Nur die Liebe lässt uns leben

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Gerhard Schulz
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Nur die Liebe lässt uns leben

von Gerhard Schulz (25.10.2010, 15:38)
Titel: Nur die Liebe lässt uns leben
Autor: Gerhard Schulz

Verlag: Books on Demand Gmbh
ISBN: 978-3842300033
Seiten: 56
Preis: 8,80

Der Autor über das Buch:

Endlich mal ein Buch über mein Lieblingsthema, "die Liebe". Jeder kann über sie Positives und Negatives berichten. Wenn die Mehrheit der Menschen Positives berichten könnte, sähe die Zukunft unserer Welt recht rosig aus. So möchte dies Buch mithelfen, der Schöpfung ein liebevolles Miteinander zu schenken. (Auch wenn der Autor sich selbst als lernbedürftig outet.)
Das Cover des Buches ist so gestaltet, dass es auch als Wandschmuck oder Poster nutzbar ist. Die Seiten sind so bedruckt, dass der Leser Platz hat, seinen eigenen Gedanken, Erfahrungen und Wünschen freien Lauf zu lassen.

Klappentext:

Nichts wird auf der Welt so heiß gekocht wie die Liebe. Aber wird sie auch dementsprechend gelebt, oder leiden das Individuum und die globalisierte Welt nicht viel mehr unter Liebesentzug, Kälte und Gier bis zum wortwörtlichen Wahnsinn? "Das ließe sich doch ändern", verspricht der Theologe und Buchautor Gerhard Schulz, und müht sich überzeugend, im Leser ein unverlöschliches Flämmchen der Liebe zu entzünden. "Und wenn Du loderst, gewinnt Dein Leben an unübersehbarer Leuchtkraft."

Inhalt:


Inhaltsverzeichnis:

Vorwort

Die Liebe zum Kind

Ein von Liebe geprägtes Schulsystem

Psychisches Leid durch Liebesmangel

Liebe in den Kirchen

Bedingt kollektive Lieblosigkeit den Weltuntergang?

Ein Schlüssel zur Liebe in der Hand Israels

Amerikanische und muslimische Fundamentalisten fernab der Liebe

Lieblosigkeit in Deutschland

Leben schenkende Liebe

Mangel der Liebe in der Liebe

Monogamie der Liebe zuliebe?

Der Sturz ins Aus der Liebe

"Leben wir nicht alle von Freundlichkeit?"



Textauszug:


Die Liebe zum Kind


Dass es sich bei der Liebe nicht um Luxus oder einen Schmarrn handelt, sondern um eine lebensnotwendige Zuwendung, wird deutlich, wenn wir uns mit der Pflege von Neugeborenen beschäftigen. Welcher Hinwendung, Verlässlichkeit und gefühlvollen Annahme bedarf es, um ihnen Sicherheit und Geborgenheit zu vermitteln. Einer Geborgenheit und eines seelischen Reichtums, die sie durch das ganze Leben zu tragen vermögen. Je stärker ein Mensch sich von Anfang an angenommen fühlt, umso stärker vermag er andere anzunehmen und zu lieben. Und natürlich wäre es ideal, wenn solch eine Seele auf Dauer von beiden Eltern gleichermaßen geliebt würde. Das erst lässt die ganze potenzielle Stabilität zur Entfaltung kommen. Leider verkrümeln sich viele Erzeuger und kriegen es sogar hin, sich vor Unterhaltszahlungen zu drücken. Solchen Leuten sollte man die Fahrerlaubnis entziehen. Denen trau ich auch keine Verantwortung für das Leben anderer auf der Straße zu.

Keiner vermag einem kleinen Kind stärker die Liebe zu vermitteln als die leiblichen Eltern. Unglücklicherweise sind die wirtschaftlichen Zwänge heute so groß, dass viele Eltern sich zur Arbeit gezwungen sehen, statt die Nestwärme hundertprozentig zu erhalten. Damit beteiligen sich Staat und Gesellschaft schon an der seelischen Mangelentwicklung ihrer nachrückenden Generationen. Kaum eine Kinderfrau und kaum ein Kinderhort vermögen das zu leisten, was die eigene liebende Mutter oder der eigene liebende Vater zu vermitteln vermag. Familiäre Nestwärme hat in erschreckender Weise in Staat und Gesellschaft an Bedeutung verloren. Und ist doch so wichtig, dass nicht verständlich ist, warum die intelligenten Rufe nach Hausfrauengehalt bzw. Hausmännergehalt ungehört verhallen. Grundbaustein einer gesunden Gesellschaft können nur die funktionierende Familie und die in ihr aufwachsende geliebte Seele sein. Und die Hartz IV empfangende Mutter hat genauso das Recht, so lange für ihre Kinder liebevoll zu sorgen, wie die Millionärsgattin. Bekäme sie Hausfrauengehalt, bräuchte sie auch kein Hartz IV mehr. Ja, es ist schlimm, dass man in unserer so abgezockten, alles wirtschaftlich definierenden Welt das Elternsein schon als Beruf bezeichnen muss. Aber es ist einer der Ehrenwertesten. Und das sag ich nicht nur deshalb, weil ich auch schon jahrelang Hausmann bin.
„Ach, wat für’n bequemer Job“, wird jetzt der eine oder andere sagen. Von wegen! Deine Kinder auf Händen zu tragen, sie zu beschützen, sie zu trösten, sie in jeder Form zu unterstützen, mit ihnen zu wachsen, zu diskutieren und auch mit ihnen in Liebe zu fighten, erfordert den ganzen Mann bzw. die ganze Frau.
Und, liebe Eltern, macht nicht den Fehler, und versucht Eure Kinder nach Euren Vorstellungen zu schnitzen. Es sind eigenständige Menschen, die Euch nicht gehören, sondern Euch nur anvertraut sind. Verschafft ihnen ein Klima der Liebe und Toleranz, in dem sie gerne atmen. Und Ihr werdet staunen, was für wunderbare Menschen daraus erwachsen.
Es ist nicht wichtig, dass ein Mensch nach unseren Vorstellungen perfekt funktioniert, sondern dass er supergerne lebt. „Hey Papa, das Leben macht mir Spaß“, ist das größte Kompliment, das Dir Dein erwachsen gewordenes Kind dann auf Dein Arbeitszeugnis schreiben kann.


Wo ich Liebe sehe, ist’s immer als wäre ich im Himmel (Johann Wolfgang von Goethe)

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"Ob Du König oder Musikgott bist, krank oder gesund, ist für deine Bilanz als Menschenkind nicht entscheidend. Diese interessiert nur die Impulse der Liebe, die du setztest, und die Barmherzigkeit, die du lebtest."

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MarleneGeselle
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Re:

von MarleneGeselle (26.10.2010, 09:30)
Herzlichen Glückwunsch zum Buch. thumbbup thumbbup thumbbup

Bei dem Titel musste ich an einen alten Schlager denken - oder hocke ich da auf der falschen Tenne?
Es gibt kein größeres Laster als Tugend im Übermaß.
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Gerhard Schulz
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Re:

von Gerhard Schulz (26.10.2010, 09:55)
Danke liebe Marlene!
Du hast recht. Mary Roos hat einen gleichnamigen Titel gesungen.
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mtg
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Re:

von mtg (26.10.2010, 12:15)
Gerhard Schulz hat geschrieben:
Mary Roos hat einen gleichnamigen Titel gesungen.


Das ist aber eine sehr gewagte Äußerung, wenn man in Betracht zieht, dass Mary Roos dieses Lied schon 1972 gesungen hat ... also 38 Jahre zuvor ... :twisted:

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Gerhard Schulz
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Re:

von Gerhard Schulz (26.10.2010, 14:48)
So lang ists schon her? Und doch irgendwie eine zeitlose Feststellung.
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Gerhard Schulz
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Re:

von Gerhard Schulz (30.10.2010, 15:52)
Textauszug II :


Psychisches Leid durch Liebesmangel


Die Rettung der Menschen liegt in der Liebe und kommt durch die Liebe. (Dr. Viktor Frankl, Psychiater)

Liebe, und einzig die Liebe, ist in der Lage, dir ein glücklicheres Leben zu geben. (Ludwig van Beethoven)

Aller Sinn des Lebens ist erfüllt, wo Liebe ist. (Dietrich Bonhoeffer)


Es müsste nicht extra erwähnt werden, dass eine Gesellschaft, die sich von Grund auf der Liebe verpflichtet fühlt, andere Verhältnisse in den Psychiatrien, Gefängnissen und Altenheimen hätte, als wir dies zur Zeit bei uns antreffen.
Eine Gemeinschaft, die Liebe lebt, und der das Wohlergehen jedes Einzelnen am Herzen liegt, produziert weniger psychisches Leid, kriminelle Energie und gottverlassene Einsamkeit. Und hat unsere real existierende Gesellschaft dieses aber nun in einem unübersehbaren Maße hervorgebracht, wie geht sie damit um? Mitleidend, heilend, liebevoll? Ganz und gar nicht. In Altenheimen bekommen Senioren Sedativa, um individuelle Bedürfnisse einzuschränken, die ambulanten Pflegedienste rennen mit der Stoppuhr durch die Seniorenwohnungen, und in den Gefängnissen werden Häftlinge so wenig betreut, dass geistige und ethische Weiterentwicklung im Reich der Träume anzusiedeln sind.
Und ins Unermessliche sträuben sich einem die Haare, wenn man den Umgang mit Erkrankten in den Psychiatrien näher betrachtet. Statt ihnen mit Liebe und Mitgefühl zu begegnen, zwingt man sie zur Einnahme von Persönlichkeit zerstörenden Medikamenten mit fatalen Nebenwirkungen.
Und ruft man dann aus tiefer Not den Vormund, neudeutsch „Betreuer“ um Hilfe, kann man darauf wetten, dass sich dieser nur als verlängerter Arm der Psychiatrie erweist.
Ja, entsetzlich ist das, in einer Welt ohne Liebe. Massenhaft produziert sie psychische Erkrankung. Doch statt sich dadurch selbst zu hinterfragen, oder dem Problem mit Anstand zu begegnen, werden die Erkrankten von der Psychomafia, den Anstalten, der Pharmaindustrie und den Betreuungsinstitutionen, geschluckt. Denn an jedem psychisch Kranken lässt sich prima verdienen. Und deshalb machen wir ihn am besten auch gleich lebenslänglich zu einem.
18 Jahre alt war Michael Wiesmann, als er mir 1994 sagte, er würde es auf Station nicht mehr aushalten. Keiner würde mit ihm vernünftig sprechen, keiner würde ihm klar sagen, wie lange er dort noch bleiben müsse. So gern würde er eine Ausbildung machen, so gern eine Freundin haben. Und die Medikamente würden ihm so sehr das Denken erschweren. Ich kannte seinen Arzt nur ganz oberflächlich, und dachte man könne mit ihm reden. Und in meiner Naivität ermunterte ich Michael diesem seine Probleme und Fragen vorzutragen. Ich meinte, er müsse ein klärendes Gespräch mit ihm suchen. Erst später begriff ich, dass dieser Arzt sich einen Dreck um Befindlichkeiten von psychisch Kranken scherte. Und ein paar Tage später berichtete mir Michael ganz verzweifelt, dass man seine Anfragen völlig ignoriere. Stattdessen wurde er derartig medikamentös zugeknallt, dass man sein Gesicht im Original kaum noch zu erkennen vermochte. Kurze Zeit später hängte er sich auf dem Psychiatriegelände an einem Apfelbaum auf.
Und das hat System. In der Psychiatrie fragt man nicht nach der wirklichen Biografie und den echten Problemen des Kassenpatienten. Nein. Du kriegst ne 0 8/15 Diagnose, die vernichtende chemische Keule, und ab geht es ins Tal der Schwerbehinderung. (Nein, ich schreibe jetzt nicht über Hitler-Deutschland.)
Kannst Du Dir vorstellen, was der Betroffene durchmacht? Gestern womöglich noch studiert, morgen schwerbehindert. Und den Rest des Lebens in Armut von Sozialhilfe fristen. Oder als Heimbewohner gar von einem Taschengeld von 90 Euro im Monat.
Wer war nicht schon überfordert, traurig, ehrgeizig, euphorisch, verletzt, außer sich, gespalten, gereizt und depressiv? Das sind Befindlichkeiten, die Dich in die Psychiatrie führen können. Zu Deiner Beruhigung. Den psychisch kerngesunden Menschen gibt es gar nicht. Keiner lebt auf einer ihn permanent glücklich machenden Wolke 7. Jeder muss für sein Glück und seine seelische Stabilität kämpfen. Und jeder verliert auch mal im Kampf. Doch je humaner eine Gesellschaft ist, umso weniger Wunden schlägt sie in die Seelen ihrer Mitglieder. Und… Liebe heilt. ...
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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (30.10.2010, 16:43)
Ist das überhaupt erlaubt: einen Songtitel als Buchtitel zu nehmen?

Haifischfrau
NEU: Die Baumwollfarmerin. Roman

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margit
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Re:

von margit (31.10.2010, 11:05)
Hallo Gerhard, die Liebe ist auch eines meiner Lieblingsthemen - meine Märchen und Geschichten handeln ebenfalls davon. Ich wünsche dir alles gute für dein Buch und dass du es schaffst, mit deinem wertvollen Werk viele "Flämmchen der Liebe" zu entzünden!
Margit
"Die Liebe, eure Majestät, suchen wir in Goldstücken, in gutem Essen, in edlen Weinen, schönen Kleidern und vielem anderem mehr. Doch dort werden wir sie niemals finden, denn sie ist in unseren Herzen zu Hause."

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skipteuse
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Re:

von skipteuse (31.10.2010, 12:20)
Hallo Gerhard!

Alles Gute für dich ... dennoch ein paar Worte zu deinem Buch: Ein wenig undifferenziert scheint mir deine Sichtweise schon zu sein. Nur ein paar kurze Anmerkungen:

- Die "Familien-Nestwärme-Spekulation" erinnert mich doch in Teilen stark an Eva Hermans Lamento über die "bösen" berufstätigen Eltern (v.a. Mütter) und "Kita-Geschädigten (Ost-)Deutschen" ... (Es gibt meinen Wissens keine einzige überzeugende wissenschaftliche Untersuchung, die das belegt bzw. ebenso (oder stärkere) Gegenbelege.)

- Was das (Einzel-)Schicksal des geschilderten psychisch Kranken und die Verallgemeinerung der Situation in Alters- und Pflegeheimen angeht ... nun, ich möchte nicht bestreiten, dass Vieles im Argen liegt, und es in unserer Gesellschaft noch sehr viel zun tun gibt.
Aber ich muss zugeben - mir persönlich ist dein Plädoyer für mehr Liebe (was aus den Leseproben hervorgeht) doch zu larmoyant, zu viel mit Vorwürfen gespickt und zu wenig konstruktiv.

Der eigene Lebensentwurf wird meiner Ansicht nach (in der ersten Leseprobe) als das "allein selig Machende" dargestellt. Was für dich persönlich ja auch evtl. zutreffen mag.
Soziale Ungerechtigkeiten sind ein großes Problem, (waren es übrigens aber schon immer) - nichtsdestotrotz: Viele Menschen/ Eltern MÖGEN ihre Arbeit.

Sorry, ist ganz subjektiv: Aber auf den ersten Blick überzeugen mich weder Schreibweise noch Inhalt.

Meine letzte Frage wäre: Hast du etwas (wirklich) Neues zu sagen?

Gru,
Barbara

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Gerhard Schulz
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Re:

von Gerhard Schulz (31.10.2010, 13:24)
Die Beantwortung der Frage, ob der Autor wirklich was Neues zu sagen hat, überlass ich dem geneigten oder weniger geneigten Leser.
Kritisches Lesen ist überall und immer wichtig. Deshalb schönen Dank für kritische Anmerkungen.
Zuletzt geändert von Gerhard Schulz am 31.10.2010, 16:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Re:

von Gerhard Schulz (31.10.2010, 13:26)
margit hat geschrieben:
Hallo Gerhard, die Liebe ist auch eines meiner Lieblingsthemen - meine Märchen und Geschichten handeln ebenfalls davon. Ich wünsche dir alles gute für dein Buch und dass du es schaffst, mit deinem wertvollen Werk viele "Flämmchen der Liebe" zu entzünden!
Margit


Sehr nett! Vielen Dank! Dir und Deinen Werken auch von Herzen alles Gute!
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Re:

von margit (31.10.2010, 13:31)
Dankeschön! :D
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Re:

von Axel (31.10.2010, 18:59)
Gerhard Schulz hat geschrieben:
Die Beantwortung der Frage, ob der Autor wirklich was Neues zu sagen hat, überlass ich dem geneigten oder weniger geneigten Leser.
Kritisches Lesen ist überall und immer wichtig. Deshalb schönen Dank für kritische Anmerkungen.


Für mich war das Beispiel mit Michael in der Psychiatrie etwas Neues. Ich hätte nicht gedacht, dass ein Arzt so wenig auf die Bedürfnisse seines Patienten eingeht. Ich finde es schon wichtig, wachzurütteln. Nicht immer kann der Autor gleichzeitig konstruktive Vorschläge zur Verbesserung liefern, zumal man gegenüber manchen Institutionen einfach nur ohnmächtig zuschauen kann. Darauf hinzuweisen erscheint mir als erster Schritt sehr wichtig.
Daher: Herzlichen Glückwunsch zum neuen Buch, möge es viele Leser erreichen.

Axel

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Gerhard Schulz
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Re:

von Gerhard Schulz (31.10.2010, 20:36)
Dankeschön Axel.
Textauszüge vermögen auch nicht alle Gedankengänge widerzuspiegeln.
Vorschläge zur Verbesserung sind durchaus vorhanden book:
"Ob Du König oder Musikgott bist, krank oder gesund, ist für deine Bilanz als Menschenkind nicht entscheidend. Diese interessiert nur die Impulse der Liebe, die du setztest, und die Barmherzigkeit, die du lebtest."

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Re:

von Gerhard Schulz (03.11.2010, 09:06)
Textauszug III :


Bedingt kollektive Lieblosigkeit den Weltuntergang?



...

Obwohl wir uns bemühen, die Informationsflut zu steuern, verfolgt unsere 10jährige Tochter die Nachrichten aus aller Welt mit Interesse. Nach einem Bericht über einen Tornado ganz bei uns in der Nähe fragt sie fassungslos: „Will Gott uns eigentlich töten?“ Natürlich frage ich sie, wie sie denn darauf komme. Und sie antwortet: „Es ist doch irgendwie nichts mehr normal. Die Sonne ist zu heiß, die Stürme sind zu heftig, der Regen ist zu stark. Überall zerstörte Häuser und verzweifelte Menschen, Brände, Überflutungen und Katastrophen. In der ganzen Welt scheint der Untergang eingesetzt zu haben.“
...

Natürlich sind die Katastrophen schrecklich. Sie bringen Unglück und Zerstörung. Aber diese Katastrophen sind nicht von Gott gemacht. Es ist der Mensch, der mit dieser herrlichen Welt so umgeht, als könne er mit ihr machen was er wolle, sie ausbeuten, verdrecken und mit schädlichen Gasen zupumpen. Der Mensch behandelt diese Welt nicht als erhaltenswertes Gottesgeschenk, sondern als Objekt seiner grenzenlosen Raffgier. Noch vor wenigen Jahrzehnten waren große Teile unserer Weltkugel mit riesigen Urwäldern bedeckt. Und diese Urwälder regelten den Sonnenschein und den Niederschlag auf der ganzen Erde. Doch der Mensch in seiner unermesslichen Gier holzte ab was das Zeug hielt. Und nun gibt es nur noch vergleichsweise kleine Reste dieser Urwälder. Und die Wüsten auf der Welt werden größer und größer. In einigen Gegenden regnet es nun gar nicht mehr. Und in anderen so stark, dass man an die Sintflut denken muss. Hinzu kommt, dass der Mensch viele Flüsse und Seen so verändert hat, dass sie die Wassermengen nicht mehr aufnehmen können.

Schon einhergehend mit der ersten Ölkrise vor fast 40 Jahren wurde dem Menschen klar, dass er dabei ist, in wenigen Jahrzehnten das Erdöl zu verheizen, für deren Entstehung die Erde Millionen von Jahre gebraucht hatte. Und so träumte man damals schon vom Elektro- und Wasserstoff-Auto. Doch nichts geschah. Und so fahren heute weltweit 4 Milliarden erdöl- und benzinbetriebene Fahrzeuge auf der Welt herum und verpesten die Luft und Atmosphäre. Hinzu kommen unzählige Fabrikschornsteine und zigtausend Flugzeuge, die täglich weltweit ungeheuren Dreck am Himmel verteilen. Und dazu kommen noch gefährliche chemische Giftstoffe, die die Menschen benutzten und dies zum Teil immer noch tun, und die nach oben steigen und die uns vor der Sonne schützende Ozonschicht ziemlich zerstört haben. Bei all den Abgasen und ohne Ozonschicht wird’s auf Erden immer wärmer. Und auch die Meere werden immer wärmer. Die Gletscher und die Eisberge schmelzen dahin, der Meerwasserspiegel steigt. Und so sind Überschwemmungen unvermeidlich. Die heiße Sonne verdunstet viel mehr Wasser als früher. Und deshalb ist der Regen auch deutlich heftiger. Und die Luftmassen prallen aufeinander, und so sind Tornados und Hurrikane auch viel häufiger. Und der Mensch ist mal wieder nicht vorbereitet und steht entsetzt und staunend da. Dabei haben doch so viele Wissenschaftler diese Entwicklungen vorhergesagt und vor ihnen gewarnt. Aber nein. Des Menschen Gier war größer. Lieber die Erde ausbeuten, so lang es noch geht. Denn wer kann denn schon an ihrer Hege und Pflege verdienen? Tja, die Welt als ganzes, und damit wir alle, hätten es verdient, dieses kostbare Geschenk pfleglich zu behandeln.

Doch nun scheint es vielerorts zu spät zu sein. Wir haben nun unseren Lebensreisebus auf die Fahrbahn der selbstproduzierten Katastrophen gelenkt. Will Gott uns nun töten oder haben wir noch eine Chance?
Na klar haben wir eine Chance. Und sie liegt ausschließlich in der Liebe. Nun sind wir gefragt. Entscheiden wir uns für die globalisierte Raffgier, und damit für den Abgesang, oder für die globalisierte Liebe und Empathie? Auch wenn es Dich wundert. Ich plädiere fürs letztere. Wir brauchen jetzt, Hand in Hand, die globalisierte Abkehr vom Einsatz fossiler Brennstoffe. Und selbstverständlich auch von der Zeitbombe Atomkraft, durch die wir unseren Nachkommen für Jahrtausende eine nicht zu handhabende Müllbürde mit auf den Weg geben. Wir müssen das Wachstum der Wüsten stoppen und die Urwälder wieder aufforsten. Wir müssen Flüssen und Seen wieder ihre natürlichen Becken und Auen geben. Wir müssen im Deichbau Weltmeister werden, und Menschen in Katastrophengebieten tatkräftig zur Seite eilen. Und sind diese mehr von Elend und Tod bedroht, als dass man ihnen vor Ort helfen könnte, dann sind sie auf den Rest der vorläufig sichereren Welt zu verteilen. Liebe kompensiert Leiden. Lasst uns kämpfen um jedes Menschenleben, um jeden Meter Lebensraum, um jeden Baum und um jedes Wildtier. Dann wird sich die Epoche der zunehmenden Katastrophen als Segen erweisen, und Gott wird Leben schenken, statt den Eindruck zu erwecken, uns töten zu wollen. Und es ist ja gar nicht Gott, sondern es sind wir selbst, die wir uns zu unserer eigenen Hinrichtung zerren.


Gegenüber dem Unermesslichen Weltraum erscheint der Mensch zunächst wie ein
winziges Schilfrohr. In Wirklichkeit ist der Mensch größer als die ganze
unermessliche Größe des Weltalls. Am Ende ist ein Liebender mehr als alle
unendlichen Weltraummassen.
(Blaise Pascal)
"Ob Du König oder Musikgott bist, krank oder gesund, ist für deine Bilanz als Menschenkind nicht entscheidend. Diese interessiert nur die Impulse der Liebe, die du setztest, und die Barmherzigkeit, die du lebtest."

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