EIN BUCHHÄNDLER HAT SICH BEI MIR GEMELDET

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Thomas Becks
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EIN BUCHHÄNDLER HAT SICH BEI MIR GEMELDET

von Thomas Becks (11.09.2007, 14:19)
Ich fahre am Wochenende nebenher Taxi und verteile dann meine Orácoli - Kärtchen an die Fahrgäste. Nun hat sich tatsächlich eine Buchhändlerin aus der Nachbarstadt per E-Mail gemeldet und wollte
mein Buch in Kommission nehmen.
Ein Buch habe ich ihr geschenkt und fünf in Kommission gegeben. Sie war mit neun Euro einverstanden (6,70= Kosten bei BoD. Ladenpreis= 11,90€).
Sie hat mir dann noch die Tel. Nr. eines Kollegen in einer anderen Stadt (Datteln) gegeben, der auch an meinem Ruhrgebietskrimi Interesse haben könnte. Dann sagte sie noch; wenn es gut ist, würde sie zusammen mit dem Kollegen aus Datteln eine Lesung veranstalten. Ich sagte: "Das kann ich nicht." Sie sagte: "Das macht nix, wir haben da jemanden mit 'ner Nikolausstimme, der macht das richtig gut.
Seitdem ich mit BoD zu tun habe, höre und lese ich nur Negatives über BoD ... ich hätte nie im Leben einen Buchhändler angesprochen.
Die Buchhändlerin hat eine Ruhrgebiets-Ecke eingerichtet und möchte mein Buch dazu stellen, fertig.
So, jetzt rufe ich den Kollegen in Datteln an!
Tschüss, Thomas
http://www.oracoli.de

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hawepe
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Re: EIN BUCHHÄNDLER HAT SICH BEI MIR GEMELDET

von hawepe (11.09.2007, 14:33)
Hallo Thomas,

Thomas Becks hat geschrieben:
Seitdem ich mit BoD zu tun habe, höre und lese ich nur Negatives über BoD ... ich hätte nie im Leben einen Buchhändler angesprochen.


Ist doch toll. Zum Glueck gibt es eben auch die positiven Ausnahmen. Und dann trifft ja vielleicht auch zu, "wie man in den Wald hineinruft, ..."

Beste Gruesse,

Heinz.

julia07
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Re:

von julia07 (11.09.2007, 15:10)
Hallo,

ich freue mich auch, dass mal wieder jemand Erfolg mit seinen Maßnahmen hat!
Geholfen hat hier zusätzlich vermutlich auch eine Tatsache, die ich schon einmal an anderer Stelle angemerkt habe (die "Vorharzbücher"):

Bücher mit regional geprägter Handlung (Krimis funktionieren da besonders gut!) gehen sehr gut über den Tresen. Bei uns im Allgäu gibt es mindestens zwei Kleinstverlage, die sehr erfolgreich ausschließlich ortsansässige Autoren verlegen.
Also sollte jeder, der dieses Genre bedient, unbedingt auch an die Buchhandlungen "in der Nachbarschaft" und vor allem die Regionalzeitung denken! Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Buchbesprechungen zu Allerweltsthemen viel schlechter untergebracht werden können, als regionale Krimis, Kochbücher etc.

Sehr wirksam ist es z. B. auch, wenn man sich sein eigenes Buch über die Buchhandlung bestellt und dieses dann an einem Samstagvormittag selbst dort abholt. Wenn man dann noch laut und deutlich erwähnt, dass man der Autor ist, notiert sich zumindest die Kassiererin mal schnell den Titel - und vielleicht der eine oder andere, der hinter einem in der Schlange steht, auch noch cheezygrin

LG, Julia

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Thomas Becks
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Re:

von Thomas Becks (11.09.2007, 15:31)
Hallo,

ich habe noch vergessen zu erwähnen, dass wir sofort den Strichcode getestet haben: Der Preis wurde nicht angezeigt!!
Die Buchhändlerin meinte, dass der Titel noch nicht im VLB gelistet wäre.
Wie lange brauchen die denn dafür?

julia07
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Re:

von julia07 (11.09.2007, 16:06)
Das mit der VLB-Listung ist sehr unterschiedlich. Kann schon mal 4 Wochen dauern.
Wenn du hier in SUCHEN "VLB" eingibst, findest du diverse Info dazu, auch eine, wie du selbst bei VLB dein Buch ansagen kannst!

LG, Julia

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Thomas Becks
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Re:

von Thomas Becks (11.09.2007, 17:13)
Danke Julia,

das Buch ist gelistet. Die Buchhändlerin hatte wahrscheinlich noch kein Update herunter geladen.

Schöne Grüße,
Thomas

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Thomas Becks
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Re:

von Thomas Becks (11.09.2007, 17:19)
Der Dattelner hat auch soeben zugesagt. :D

hwg
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Re:

von hwg (11.09.2007, 18:20)
Dazu kann ich nur BRAVO rufen!

Die beiden Buchhändler treten in die Stapfen "meines" Buchhändlers.
Auch er nimmt BoD-Titel auf Lager, allerdings nur von steirischen Autoren, die er kennt oder, sollten sie noch relativ unbekannt sein, durch mich kennen lernt.

Dass dem so ist, daran müssen aber schon auch die Autoren mitwirken und nicht darauf warten, bis ein Pressemensch zufällig auf das Buch aufmerksam wird.

Wie ich schon mehrmals festgestellt habe: Ein Rezensionsexemplar mit eigenem "Werbetext" an die Redaktion zu senden, hat wenig Erfolg. Die beste Wirkung erzielt die Herstellung eines persönlichen Kontaktes mit dem Rezensenten.

Da dieser meistens als Freelancer oder nebenberuflicher Schreiber arbeitet, erfährt man dessen Adresse über die Redaktion oder man als kennt seinen Namen, weil man eifriger Leser von Lokal- und Regionalblättern ist, ohnehin.
Zuletzt geändert von hwg am 26.09.2007, 17:38, insgesamt 1-mal geändert.

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Judith
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Re:

von Judith (12.09.2007, 01:18)
Hallo Thomas,

auch von mir Glückwünsche! Das hört sich wirklich prima an!

Viel Erfolg wünscht
Judith
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Thomas Becks
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Re:

von Thomas Becks (26.09.2007, 17:26)
Danke Judith.

Also, so ging’s weiter: In der Recklinghäuser Zeitung wurde am 20. Sept. mein Buch in fünf Spalten a 19 Zeilen hervorragend vorgestellt. Leider kann ich Euch keinen Link bieten (hab’ mir in deren Archiv einen Wolf gesucht).
Der Titel: REVIER-KRIMI MIT ÜPPIGER ZUTATENLISTE. Die Zeitung hat eine Auflage von 98.000, für Recklinghausen, Oer-Erkenschwick, Herten, Datteln, Castrop-Rauxel, Marl usw.
Wie Ihr Euch denken könnt, kenne ich den Redakteur persönlich (macht eigentlich Sport). Die Resonanz bei Amazon bisher: 4 Verkäufe. Die Buchhändlerin aus O.E. hat die fünf Exemplare verkauft und zehn neue bestellt, die ich ihr natürlich längst geliefert habe. Ein Verkauf kam so zustande: Eine Oer-Erkenschwickerin rief, nachdem sie den Artikel in der Zeitung gelesen hatte, ihre Tochter in Bochum an. Der Ehemann der Tochter isst gerne Miracoli und sie wollte unbedingt das Buch für ihn kaufen. Was dann kam, könnt Ihr Euch denken: Die Dame rief sämtliche Buchhandlungen an. DAS BUCH IST NICHT LIEFERBAR!!! Ich hätte k… können!
Na ja, ich rief einige Buchhändler an und nannte ihnen meine Telefonnummer, die sie alle sehr gerne notierten. Eine Recklinghäuser Buchhändlerin orderte 10 Bücher bei mir. Immerhin. Sie nannte mir den Hauptgrund des nicht Lieferbaren: Die meisten scheuen einfach den Aufwand und die 1,50 Euro Porto, die ja deren Marge so arg mindert. Vorurteile gegenüber BoD kennt im Übrigen niemand. Meine Oer-Erkenschwicker Buchhändlerin durfte mit Recht der Bochumer Kundin scherzhaft sagen; hätten Sie mich mal sofort angerufen.
Es wird wohl dahingehen, dass ich in Zukunft mehr Bücher bei BoD bestelle und selber den Verleger spiele (habe sogar noch einen Gewerbeschein als Verleger, ich hab’ 2003 einen Kalender herausgegeben.) Es macht auch den Eindruck, als ob sich zwischen uns (Buchhändler und Autor) eine Partnerschaft entwickelt. Neben der einfachen Abwicklung für den Buchhändler fällt ja auch für uns Autoren mehr Gewinn ab, wenn wir ihn selber beliefern.
Der Rabatt für den Buchhändler wäre eindeutig höher, wenn er bei Libri bestellen würde. Dass meine drei Buchhändler weiterhin lieber bei mir bestellen möchten, sehe ich daher eher als wohlwollende Geste.
Demnächst erscheint auch im Kurier am Sonntag (140.000) ein Artikel über mein Buch, der Herausgeber ist ein Bekannter meiner Nichte. Ein freier Reporter von der WAZ (XXX.000) ist in Bearbeitung, er ist Kunde bei der Frau eines Taxifahrerkollegen von mir. Er findet die Story, dass ein Taxifahrer ein Buch schreibt sehr interessant. Dass er mir den Taxifahrer als Hauptberuf anhängt, sollte mir egal sein. Hauptsache ist, dass die Story ihre Leser findet. Vielleicht geht’s ja irgendwann mal ohne Vitamin B weiter.
Ich hoffe, Euch nicht gelangweilt zu haben,
Thomas
Zuletzt geändert von Thomas Becks am 27.09.2007, 00:36, insgesamt 1-mal geändert.

hwg
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Re:

von hwg (26.09.2007, 17:45)
Ob Vitamin B (wie Beziehungen) oder P (wie Protektion) - der Verkaufserfolg zählt. In anderen Branchen ist es nicht anders.

Jedenfalls habe ich die ausführliche Schilderung der Buchhändler- und Pressearbeit gerne gelesen, schließlich deckt sie sich mit meinen
Erfahrungen als freiwillige Kontaktperson zwischen Buchhändlern,
Zeitungsredaktionen und mir interessant scheinenden Autoren.

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Judith
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Re:

von Judith (27.09.2007, 01:59)
Hallo Thomas,

darf ich mal neugierig fragen, seit wann das Buch auf dem Markt ist und wieviele inzwischen verkauft wurden?

Grüßle und viel Erfolg,
Judith
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Laura
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Re:

von Laura (27.09.2007, 09:35)
Hallo Thomas, deine Erfahrungen sind ermutigend, obwohl ich keine Krimis und nichts Regionales schreibe, trotzdem kann man was davon mitnehmen an Erfahrungen.

In diesem Zusammenhang möchte ich noch erwähnen, dass Kleinverlagsautoren, die ja auch sehr viel Eigenwerbung machen müssen, so gut wie nie solche Erfolge haben, das weiß ich daher, weil ich lange in einem solchen Forum aktiv war und auch sonst genug Autoren kenne, die bei Kleinverlagen veröffentlichen. LG Laura

hwg
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Re:

von hwg (27.09.2007, 15:16)
...und ich kenne nicht wenige Autoren, die bei einem seriösen Kleinverlag (garantiert keinem Druckkostenzuschussunternehmen!) veröffentlicht haben und dann - auf Grund dieser Veröffentlichungen - zu größeren Verlagen erfolgreich übergewechselt sind.

Diese Autoren haben keinen Grund, in irgendwelchen Internet-Foren damit zu prahlen. Und sollte sich der Erfolg in Grenzen halten, werden sie sich hüten, darüber öffentlich zu jammern.

Professionell arbeitende Autoren verweisen zu Recht auf Positives, sie wären auch nicht gut beraten, aus negativen Erfahrungen, welche sie sicher auch einmal gesammelt haben, groß zu berichten.

Man soll als Autor nicht immer die Schuld am Scheitern bei den Redaktionen und seriösen Verlagen suchen, denke ich, sondern seine
Schreibbemühungen mehrmals überdenken und dabei nicht nur selbstbezogen sein, sondern sich auch für aktuelle Leserwünsche interessieren. Die Markting-Abteilungen der Verlage tun es ja auch.
Und was sollte daran schlecht sein, frage ich - nicht mich, sondern Euch!

julia07
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Re:

von julia07 (27.09.2007, 15:38)
dazu ein chinesisches Sprichwort:

Suche nicht den Schuldigen - Löse das Problem!

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