Lest meinen Prolog, wollt ihr mehr?

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Robin-John
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Lest meinen Prolog, wollt ihr mehr?

von Robin-John (18.01.2011, 16:30)
Es ist der Prolog von meinem "Buch", ich wage es mich ja nicht einmal richtig auszusprechen. "Buch"
Denn vielen ist gar nicht bewusst viel Arbeit und Leidenschaft so ein Buch verlangt .. und das auch zurecht.
Der Anfang eines Buches ist mit das Wichtigste überhaupt, denke ich.
Doch das nur .. weil wir Menschen voreilig urteilen, so haben Autoren weitaus geringere Chancen ihr Buch zu vermarkten als wen wir Menschen mit vollkommener Geduld an die Sache gehen würde, doch wer hat die schon?
Jedenfalls .. liegt es mir deswegen sehr am Herzen, wie denn so der Start meines "Buches" auf euch wirkt.


Prolog
>>Er stach die glänzende Klinge in ihren Magen und sie kreischte ihr gequältes Leid schmerzerfüllt aus sich raus. Ihr Blut spritzte ihm schlagartig entgegen und er lachte verstört. Seine kranke Psyche blitzte in seinen Augen.
Er zog das Messer kraftvoll aus ihrem Leib und die schimmernde, silbrige Klinge war mit ihrem tiefroten Blut verschmiert. Er ließ sie los und sie fiel leblos zu Boden.
Mit seinem irren Blick sah er auf ihren Rumpf, so, als ob er noch lange nicht fertig gewesen wäre - seine Gier nach ihrem zerfetzten Elend schien noch längst nicht befriedigt.
Er bückte sich über sie, beäugelte sie von Kopf bis Fuß und ein besessendes Lächeln bestimmte seine Visage. Mit seinen verschmutzten Händen strich er ihr seidiges, blondes Haar aus dem Gesicht und eine Schweißperle lief über seine Stirn, tropfte auf ihre Wangenknochen und rann leicht zittrig auf ihre Lippen zu. Sie betete um Gnade. Aber er.. er packte sie gewaltsam an ihren Hals und begann zu würgen.
Er würgte bis man nicht einmal mehr ihre kaputte Atmung hören konnte. Wie ich sie kenne, hätte sie sich gewährt und ihm das Fleisch von den Knochen gerissen, wäre sie nicht starr vor Angst gewesen. ... Zwischenrangig hörte ich noch quietschige Laute, aber es war nur eine Frage der Zeit bis auch diese nicht mehr ertönen würden. Genugtuung loderte in seinen Augen.
Fast noch während seiner Tat fragte ich mit tränenüberlaufendem Gesicht >Warum?<
Mit trockener, rauer und hasserfüllten Stimme sagte er >>Sex und Mord sind die einzigen Vergnügen, die uns Menschen noch geblieben sind.<<
Gestorben vor meinen eigenen Augen, getötet von meinem eigenem Fleisch, meine eigene Liebe...
Wollen sie noch mehr wissen, Nick?
Wollen sie wissen, was er mit mir machte??
Ha.. Nichts...
Denn ich tötete ihn mit meinen bloßen Händen.
Meine blindwütigen Finger bissen sich in sein Gesicht, so stark und verkrampft das er zu bluten begann. Ich stach ihm die Augen aus, mit meinen fanatischen Händen. Blut sammelte sich in seinem Mund, so das er kaum noch Luft bekam.
Ich wollte ihn sterben sehen..
Also befriedigte ich mein unersättliches Verlangen und erdrosselte ihn genau so, wie er meine Liebe, genau .. wie er meine Liebe! erwürgte. Er hustete mir das ganze gesammelte Blut ins Gesicht. Doch als ich fertig mit ihm war, warf das übriggebliebene Blut auf und um seinen Lippen nur noch Blasen, die für seinen Tod standen und das in meinem Gesicht, tropfte auf ihn hinab. Meine Hände, noch versteinert und steif an seinem Hals gekrallt, erlangten erst dann wieder wieder das Leben als ich seine blutleere Fresse auf mich wirken lies, welches sie dazu zwang sie zu lösen und zu spreizen, um mir den kalblütigen Mord unsterblich auf den Händen zu verewigen und ihn so vor der Vergessenheit zu bewahren.
Ich drehte mich um und sah mich mit blutverschmierten Gesicht und Händen im Spiegel. Die rote mißtönende Sippe schimmerte weiß im Mondlicht, das gebrochen durch das Fenster schien. Ich war zufrieden, doch ich hasste mich. Denn ich dachte, ich war wie er geworden, geworden .. wie mein Vater.<<

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Siegfried
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Re: Lest meinen Prolog, wollt ihr mehr?

von Siegfried (18.01.2011, 19:07)
Robin-John hat geschrieben:
Jedenfalls .. liegt es mir deswegen sehr am Herzen, wie denn so der Start meines "Buches" auf euch wirkt.


Ich bin kein Freund von Splatter-Texten.
Ich bin auch kein Freund eines intensiven Einsatzes von Adjektiven und Partizipien ...
und mit einem ständig gleichen Satzaufbau kann ich mich auch nicht sonderlich anfreunden ...

... deshalb nehme ich nur den ersten Absatz und entferne mal die Adjektive und stelle ganz geringfügig um ...

Er stach die Klinge in ihren Magen und sie kreischte ihr Leid aus sich raus. Ihr Blut spritzte ihm entgegen und er lachte. Etwas blitzte in seinen Augen.
Er zog das Messer aus ihrem Leib und die Klinge war mit ihrem Blut verschmiert. Er ließ sie los und sie fiel zu Boden.
Mit seinem Blick sah er auf ihren Rumpf, so, als ob er noch nicht fertig gewesen wäre - seine Gier nach ihrem Elend schien noch längst nicht befriedigt.


Nun beseitige ich die falschen Rückbezüge im Text (hat die überhaupt jemand bemerkt? cheezygrin )

Er stach die Klinge in ihren Magen und die Frau kreischte ihr Leid aus sich raus. Ihr Blut spritzte ihm entgegen und er lachte. Etwas blitzte in seinen Augen.
Er zog das Messer aus ihrem Leib und die Klinge war mit ihrem Blut verschmiert. Er ließ die Frau los und sie fiel zu Boden.
Mit seinem Blick sah er auf ihren Rumpf, so, als ob er noch nicht fertig gewesen wäre - seine Gier nach ihrem Elend schien noch längst nicht befriedigt.


... nun sind die unklaren und schwachen Ausdrücke an der Reihe ... und die Stilblüten ... und bereinige die Erzählperspektive ...

Er rammte die Klinge in ihren Magen und die Frau kreischte vor Schmerz. Ihr Blut spritzte ihm entgegen und er lachte. Ein Gefühl von Macht stieg in ihm auf.
Er zog das Messer aus ihrem Leib und die Klinge war mit ihrem Blut verschmiert. Er ließ die Frau los und sie fiel zu Boden.
Er starrte auf ihren Rumpf, so, als ob er noch nicht fertig gewesen wäre - seine Gier nach ihrem Elend war noch längst nicht befriedigt.


... jetzt noch ein paar stilistische Korrekturen ...

Er rammte die Klinge in ihren Magen. Die Frau kreischte. Blut spritzte ihm entgegen, aber er lachte nur. Ein Gefühl von Macht stieg in ihm auf.
Er zog das Messer aus ihrem Leib. Die Klinge war blutverschmiert. Er ließ die Frau los, die stumm zu Boden fiel.
Er starrte auf ihren Leib, betrachtete ihn, musterte die Frau zu seinen Füßen in allen Einzelheiten. Noch war er nicht fertig mit ihr. Seine Gier nach ihrem Elend war noch längst nicht befriedigt.


... und sage nichts weiter dazu.

Grüße
Siegfried
Korrektorat: 1,- Euro pro angefangene 1.000 Zeichen // Layout Buchblock: 1,- Euro pro Seite zzgl. 19 % USt. // Buchcover 20,- oder 30,- Euro inkl. 19 % USt. // Sonderpreise auf Anfrage per E-Mail oder PN

Frieda^^
Beiträge: 17
Registriert: 18.01.2011, 13:10

Re:

von Frieda^^ (19.01.2011, 20:08)
Hey, dein Text ist an manchen Stellen noch etwas unrein, so wie "Siegfried" oder so ... vor mir bereits gesagt hat, außerdem ist es verwirrend und der Perspektivenwechsel... ich weiß nicht, aber die Idee ist sehr gut, außerdem hast du Recht, die Arbeit, die in einem Buch steckt, egal wie viele Menschen es gelesen haben, ist immer groß und wird von den meisten Lesern nicht genügend gewürdigt... denke ich...
Auf jeden Fall ist dein Text inspirierend; Nur an der Umsetzung hapert es noch ein wenig. Es wäre gut, wenn du noch einmal jemand anders drüberlesen lassen würdest, denn wie gesagt die Perspektive ist ziemlich unklar.
Aber ansonsten: Daumen hoch thumbbup
Bis dann!
lg
die Frieda^^


"
Worte bestimmen unser Leben und darüber hinaus
Mehr als unser Wille es tut.
Einfache Zeichen, aneinander gereiht, mit Tinte auf Papier geschrieben.
Und ein einziger Tropfen Wasser lässt sie einfach verschwimmen."

Klaus D. Klimke

Re:

von Klaus D. Klimke (19.01.2011, 21:06)
Aber ich sage etwas dazu, Siegfried.
Was empfindet jemand, wenn er solche Texte schreibt?
Er trieft nur so von Blut und Gewalt und ist auch noch dilettantisch aufbereitet. Das hat für mich mit Schriftstellerei absolut nichts mehr zu tun, das ist Schlachterei und menschenverachtend!

Frieda^^ hat geschrieben:
Auf jeden Fall ist dein Text inspirierend;
lg
die Frieda^^



Ich frage mich, was an diesem „Text“ inspirierend sein soll, Frieda, und vor allen Dingen: zu was denn bitte?

Gruß von
Klaus

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