Brauche Tipps für mein Buch

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BVF
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Brauche Tipps für mein Buch

von BVF (26.05.2011, 23:38)
Wie viele hier schreibe ich derzeit an einem Buch, was sich langsam der Fertigstellung nähert. Es ist mein erstes Buch, allerdings ist meine Situation durchaus anders als bei anderen, weswegen ich mal um euren Rat fragen wollte.

Also mir geht es nicht primär um das Geld verdienen bei dem Buch. Ich habe das große Glück derzeit beruflich sehr erfolgreich zu sein und Geschäftsführer einer größeren Internetfirma zu sein (wir haben 140 000 aktive deutsche User auf unserer Seite.). Genau da ist auch der Punkt, ich will hier anonym bleiben, da ich dort doch recht bekannt bin, und auch die gesamte Plattform zur Werbung einsetzen könnte.

Mit Werbung kenne ich mich an sich gut aus, ich weiß zumindest wie man Internetprojekte groß zieht, habe mit Büchern allerdings keine Erfahrung.

An Büchern und Kurzgeschichten habe ich aber schon seit vielen Jahren geschrieben und nie etwas veröffentlicht. Das Buch wird ein Roman, und wirklich gepusht hat mich die Meinung von Bekannten, welche die erste Rohfassung gelesen haben und es so gut fanden, dass sie meinten ich muss das unbedingt fertig durchziehen.

Jetzt ist das Ding, ich will das wenn schon denn schon, möglichst professionell machen und scheue da an sich jetzt auch keine großen Kosten. Also wenn mich Lektorat und etwas Vermarktung 20 000 Euro kosten, und ich dieses Geld nie wieder einspielen würde, wäre das völlig ok für mich. (Zu den wirtschaftlichen Verhältnissen ist zu sagen, dass ich derzeit wie gesagt in der glücklichen Lage bin über 20 000 Euro im Monat zu verdienen, es zumindest also am Geld nicht scheitert, und ich auch nicht auf irgendwelches Geld aus dem Buch angewiesen bin.)

Mein Punkt ist aber der, wie viele andere Autoren ist es mir einfach wichtig gelesen zu werden. Ich genieße es, möglichst viel Feedback zu bekommen.

Was würdet ihr mir empfehlen, habe ich evt. bei normalen Verlagen eine Chance, wenn ich die Risiken mit eigenem Kapital dämpfe? Oder wäre ein Selbstverlag das beste?

Wie sehen professionelle Verlage die Sache, wenn ich ihnen sage, dass ich das Buch bei hunderttausenden von Leuten bewerben könnte, die bereits große Fans meiner Produkte sind. (Ganz grob gesagt, meine Firma produziert Online-Computerspiele. Das Buch hat damit aber an sich nichts zu tun, und ist eben ein normaler Roman.)

Überzeugt bin ich von dem Buch natürlich, sonst würde ich es nicht schreiben. ;)

Eure Erfahrung und eure Meinung würde mir hier sehr viel bedeuten, da viele hier ja schon Bücher veröffentlicht haben, und da doch auf eine große Erfahrung zurückgreifen würden.

Mein absoluter Traum wäre natürlich mit dem Buch einen richtigen Knaller zu landen, aber mir ist auch völlig bewusst, dass die Wahrscheinlichkeit dafür verschwindend gering ist. Allerdings habe ich eben Marketinginstrumente und Geld zur Verfügung, das vielen anderen Autoren, die sicher unglaublich gute Bücher schreiben fehlt. Und wie man hier oft liest ist Marketing mit das wichtigste.

Naja, bin mal gespannt was ihr sagt, und was ihr an meiner Stelle tun würdet.

Franky
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Buch schreiben

von Franky (27.05.2011, 01:42)
Hallo - also ich würde das Buch als erstes mal neutralen Profis zum lesen geben, denn Freunde schönen oftmals ihre Meinung.
Du brauchst eine ehrliche Meinung und wenn die positiv ist dann los, du kannst dir ja einen Book on Demand Verlag mit kurzer Vertragszeit suchen und dann das Buch selbst vermarkten, evtl. wird ja dann ein grosser Verlag aufmerksam und dann liegt es an Dir wie du weiter verhandelst.
zb. http://www.epubli.de/publish/isbn

Ich drück dir die Daumen!!!! thumbbup

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Perchta
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Re: Brauche Tipps für mein Buch

von Perchta (27.05.2011, 04:34)
BVF hat geschrieben:
Was würdet ihr mir empfehlen, habe ich evt. bei normalen Verlagen eine Chance, wenn ich die Risiken mit eigenem Kapital dämpfe?


Da würde ich, in aller Naivität, erst einmal ganz klar sagen: nein.
Ein klassischer Verlag verliert alle Glaubwürdigkeit und verspielt seinen guten Ruf in der Branche, wenn er sich von seinem Autor für eine Publikation bezahlen läßt. Da hilft nur, sich mit dem Manuskript gegen die Konkurrenz durchzusetzen. Das ist ein langer und steiniger Weg.

Wer gegen Bezahlung arbeitet, ist ein DKZV (Druckkostenzuschussverlag). Bei dem könntest du bestimmt deine zwanzigtausend Euro ausgeben, wärest damit aber auch nicht viel weiter als bei einer BoD-Veröffentlichung für 39.- €. DKZVs machen in der Regel keine Werbung und haben am Verkauf der publizierten Bücher kein Interesse.

BoD kannst du natürlich machen, aber bei der Größe des Projekts, das du anstrebst, würde ich eher davon abraten. BoD wurde ja eigentlich für Klein- und Kleinstauflagen entwickelt.

Letzte Option: such dir eine schöne Druckerei in der Gegend und mach tatsächlich von der Pike auf alles selbst.

Wenn dein Roman tatsächlich so gut ist und du ihn in möglichst hoher Auflage herausgeben willst, wäre es schade, auf einen regulären Verlag und die eingespielten Strukturen des Buchhandels zu verzichten. Rein vom Gefühl her würde ich als erstes eine Literaturagentur empfehlen - am besten eine, die mit deinem bevorzugten Verlag zusammenarbeitet. Bei großen Verlagen (und so einen bräuchtest du wohl für ein großes Projekt) läuft vieles über Agenturen. Schick denen dein Exposé und warte auf die Reaktion, dann hast du auch gleich eine neutrale Meinung zur Qualität des Texts.

Und schau doch vielleicht mal im Montsegur Autorenforum vorbei. Da sind eher die "klassischen" Verlagsautoren vertreten, nicht wie hier die Vertreter der Selbstveröffentlichung ^^. Damit du beide Seiten mal gehört hast.

Meine zwei Cents
Petra

BVF
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Re:

von BVF (27.05.2011, 11:44)
Danke schonmal für die Tipps, sie helfen mir sehr weiter.

Ob mein Buch wirklich richtig gut ist oder nur ich es dafür halte, weiß ich natürlich nicht, und vermutlich bin ich da auch etwas überheblich. Aber wer schreibt schon ein Buch, wenn er nicht selbst von überzeugt ist? :)

Im Endeffekt macht es mir auch einfach irre Spass und entspannt mich von der doch manchmal stressigen Arbeitswoche.

Ich muss aber dazu sagen, dass ich evt. da doch etwas eigen bin, als ich meine Firma gegründet habe, hatten mir damals auch alle abgeraten und die Leute haben gesagt damit verbrennt man nur Geld etc etc. Das hätte in der Tat auch passieren können, doch evt. war Glück, evt. war es Können, die Firma hat sich derartig erfolgreich entwickelt, dass ich damit mittlerweile einen Millionenumsatz habe.

Ich bin da also durchaus eine Kämpfernatur, und wenn ich mir etwas vorgenommen habe, ziehe ich es auch durch und versuche mit allen Mitteln so erfolgreich zu sein wie es nur geht. (Klingt egoistisch, ich weiß, aber ich kann irgendwie gar nicht anders.)

Mein Ziel ist wie gesagt weniger damit Geld zu machen, sondern viel mehr möglichst viele Leser zu erreichen und genieße es Kritik und auch Lob zu hören. (Welcher Autor tut das nicht).

So wie ich es lese wäre es am besten wenn die Sache fertig ist (dürfte so in 2-3 Monaten der Fall sein, es nähert sich ziemlich dem Ende), mal Agenturen anzuschreiben.

Das ganze wird wohl so um die 300 Seiten dick, vermutlich einen Tick kürzer. Länger wollte ich da auch nicht schreiben, weil sonst liest sowas ja eh keiner von einem Erstautor.

Evt. sinnvoll könnte auch sein, sollte sich keine Agentur oder Verlag finden, die Sache einfach komplett kostenlos als Ebook zu releasen (z.b. über Amazon). So könnte ich zumindest noch auf eine gewisse Verbreitung hoffen.

Ich muss zugeben, dass ich allerdings auch so einen gewissen Stolz habe. Ich bin zwar bereit da Geld reinzustecken, weil ich es als mein Hobby ansehe, aber im Endeffekt will ich auch nicht, dass jeder sagt, der Mist wird doch nur verlegt, weil er ne große Brieftasche hatte ;)

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AmberStuart
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Re:

von AmberStuart (27.05.2011, 12:43)
Hallo, BVF...

Schreib doch erst mal dein Buch zu Ende, dann kannst du hier immer noch herum prahlen. Oder willst du uns nur vergackeiern? Wer wirklich erfolgreich ist und 'ne große Brieftasche hat, genießt es... und schweigt!
Sorry, aber ich finde deine Beiträge großkotzig, peinlich und unmöglich.

LG, Amber

Jester

Re:

von Jester (27.05.2011, 12:48)
Aber, aber Amber. Man queruliert hier doch nicht rum. :twisted:

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Siegfried
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Re: Brauche Tipps für mein Buch

von Siegfried (27.05.2011, 13:05)
BVF hat geschrieben:
Das Buch wird ein Roman, und wirklich gepusht hat mich die Meinung von Bekannten, welche die erste Rohfassung gelesen haben und es so gut fanden, dass sie meinten ich muss das unbedingt fertig durchziehen.


Wenn dein Buch wirklich gut ist, wie du es selbst glaubst und wie es dir von deinen Bekannten erzählt wird, dann such dir einen seriösen Literaturagenten (keinen Verlag!) und schick dem dein Manuskript zu.

Der Vorteil eines Literaturagenten besteht darin, dass er weiß, was Verlage haben wollen. Und ein Literaturagent kann dein Manuskript entsprechend beurteilen, ob es überhaupt »verkaufstauglich« ist. Die ominöse Standardabsage der Verlage »Passt nicht in unser Verlagsprogramm« dürftest du nicht bekommen - Literaturagenten verkaufen an alle Verlage.

Wenn du aber von mehreren Literaturagenturen eine Ablehnung kassierst, dann weißt du zumindest eines: Der neutrale Prüfer hält das Manuskript für unverkäuflich. Was du dann machst, bleibt dir überlassen.
Korrektorat: 1,- Euro pro angefangene 1.000 Zeichen // Layout Buchblock: 1,- Euro pro Seite // alle Preise zzgl. 19 % USt. // Buchcover 20,- oder 30,- Euro inkl. 19 % USt. // Sonderpreise auf Anfrage per E-Mail oder PN

BVF
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Re:

von BVF (27.05.2011, 13:14)
Amber hat sicherlich recht, und mein Beitrag wirkt so, allerdings prahle ich in Wirklichkeit überhaupt nicht damit rum. Ich bin völlig bescheiden, fahre nach wie vor einen kleines, 10 Jahre altes Auto etc etc.

Der Unterschied ist einfach nur, dass ich hier anonym bin und Dinge sagen kann, die ich sonst in echt so nicht sagen kann, und ich wollte halt meine Situation möglichst so schildern, wie ich sie derzeit sehe, weil das durchaus das ein oder andere ändern kann. Wieviel Geld ich besitze geht natürlich niemanden etwas an, ich dachte in dem Zusammenhang nur, ob ihr mit Geld manche Dinge anders verlegen würdet oder eben nicht.

Angeben will ich hier aber nicht, dafür will ich mich entschuldigen, das war definitiv nie meine Intention. Ich sehe die Sache durchaus realistisch, gut möglich, das mein Buch der letzte Schund ist und ich bin da auch ehrlich der ganze Rest war vermutlich einfach schlicht Glück, zur richtigen Zeit das richtige gemacht mehr nicht. Ich bin sicher kein herausragender Mensch und in allem was ich tue bin ich eigentlich auch eher durchschnittlich.

Was mir aber von mehreren Leuten nachgesagt wird, ist dass ich mich an sich ganz gut verkaufen kann. Ich kann definitiv so tun, als sei ich intelligenter und wüsste mehr, als ich überhaupt weiß.

Und auch da hat Amber recht, hier groß nach irgendwas suchen bevor das Buch überhaupt fertig ist, ist sicher irgendwie unpassend von mir und bereits zu weit voraus geplant. Die Sache ist nur die, umso eher ich da bereits voraus Plane, umso motivierter bin ich zu schreiben. Gerade wenn ich mir virtuelle Deadlines etc etc. setze. Ich weiß nicht wie es da euch geht.

Letztendlich wollte ich aber auch deutlich machen, dass ich das ganze mache weil es mir einfach Spass macht, und weil ich eine Geschichte erzählen will, die mir schon seit langer Zeit im Kopf herumschwirrt.

Daher verzeiht mir, wenn meine Beiträge irgendwie unpassend waren, so war die Sache nie gemeint und ich denke auch, dass ich ganz sicher kein perfekter Autor bin und die meisten hier mit Sicherheit da besser bewandt sind. Aber genau das habe ich in dem Forum halt auch öfter gelesen, dass es eben nicht nur auf die eigenen Fähigkeiten ankommt, sondern auch wie man das ganze vermarktet.

Von meinen Gedanken her bin ich vermutlich nur ein kleiner Junge der den ganze großen, aber unrealistischen Traum hat. :)

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mtg
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Re:

von mtg (27.05.2011, 13:20)
BVF hat geschrieben:
Von meinen Gedanken her bin ich vermutlich nur ein kleiner Junge der den ganze großen, aber unrealistischen Traum hat. :)

Das ist noch nix Schlimmes ... aber Träume kann man nun mal nicht kaufen. Beherzige Siegfrieds Rat - er hat eine Menge Ahnung und Erfahrung.
Allerdings solltest Du dem Literaturagenten gegenüber weniger »Kir Royal«-mäßig (http://www.youtube.com/watch?v=LdQyQLs2THM) auftreten

cheezygrin

BVF
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Re:

von BVF (27.05.2011, 13:29)
Ja, ich denke auch der wichtigste Tipp den ich hier mitnehmen kann, ist dass ich es über einen Literaturagenten zumindest mal versuchen kann, zu verlieren habe ich nicht wirklich was.

Das ich irgendwie Geld rein investieren würde, werde ich auch nicht erwähnen, denn wie gesagt, ich selbst finde die Vorstellung ja auch etwas beunruhigend wenn es am Ende nur heißt, der wird doch nur wegen dem Geld verlegt, aber die ganze Story ist Müll. Die andere Gefahr ist, dass man schlicht abgezockt wird.

Ich weiß halt nicht, ob es am besten ist, dazu gar nichts zu sagen, oder dem Literaturagenten zumindest mitzuteilen, dass ich erweiterte Formen der Werbung für das Buch hätte.

Am liebsten wäre mir, ein Literaturagent nimmt das Manuskript, weil er für gut hält und nicht wegen meiner Person oder dem was ich sonst so mache. Da weiß ich einfach nicht, wieviel ich besser verschweigen sollte, oder von mir preisgeben.

Gut möglich, dass es auch total abschreckend ist, wenn jemand ließt, dass ich aus der Computerspiele-Branche komme und sich denkt, Computerspiele, na das sind doch diese Dinger mit den katastrophal schlechten Storys, von so einem kann ein Buch ja nix werden.

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W.Waldner
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Re:

von W.Waldner (27.05.2011, 13:31)
BVF hat geschrieben:
... ich dachte in dem Zusammenhang nur, ob ihr mit Geld manche Dinge anders verlegen würdet oder eben nicht.

Klar, mit Geld kannst Du Dir einen Profi suchen, der das Buch auch irgendwo in einem richtigen Verlag unterbringt. Sollte das wirklich nicht möglich sein, erklärt der Dir dann auch, warum.

Aber im Prinzip werden viele Bücher nur deshalb veröffentlicht, weil der Autor zum Beispiel einen guten Draht zur Presse hat oder andere Hintergründe. Man denke nur an das Töchterchen vom Hegemann, die das Pfuilleton gnadenlos hochgejubelt hat, obwohl das Buch vermutlich, ich hab es nicht gelesen, ungefähr so ist, wie sie ausschaut.

Wer Geld hat, kann sich also Jubelperser kaufen, oder vorher zumindest einen professionellen Agenten aus dem Gewerbe.

Der Vorschlag von Siegfried ist also richtig.
Trugschlüsse der Volkswirtschaftslehre

Warum die Geldpolitik 1929-33 die Weltwirtschaftskrise verursacht hat

Der preußische Regierungsagent Karl Marx

BVF
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Re:

von BVF (27.05.2011, 13:37)
Bin auf jedenfall sehr danbkar für die Vorschläge, das hat mir jetzt schon wirklich weitergeholfen, da ich jetzt weiß, in welche Richtung ich es zumindest erstmal versuche.

@W.Waldner: Ja, genau deswegen hatte ich da nochmal gefragt. In der Tat könnte ich sowas zu meinen Gunsten Nutzen, da ich recht gute Kontakte zur Presse habe. Leider eher nicht zur Buchpresse sondern eher allgemein, daher bin ich mir auch nicht ganz sicher, ob ich damit soviel erreichen kann.

Und genau das ist halt der Widerspruch, am liebsten hätte ich, mein Buch wird nicht wegen Vitamin B verlegt, sondern weil es die Leute wirklich mögen. Die Realität ist aber wohl anders.

Und ich weiß auch nicht, ob es wirklich so gut wäre, berufliche Bekanntschaften für mein privates Hobby einzuspannen.

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W.Waldner
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Re:

von W.Waldner (27.05.2011, 13:54)
BVF hat geschrieben:
In der Tat könnte ich sowas zu meinen Gunsten Nutzen, da ich recht gute Kontakte zur Presse habe. Leider eher nicht zur Buchpresse sondern eher allgemein, daher bin ich mir auch nicht ganz sicher, ob ich damit soviel erreichen kann.

Und genau das ist halt der Widerspruch, am liebsten hätte ich, mein Buch wird nicht wegen Vitamin B verlegt, sondern weil es die Leute wirklich mögen. Die Realität ist aber wohl anders.

Wenn Du aus der Computerspielebranche bist, dann wirst Du auch wissen, wieviel Du einem Magazin zu zahlen hast, damit die Dein Spiel ungeheuer spannend und aufregend finden und zum Erscheinungstermin groß berichten.

Das läuft bei Büchern auch nicht viel anders, außer dass es da noch spezielle Drähte gibt. Wenn Du also grad ein Buch über die bösen Islamisten schreibst, wenn die USA eben wieder einem Land die westliche Demokratie bringen wollen, weil Dein Freund von der Agency Dir einen Tip gegeben hat, dann must Du nicht für den Jubel in der Presse zahlen.

Umgekehrt, wenn Dein Buch gar nicht in die politische Landschaft passt, wird Dein Literaturagent Dir das zähneklappernd und zitternd andeuten wollen. Da ist dann auch mit viel Geld nichts zu machen, weil der ja noch länger leben will und der Verleger auch.

Aber bei Liebesromanen und anderen politisch unrelevanten Themen läuft es genau wie bei den Computerspielen. In der Regel zahlt der Verlag, nicht der Autor, aber das ist kein muss. Vitamin B heißt natürlich bar auf die Tatze und nicht Beziehungen. Mit Beziehungen allein (außer im Fall politischer Bücher) brauchst Du es nicht zu versuchen, dafür kann sich keiner was kaufen.
Zuletzt geändert von W.Waldner am 27.05.2011, 13:56, insgesamt 1-mal geändert.
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SandraR
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Re:

von SandraR (27.05.2011, 13:55)
Amber, zwei Menschen ein Gedanke thumbbup
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Re:

von BVF (27.05.2011, 14:06)
@W.Waldner: Danke, ja das denke ich bringt durchaus so Sinn. Naja, ich werde jetzt erstmal das Buch selbst fertig schreiben, arg viel ist es zum Glück ja nicht mehr, das meiste ist schon geschafft.

@SandraR: So machtvoll Wörter sein mögen, manchmal verschleiern sie doch die Wahrheit dahinter. Es ist richtig, dass ich auf manche Errungenschaften besonders Stolz bin, das hat bei mir jedoch einen anderen Hintergrund. Da ich schwerbehindert bin musste ich mir jahrelang immer anhören, was ich alles nicht kann und weswegen mir immer Leute von allem möglichen abgeraten haben.

Daher kam es bei mir einfach so, dass ich vermutlich mit dem was ich dann erreicht habe, mehr angebe als ich sollte, und was mir auch Leid tut. Denn glaube mir, ich habe kein Leben um das man mich beneiden würde und sicherlich kein Leben mit dem man jetzt sonderlich angeben könnte. Deswegen sind mir vermutlich die wenigen Dinge die ich erreicht habe umso wichtiger.

Dass ich mit dieser Art hier so negativ aufgestoßen bin, tut mir leid, und ich kann nur hoffen, dass ich mich deswegen nicht in eine Kategorie packt und meinen Beiträgen keine weiteren Chancen gebt.

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