Risikofaktor Mutter - Psychische Gewalt und ihre Folgen

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KatjaA
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Risikofaktor Mutter - Psychische Gewalt und ihre Folgen

von KatjaA (31.10.2010, 10:41)
Hallo!

Es ist geschafft! Mein 1. Buch ist geschrieben und seit einigen Tagen im Handel erhältlich. Und jetzt kommen die Selbstzweifel:

Ist es wirklich gut? Hättest Du zu dem einen oder anderen Thema nicht doch ausführlicher schreiben sollen oder einiges besser ganz weggelassen?

RISIKOFAKTOR MUTTER ist ein Sachbuch, aber auch eine Biographie über das Thema Psychische Gewalt in der Familie. Über Vernachlässigung, Entmenschung, Beleidigungen, Missbrauch in jeglicher Form - und die gesundheitlichen Folgen, die daraus entstehen können. Ich schreibe als Psychologin aber auch als Opfer über meine eigenen Erlebnisse und anonymisiert über die Erfahrungen meiner KlientInnen.

Nähere Informationen zum Buch gibt es unter www.risikofaktormutter.de

Lieben Gruß

Katja Andersson
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margit
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Re:

von margit (31.10.2010, 11:00)
Hallo Katja, Selbstzweifel gehören dazu - sie verschwinden bestimmt, nachdem du die ersten Lorbeeren geerntet hast. Dei Buch klingt jedenfalls sehr gut, wäre auch etwas für die Einrichtung, in der ich arbeite (Therapiezentrum für Sucht und Psychosomatik). Ich werde es mal vorschlagen. Toi toi toi wünscht dir
Margit thumbbup
"Die Liebe, eure Majestät, suchen wir in Goldstücken, in gutem Essen, in edlen Weinen, schönen Kleidern und vielem anderem mehr. Doch dort werden wir sie niemals finden, denn sie ist in unseren Herzen zu Hause."

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Alexandermerow
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Re:

von Alexandermerow (31.10.2010, 11:04)
Ich finde den Titel etwas seltsam (Mutter als Risiko?). Ansonsten kann ich natürlich nichts zu dem Buch sagen, außer: Glückwunsch zur Veröffentlichung!

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KatjaA
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Re:

von KatjaA (31.10.2010, 11:07)
Hallo Margit!

Danke für deine nette Aufmunterung. Ja, das Buch ist auch nicht nur für Gewaltopfer gedacht sondern auch als eye-opener für Mitarbeiter entsprechender Einrichtungen (Soz.-Päd., Erzieher, etc).

Mit Erstaunen habe ich festgestellt, dass viele Fachkräfte mit dem Ausdruck "Psychische Gewalt" nichts anfangen konnten. Ich hoffe, mein Buch trägt ein bißchen dazu bei.

Lieben Gruß,
Katja

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KatjaA
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Re:

von KatjaA (31.10.2010, 11:13)
Hallo Alexander!

Mütter / Eltern können ein großes Risiko für ihre Kinder darstellen und für viele Kinder ist das Zuhause der gefährlichste Ort der Welt - Schläge, Vergewaltigungen, Mord sind in der heutigen Zeit kein neues Thema. Es vergeht kaum 1 Woche, an dem ein Kind nicht tot in der Kühltruhe gefunden wird oder Kinder vom eigenen Vater vergewaltigt werden und die Mutter schaut zu - weil sie es nicht anders kennt. Und damit kommen wir dann auch zum Thema "generationsübergreifende Gewalt"..............

Lieben Gruß,
Katja

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (31.10.2010, 12:00)
Hallo Katja,
bei allen Selbstzweifeln (sie gehören dazu), finde ich deinen Titel mutig und zutreffend - wenngleich er sicherlich an vielen Stellen anecken mag. Vielleicht wäre statt Mutter das Wort "Eltern" ein weniger "aufschreiend" gewesen, aber das kann, ich ohne das Buch gelesen zu haben, nicht beurteilen. Ich gehe davon aus, dass du als Professionelle auch die Hintergründe der Verhaltensweisen dieser Mütter beleuchtet hast.

Haifischfrau
NEU: Die Baumwollfarmerin. Roman

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margit
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Re:

von margit (31.10.2010, 12:06)
"Risiko Mutter" hat andere Störungsbilder zur Folge wie "Risiko Vater".
"Die Liebe, eure Majestät, suchen wir in Goldstücken, in gutem Essen, in edlen Weinen, schönen Kleidern und vielem anderem mehr. Doch dort werden wir sie niemals finden, denn sie ist in unseren Herzen zu Hause."



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Anke Höhl-Kayser
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Re:

von Anke Höhl-Kayser (31.10.2010, 12:32)
Hallo Katja,

das ist ein wichtiges Thema. Du siehst ja schon an einer der Reaktionen auf deinen Thread, dass sich viele gar nicht vorstellen können, wie eine Mutter zum "Risikofaktor" wird. Darunter sind auch solche, die es selbst erlebt, aber - wie du selbst schreibst - "erfolgreich" verdrängt haben.

Ich wünsche dir von ganzem Herzen mit deinem Buch Erfolg.

LG, Anke

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weltverbesserer
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Re:

von weltverbesserer (31.10.2010, 13:06)
Ohje, der Titel klingt für mich erstmal wie eine Abrechnung mit der eigenen Kindheit. Ich finde es sehr gewagt, die Mutter/Eltern schon im Titel negativ als "Risiko" zu deklarieren. Damit nimmt man ihnen die Chance, sich dazu selbst zu äußern und zu rechtfertigen.
Oft werden solche negativen Einflüsse wie z.B. Eltern dann in einer Biographie verarbeitet und werden somit entweder automatisch durch die gegebene Subjektivität relativiert, oder durch eine umfassende Charakterisierung nachvollziehbar gemacht.
Es gibt eine Menge Studien über häusliche Gewalt. Wo die Ursachen liegen, wie Menschen in diese Situation gekommen sind, was man dagegen tun kann. Daraus kann man eine Menge interessanter Fakten ableiten und eigene Schlüsse ziehen.
Vernachlässigte Töchter werden überfürsorgliche Mütter, geschlagene Söhne werden schlagende Väter, auch Vergewaltigung schlägt sich seine Bahnen durch die Generationen.
Der Titel macht nicht unbedingt den Eindruck, als wolle es vermitteln und aufklären, sondern als sähest du in jeden Eltern primär eine potentielle Gefahr für das Kindeswohl.

Analog könnte ich ein Buch herausbringen: "Risiko Fußboden - Körperliche Gewalt durch die Schwerkraft." Fast täglich fällt ein Kind auf die Knie, wird im Kindergarten zu Boden geworfen oder klettert viel zu Hoch nur um dann noch tiefer zu fallen.

Als frischgebackene Mutter/Vater würde ich im Laden doch lieber auf konventionelle Elternratgeber zurückgreifen, anstatt meine Erziehungsaufgabe in solch einem Buch madig gemacht zu bekommen.
Ich tippe mal, Deine Zielgruppe sind auch eher die Opfer, mit denen du Dich solidarisierst um dann einen "gemeinsamen Feind" vorzuführen. Ob man mit dieser Haltung glücklich wird?
Komplexes Thema, aber zur Sensibilisierung sicher nicht ganz verkehrt.

Nichts für ungut. Die Kritik von Lesern wird zeigen, ob meine Vermutungen wirklich zutreffen.
Zuletzt geändert von weltverbesserer am 31.10.2010, 13:21, insgesamt 1-mal geändert.
Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.
-Albert Einstein
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hawepe
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Re: Risikofaktor Mutter - Psychische Gewalt und ihre Folgen

von hawepe (31.10.2010, 13:21)
Hallo Katja,

KatjaA hat geschrieben:
Und jetzt kommen die Selbstzweifel:


Zu recht :twisted: In unserer Gesellschaft zweifelt man, wenn es denn nicht anders geht, Väter an, aber nicht Mütter. Die Wertschätzung von Kindern reduziert sich im wesentlichen auf Sonntagsreden.

Sorry, dass ich das so hart formuliere, aber nach meinen Erfahrungen wird auf die Probleme von Kindern fast immer mit den Augen Erwachsener geblickt. Das Kind habe ... Und dann folgen mehr oder weniger immer die gleichen stereotypen Erklärungen, warum es so behandelt wurde und nicht anders.

Vielleicht erinnern sich einige Forumsteilnehmer noch an den Thread, in dem erklärt wurde, dass man nicht auf die Nöte sexuell missbrauchter Kinder, sondern auf die Leiden der missbrauchenden Erwachsenen schauen sollte.

Mich überraschen die Reaktionen in diesem Thread daher nicht. Es gilt noch immer, dass nicht sein kann was nicht sein darf.

Gerade deshalb wünsche ich deinem Buch viel Erfolg und dir ausreichendes Durchhaltevermögen.

Beste Grüße

Heinz

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KatjaA
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Re:

von KatjaA (31.10.2010, 13:21)
Lieben Dank für Eure Antworten!!

Ich ecke sicherlich bei Vielen an, aber: Man kann das Thema nicht unter den Tisch kehren. Ein großer Teil meiner KlientInnen hat schlimme Erfahrungen speziell mit der Mutter gemacht. Man muss aufhören, die Mutter in Schutz zu nehmen. Auch wer wegschaut, wird zum Täter. Ich greife in meinem Buch jedoch niemanden an sondern versuche zu erklären, warum Mütter/Väter/Eltern zu Tätern werden. Und: Als Opfer sollte man versuchen, sich nicht nur als Opfer zu sehen sondern auch dafür Sorge zu tragen, dass die gleichen Taten die die Eltern verübt haben nicht an die eigenen Kindern weitergegeben werden. Das passiert nämlich gar nicht so selten. Das Thema Psychische Gewalt wird zum Glück jetzt auch von der Wissenschaft untersucht. Die Untersuchungen zeigen,welche gesundheitlichen Folgen entstehen können (Borderline, Narzissmus, Süchte, Lernbehinderungen,etc). Nachzulesen nicht im Erziehungsratgeber sondern in einem Sachbuch wie diesem.


LG,
Katja

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Anke Höhl-Kayser
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Re:

von Anke Höhl-Kayser (31.10.2010, 13:27)
KatjaA hat geschrieben:
Als Opfer sollte man versuchen, sich nicht nur als Opfer zu sehen sondern auch dafür Sorge zu tragen, dass die gleichen Taten die die Eltern verübt haben nicht an die eigenen Kindern weitergegeben werden. Das passiert nämlich gar nicht so selten.


Genau. Und das passiert so lange, bis der Betroffene merkt, wie ihm geschehen ist. Erst dann kann ein eigenes Umdenken und Aufarbeiten eigener Erziehungsstile einsetzen.
Dabei helfen - unter anderem - Sachbücher wie deines. book:

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Cornelia
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Re:

von Cornelia (31.10.2010, 13:30)
weltverbesserer hat geschrieben:


Dein Titel macht jedoch nicht unbedingt den Eindruck, als wolle es vermitteln und aufklären, sondern als sähest du in jeden Eltern eine potentielle Gefahr für das Kindeswohl.

Es würde mich wundern, wenn sich dahinter tatsächlich ein lesenswertes Sachbuch versteckt, welches Opfern wie Tätern die Augen öffnet und Hilfe bietet, bevor es zu spät ist.
Aber als frischgebackene Mutter/Vater würde ich im Laden doch lieber auf konventionelle Elternratgeber zurückgreifen, anstatt meine Erziehungsaufgabe in solch einem Buch madig gemacht zu bekommen.



Hallo,

ich denke in jeden Eltern steckt wirklich eine potentielle Gefahr für das Kindeswohl. Eltern sind nun mal die wichtigsten Bezugspersonen für ihre Kinder. Jeder Elternteil sollte sich seiner Verantwortung bewusst sein, die er für das momentane und zukünftige Leben seines Kindes trägt.

Ich denke frichgebackene Eltern die einen Elternratgeber suchen, werden tatsächlich nicht auf das Buch zurückgreifen (wobei dies vielleicht gar nicht schlecht wäre). Aber die gehören wohl auch nicht zur eigentlich Zielgruppe der Autorin.

Ich hatte als Kind ein schönes Elternhaus und ich habe eine wundervolle Mutter, aber ich weiß, dass dies ein absoluter Glücksfall ist und leider nicht selbstverständlich.

Daher wünsche ich Dir, liebe Katja, viel Erfolg mit Deinem Buch.
Eina Frage habe ich noch, ist eine Fortsetzung "Risikofaktor Vater" geplant?

Viele Grüße
Cornelia

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KatjaA
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Re:

von KatjaA (31.10.2010, 13:50)
Hallo Cornelia!

Richtig, diese Zielgruppe gehört nicht zu meinen Lesern sondern Menschen, die direkt mit diesem Thema konfrontiert sind wie Opfer und Mitarbeiter im sozialen Bereich (Erzieher, Jugendämter, Psychologen, Soz.-Päd.,etc). Mittlerweile beschäftigen sich sogar schon Krankenkassen mit dem Thema "Psychische Gewalt" - die haben nämlich die Folgen zu bezahlen.

Zum Buch Risikofaktor Vater: So viel ich weiß, gibt es schon ein Buch mit diesem Titel. Die Gutachterin im Fall "Fritzl" hat es geschrieben.
Ich habe das Buch nicht gelesen, aber im Fritzl-Fall war es ja auch sehr interessant, dass die Mutter hier weggeschaut hat - und zwar jahrelang.

Ich denke zu den Vätern ist viel geschrieben worden, daher habe ich mich in diesem Buch auf die Mütter festgelegt - ohne die Väter auszulassen.

LG,
Katja

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weltverbesserer
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Re: Risikofaktor Mutter - Psychische Gewalt und ihre Folgen

von weltverbesserer (31.10.2010, 13:57)
MarkusGronotte hat geschrieben:
Ich habe gerade mal über "Blick ins Buch" in das Buch reingelesen. Meiner Meinung nach gehört dieses Buch zu dieser Sorte Büchern, die eigentlich zur Pflichtlektüre im Schulunterricht gehören sollte, damit insbesondere auch Kinder selbst die Möglichkeit haben zu erkennen, wann ihre Eltern Dreck sind, und um zu erkennen wann man sich z.B. an ein Jugenamt wenden sollte, um eine Dauerhafte Trennung von den Eltern zu erreichen. Insbesondere auch für Kinder von streng religiös verblenteten Eltern sinnvoll.


Danke, dass du mich auf die "Blick ins Buch"-Idee gebracht hast. Kann dem o.g. nur Beipflichten. Mein erster Eindruck: ich finde, du könntest noch viel mehr Seiten mit dem Thema füllen, ohne zu viel gesagt zu haben.
Allerdings würde ich bei psychologischen Begrifflichkeiten wie z.B. der Schizophrenie auch immer noch eine Fußnote oder ähnliches einfügen. Oft wird so etwas dann verwechselt oder missverstanden und eine kleine Aufklärung bzw. Exkursion in die Psychologie kann dem Verständnis nicht schaden.
Aber sonst: Top! Ich gratuliere zur Veröffentlichung und sehe meine übereilte Skepsis damit als unbegründet ;-)
Zuletzt geändert von weltverbesserer am 31.10.2010, 16:18, insgesamt 2-mal geändert.
Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.

-Albert Einstein

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