In 8 Wochen ein Roman-Manuskript schreiben

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Siegfried
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In 8 Wochen ein Roman-Manuskript schreiben

von Siegfried (24.06.2011, 14:17)
Für alle, die ganz, ganz schnell ein Manuskript brauchen, das sie als E-Book veröffentlichen könnnen, um davon 100.000 Stück zu verkaufen, bevor der Markt von anderen Manuskriptschreibern überflutet wird … cheezygrin

Geschichten nach dem 10-Punkte-Baukasten-System

Punkt 1:
Wir brauchen eine Idee. Ideen gibt es wie Sand am Meer, man muss sie nur finden. Ideen entstehen, wenn man im Bus, in der Kneipe, am Arbeitsplatz etwas hört oder sieht und dann einfach für ein paar Minuten die Phantasie fliegen lässt, um sich vorzustellen, was für eine Geschichte sich daraus entwickeln könnte. Ideen findet man auch bei der Lektüre der Tageszeitung, insbesondere bei den Kurzmeldungen, weil hier viel Hintergrund unklar bleibt.

Punkt 2:
Wir benötigen zu unserer Geschichte Personal. Es muss eine positiv besetzte Figur geben und eine negativ besetzte Figur. Dabei muss die negative Figur mindestens so stark sein, wie es die positive ist. Ein zu starker Held – wie etwa Superman – ist für den Leser grottenlangweilig. Außerdem sollte die positive Figur mit einem Schwachpunkt ausgestattet sein, der in der späteren Handlung eine entscheidende Rolle spielt.

Punkt 3:
Die gefundene Idee muss in das Leben der Hauptperson eingebettet werden, dass es normal aussieht. Die Idee muss einen so direkten Bezug zur Hauptfigur haben, dass diese sich nicht einfach durch Flucht entziehen kann. Die Hauptfigur ist der Kern der Erzählung, nicht die erdachte Handlung

Punkt 4:
Die gesamte Handlung wird nach dem Vier-Akt-Schema gegliedert (grobes Outline). Dabei stellt Akt 1 die Figuren vor und das auslösende Element, durch das die Handlung ins Rollen kommt. Akt 2 erhöht die Verwicklungen und Gefahren, Akt 3 stellt eine mögliche Lösung der Handlung auf den Kopf und verstrickt die Hauptfigur noch tiefer in die Handlung, ehe in Akt 4 die Hauptfigur durch ein persönliches Opfer oder durch Überwindung der persönlichen Schwäche die Handlung beendet.

Punkt 5:
Sammlung der Ideen zur Eröffnungsszene: Wie kommt die Handlung ins Rollen? Wie werden Hauptfigur und Gegenspieler dem Leser vorgestellt?

Punkt 6:
Sammlung der Ideen zur Schlussszene: Wie endet die ganze Geschichte? Wie und wo findet der Showdown zwischen Hauptfigur und Gegenspieler statt? Welche Folgen hat der Showdown für den Gegenspieler, für die Hauptfigur, für die Handlung?

Punkt 7:
Sammlung der Ideen für das Ende des 3. Aktes: Am Ende dieses Aktes besteht der zentrale Krisenmoment für die Hauptfigur. Wodurch wird die Auflösung der Handlung behindert oder gefährdet? Was muss die Hauptfigur opfern oder riskieren, um zur Lösung zu kommen?

Punkt 8:
Sammlung der Ideen für das Ende des 1. Aktes: Welche Gefahr droht der Hauptfigur? Welche Überraschung erwartet den Leser? Cliffhanger!

Punkt 9:
Sammlung der Ideen für das Ende des 2. Aktes: Welche Gefahr droht der Hauptfigur? Welche Überraschung erwartet den Leser? Cliffhanger!

Punkt 10:
Nun alle gesammelten Punkte miteinander verbinden und die Geschichte vollständig ausformulieren in einer Sprache, die auch einfache Menschen mit kurzer Konzentrationszeit verstehen. Die Kunst liegt darin, die einzelnen Punkte sinnvoll miteinander zu verbinden, um eine schlüssige und spannende Handlung zu bekommen, ohne den Leser zu überfordern.


That's all ...

Ihr Millionen von Euros, wo seid ihr? cheezygrin cheezygrin cheezygrin
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Jester

Re:

von Jester (24.06.2011, 14:55)
Gerade so hat der Schnellschreiber Edgar Wallace gearbeitet.
Ob er Millionen verdient hat, entzieht sich meiner Kenntnis, aber weltweit bekannt wurde er immerhin.

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MichaelHA
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von MichaelHA (24.06.2011, 14:56)
Wenn das so einfach wäre - hätte es (fast) jeder hier im Forum schon getan... cheezygrin

Beste Grüße

MichaelHA

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MichaelHA
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von MichaelHA (24.06.2011, 15:42)
Wieso schrieben eigentlich große Lyriker, wie Erich Fried, Hans Magnus Enzensberger und Christian Morgenstern nie einen Roman - weil sie's nicht konnten - oder weil sie's nicht wollten?

Beste Grüße

MichaelHA

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SandraR
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Re:

von SandraR (24.06.2011, 15:43)
Für mich stellt sich auch noch die Frage "will ich dieses Buch dann selber lesen?" Meine Antwort wäre eindeutig "Nein". Wenn ich aber ein solches Buch mit Schaudern in die Ecke legen würde, sollte ich selber auch nicht ein solches Buch schreiben.
Als Sachbuchkleckerer habe ich es da eindeutig einfacher...ich mag Krieg und Frieden, oder Schuld und Sühne, deswegen würde ich auch das Metier nicht wechseln können cheezygrin
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Thomas Becks
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Re:

von Thomas Becks (24.06.2011, 16:15)
Siegfried,
ist das eine Aufforderung zum Tanz?
Wir schreiben einen Roman?
Ich wäre dabei.
Gruß
Thomas

CeKaDo

Re:

von CeKaDo (24.06.2011, 16:25)
8 Wochen? :shock::

1 Nacht! cheezygrin

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MichaelHA
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Gemeinschaftsroman

von MichaelHA (24.06.2011, 16:28)
Ein Gemeinschaftsroman einiger BOD-Autoren, das hätte doch was... cheezygrin


Beste Grüße

MichaelHA

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Thomas Becks
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Re: Gemeinschaftsroman

von Thomas Becks (24.06.2011, 16:36)
MichaelHA hat geschrieben:
Ein Gemeinschaftsroman einiger BOD-Autoren, das hätte doch was... cheezygrin

Die Realität könnte so aussehen:
Eine Logline wird zusammen entwickelt. Eine Logline ist wie eine Beschreibung in der Fernsehzeitung. Dann könnte man die ganze Geschichte hier im Forum als Rollenspiel ablaufen lassen; einige sind die Guten, einige die Bösen. Ein Schreiber hält dann das ganze Geschehen in Romanform fest.
Vielleicht so ... :D

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (24.06.2011, 17:03)
SandraR hat geschrieben:
Für mich stellt sich auch noch die Frage "will ich dieses Buch dann selber lesen?" Meine Antwort wäre eindeutig "Nein". Wenn ich aber ein solches Buch mit Schaudern in die Ecke legen würde, sollte ich selber auch nicht ein solches Buch schreiben.


cheezygrin
Es geht nicht darum, das Buch schreiben zu mögen - oder es gar selbst lesen zu mögen.

Es geht nur darum, in sehr kurzer Zeit die "Fressmaschine" E-Book mit genau dem Material zu versorgen, das - angeblich? - so herrlich oft heruntergeladen wird.

Mit anderen Worten:
Schnell und viel schreiben, um Kohle in einem sich aktuell stark entwickelnden Markt zu machen.

Money makes the world go around! cheezygrin
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houdini
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Re:

von houdini (24.06.2011, 17:03)
Naja, so arbeitet doch in etwa James Patterson.

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Siegfried
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Re: Gemeinschaftsroman

von Siegfried (24.06.2011, 17:08)
Thomas Becks hat geschrieben:
MichaelHA hat geschrieben:
Ein Gemeinschaftsroman einiger BOD-Autoren, das hätte doch was... cheezygrin

Die Realität könnte so aussehen:
Eine Logline wird zusammen entwickelt. Eine Logline ist wie eine Beschreibung in der Fernsehzeitung. Dann könnte man die ganze Geschichte hier im Forum als Rollenspiel ablaufen lassen; einige sind die Guten, einige die Bösen. Ein Schreiber hält dann das ganze Geschehen in Romanform fest.
Vielleicht so ... :D


cheezygrin cheezygrin cheezygrin

So wie das hier: 15 Schreiberlinge unter der Leitung von Erfolgsautor Andreas Eschbach und Perry-Rhodan-Chefradakteur Klaus N. Frick haben in 44 Stunden einen 300 Seiten Roman verfasst!

http://www.textkraft.de/44-stunden.html

http://www.perry-rhodan.net/aktuell/log ... 13101.html

http://www.petravennekohl.de/44erfahrung.htm


Nachtrag - Die Logline:

Kathrin Hölzle, Frankfurter Hauptkommissarin, muss mitten in der Nacht ihre Höhenangst überwinden, als sie auf dem Dach eines Frankfurter Hochhauses ihre Kollegin Sabine Tenhagen aus der Gewalt einer Fassadenkletterin befreien muss. Gemeinsam können die beiden Polizistinnen verhindern, dass die Diebin wertvolle Kunstgegenstände aus den Büros der Frankfurter Hochfinanz stiehlt.

Next, please! cheezygrin
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Adrenaline
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Re:

von Adrenaline (24.06.2011, 17:25)
Guttenberg und Koch-Mehrin brauchen, als echte Leistungsträger, für sowas nur ein paar Stunden - und Google.
Besuch meine Blogs:
Ebooks schreiben und vermarkten
http://99-e-books.blogspot.com
Sachbücher: Gold aus Elektronik
http://goldschrott.blogspot.com
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Thomas Becks
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Re:

von Thomas Becks (24.06.2011, 17:30)
Kathrin Hölzle, Frankfurter Hauptkommissarin, muss mitten in der Nacht ihre Höhenangst überwinden, als sie auf dem Dach eines Frankfurter Hochhauses ihre Kollegin Sabine Tenhagen aus der Gewalt einer Fassadenkletterin befreien muss. Gemeinsam können die beiden Polizistinnen verhindern, dass die Diebin wertvolle Kunstgegenstände aus den Büros der Frankfurter Hochfinanz stiehlt.

EDIT:Können die beiden Polizistinnen verhindern, dass die Diebin wertvolle Kunstgegenstände aus den Büros der Frankfurter Hochfinanz stiehlt?

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (24.06.2011, 17:40)
Thomas Becks hat geschrieben:
Kathrin Hölzle, Frankfurter Hauptkommissarin, muss mitten in der Nacht ihre Höhenangst überwinden, als sie auf dem Dach eines Frankfurter Hochhauses ihre Kollegin Sabine Tenhagen aus der Gewalt einer Fassadenkletterin befreien muss. Gemeinsam können die beiden Polizistinnen verhindern, dass die Diebin wertvolle Kunstgegenstände aus den Büros der Frankfurter Hochfinanz stiehlt.

EDIT:Können die beiden Polizistinnen verhindern, dass die Diebin wertvolle Kunstgegenstände aus den Büros der Frankfurter Hochfinanz stiehlt?


Es geht hier um die Logline für das Buch, nicht für die Fernsehzeitschrift. Die beteiligten Autoren sollten wissen, wohin der Hase läuft. Also keine Andeutungen von Spannungselementen, sondern ... Fakten, Fakten, Fakten! cheezygrin
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