BoD Bestsellerliste Verkaufszahlen

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Sven Thoemen
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BoD Bestsellerliste Verkaufszahlen

von Sven Thoemen (22.08.2011, 19:16)
Wieviele Bücher muss man denn verkaufen, um in den BoD Bestsellerlisten aufzutauchen? Hier im Forum sind doch bestimmt einige Bestsellerautoren unterwegs...
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Forrest Bike
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Re:

von Forrest Bike (09.10.2011, 03:23)
Hallo, eine Zahl fände ich auch interessant. Reichen hundert Bücher im Monat? Ich habe da keine richtige Vorstellung.

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SandraR
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Re:

von SandraR (09.10.2011, 07:49)
Unterschiedlich, kommt auf das Genre an, und vermutlich auch auf den Monat. Wie viel haben parallel im Monat x eure Mitkonkurrenten verkauft!

Edit meint noch: "Was nutzt euch eigentlich eine Verlagsinterne Bestsellerliste? Genau nichts". Wenn müsstet ihr auf die Spiegelbestsellerliste!
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W.Waldner
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Re:

von W.Waldner (09.10.2011, 10:53)
Hat eigentlich schon jemand von den Autoren herausgefunden, wie die dicke Hegemann damals auf die Bestsellerlisten gekommen ist. An dem, was die geschrieben hat, kann es ja nicht gelegen haben.

Vermutlich muss da jemand interessiert sein, einen bestimmten Autor aufzubauen oder ein bestimmtes Thema und entsprechend viel dafür zahlen oder Druck ausüben.

An den Büchern und deren Qualität kann es jedenfalls selten liegen. Beispiel dafür die ekligen "Feuchtgebiete", bei denen mich schon ein kurzer Blick gegraust hat. Aber wenn alle Zeitungen darüber schreiben, dann kaufen es die Leute auch, und wenn es der letzte Dreck ist.
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Christian Strzoda
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Re:

von Christian Strzoda (09.10.2011, 12:44)
...wobei man schon eher Gehör bei Journalisten findet, wenn man behaupten kann, man steht auf irgendeiner Bestsellerlist :)

"Feuchtgebiete" ist wirklich grausam. Mir ist es ein Rätsel, wie der Verlag in der Erstauflage 500.000 Stück davon produzieren konnte. Aber das zeigt, dass die Autorin den Nerv der Menschen getroffen hat. Wenn ein solcher Roman zu 70 % autobiografisch ist, macht das scheinbar neugierig.

Und wer ist eigentlich die "Hegemann"?

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (09.10.2011, 13:47)
Christian Strzoda hat geschrieben:
...wobei man schon eher Gehör bei Journalisten findet, wenn man behaupten kann, man steht auf irgendeiner Bestsellerlist :)


Bestseller-Plätze werden gekauft. Ist allerdings ein extrem teures Geschäft für den Verlag. Wer bei Thalia als "Buch des Monats" beworben werden will. muss mindestens 50.000 Euro auf den Tisch legen. Um als Titel im Weihnachtsprospekt von Thalia aufzutauchen, kostet das 15.000 Euro.

Eine ganzseitige Anzeige im "Spiegel" - mit entsprechenden Konsequenzen für die Spiegel-Bestsellerliste - schlägt mit 70.000 Euro zu Buche.

Ein Bestseller definiert sich in Deutschland mit einer Auflage von 30.000 bis 40.000 Stück.

Christian Strzoda hat geschrieben:
"Feuchtgebiete" ist wirklich grausam. Mir ist es ein Rätsel, wie der Verlag in der Erstauflage 500.000 Stück davon produzieren konnte.


Bitte realistisch bleiben und keine Gerüchte in die Welt setzen. Nach Auskunft des Verlages wurde eine Erstauflage von 31.000 Stück produziert (Spiegel, 24.07.2008)

Christian Strzoda hat geschrieben:
Aber das zeigt, dass die Autorin den Nerv der Menschen getroffen hat. Wenn ein solcher Roman zu 70 % autobiografisch ist, macht das scheinbar neugierig.


Nein. Das Buch zeigt, dass es in der Gesellschaft noch immer sehr starke Tabus gibt, und sobald jemand diese Tabus angeht und in die Öffentlichkeit zerrt, sich die Leute nahezu gleichzeitig sich das Maul darüber zerreißen und im selben Moment auf das Produkt stürzen. 2008/09 war es "Feuchtgebiete", 2010 war der gleiche Effekt in noch größerem Maße bei Sarrazins Buch "Deutschland schafft sich ab" festzustellen.

Beide Bücher beschreiben etwas, das in der Gesellschaft existiert, aber öffentlich nicht beschrieben oder diskutiert werden darf. Der Tabubruch löst den Skandal aus und das führt zu immensen Verkaufszahlen.

Christian Strzoda hat geschrieben:
Und wer ist eigentlich die "Hegemann"?


Helene Hegemann ist eine 19jährige Schauspielerin, Regisseurin und Autorin, die vom deutschen Feuilleton wegen ihres Buches "Axolotl Roadkill" ohne Ende gelobt wurde - und schließlich des Plagiats überführt wurde (sie hatten absatzweise aus einem Buch eines Bloggers abgeschrieben). Das löste in der Kulturszene eine heftige Diskussion aus, ob das Patchen von Texten, also aus mehreren Quellen abschreiben und neu zusammenfügen (Copy & Paste), nicht doch eine künstlerische Leistung ist (Reich-Ranicki hat sich auf die Seite von Hegemann gestellt). Hegemann sollte auf der Leipziger Buchmesse einen Literaturpreis erhalten, wovon man dann aber wegen der heftigen Debatte Abstand genommen hat.

"Axolotl Roadkill" wurde mit einer Startauflage von 50.000 Stück veröffentlicht, ist inzwischen in viele andere Sprachen übersetzt worden und gilt als "streckenweise unlesbar".
Korrektorat: 1,- Euro zzgl. 19 % USt. pro angefangene 1.000 Zeichen // Layout Buchblock: 1,- Euro pro Seite zzgl. 19 % USt. // Buchcover 20,- oder 30,- Euro inkl. 19 % USt. // Sonderpreise auf Anfrage per E-Mail oder PN

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BirgitOehmig
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Re:

von BirgitOehmig (09.10.2011, 14:01)
Vieleicht könnte uns Sven die Frage jetzt selbst neantworten?
da er es ja inzwischen geschafft hat.
Gruss Birgit
ps Sandra du hattest recht die Zeitungsanonce ist sinnlos

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Christian Strzoda
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Re:

von Christian Strzoda (09.10.2011, 14:14)
Das mit den Bestsellerlisten ist erschreckend. Hier habe ich leider keinen Einblick, aber vermutlich stimmt es, dass gerade die Spiegelbestseller irgendwie generiert werden.

Ich merke übrigens gerade, dass ich "Feuchtgebiete" mit "Schoßgebete" verwechselt habe. Letzteres hat (scheinbar) eine Startauflage von einer halben Millionen. Sorry für die unpräzise Recherche. Qualitativ bleiben beide Bücher für mich allerdings die selben unlesbaren Werke...

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Christian Strzoda
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Re:

von Christian Strzoda (09.10.2011, 14:24)
@Sven: Ich bin mittlerweile auf dem dritten Platz angekommen (Belletristik) und habe knapp 500 Bücher über Amazon etc. und 60 Bücher über eine von mir bestellte Kleinauflage bei Lesungen und im Bekanntenkreis verkauft.
Da die Listen aber wöchentlich generiert werden, ist mir nicht klar, wie viele Bücher ich pro Woche verkaufen muss, um meinen Platz zu halten. Auch ist bei BOD nicht jeder Einzelverkauf nachvollziehbar. Manchmal vergeht eine Woche, in der nichts passiert, und dann werden scheinbar alle Verkäufe der Woche aufgerechnet. Und ich weiß nicht, ob durch mich selbst bestellte Bücher mit eingerechnet werden können.

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SandraR
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Re:

von SandraR (09.10.2011, 17:50)
Das letzte kann ich dir beantworten "nein". Bücher die du selber direkt bei BOD bestellst gehen nicht in die Liste ein.
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Nicolas Fayé
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Re:

von Nicolas Fayé (09.10.2011, 20:49)
Verkaufte e-books gehen übrigens auch nicht in die Bestsellerliste ein. Eine separate e-book-Liste ist nicht geplant. (Info von BoD per mail von Ende September).
Viele Grüße von Nicolas

Geduld ist eine Tugend
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Forrest Bike
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Re:

von Forrest Bike (23.10.2011, 10:23)
SandraR hat geschrieben:
Unterschiedlich, kommt auf das Genre an, und vermutlich auch auf den Monat. Wie viel haben parallel im Monat x eure Mitkonkurrenten verkauft!

Edit meint noch: "Was nutzt euch eigentlich eine Verlagsinterne Bestsellerliste? Genau nichts". Wenn müsstet ihr auf die Spiegelbestsellerliste!

Ganz unnütz ist sie nicht. Ein kleines Stück Werbung mehr. Falls potenzielle Kunden sich bis dorthin vorklicken.

Spiegel Bestseller zu sein ist sicher ein Selbstläufer. Einmal drin, dann läufts -sehr bekannt, lange gut verkauft. Die Reichen werden immer reicher, brauchen eben nix mehr dafür zu tun, dank Zinseszins. Ob nun die durch die Spiegelbestsellerliste beeinflusste Marktdynamik zum Kollaps des Weltbuchmarktes führt, ist vermutlich noch nicht bekannt, oder? (Ironie...) Vermutlich aber zum überall stattfindenden verdrängen der kleinen Literaten und Autoren. Unbekannte Kleinkunst wird eben kleingehalten - (Markt)Gesellschaftsdynamik. (Ernst)

Gibt es eigentlich auch Longsellerlisten? Ich meine Bücher, die nicht mehr in den Top 20 stehen, aber dauerhaft gut laufen?

Richymuc
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Re: BoD Bestsellerliste Verkaufszahlen

von Richymuc (23.10.2011, 10:49)
Sven Thoemen hat geschrieben:
Wieviele Bücher muss man denn verkaufen, um in den BoD Bestsellerlisten aufzutauchen? Hier im Forum sind doch bestimmt einige Bestsellerautoren unterwegs...


Es zählen ja immer die letzten sechs Wochen bei der Bewertung.

Das ist unterschiedlich und hat auch was mit der Jahreszeit zu tun.
Bin mit 320 Buchverkäufen mal auf Platz 11 gelandet.

Und wieder später mit 220 Verkäufen auf Platz 16 gelandet.

Und später mit 350 Buchverkäufen nicht mal aufgetaucht, kommt halt auch darauf an wie es bei den anderen Autoren so läuft.

Mit ist es wichtiger, dass es das Ganze Jahr gut läuft cheezygrin
www.richymuc.de
Der Satirische Kreuzfahrt-Flüsterer ISBN 978-3-8370-9816-7
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mtg
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Re:

von mtg (23.10.2011, 12:08)
Forrest Bike hat geschrieben:
Ganz unnütz ist sie nicht. Ein kleines Stück Werbung mehr. Falls potenzielle Kunden sich bis dorthin vorklicken.

Ich denke, die lassen sich an einer Hand abzählen ... Die »BoD-Bestseller-Liste« streichelt nur das Ego von BoD-Autoren. Für den Markt hat sie überhaupt keine Bedeutung.

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