Doof: Für und Wider

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Detlef Schumacher
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Doof: Für und Wider

von Detlef Schumacher (30.05.2011, 09:37)
Für und Wider
Einen solchen Stein würde man Ziegenbock Axel nicht widmen. Deshalb nicht, weil seinem Ankauf eine hitzige Gemeinderatsdebatte vorangegangen war. Einige Ratsmitglieder waren von der Notwendigkeit eines Zuchtziegenbocks nicht überzeugt. Das waren die, die Schaf-, Schweine- und andere Schlachtviehzucht betrieben.
Kaninchenzüchter Anton Svoboda brachte es auf den Punkt. Er sagte, dass ein Ziegenbock für die Nachzucht von Kaninchen ungeeignet sei. Er passe nicht in den Kaninchenstall. Diese Feststellung erhärtete Ernst Knall-Erbse, Doofs einziger Bürger mit einem Doppelnamen. Den hatte er sich zugezogen, als er Lilli Erbse heiraten musste. Deren Vater, Doofs Dorfpolizist, hatte ihn mit gezogener Pistole zu diesem Entschluss gezwungen. Da Otto Erbse nicht mit Erbsen, sondern mit blauen Bohnen schoss, fügte sich Ernst Knall. Eingeschüchtert ließ er sich auch den Namenszusatz Erbse anhängen.
Ortsgendarm Erbse hatte seit Jahren vergeblich versucht, einen Jungen zu zeugen. Seinen diesbezüglichen Aktivitäten gelang schließlich nur ein Mädchen. Das sah schon bei der Geburt wie eine Erbse aus.
Im Beisein seiner Gattin durfte Gatte Ernst nur sprechen, wenn sie es erlaubte. Deshalb war er in den Gemeinderatssitzungen sehr gesprächig. Klug war es nicht, was er sagte. Schließlich hieß er ja auch Knall. Er erweiterte Anton Svobodas Feststellung mit dem Zusatz, dass ein Ziegenbock ein sehr gefährliches Tier sei. Ähnlich einem Nashorn. Mit seinen Hörnern stelle er eine Bedrohung für die Bevölkerung dar. Vornehmlich Kinder könnten von ihm aufgespießt werden. Zustimmendes Gemurmel der Schaf-, Schweine- und anderen Schlachtviehzüchter. Bürgermeister Bock hatte es nicht leicht, die Versammelten von der Harmlosigkeit eines Ziegenbocks zu überzeugen. Er umschrieb dieses Tier mit sanftesten Attributen.
Bocks besaßen einst einen Ziegenbock, der für die Herstellung niedlicher Zicklein verantwortlich war. Ehefrau Else hatte ein Faible für diese kleinen Meckertiere. Seit ihrer Kindheit liebte sie das Märchen vom Wolf und den sieben Geißlein. Sie sah sich in der Rolle der alten Geiß, die mit ihren sieben Kindern den Sieg über den bösen Wolf errungen hatte. Um dieses Siegesgefühl immer wieder spürbar zu machen, mussten stets neue Zicklein her, wenn die vorhandenen veraltet waren.
Für Bürgermeister Bock wurde die Siegesfreude seiner Gattin eines Tages höchst unerfreulich. Sie bat ihn, der Wolf zu sein. Böse knurrend musste er das Haus umschleichen, Kreide essen, seine Hände in Kuchenmehl tauchen und schließlich auf allen Vieren in den Ziegenstall kriechen. Hier sprach er wie ein Eunuch: „Zeigt her eure Füßchen, zeigt her eure Schuh!“
Erschrocken ließen die Zicklein einige Murmelchen fallen. Else Bock schalt ihren Gatten, eine kindgerechtere Formulierung zu wählen. So piepste Egon Bock: „Habt keine Angst, ihr Murmelscheißerchen, ich kau euch liebevoll mit meinen Beißerchen.“
Versehentlich meckerte er, was der Wolf im Märchen ja nicht tut. Irritiert näherten sich die Zicklein. Sie glaubten, ihr Vater wolle sich ihnen vorstellen. Diese rasche Zuneigung freute Else Bock. Spontan gab sie sich als alte Geiß und meckerte mit feiner Stimme: „Glaubt nicht seinen schönen Worten, liebe Kinderchen. Er ist der böse Wolf, der euch fressen will. Damit ihm der Appetit vergeht, werden wir ihm nun den Bauch aufschlitzen.“
Schon blitzte ein langes Küchenmesser in Elses Hand. Die Zicklein meckerten aufgeregt durcheinander. Die einen aus freudiger Erwartung, die anderen aus ängstlichem Mitleid.
Egon Bock lachte, wie ein böser Wolf nur lachen kann. Er glaubte, alles bleibe ein heiteres Spiel. Als sich die Messerspitze in einen Hornknopf seiner Jacke bohrte, erfasste er den Ernst des Spiels. Aufheulend entwich er dem Stall. Das Siegeslachen seiner Frau und das fröhliche Meckern der Zicklein folgten ihm.
Begeistert ließ ihn Else wissen, das Spiel zu wiederholen. Mit oder ohne Bauchaufschlitzen wollte er wissen. Ihr „Mit natürlich!“ veranlasste ihn, den Ziegenbock zu vergiften. Kein Ziegenbock, keine weiteren Zicklein, also auch kein Bauchaufschlitzen.
Der Giftmord wurde Else bekannt. Sie drohte Egon, ihm das Leben zu nehmen, wenn er nicht schnellstens einen neuen Ziegenbock beschaffe.
So war sein Werben um den Ankauf des Zuchtziegenbocks all zu verständlich.
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Hubert Laufer
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Re:

von Hubert Laufer (30.05.2011, 09:54)
Eine amüsante Geschichte . Ich muß mich als neues Mitglied erst einlesen . Meine Erz. Winterblumen erscheint bei BoD.
H.Laufer
Hallo , ich habe die autobiographische Erz. Winterblumen verfaßt . Damit diese auch für Jüngere gut lesbar ist , habe ich sie nicht in der Ich-Form getextet . Bei BoD erhältlich

Detlef Schumacher
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Re:

von Detlef Schumacher (30.05.2011, 10:47)
Mögen diese Winterblumen auch zu allen anderen Jahreszeiten blühen und den Betrachter erfreuen.
Detlef thumbbup

Hubert Laufer
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Winterblumen

von Hubert Laufer (08.11.2014, 10:41)
lautet meine Erz. Wer weiß , was ich mit den Titel meine .
Bei BoD erschienen . Bitte googeln .
Gruß
hubertlaufer@aol.com
www.ahlaufer.de
Hallo , ich habe die autobiographische Erz. Winterblumen verfaßt . Damit diese auch für Jüngere gut lesbar ist , habe ich sie nicht in der Ich-Form getextet . Bei BoD erhältlich

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Siegfried
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Re: Winterblumen

von Siegfried (08.11.2014, 12:38)
Hallo, Hubert!

Ich habe mir deine Webseite angeschaut. Kleiner Hinweis: Ein Leerzeichen steht grundsätzlich hinter dem Satzzeichen (Punkt, Komma, Fragezeichen, usw.), niemals davor! Ausnahme: Das öffnende Anführungszeichen.

Satzzeichen kleben sozusagen immer direkt am Buchstaben!

Also nicht:

Haben Sie sich auch über die Vergabe des Friedens- Nobelpreises gefreut ? Ich möchte auf einen Aspekt hinweisen , der völlig übersehen wird . Was haben die vielen Jugendlichen in der EU davon , die ohne Job und Ausbildung bleiben ?


sondern

Haben Sie sich auch über die Vergabe des Friedens-Nobelpreises gefreut? Ich möchte auf einen Aspekt hinweisen, der völlig übersehen wird. Was haben die vielen Jugendlichen in der EU davon, die ohne Job und Ausbildung bleiben?
Korrektorat: 1,- Euro zzgl. 19 % USt. pro angefangene 1.000 Zeichen // Layout Buchblock: 1,- Euro pro Seite zzgl. 19 % USt. // Buchcover 20,- oder 30,- Euro inkl. 19 % USt. // Sonderpreise auf Anfrage per E-Mail oder PN

Hubert Laufer
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Re: Winterblumen

von Hubert Laufer (08.11.2014, 14:48)
Siegfried hat geschrieben:
Hallo, Hubert!

Ich habe mir deine Webseite angeschaut. Kleiner Hinweis: Ein Leerzeichen steht grundsätzlich hinter dem Satzzeichen (Punkt, Komma, Fragezeichen, usw.), niemals davor! Ausnahme: Das öffnende Anführungszeichen.

Satzzeichen kleben sozusagen immer direkt am Buchstaben!

Also nicht:

Haben Sie sich auch über die Vergabe des Friedens- Nobelpreises gefreut ? Ich möchte auf einen Aspekt hinweisen , der völlig übersehen wird . Was haben die vielen Jugendlichen in der EU davon , die ohne Job und Ausbildung bleiben ?


sondern

Haben Sie sich auch über die Vergabe des Friedens-Nobelpreises gefreut? Ich möchte auf einen Aspekt hinweisen, der völlig übersehen wird. Was haben die vielen Jugendlichen in der EU davon, die ohne Job und Ausbildung bleiben?


Na toll, für diese Beleerung . Mir bleibt der Inhalt wichtiger . Ich vermute , das sehen die meisten Besucher so .
Hallo , ich habe die autobiographische Erz. Winterblumen verfaßt . Damit diese auch für Jüngere gut lesbar ist , habe ich sie nicht in der Ich-Form getextet . Bei BoD erhältlich

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Siegfried
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Re: Winterblumen

von Siegfried (08.11.2014, 15:59)
Hubert Laufer hat geschrieben:
Na toll, für diese Beleerung .


Das gewählte Substantiv bringt es auf den Punkt! cheezygrin
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Thomas Becks
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Re:

von Thomas Becks (08.11.2014, 18:07)
Heißt es nicht "Entleerung" ?

Hubert Laufer
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Re:

von Hubert Laufer (09.11.2014, 08:43)
Thomas Becks hat geschrieben:
Heißt es nicht "Entleerung" ?

---
Werter Mitarbeiter des BoD . Wie wäre es , wenn Sie dazu beitragen , dass veröffentlichte Bücher stärker "beworben " werden , statt sich für so einen Kleinkram zu interessieren ?
Konkret : Ich hatte bewusst "Beleerung" geschrieben . Was soll also das Wort "Entleerung" . Es passt überhaupt nicht zu Ihrer ersten Einlassung?.
Hallo , ich habe die autobiographische Erz. Winterblumen verfaßt . Damit diese auch für Jüngere gut lesbar ist , habe ich sie nicht in der Ich-Form getextet . Bei BoD erhältlich

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mtg
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Re:

von mtg (09.11.2014, 09:22)
Werter Hubert,

dieser Thread wurde 2011 von einem User eröffnet, um einen eigenen Text zugänglich zu machen. Natürlich habe ich den Ursprungstext nach drei Jahren wieder goutiert – aber es war wohl nicht im Sinne des Threaderöffners, dass nun ein Kaperer vom Stamme Hubert am Werk ist.

Vielleicht magst Du einen eigenen Thread eröffnen, um Dein Ansinnen an den Mann, die Frau – oder ganz allgemein: den User zu bringen? So geht das üblicherweise in Foren ...

Hubert Laufer
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Re:

von Hubert Laufer (09.11.2014, 17:04)
mtg hat geschrieben:
Werter Hubert,

dieser Thread wurde 2011 von einem User eröffnet, um einen eigenen Text zugänglich zu machen. Natürlich habe ich den Ursprungstext nach drei Jahren wieder goutiert – aber es war wohl nicht im Sinne des Threaderöffners, dass nun ein Kaperer vom Stamme Hubert am Werk ist.

Vielleicht magst Du einen eigenen Thread eröffnen, um Dein Ansinnen an den Mann, die Frau – oder ganz allgemein: den User zu bringen? So geht das üblicherweise in Foren ...

---Werter Matthias , an der Antwort ersehe ich , wie wichtig Sie sich nehmen .
" Kaperer" geht s noch toller ? Im unübersichtlichen Netz - auch bei BoD , habe ich mal eine Info hinterlassen , die sowieso kaum ein User liest .
Denn bisher bekam ich nur Infos , die flüssiger als Wasser sind . Statt mir sachlich zu antworten , unterstellen Sie mir , ich hätte etwas "Schlimmes" begangen . Halten Sie mal den Ball flach ...
Hallo , ich habe die autobiographische Erz. Winterblumen verfaßt . Damit diese auch für Jüngere gut lesbar ist , habe ich sie nicht in der Ich-Form getextet . Bei BoD erhältlich

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Monika K.
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Re:

von Monika K. (09.11.2014, 17:26)
Matthias hat insofern recht, dass es in diesem Forum (und auch in allen anderen, die ich kenne) nicht üblich ist, in einem fremden Thread Werbung für das eigene Buch zu machen. Ob man das jetzt "Kaperei", "Spam" oder "schlechte Umgangsformen" nennen möchte, ist dabei eigentlich nebensächlich.

Gruß,
Monika
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Hubert Laufer
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Re:

von Hubert Laufer (11.11.2014, 10:21)
Monika K. hat geschrieben:
Matthias hat insofern recht, dass es in diesem Forum (und auch in allen anderen, die ich kenne) nicht üblich ist, in einem fremden Thread Werbung für das eigene Buch zu machen. Ob man das jetzt "Kaperei", "Spam" oder "schlechte Umgangsformen" nennen möchte, ist dabei eigentlich nebensächlich.

Gruß,
Monika

---
Ich suche immer noch den perfekten Menschen .
Hallo , ich habe die autobiographische Erz. Winterblumen verfaßt . Damit diese auch für Jüngere gut lesbar ist , habe ich sie nicht in der Ich-Form getextet . Bei BoD erhältlich

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