Was ich schon immmer einmal wissen wollte?!

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Tagesstern

Was ich schon immmer einmal wissen wollte?!

von Tagesstern (16.01.2011, 18:40)
Warum sagen fast alle immer das Wort "umsonst", wenn sie was "kostenlos" bekommen? Bin ich echt der Einzige, der das nicht versteht? Ein Beispiel, was alle immer sagen: "Das Brot gab es heute in der Bäckerei umsonst". Oder: "Ich konnte heute umsonst mit der Straßenbahn fahren".

Das ist für nach meiner Meinung falsch, aber es scheint wohl so zu sein, dass ich wohl der Einzige bin, der so denkt. Denn wenn ich was bekomme, was mir geschenkt wird, dann würde ich sagen: "Heute gab es das Brot in der Bäckerei kostenlos" oder "Heute habe ich das Brot in der Bäckerei geschenkt bekommen". "Umsonst" würde ich nur dann sagen, wenn ich was umsonst gemacht hätte. Beispiel: "Ich wollte vorhin ein Brot in der Bäckerei kaufen, doch ich bin "umsonst" da hingelaufen, weil die Bäckerei schon zu hatte".

Auch ein gutes Beispiel: "Ich bin heute umsonst ins Fußballstadion gekommen!"

Nach meiner Meinung wäre richtig: "Ich bin heute "kostenlos" ins Fußballstadion gekommen". Würde ich das Wort "umsonst" wählen, dann nur für so einen Satz: "Ich bin heute umsonst ans Stadion gefahren, denn das Spiel ist heute ausgefallen".

Verrücktes Thema, aber das wollte ich schon immer wissen.

holz

Re:

von holz (16.01.2011, 19:21)
mehrere Bedeutungen lt. Grimms Wörterbuch, Bd. 23

1) ohne lohn, entgelt, gegenleistung, vergütung; gratis
2) ohne die erwartete, nutzbringende wirkung, erfolg-, nutzlos, vergebens, sinn-, zwecklos

http://urts55.uni-trier.de:8080/Projekte/DWB

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PvO
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Re:

von PvO (17.01.2011, 20:50)
Meine Dielenmöbel sind billig, obwohl sie recht teuer waren. Meine Büroausstattung war ebenfallks billig, obwohl sie gut ist. In dem Fall war sie preiswert.
Noch weitere Fragen?

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Peter Mersch
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Re: Was ich schon immmer einmal wissen wollte?!

von Peter Mersch (17.01.2011, 22:32)
Tagesstern hat geschrieben:
Ein Beispiel, was alle immer sagen: "Das Brot gab es heute in der Bäckerei umsonst".


Das Wort "umsonst" ist hier optimal, weil es beide Seiten berücksichtigt: Der Kunde bekam das Brot gratis, und die Bäckerin arbeitete umsonst. All das steckt in dem einen Wörtchen "umsonst".

Die Übersetzung: "Das Brot gab es heute in der Bäckerei kostenfrei." diskriminiert dagegen die Bäckerin, da der Sachverhalt rein aus der Sicht der Kunden dargestellt wird, während der lobenswerte Einsatz der Bäckerin nicht einmal Erwähnung findet. Der Bäckerin bliebe dann wohl nichts anderes übrig, als ein verzweifeltes "es war alles umsonst" in den Nachthimmel hinauszurufen.

Eine nichtdiskriminierende Übersetzung wäre: "Das Brot gab es heute in der Bäckerei kosten- und einnahmenfrei." Hört sich im Vergleich zu "umsonst" aber total beknackt an... book:

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