Die Verkaufspreise für die eBooks von BoD sind zu hoch!

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W.Waldner
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Die Verkaufspreise für die eBooks von BoD sind zu hoch!

von W.Waldner (23.05.2011, 22:58)
Habe mich gerade bei Kindle-Büchern in den USA umgeschaut. Die werden zu einem Bruchteil des Preises der Druckausgaben angeboten

Die eBooks werden von BoD mit einem zu hohen Preis versehen. Es ist kaum einem Käufer zu erklären, dass er für das eBook 80 Prozent des Preises der gedruckten Bücher zahlen soll. Kommt noch hinzu, dass die Preise für die print-on-demand-Bücher ohnehin durch das Druckverfahren höher sind. Das könnte aber bei den eBooks korrigiert werden.

Die Preispolitik von Amazon, wie man bei US-Amazon sehen kann, läuft darauf hinaus, dass ein Buch für 15 Dollar als eBook für nur 2 Dollar verkauft wird. Viele Bücher werden sogar für unter 1 Dollar als eBook angeboten.

Da müssen wir hier auch hin. Vielleicht könnten wir das mal bei BoD anregen, wenn viele im Forum sich hier anschließen.
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SandraR
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Re:

von SandraR (24.05.2011, 08:27)
Nicht ganz, Ebooks werden gerne in Serien zerlegt (Belletristik)! So kostet dann ein Ebook tatsächlich 99 cent für 36 Seiten die nächsten 36 Seiten kosten wieder 99 cent und im Endeffekt zahlst du trotzdem 6 oder 7 USD. Ich rate aber dringend davon ab, weil dies ist auch nichts anderes als eine kleine Irreführung des Käufers.

Da BoD 20 Prozent vom Preis weitergibt:) und die Verlage zwischen 35 bis 70 Prozent pro Ebook bekommen braucht keiner ein Ebook für 99 cent weil er als Autor nichts mehr verdient.

Zudem ganz ehrlich gesagt, ein Sachbuch für 2 Euro als eBook kann nicht viel Wert sein. Ich zumindest würde es nicht kaufen. Zudem will ich als Autor auch noch ein Vernünftiges Honorar pro Buch. Wegen 20 cent Honorar würde ich nichts absolut gar nichts publizieren. Für den Betrag kann ich dann die Manuskripte einfach auf die Webseite stellen.
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MarleneGeselle
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Re:

von MarleneGeselle (24.05.2011, 08:38)
Guten Morgen,

bei 6 oder 7 Euro je Buch (Belletristik) steht man sich bei einer E-Book-Variante im Vergleich zu ca. 12 Euro für ein "normales" Printbuch (bei BoD kann man da leicht 16 Euro ansetzen) doch noch ziemlich gut.

Auch denke ich, dass man die US-Verhältnisse nicht einfach auf Deutschland übertragen kann. Dort wird ein Titel auf den Reader geladen, gelesen - und fertig. Deutsche Leser wollen ihre Titel länger behalten, verleihen können, Sicherheit haben wenn das Gerät kaputt geht ... Reader, die mit Werbung verunziert werden, gehen schon mal gar nicht ...

Ich denke, da müsste man sich bei BoD und auch bei anderen Print-on-Demand-Anbietern mal wirklich was Neues einfallen lassen. Etwas, das sowohl den Wünschen der Leser als auch den Bedürfnissen der Autoren gerecht wird.

Liebe Grüße
Marlene
Zuletzt geändert von MarleneGeselle am 24.05.2011, 10:33, insgesamt 1-mal geändert.
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julia07
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Re:

von julia07 (24.05.2011, 09:21)
MarleneGeselle hat geschrieben:
Deutsche Leser wollen ihre Titel länger behalten, verleihen können, Sicherheit haben wenn das Gerät kaputt geht ...


Hallo Marlene,

e-books "verleihen"? Wie soll das gehen? Ich dachte immer, dass die nur einmal auf einem Endgerät gespeichert werden dürfen, so wie bei Normen etc. auch, die man digital erwirbt.
Oder hast Du das für die Printbücher gemeint?

Julia

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MarleneGeselle
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Re:

von MarleneGeselle (24.05.2011, 09:31)
Hallo Julia,

deutsche Leser leihen, verleihen und tauschen ihre Bücher sehr gerne, wie Du ja auch schon erfahren hast. Da dies bei E-Books praktisch nur möglich ist, wenn man das Gerät mit verleiht, lehnen diese Leute E-Books ab.

Liebe Grüße
Marlene
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Siegfried
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Re:

von Siegfried (24.05.2011, 10:09)
MarleneGeselle hat geschrieben:
Reader, die mit Werbung verunziert werden, gehen schon mal gar nicht ...


Gibt es das schon? Oder ist das eine Zukunftsvision?

Stelle ich mir ziemlich schräg vor: Bücher auf einem Reader lesen wie einen Spielfilm bei den Privaten im Fernsehen schauen - alle zehn Seiten wird beim Umblättern ein Werbespot eingeblendet. Ist heute ja auf vielen Zeitungs-Webseiten auch schon so.
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MarleneGeselle
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Re:

von MarleneGeselle (24.05.2011, 10:31)
Hallo,

schaut mal rein:

http://www.ftd.de/it-medien/it-telekomm ... 38592.html

Habe selber nicht schlecht gestaunt, als ich das las.

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julia07
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Re:

von julia07 (24.05.2011, 10:45)
Danke für die Klarstellung, Marlene!

Ich sah das auch so wie Du, habe meine Meinung inzwischen aber teilweise revidiert, allerdings hauptsächlich nur bezüglich Umsetzung dieser deutschen Buchbesitzereigenart :wink:

Es wird vermutlich so sein, dass gerade die jungen Leser auf das Urheberrecht nach wie vor pfeifen, e-books kaufen und diese fleißig hin und her tauschen. Mittel und Wege haben sie immer dazu gefunden und werden das zukünftig auch tun.

Es wird schon so sein, dass gerade die Massennleser auf e-books umsteigen, weshalb ich auch davon ausgehe, dass die Preise für Massenware deutlich sinken werden.

Meine "Wurzeln für Lisa" gibt es inzwischen auch als Amazon Kindle-Ausgabe und ich habe mir auf dem Mac eine Version installiert und angesehen. Ist natürlich kein Vergleich zu einem e-Reader, aber ich bleibe vorerst beim Papier, was die unterschiedlichsten Gründe hat. Einer davon ist z. B. der: wenn mir auf dem Boot ein Schmöker ins Wasser fällt, ist nur der weg cheezygrin

Julia

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SandraR
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Re:

von SandraR (24.05.2011, 13:12)
Es ist natürlich klar, das Amazon nichts verschenken wird. Wer also glaubt er könne kostenlos bei Amazon publizieren hat einfach das Prinzip der Wirtschaft nicht verstanden.

Umsonst ist der Tod und der kostet noch das Leben. Es wird einfach laufen, entweder ISBN und VLB Anbindung und hochladen über die für Verlage vorgesehenen zentralisierten Stellen im deutsche Buchhandel oder eben kostenlos bei Amazon und Amazon verdient sein Geld dann damit auf andere Weise.
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MarleneGeselle
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Re:

von MarleneGeselle (24.05.2011, 13:32)
Hallo Julia,

einen Reader könnte ich mir gut bei Periodika vorstellen oder bei gemeinfreien Werken. Schiller usw. Ein preiswertes aber trotzdem gutes Lesegerät würde sich ja auch binnen Jahresfrist bezahlt machen - das ist nicht nur mir wichtig. Niemand will gezwungen sein, ein altmodisches Gerät weiterzubenutzen, weil das Lesefutter oder das Gerät so teuer waren.

Tja, die Eierlegendewollmilchsau für einen Euro ohne Tarifvertrag also. cheezygrin

Mal gespannt, was sich da in den nächsten Monaten so tut.

Liebe Grüße
Marlene
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FraRa
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Re:

von FraRa (24.05.2011, 13:41)
Nachdem ich mich nun doch durchgerungen habe, die 99 Euro für den e-Book-Vertrieb des aktuellen Buches abzudrücken, hatte ich bei BoD angefragt, ob das Buch nicht zu Lasten meiner Marge einen halben Euro billiger gemacht werden kann. Die Antwort war ablehnend.
Nun warte ich nur noch auf die Realisierung des Auftrags. 19 Tage sind schon rum.
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MarleneGeselle
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Re:

von MarleneGeselle (24.05.2011, 14:13)
Hallo FraRa,

ich drück Dir ganz fest die Daumen.

Selber kommt das derzeit für mich nicht infrage. So hoch könnte der E-Book-Nachlass bei meinen Büchern (die letzten beiden je 15,90 Euro, noch knapp kalkuliert) gar nicht sein, als dass die Klientel für Reader darauf anspringen würde.

Liebe Grüße
Marlene
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W.Waldner
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Re:

von W.Waldner (24.05.2011, 15:19)
Sicher kommt es ganz auf die jeweiligen Bücher an, ob die sich als eBooks verkaufen lassen und ob der Preis eine Rolle spielt.

Wenn man aber überlegt, welche Bücher wirklich im Schrank stehen müssen, wie viele Bücher man nach dem Lesen wirklich nicht mehr braucht, weil man die Geschichte jetzt kennt, wie viele Bücher man gar nicht im Schrank stehen haben möchte, wenn die Schwiegermama vorbei kommt oder die Freunde der Kinder ... :shock::

Also für mich haben die eBooks eine große Zukunft und zwar vor allem diejenigen, die nicht viel kosten oder gar umsonst sind.

Was ohne Rechte vertrieben werden kann, wird eh bald bei Google und Amazon umsonst im Netz sein. Von Caesars Gallischem Krieg bis zu Karl May und Karl Marx.

Außerdem müssen die 20% Honorar von BoD für den Autor nicht das letzte Wort sein. Bei den eBooks hat BoD überhaupt keinen Aufwand mit dem Drucken. Der Autor kann sein Buch auch direkt bei Amazon als eBook einstellen und bekommt dann bis zu 70% vom Verkaufspreis.

Und 70% oder auch nur 50% von 2 Euro mal Tausende von Lesern, die sich das Buch für 20 Euro nie gekauft hätten, ist auch ein gutes Honorar.

Unerwünschte Werbung beim Umblättern der Seiten wäre für mich aber das Ende der Beziehungen mit der betreffenden Firma.
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SandraR
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Re:

von SandraR (24.05.2011, 17:43)
Ich sehe die Zukunft der eBooks bei Reisebüchern, Wörterbüchern und ähnlicher Sachbuchliteratur. Zudem braucht es kein Kindler jedes Smartphone hat heute kostenlose Reader zum Downloaden und dazu kommen noch die Tablets. Für das gleiche Geld wie ein Reader kann man nur wesentlich mehr damit machen.

Reader werden still und leise verschwinden.
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Re:

von FraRa (24.05.2011, 19:07)
Hast Du denn, Sandra R, jemals auf einem Ereader probehalber was gelesen? Wie kann man das mit irgendwelchen Handy-Äpps vergleichen?
Das eine sind Äpfel, das andere Gurken.
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