Aldi, Lidl, Geox, Pepe Jeans, Markennamen & CO verwenden

Verträge, Rechte und Pflichten: Was man als Autor beachten sollte.


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manuela3
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Aldi, Lidl, Geox, Pepe Jeans, Markennamen & CO verwenden

von manuela3 (19.09.2011, 13:28)
Hallo,
ganz neu hier. Habe jetzt 2-3 Stunden hier im Forum über die Suche versucht zu meinem Thema was zu finden, bekomme aber entweder nur Halbantworten oder das was auf meine Fragen nicht zutrifft. Sicherlich fallen mir nur nicht die richtigen Suchbegriffe ein, aber da ich noch mehrere Fragen habe, bei denen ich hoffe Eure Hilfe zu bekommen, fang ich nun mal an:

Ich möchte in meinem Buch (Sachbuch!!!) viele Markennamen verwenden. Selbstverständlich nur im positivem Zusammenhang. In meinem Buch ist das wichtig, weil ich versuche zu vermitteln mit welchen Marken ich in welchen Läden erfolgreiche Schnäppchen schlagen konnte. Ohne explizit den Namen zu benennen könnte mein Buch nicht wirklich fertig geschrieben werden.

Ich weiß, dass kürzlich ein ähnliches Buch auf den Markt kam, die heiter drauf los jegliche webadressen empfohlen hat und unter anderem auch Namen von Geschäften etc. erwähnt hat.. Was ja nicht zwangsläufig heißt, dass dies erlaubt ist.

Eine Anfrage an 20-30 Markeninhabern denke ich ist ausgeschlossen. Der Aufwand wäre zu groß und wie ich das (an-)schreiben könnte wüßte ich auch nicht. Fertiges Formular gibt's ja wohl nicht dafür!! ;-)

Das Buch ist im groben schon geschrieben, nur müßte ich jetzt alles rausnehmen was ich an Markennamen verwende... EGal ob das Wort Aldi, Geox Schuhe etc..., dann wäre es nicht mehr aussagekräftig genug und nicht nachvollziehbar..


Bitte dringend um ein paar Antworten...
DANKE
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guenther klein
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Markennamen verwenden

von guenther klein (19.09.2011, 14:07)
Das kommt wohl auf den Sinn an.

Wird geschrieben: Supermärtke wie "ALDI" und "Lidl", um nur zwei der bekanntesten zu nennen, haben die örtlichen Einzelhandelsgeschäfte (Tante Emma-Laden) nahezu verdrängt", wird es keine Einwände geben. (Das gehört zum Allgemeinwissen. )

Wird aber geschrieben: "Supermärkrte wie ABC bzw. XYZ lassen im Ausland produzieren. Ein Großteil der Waren wird sogar von Kindern produziert und verpackt", dann ist natürlich Vorsicht geboten.

Solche Aussagen werden von kritischen Fernsehmagazinen gemacht. Hier haben Heerscharen von Rechtsanwälten die Dinge im Vorfeld untersucht.


Grüße Guenther

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SandraR
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Re:

von SandraR (19.09.2011, 18:37)
Sie schreibt ja Zitat" im positiven Sinne" und ansonsten es gilt noch immer die Pressefreiheit soweit mir Bekannt ist!

Man darf keine nicht beweisbaren Tatsachen schreiben, alles andere darf man!
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manuela3
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Re:

von manuela3 (19.09.2011, 20:04)
danke erstmal...
das heißt, wenn ich meine das Vanish Oxi Action (markenname) ein tolles Produkt ist, darf ich es auch so erwähnen und "loben" ?!?

Darf ich beispielsweise schreiben, dass ich Aldi und Lidl am günstigsten finde - gegenüber anderen Supermärkten etc...

darf ich auflisten in welchen Geschäften ich wieviel gezahlt habe...

in etwa so:
Geox Schuhe anstatt 57 Euro für 19 Euro (Outlet Metzingen)
Pepe Kurzarmshirt anstatt 39 Euro für 14 Euro (OUtlet Zweibrücken)
etc.pp.

????????? DANKE !!!! ;-)))
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SandraR
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Re:

von SandraR (20.09.2011, 07:12)
Wenn es stimmt: JA! Kritisch wird es nur wenn es reine Phantasie ist. Geh davon aus, dass Du theoretisch immer deine Behauptungen nachweisen musst! Das ist wie eine Diplomarbeit oder eine Dissertation. Die musst du theoretisch immer vor einem Wissenschaftsrat verteidigen können!
Mach hinten ins Buch eine Abteilung: Quellenangaben rein auch wenn dort nur die WWW Seiten zu genannten Herstellern oder Geschäften stehen, das reicht schon. Das unterstreicht einfach woher theoretisch die Fakten kommen.
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manuela3
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Re:

von manuela3 (20.09.2011, 08:16)
Super - das hilft mir!!! Klar kann ich das "beweisen".. habe ja Rechnungen und Belege etc. und weiß auch immer genau wo die Sachen her sind. Mag ja kein Phantasiebuch schreiben, sondern mit anderen meine Erfahrungen teilen, damit Sie es eventuell gleich tun können ;-)

Lieben Dank und Grüße
Manuela
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Manu
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Re:

von Manu (20.09.2011, 09:12)
Ich kann dir trotzdem nur empfehlen, dich abzusichern und dir die schriftliche Genehmigung bei den jeweiligen Markeninhabern zu holen. Das macht zwar Arbeit, aber die rechnet sich, wenn dadurch eine teure Unterlassungsklage vermieden werden kann.
Ich habe das für meinen ersten Roman so gemacht (habe den Slogan "Katzen würden Whiskas kaufen" verwendet) und mir von dem Mutterkonzern Mars die Erlaubnis geholt, in dem ich das Kapitel, wo der Satz drin stand, zugemailt habe. So konnten die sehen, in welchem Kontext ihr Slogan erwähnt wurde. Mars war sehr freundlich und entgegenkommend.

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Manu
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Re:

von Manu (20.09.2011, 09:13)
Ich kann dir trotzdem nur empfehlen, dich abzusichern und dir die schriftliche Genehmigung bei den jeweiligen Markeninhabern zu holen. Das macht zwar Arbeit, aber die rechnet sich, wenn dadurch eine teure Unterlassungsklage vermieden werden kann.
Ich habe das für meinen ersten Roman so gemacht (habe den Slogan "Katzen würden Whiskas kaufen" verwendet) und mir von dem Mutterkonzern Mars die Erlaubnis geholt, in dem ich das Kapitel, wo der Satz drin stand, zugemailt habe. So konnten die sehen, in welchem Kontext ihr Slogan erwähnt wurde. Mars war sehr freundlich und entgegenkommend.

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SandraR
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Re:

von SandraR (20.09.2011, 10:06)
Manu dein Kontext war ein ganz anderer, nämlich ein Roman. Würde jeder Journalist für seine Artikel immer zuerst die Erlaubnis einholen den Namen erwähnen zu dürfen, gäbe es keine Zeitungen mehr!

Ihr müsst schon unterscheiden zwischen geklauten Fotos im Internet und Abmahnungen und Sachbüchern oder Reportagen etc.!
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manuela3
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Re:

von manuela3 (20.09.2011, 10:23)
mmh, ich glaube auch das da ein Unterschied ist. Denn in meinem Buch geht es mehr um tatsächliche Erfahrungen und Empfehlungen die ich in diesem Zusammenhang ausspreche.
Ich möchte weder bereits bestehende Slogan verwenden, weder mein Buch mit bereits bestehenden Markennamen aufwerten.
Nur wäre es wichtig die Ergebnisse die ich erzielt habe punktgenau aufzulisten, damit es auch glaubhaft ist.
Wenn ich schreiben würde.... Ich habe Schuhe für 26 Euro gekauft die einst 89 Euro gekostet haben, dann glaubt mir kein Mensch, wenn ich nicht dazu schreibe woher und von welcher marke, oder???? Das denke ich zumindest!!!

Wenn da aber steht: Napapjiri Schuhe von 89 Euro auf 56 Euro Outletpreis, weitere Reduzierung wg. Einzelstück auf 26 Euro, dann ist es Fakt und fertig. Aber gerade Napapjiri ist eine teuere Marke - vielleicht sollte ich es doch weglassen, wenn es unsicher ist.... ?!?
Abmahnungen etc. kann ich keinenfalls gebrauchen :-S

Liebe Grüße
manuela
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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (20.09.2011, 10:30)
Manuela3, ich gehe davon aus, dass du das Buch über bod veröffentlichen möchtest; in diesem Fall hältst du für - was immer auch die Folgen sein mögen, allein deinen Kopf hin!

Du schreibst, wie ich es verstehe, über deine Schnäppchen-Erfahrungen, das funktioniert natürlich nicht ohne Namensnennung - und hier wird es m.E. kritisch: du begibst dich auf unsicheres Terrain.

An deiner Stelle würde ich mich an einen Fachanwalt wenden und beraten lassen, bevor ich weiterschreiben (!) würde.

Was bezweckst du mit dem Buch? Werden die Leser aufgrund deiner ERfahrungen in den jeweiligen Läden auch günstig einkaufen können? Genau diese Marken?


@Sandra: Ein bod-Autor ist nun mal kein Journalist (was ein Journalist schreibt und veröffentlicht, geht über die Chefredaktion und das Medium!).


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manuela3
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Re:

von manuela3 (20.09.2011, 10:39)
Das Buch ist bereits fertig... bis auf Korrektur, Inhaltsangabe und Kleinigkeiten fehlts mehr... warte eigentlich nur noch auf meinen Zugang zu easybook, damit ich mit der Gestaltung anfangen kann....

Der Zweck ist jetzt hier nebensächlich... es geht vielmehr darum, ob ich meine eigenen Erfahrungen einfach so mal schreiben darf?!? logisch geht das nicht ohne Namensnennungen... sonst könnte es ja ebenso blühende Fantasie sein. Belegen kann ich alles davon, von daher sind es ja keine Unwahrheiten aus denen man mir den Strick drehen könnte.

Liebe Grüße
Manuela
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Perchta
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Re:

von Perchta (20.09.2011, 10:42)
@ manuela3: Ob du etwas "beweisen" kannst, ist zunächst mal unwichtig. Beweisführung findet vor Gericht statt. Und bis dorthin kannst du erst mal für jede Menge Anwaltskosten aufkommen müssen, wenn du Pech hast.

Im übrigen wäre es vermutlich sehr sinnvoll, dich mit den betroffenen Firmen ins Verständnis zu setzen. Wieso willst du für die denn kostenlose Werbung machen?
Mein Dilettanten-Projekt. "Dilettant" ist übrigens abgeleitet vom lateinischen "delectare" = "erfreuen".

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SandraR
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Re:

von SandraR (20.09.2011, 15:43)
Haifischfrau, ein Sachbuchautor sollte schon mindestens die Qualitäten eines freischaffenden Journalisten besitzen!

Die andauernde Meinung hier man lebe in einem Land der Zensuren geht mir ehrlich gesagt schon etwas auf den Wecker. Manche Leute sind hier drauf als würden sie in der größtmöglichen aller Diktaturen leben. Genau mit solchem Verhalten fordert man dann Wildwuchs heraus.
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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (20.09.2011, 16:27)
Hallo Sandra,
ich fühle mich nicht richtig von dir verstanden :lol:
Es geht mir nicht um Qualitäten eines Sachbuchautors, sondern um die juristische Seite. Bevor ICH ein Buch mit Firmennamen usw. veröffentlichen würde, würde ich entweder alle Firmen vorher anschreiben und um die Zustimmung bitten, oder mir einen Anwalt suchen, der mich berät (und auf den ich im Notfall verweisen könnte).

Ich kann hier nur meine Sicht der Dinge kund tun - geklagt wurde schon wegen zahlreicher Kleinigkeiten; was für die Firmen Peanuts sind, kann für den Autor schon ein ganzes Vermögen sein.
Wer einen seriösen Verlag im Hintergrund hat, wird dort auch Informationen bekommen bzw. ein Verlag wird in der Regel (!) kein Risiko eingehen wollen.

Ich habe in meinen Sachbüchern (1 bod, 1 Fachbuchverlag, 1 (untauglicher) Kleinverlag ALLE Firmen vorher angeschrieben, dgl. die Wissenschaftler, deren Graphiken ich verwandt habe (und dafür durfte ich zahlen!).

M.E. hatte Manuela3 hier um Rat gefragt - und ich würde hier nicht einfach sagen: "mach ruhig, du darfst das". Abgesehen davon, ist im Forum eh keine Rechtsberatung erlaubt.

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