:

von Silverle (22.10.2010, 10:23)
Danke euch allen!

Die Ratschläge und Tipps sind mir sehr wertvoll. Kann / Darf ich euch hier mal ne kleine Leseprobe reinstellen, damit ihr besser beurteilen könnt? Oder soll ich das in einem anderen Forum machen?

@ Haifischfrau: Das Buch, welches du erwähnst, ist damit die "Grenzlandfrau" gemeint?

@ Titus: Naja, es gibt hier wo ich wohne wenig berühmte Schauplätze. Es handelt sich um ein ca. 300 Seelen-Dorf in einer kleinen Gemeinde auf dem Land. Deshalb lasse ich das wohl bei unverfänglichen Beschreibungen.

Grüße, Silvia

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (22.10.2010, 10:27)
Ja Silverle, genau dieses Buch meine ich.

lg
Haifischfrau
NEU: Die Baumwollfarmerin. Roman

Silverle
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Re:

von Silverle (28.10.2010, 13:46)
Es sind nun einige Tage ins Land gezogen.

Hallo allerseits!!

:( Ich hatte mir ein paar mehr Antworten erhofft! Nun habe ich einmal den Rat, lieber in Ich-Form zu schreiben und einmal den anderen, es in der Erzählerform, 3. Person, zu lassen, weil ich so begonnen habe. :roll:

Auch hab ich keine Antwort bekommen, ob wohl mal wer einen Auszug lesen möchte, so zwei Seiten vielleicht?

@ Barbara / Skipteuse: Du warst wohl schon recht erfolgreich... Was rätst du mir zu o.g. Frage?

Ich brauch echt eure Meinung und Hilfe, sonst komm ich nicht weiter.

LG Silvia

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Nicolas Fayé
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Re:

von Nicolas Fayé (28.10.2010, 13:54)
Hallo Silvia,

poste doch einfach einige Seiten hier im Forum im entsprechenden Unterforum mit der Bitte um ehrliche und konstruktive Kritik, wenn Du bereit bist, Dich dem Urteil anderer Autoren zu stellen. Man kann aus allen Kommentaren, egal ob positiv oder negativ nur lernen.
Viele Grüße von Nicolas

Geduld ist eine Tugend
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Anke Höhl-Kayser
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Re:

von Anke Höhl-Kayser (28.10.2010, 13:56)
Hallo Silvia,

stell deinen Textauszug einfach mal ein! book:

LG, Anke

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (28.10.2010, 13:58)
Hallo Silvia,

2 Seiten Auszug würde ich schon lesen - kannst du mir gerne mailen.

Bei einer Form zu bleiben, nur weil damit schon begonnen wurde, ist sicherlich ein ganz schlechter Rat. Wenn du aus der Erzählerposition schreibst, muss dir klar sein, dass du nie weißt, was der Prot. fühlt oder denkt, du kannst es lediglich vermuten oder auch nur behaupten. Du weißt auch nie, was der Prot. plan bzw. warum er so handelt wie er handelt. Du bist in der Position des schildernden Beobachters!

Gruß
Haifischfrau
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powbase13
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Autobiografie

von powbase13 (28.10.2010, 14:14)
Hallo Silvia,
sei herzlich Willkommen hier. Mein Buch "Achterbahn zum ersten Milchzahn" ist auch eine Autobiografie und ich stand genau wie Du vor den gleichen Fragen. Wichtig ist, dass Du Namen ggf. änderst und Niemanden persönlich beleidigst oder verletzt. Bei mir hat allerdings auch der Verlag nochmal ganz genau drauf geschaut. Falls Du Dir nicht sicher bist, stell doch einfach wie von Anke Höhl-Kayser vorgeschlagen, eine Leseprobe vor.
Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Erfolg und Durchhaltevermögen.

LG, Thomas
book: Achterbahn zum ersten Milchzahn-Vater werden

www.twitter.com/tscholty

Silverle
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Re:

von Silverle (28.10.2010, 14:24)
Okay Leute, nun habt ihr mir Mut gemacht.
Die Namen sind geändert. Her mit eurer Kritik:

... Erster Ausschnitt:

Ausschnitt gelöscht

Das wars vorerst. Bevor ich mir`s anders überleg, poste ich schnell ;-) LG Silvia
Zuletzt geändert von Silverle am 17.11.2010, 19:20, insgesamt 1-mal geändert.

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Anke Höhl-Kayser
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Re:

von Anke Höhl-Kayser (28.10.2010, 14:48)
Schnell mein erster Eindruck, damit du nicht doch noch Angst kriegst und das Posting wieder löschst :D

Für eine totale Anfängerin schreibst du sehr gut. Der Text liest sich flüssig und wirkt auf mich interessant. Er verrät gerade so viel, dass ich mich frage, wie es wohl mit Lilly weitergeht, denn es scheint ja alles auf eine ernsthafte Erkrankung hinzuweisen.

Die Erzählerperspektive finde ich gelungen. Ich bin nicht davon überzeugt, dass ein Wechsel zum Ich-Erzähler sinnvoll wäre. Die Erzählperspektive in der 3. Person bietet bei diesem Text die Möglichkeit, etwas Distanz zum Leser aufzubauen, wodurch der Eindruck einer klagenden Krankengeschichte vermieden wird.
Für mich kommt das auf diese Weise authentischer rüber.
In der Ich-Perspektive wären mir persönlich die Schilderungen der nervlichen und körperlichen Belastungen der jungen Mutter zu intensiv.

Etwas gestutzt habe ich bei den Einstreuseln im Präsens, fand sie zwar überraschend, aber nicht schlecht.

Orthographisch weitgehend fehlerfrei, einige kleine Tippfehler, habe allerdings nicht mit der Lupe geguckt. Am meisten in der Erinnerung geblieben: Das "Abfliesen" des Eiterherds beim Zahnarzt - muss "abfließen" heißen.

Soweit erstmal auf die Schnelle.

LG, Anke

Silverle
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Re:

von Silverle (01.11.2010, 11:24)
Hallo Leute,

vielen lieben Dank für eure Kritiken! Trotzdem weiß ich gerade nicht, wo mir der Kopf steht. Denn die meisten raten mir zur Ich-Erzählung. Und ich weiß nicht , ob ich das kann. Natürlich schreibe ich seit vielen, vielen Jahren so was wie Tagebuch, aber ein Buch in dieser Form ist für mich undenkbar. Ich lese gerade selbst wieder einige Seiten von damals und ... Ach ich weiß nun gar nicht wo und wie ich anfangen soll und fühl mich etwas ohnmächtig. :( Mir kommt die Frage, ob ich das wirklich durchziehen will und soll. Ich hab keine Ahnung, ob ich eine gute Autorin werden kann und ob sich jemand für die Geschichte, die ich erzählen möchte, interessiert.

Das mit dem Verlag ist auch so ne Sache, die ich nicht kapiere. Wißt ihr, ich habe über Tchibo einen Gutschein für BoD Classic gekauft mit kostenloser Kundenberatung. Das war vor fast zwei Jahren :shock:: . Ich habe Zeit, dieses Buchprojekt bis Ende 2011 abzuwickeln. Ob ich das schaffe - keine Ahnung. Wie bekomme ich überhaupt eine Kundenberatung?

Nun, erst mal brauche ich wohl Zeit zum Nachdenken und book: , damit aus der Geschichte doch was wird.

Wünsch euch einen schönen Feiertag.
Gruß Silverle

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