Buchsatz für bod

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kleinerbiber
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Buchsatz für bod

von kleinerbiber (07.11.2010, 16:38)
Wie viel Abstand sollte man bei bod.de zur Bindekante lassen (12x19, ca. 130 Seiten?)
Welche Schrift in welcher Größe würdet ihr empfehlen?
Vielen lieben Dank und lg!

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Siegfried
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Re: Buchsatz für bod

von Siegfried (07.11.2010, 18:53)
kleinerbiber hat geschrieben:
Wie viel Abstand sollte man bei bod.de zur Bindekante lassen (12x19, ca. 130 Seiten?)
Welche Schrift in welcher Größe würdet ihr empfehlen?
Vielen lieben Dank und lg!


Tipp:

Geh zu deinem Bücherschrank und such dir ein Buch heraus, das vom Format her ungefähr deinen Vorgaben entspricht (also 12 x 19 cm). Die Taschenbücher von rororo, Aufbau und Bastei-Lübbe sind ungefähr in diesem Format gehalten.

Dann nimm ein Lineal und miss einfach die Ränder aus. Ich habe gerade nach der dicken Schwarte von Ken Follett - Die Säulen der Erde gegriffen, da beträgt der Abstand von der Bindekante der Seite bis zum Satzspiegel 12 mm.

Was die Schriftgröße angeht:
Auch hier zunächst einmal die Zeilen pro Seite eines Buches zählen (wird sich vermutlich zwischen 30 und 40 Zeilen pro Seite bewegen) und die Zeichen inkl. Leerzeichen und Satzzeichen je Zeile auszählen (wird zwischen 55 und 65 liegen). Dann die Seite auf sich wirken lassen. Ist ein enges Schriftbild angenehmer für das eigene Buch oder doch lieber ein lockeres Schriftbild.

Schriftarten:
Times New Roman - nein, danke! Ausgenudelt bis zum Geht-nicht-mehr

Arial - wirkt emotionslos und ist als serifenlose Schrift für längere Texte nicht empfehlenswert

Courier (in sämtlichen Varianten) - nur für Manuskripte an Verlage geeignet

Garamond - besser geeignet, aber häufig auf Webseiten im Einsatz

Bodoni, Frutiger, Futura, Palatino - typische Schriften für Bücher

Ansonsten mal die ortseigene Bibliothek besuchen und sich durch Bücher zum Thema "Typografie" arbeiten - eine Schrift sehen ist besser, als eine Schrift erklärt bekommen.

Grüße
Siegfried
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Adriatic
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Re:

von Adriatic (07.11.2010, 19:32)
Hallo Kleiner Biber,

mir hat das Buch von unserem Autorenpoolkollegen Hawepe sehr gut geholfen:

http://www.pahlke-online.de
Coccobello (Roman) - Eine Reise in einem alten VW-Bus durch die Toskana

Adria-Express (Roman) - Eine Reise mit der Bahn durch Italien

Autoreninformation:
www.gerritfischer.de

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Christian Strzoda
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Re:

von Christian Strzoda (09.05.2011, 21:56)
Hallo Gabriela,
der Thread ist zwar schon was her, aber vielleicht hilft es trotzdem noch :)

Ich verwendete bei meinem hoffentlich bald erscheinenden Buch folgende Daten:

Adobe Garamond Pro der Größe 11pt
Leading: 14pt
Abstand zur Bindekante: 12,5 mm
Abstand zum Außenbund: 17,5 mm
Abstand nach oben: 15,8 mm
Abstand nach unten: 31,6 mm

Damit weiche ich zwar von der 9er, bzw. 12er-Regel ab, aber der Lesekomfort ist höher (natürlich subjektiv - habe mir schon Testexemplare zuschicken lassen und finde sie optisch sehr ansprechend). Seitenzahlen sind außenbündig angelegt (Geschmackssache). Und die Schriftart von Adobe bewirkt einen (für mich und meine Testleser) optimalen Lesefluss.

Viele Grüße,
Christian

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ricochet
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Re:

von ricochet (10.05.2011, 07:01)
Lieber Christian

Christian Strzoda hat geschrieben:
Adobe Garamond Pro der Größe 11pt
Leading: 14pt


Was macht den Unterschied?

LG

rico
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Ikarus
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Re:

von Ikarus (10.05.2011, 09:50)
Meine Unkenntnis:

Nach der Wikipedia ist "Leading" der Zeilendurchschuss, nicht der Zeilenabstand (vielleicht sollte man doch die deutschen Begriffe benutzen). Deine Angaben führen bei mir zu 25 Punkten Zeilenabstand.

Oder verstehe ich das falsch?

Michael

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Christian Strzoda
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Re:

von Christian Strzoda (10.05.2011, 10:25)
@Michael:

Bei mir ist das Leading der Zeilenabstand. Sorry. Dachte, dass der Begriff "Leading" gebräuchlich ist - mein Fehler. :shock::

Der Durchschuss wird gerne mit dem Zeilenabstand verwechselt und wäre theoretisch Zeilenhöhe minus Zeichenhöhe (Abstand der Unterlänge eines eines Kleinbuchstabens bis zur Oberkante eines darunter angeordneten Großbuchstabens) - in diesem Fall 3pt. Wikipedia spricht eigentlich von 20% - das sah in meinem Layout aber irgendwie blöd aus.

Bitte um Korrektur, falls ich falsch liege.

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (10.05.2011, 10:27)
Ikarus hat geschrieben:
Meine Unkenntnis:

Nach der Wikipedia ist "Leading" der Zeilendurchschuss, nicht der Zeilenabstand (vielleicht sollte man doch die deutschen Begriffe benutzen). Deine Angaben führen bei mir zu 25 Punkten Zeilenabstand.

Oder verstehe ich das falsch?

Michael


Nein, du verstehst da nichts falsch. Der englische Begriff "Leading" bezeichnet tatsächlich den Durchschuss und nicht den Zeilenabstand.

Zum Vergleich:
Der Zeilenabstand gibt an, wie groß der Abstand zwischen zwei Zeilen ist, gemessen von Grundlinie zu Grundlinie. Die Grundlinie ist das, wo Zeichen wie h, m, n ihr unteres Ende haben. Einige Buchstaben, wie etwa das g, besitzen eine Unterlänge, laufen also nach unten über die Grundlinie hinaus.

Der Durchschuss ist ein zusätzlich eingefügter Abstand zwischen zwei Zeilen, gemessen von unteren Ende der Unterlänge der oberen Zeile bis zum oberen Ende der Oberlänge (siehe "E" zu "n") der unteren Zeile. Früher wurden vom Setzer schmale Bleileisten (vgl. das englische Wort für Blei (= "Lead") mit dem hier benutzten "leading") zwischen die Zeilen gesetzt.

Eine Angabe von "Schrift = 11pt" und "Leading = 14pt" führt also tatsächlich zu einem Abstand von Grundlinie zu Grundlinie in Höhe von 25pt.

Michael, du liegst absolut richtig! thumbbup
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Christian Strzoda
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Re:

von Christian Strzoda (10.05.2011, 10:37)
@Siegfried:

Na dann - wieder was dazugelernt :)

Aber Adobe hat dann den Begriff "Leading" somit falsch übersetzt. Nach Umstellung der Sprache von Englisch auf Deutsch wurde "Leading" mit "Zeilenabstand" übersetzt.

Toll - wenn man sich den Preis ansieht.

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Christian Strzoda
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Re:

von Christian Strzoda (10.05.2011, 10:59)
@Siegfried:

Sorry, wenn das lästig erscheint, aber Ellen Lupton schrieb in "Thinkink with Type" folgenden Satz: "The distance from the baseline of one line of type to another is called line spacing. It is also called leading [...]"

Was in meiner Übersetzung soviel heißt, wie "Der Abstand von der Grundlinie einer Textzeile bis zur nächsten heißt Zeilenabstand. Man bezeichnet es auch als Leading [...]".

Oder bin ich jetzt vollkommen verwirrt?

Naja - letztendlich kommt es ohnehin nur aufs Aussehen an :)

Ikarus
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Re:

von Ikarus (10.05.2011, 14:37)
Es steht auch genau so in der englischen Wikipedia mit der Verlinkung auf "Zeilendurchschuss". :shock::

Ich kann es mir nur so erklären, dass es im Englischen eine Bedeutungsverschiebung gegeben hat. Allerdings gibt es auch den Begriff "Interline spacing" mit dem Verweis auf "Zeilenabstand".

Vermutlich wird ein alter englischer Setzer den Kopf schütteln und seinem Enkel erklären, dass die modernen Computertypen in ihren Turnschuhen ohnehin keine Ahnung vom guten alten Setzerhandwerk haben.

Ich vertraue hier der deutschen Erklärung.

Michael

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (10.05.2011, 20:02)
Christian Strzoda hat geschrieben:
Sorry, wenn das lästig erscheint, aber Ellen Lupton schrieb in "Thinkink with Type" folgenden Satz: "The distance from the baseline of one line of type to another is called line spacing. It is also called leading [...]"

Was in meiner Übersetzung soviel heißt, wie "Der Abstand von der Grundlinie einer Textzeile bis zur nächsten heißt Zeilenabstand. Man bezeichnet es auch als Leading [...]".


Die englische Wikipedia widerspricht sich bereits in der Erläuterung zum Begriff "leading" und dem daneben stehenden Beispiel. Im Text heißt es:

en.wikipedia.org hat geschrieben:
leading refers to the distance between the baselines of successive lines of type


... also der Abstand von Grundlinie zu Grundlinie ...

Das Beispiel daneben zeigt einen Blindtext ("loreim ipsum") einmal in 18pt und einmal in 18pt mit einem 4pt "leading". Nach eigener Definition von Wikipedia wäre damit ein Abstand von Grundlinie zu Grundlinie mit 4pt beschrieben (was zu einem Ineinanderlaufen der Zeilen führen müsste).

Allerdings kann man das Verb "refers" auch anders interpretieren: als "bezieht sich auf" - was so falsch nicht ist. Denn "leading" verändert den Abstand zweier Zeilen von Grundlinie zu Grundlinie ... aber "leading" ist nicht der Abstand von Grundlinie zu Grundlinie.

Mein Ergebnis dieser Diskussion: Wären wir bei den deutschen Fachbegriffen geblieben, hätte es diese Missverständnisse nie gegeben! cheezygrin

Aber manchmal müssen es eben modische englische Wörter sein cheezygrin cheezygrin cheezygrin

Weihnachten steht vor der Tür und dieses Jahr überlassen wir nichts dem Zufall - Es muss alles ganz klar kommuniziert werden!

Wie Weihnachten 2010 im Internet gezeigt hat, heißt Weihnachten nicht mehr Weihnachten, sondern X-mas, also muss der Weihnachtsmann auch X-man sein! Da X-mas 2011 quasi schon vor der Tür steht, ist es spätestens ab November höchste Zeit mit der Weihnachtsvorbereitung zu beginnen; Verzeihung - das diesjährige Weihnachts-Roll-Out zu starten und die Christmas-Mailing-Aktion just in time vorzubereiten.

Hinweis: Die Kick-Off-Veranstaltung (früher 1. Advent) für die diesjährige SANCROS (SANta Claus Road Show) findet bereits am 01.Dezember 2011 statt. Daher wurde das offizielle Come-Together des Organizing Committees unter Vorsitz des CIO (Christmas Illuminations Officer) schon am 6. Januar abgehalten. Erstmals haben wir ein Projektstatus-Meeting vorgeschaltet, bei dem eine in Workshops entwickelte To-Do-Liste und einheitliche Job-Descriptions erstellt wurden. Dadurch sollen klare Verantwortungsbereiche, eine powervolle Performance des Kundenevents und optimierte Geschenk Allocations geschaffen werden, was wiederum den Service Level erhöht und außerdem hilft, X-mas als Brandname global zu implementieren.

Dieses Meeting diente zugleich dazu, mit dem Co-Head Global Christmas Markets (the artist formerly known as Knecht Ruprecht) die Ablauf-Organisation abzustimmen, die Geschenk-Distribution an die zuständigen Private Schenking Centers (PSC) sicherzustellen und die Zielgruppen klar zu definieren. Erstmals sollen auch so genannte Geschenk-Units über das Internet angeboten werden. Die Service-Provider (Engel, Elfen und Rentiere) wurden bereits via Conference Call virtuell informiert und die Core-Competences vergeben. Ein Bündel von Incentives und ein separater Team-Building-Event an geeigneter Location sollen den Motivationslevel erhöhen und gleichzeitig helfen, eine einheitliche Corporate Culture samt Identity zu entwickeln.

Der Vorschlag, jedem Engel einen Coach zur Seite zu stellen, wurde aus Budgetgründen zunächst gecancelt. Statt dessen wurde auf einer zusätzlichen Client Management Conference beschlossen, in einem Testmarkt als Pilotprojekt eine Hotline (0,69 EUR/Minute Legion) für kurzfristige Weihnachtswünsche einzurichten, um den Added Value für die Beschenkten zu erhöhen.

Durch ein ausgeklügeltes Management Information System (MIST) ist auch Benchmark-orientiertes Controlling für jedes Private-Schenking-Center möglich. Nachdem ein neues Literatur-Konzept und das Layout-Format von externen Consultants (Osterhasen Associates) definiert wurde, konnte auch schon das diesjährige Goldene Buch (Golden Book Release 2011.1) erstellt werden. Es erscheint als Flyer, ergänzt um ein Leaflet und einen Newsletter für das laufende Updating.

Hochauflagige Lowcost-Giveaways dienen zudem als Teaser und flankierende Marketingmaßnahme. Ferner wurde durch intensives Brain Storming ein Konsens über das Mission-Statement gefunden. Es lautet "Let's keep the candles burning" und ersetzt das bisherige. "Frohe Weihnachten". X-man (formerly known as Santa Claus) hatte zwar anfangs Bedenken angesichts des Corporate-Redesigns, akzeptierte aber letztlich den progressiven Consulting-Ansatz und würdigte das Know-how seiner Investor-Relation-Manager.

Damit wären wir entsprechend committed. Falls keine weiteren Comments Ihrerseits bestehen, dürfen Sie Cell Phones, Blackberrys, PDAs und iPads wieder einschalten.

c.u.
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