Die Flugzeuge von Embraer - Erstes Buch - Erste Rezession

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MarcV
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Die Flugzeuge von Embraer - Erstes Buch - Erste Rezession

von MarcV (25.03.2011, 09:54)
Hallo zusammen,

Anfang Januar habe ich mein erstes Buch "Die Flugzeuge von Embraer" veröffentlicht. Leider in den letzten Wochen mit etwas zu heißer Nadel gestrickt. Bis jetzt bin ich aber mit den Verkäufen recht zufrieden, obwohl es ein recht spezielles Thema ist.
Die erste Rezession ist in der heute erschienenen FliegerRevue abgedruckt :

"Für kleines Geld zu haben ist dieser erste deutschsprachige Versuch, die rasant aufstrebende brasilianische Luftfahrtindustrie in kompakter Form näher vorzustellen. Im Mittelpunkt steht die auch längst auf dem europäischen Markt fest etablierte Empresa Brasileira de Aeronautica S.A. - dieser vollständige Firmenname bleibt leider im ganzen Buch unerwänt-, die unter dem Kürzel Embraer schon eine ganze Reihe erfolgreicher Trainings- sowie Kurz- und Mittelstreckenverkehrsflugzeuge verwirklich hat. Bücher von Books on Demand erfordern vom Rezensenten jedoch von vornherein eine gewisse Nachsicht, verkörpern sie doch häufig nur ein unter Verzicht auf jegliches Lektorat zu Papier gebrachtes ungeschliffenes Manuskript. Man mag über diese neue publizistische "Freiheit" geteilter Meinung sein. Angesichts der damit einhergehenden gestalterischen und sprachlichen Mängel muss zumindest der Inhalt so gewichtig sein, um das Ganze überhaupt als kritikwürdig durchgehen zu lassen. In diesem Fall lässt sich eine solche Ausnahme - wenngleich mit Bauchschmerzen - vertreten. Für eine Empfehlung sprechen die handwerklich solide erstellte Übersicht zum Stand des Flugzeugbaus im Schwellenland Brasilien sowie die Ausstattung mit einer Vielzahl technischer Daten und aussagekräftigen Fotos."

Im Grunde ist sie ja recht positiv ausgefellen, wenn auch nicht wirklich überschwenglich und begeistert ... was denkt Ihr ? Als direkt beteiligter fällt es mir dann doch schwer, den Artikel obkejtiv zu lesen.
Danke !

Grüße
Marc

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Steeltiger
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Re:

von Steeltiger (25.03.2011, 10:46)
Na ja, positiv ist was anderes....

Klaus D. Klimke

Re:

von Klaus D. Klimke (25.03.2011, 11:01)
Hallo Marc,

Habe dein „search inside“ überflogen. Ganz so dramatisch wie in der Rezi* dargestellt scheint es mir nicht zu sein (*Vielleicht ein bisschen Ausbremsen eventueller Konkurrenz, gepaart mit einem negativen Meinungsbild über Bod-Veröffentlichungen, welches ja allgemein betrachtet, leider nicht so ganz von der Hand zu weisen ist). Und vielleicht hättest du dir etwas mehr Zeit lassen sollen. Aber du hast Recht, am Ende wird man ungeduldig, ist mir auch passiert. Trotzdem scheint’s ein recht informatives Buch zu sein (Habe selbst viele Jahre im Flugzeugbau gearbeitet). Meist sind Bücher dieser Art recht teuer, bei dir eine wohltuende Ausnahme. (Fachverlage langen da mit der Begründung geringerer Verkaufszahlen, oft heftig zu – eine Fehlinterpretation, denn die Fliegerei und alles, was mit ihr zu tun hat, erfreuen sich großer Beliebtheit). Wenn es sich rentiert: vielleicht eine überarbeitete Neuauflage starten (im Schatten der großen Flugzeughersteller und Verlage bedienst du eine Nische, die, könnte ich mir jedenfalls vorstellen, viel Potenzial beinhaltet und den Buchmarkt bereichern könnte).

Alles Gute für dein Projekt
von
Klaus

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mtg
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Re:

von mtg (25.03.2011, 11:02)
Hi Marc,

also
erstens ist es eine »Renzension« - eine »Rezession« ist etwas anderes :-)

zweitens ist sie nicht wirklich positiv, vermittelt aber zumindest, dass der Rezensent den guten Willen dahinter erkannt hat

drittens hast Du das Problem ja schon selbst beschrieben: »Mit heißer Nadel gestrickt« ist kein Qualitätsverständnis - und der Tenor des Rezensenten sagt eindeutig, dass er Qualität erwartet. Nun lieferst Du die offensichtlich - mit Abstrichen - auch ... aber der Kompetenz, die hinter einem Sach- oder Fachbuch stehen sollte, sind mangelnde Recherche, fehlendes Lektorat und Ungenauigkeiten in den Formulierungen doch sehr abträglich. das kommt deutlich zum Vorschein.

Alles in allem klingt das für mich so, als solltest Du das Buch noch einmal in den genannten Punkten überarbeiten. Man macht sich einen Ruf schneller kaputt als man überhaupt »piep« sagen kann - vor allem in einem so spezialisierten Themenfeld wie Deinem. Und das wäre doch schade ...

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SandraR
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Re:

von SandraR (25.03.2011, 11:24)
Marc im Grunde wimmelt es nur so von Fehlern (gemeint ist der Text des Heftes) falls dies eine Kopie des tatsächlichen Textes ist, würde ich das Heft in die Tonne werfen. Kommas falsch, Sätze unvollständig oder holprig...und dann über BOD schimpfen...
http://russland-buecher.ru und http://twitter.com/russlandbuecher und bei Facebook, XING und Brainguide Sandra Ravioli

hotte

Re:

von hotte (25.03.2011, 12:19)
SandraR hat geschrieben:
Marc im Grunde wimmelt es nur so von Fehlern (gemeint ist der Text des Heftes) falls dies eine Kopie des tatsächlichen Textes ist, würde ich das Heft in die Tonne werfen. Kommas falsch, Sätze unvollständig oder holprig...und dann über BOD schimpfen...


Nur gut, dass eine solche Kapazität cheezygrin wie du hier Tipps zur deutschen Sprache abgibt.

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Atlan_Gonozal
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Re:

von Atlan_Gonozal (25.03.2011, 12:50)
Du könntest mal AeroSoft anschreiben, der größte Shop für die Flugsimulation in Deutschland, eventuell bieten die es über ihre Homepage mit an. Weiterhin gibt es auch die Foren, "flightsim.de" zum Beispiel.

Embraer ist im Bereich des MS Flugsimulators durchaus ein Begriff, da kommt ein Buch vielleicht gut an.

Gruß, Karsten.
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MarcV
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Re:

von MarcV (25.03.2011, 12:56)
Hallo,

danke für die Antworten.
So schlecht kann die [size=7]Rezension[/size] ( Hallo mtg ) nicht sein. Das Heft ist seit heute erst im Handel und gestern an die Abonenten geliefert worden. Zwei Exemplare sind in der Zeit wieder, laut BoD, verkauft.

In der Tat ist es auch mir mehr als peinlich, daß ich die Auflösung der Kurzform EMBRAER vergessen habe. Ich konnte es selber nicht glauben. Aber er schreibt auch : "Für eine Empfehlung sprechen die handwerklich solide erstellte Übersicht zum Stand des Flugzeugbaus im Schwellenland Brasilien sowie die Ausstattung mit einer Vielzahl technischer Daten und aussagekräftigen Fotos."
Die Arbeit ist also für ihn okay ... handwerklich, also auch Recherche, okay. Sonst hätte er es sicherlich "in die Tonne geschmissen" ... hat er aber nicht. Die Kritikpunkte stellen für mich keine Überraschung dar, kenne ich doch inzwischen meine Schwächen.
An Anfang meines Posts habe ich auch meinen Kardinalfehler genannt, die heiße Nadel. In der Tat bin ich auch in einer Überarbeitung und Ausdehnung des ganzen Themas, wobei ich mir diesmal bedeutend mehr Zeit lasse. Mit etwas Abstand fallem einen mehr Fehler auf.
Jetzt stehe ich aber dann doch vor dem Punkt, daß ich das Manuskript von jemandem gelesen haben möchte, der sich mit der Materie und Zeichensetzung, Rechtschreibung u.s.w. auskennt.
Möglichst darf das ganze natürlich auch nichts kosten ... also : Was tun ?

Grüße
Marc

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mtg
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Re:

von mtg (25.03.2011, 13:00)
MarcV hat geschrieben:
Das Heft ist seit heute erst im Handel und gestern an die Abonenten geliefert worden. Zwei Exemplare sind in der Zeit wieder, laut BoD, verkauft.

Ich freue mich für Dich, dass Du weitere Bücher verkauft hast - aber ich glaube kaum, dass die mit der Rezension in Zusammenhang stehen. Das Zeitfenster zwischen ET der Rezension und der Auflistung in myBoD ist viel zu kurz ... BoD schreibt meines Wissens nach Margen erst gut, wenn die Rechnungen an die Händler bezahlt sind.

malschaun
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Re:

von malschaun (25.03.2011, 14:06)
MarcV hat geschrieben:
Jetzt stehe ich aber dann doch vor dem Punkt, daß ich das Manuskript von jemandem gelesen haben möchte, der sich mit der Materie und Zeichensetzung, Rechtschreibung u.s.w. auskennt.
Möglichst darf das ganze natürlich auch nichts kosten ... also : Was tun ?


aha ... DU verdienst mit dem Buch Geld, und der, der Dir helfen soll, soll nichts bekommen. Super Einstellung :twisted:

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Atlan_Gonozal
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Re:

von Atlan_Gonozal (25.03.2011, 14:42)
malschaun hat geschrieben:
MarcV hat geschrieben:
Jetzt stehe ich aber dann doch vor dem Punkt, daß ich das Manuskript von jemandem gelesen haben möchte, der sich mit der Materie und Zeichensetzung, Rechtschreibung u.s.w. auskennt.
Möglichst darf das ganze natürlich auch nichts kosten ... also : Was tun ?


aha ... DU verdienst mit dem Buch Geld, und der, der Dir helfen soll, soll nichts bekommen. Super Einstellung :twisted:


Naja, erstmal locker bleiben. Im Bereich des privaten Umfeldes gibt es sicher jemand, der das Buch zumindest gegenlesen kann, ohne gleich Hunderte von Euros zu verlangen. Wir wissen doch alle, dass ein professionelles Lektorat für einen Hobbyautoren nahezu unbezahlbar ist.

Ansonsten gilt halt: You get, what you pay for!
Bücher sind mein Leben - http://www.karsten-heimer.de

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Adriatic
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Re:

von Adriatic (25.03.2011, 14:55)
Bevor man das Manuskript lektorieren/korrigieren lässt, ob privat oder professionell, sollte man sich selbst ausfühlich und intensiv mit seinem Text auseinandergesetzt haben. Was das bedeutet, ist für jeden unterschiedlich. Ich kann dir sagen, was es für mich bedeutet:

Ich habe zum Schreiben meines 228 Seiten langen Romans 6 Monate benötigt und zum Überarbeiten und Korrigieren ebenfalls 6 Monate. Dazu gehörte

- Lesen des Gesamttextes mit Augenmerk nur auf den Inhalt
- Lesen des Gesamttextes mit Augenmerk nur auf die Rechtschreibung
- Rückwärtslesen jedes Wortes (beim Normallesen eines bekannten Textes wird das einzelne Wort nicht mehr wahrgenommen) - Durchlaufen der Duden-Korrektur
- Abgabe an mehrere private Testleser
- Nochmalige Korrekturen und Lesen des Gesamttextes in Abständen

Insgesamt habe ich mein Buch 8 x gelesen. Und zwar nicht überflogen. Auch die Trennung von Inhalt und Rechtschreibung hat sich als gut erwiesen.

Wer entsprechende Vorarbeit leistet, findet im privaten Bereich sicherlich auch Menschen, die sich dem Text dann nochmal annehmen. Die müssen aber auch entsprechend eingewiesen werden. Die sollen alles mit Textmarker anmarkern, was ihnen komisch vorkommt. Wenn sie nicht wissen, ob es ein Fehler ist, sollen sie Fragezeichen danebenmalen. Es ist die Aufgabe des Autors, das dann zu recherchieren.

Jeder BOD-Autor ohne professionellen Lektor sollte von der Angst getrieben sein, dass sein Werk nicht ernst genommen wird. Es ist unsere Pflicht sorgfältig zu arbeiten, wenn wir erwarten, als BOD-Autor ernst genommen zu werden.
Coccobello (Roman) - Eine Reise in einem alten VW-Bus durch die Toskana

Adria-Express (Roman) - Eine Reise mit der Bahn durch Italien

Autoreninformation:
www.gerritfischer.de

MarcV
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Re:

von MarcV (25.03.2011, 15:08)
malschaun hat geschrieben:
MarcV hat geschrieben:
Jetzt stehe ich aber dann doch vor dem Punkt, daß ich das Manuskript von jemandem gelesen haben möchte, der sich mit der Materie und Zeichensetzung, Rechtschreibung u.s.w. auskennt.
Möglichst darf das ganze natürlich auch nichts kosten ... also : Was tun ?


Du kennst Dich aber aus. € 2,15 bekomme ich pro verkauftem Buch. Davon zahle ich die BoD-Gebühren, auch die monatlichen. Ganz zu schweigen von dem neuen Toner, die vielen bedruckten Blätter, die vielen Kopien, nachbestellten Fachzeitschriften, die kostenlosen Kopien der Bücher für manchen Fotografen. Geld verdiene ich damit nicht. Will ich aber auch nicht, denn die Luftfahrt ist einfach nur ein Hobby. Also, bevor Du auf jemanden einschlägst, befasse dich mal mit den Fakten.

Den anderen vielen Dank für die ersten Tips. Für weitere Tips, z.B. empfehlenswerten Lektoren und Korrektoren wäre ich dankbar.

Grüße
Marc

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Adriatic
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Re:

von Adriatic (25.03.2011, 15:14)
MarcV hat geschrieben:
Den anderen vielen Dank für die ersten Tips. Für weitere Tips, z.B. empfehlenswerten Lektoren und Korrektoren wäre ich dankbar.

Grüße
Marc


Also wie gesagt, erstmal selbst den Text intensivst beackern. Und dann, wenn du denkst er wäre fertig, den nächsten Schritt machen.

Wie wäre es, wenn du in entsprechenden Foren (vielleicht hast du aber auch eh Kontakte) Leute anschreibst, die sich für das Thema interessieren. Sie erhalten für Ihre Mühe von dir mindestens ein Exemplar des fertigen Buches. Da sie die Thematik interessiert, lesen sie das Manuskript ja gerne. Du könntest sie auch namentlich im Buch nennen.

Ich habe meinen Testlesern eine Seite voll geschrieben, worauf sie zu achten haben, was ich mir wünschen würde wie sie an die Sache herangehen sollen. Dann habe ich gewartet, bis ich alle Manuskripte wieder hatte und habe dann alle nebeneinandergelegt und Seite für Seite bearbeitet.

Wählst du fünf ganz unterschiedliche Menschen aus, wirst du entsprechende Rückmeldungen bekommen. Darunter auch welche, die sagen: "War alles prima!". Meist sind das die eigenen Mamas cheezygrin
Coccobello (Roman) - Eine Reise in einem alten VW-Bus durch die Toskana



Adria-Express (Roman) - Eine Reise mit der Bahn durch Italien



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Re:

von MarcV (17.04.2011, 09:55)
So, es ist jetzt ja doch ein paar Wochen her, dass ich hier dieses Thema gestartet habe. Ich wollte einmal ein kleines Update geben :

Seitdem die Rezension in der Flieger Revue erschienen ist, habe ich 24 Bücher verkauft, was 50% der gesammten Verkäufe seit Anfang 2011 entspricht.

Das Buch wurde inzwischen von mir erheblich überarbeitet und erweitert. Besonders möchte ich dabei dem Forumsmitglied und Autos Matthias Gerschwitz danken : Ich habe einige Leute hier im Forum angeschrieben und um Hilfe, bzw. Lektorat gebeten. Nur Matthias hat auf meine Anfrage reagiert und war mir wirklich eine sehr große Hilfe ! Ich kann ihm dafür nicht oft genug danken.

Leider ist es in diesem Forum so, wie in vielen anderen Foren, daß immer nur auf andere eingeprügelt wird. Fragt jemand nach Ünterstützung und Hilfe sind plötzlich alle ganz still. Sehr schade, aber ist ja auch viel einfacher !

Grüße
Marc

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