Preiselastizität bei Sachbüchern

Euer Forum für Diskussionen zum Thema Self-Publishing und Buchveröffentlichung.


Wie genau schaust du auf den Preis beim Sachbuch?

Auf jeden Cent
1
10%
Ab 15 Euro schaue ich schon, ob es ein günstigeres Buch zum gleichen Thema gibt
5
50%
Ab 20 Euro wird der Preis relevant
4
40%
 
Abstimmungen insgesamt: 10

vondirke
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Preiselastizität bei Sachbüchern

von vondirke (26.09.2011, 16:04)
Liebe Gemeinde,

mein erster eigener Thread. Bitte nicht hauen, ich hab noch Welpenschutz.

Viel habe ich in diesem Forum schon gelesen. Alles sehr amüsant.
Besonders viele Diskussionen gab es über den Preis.
BOD sei zu teuer, zu dem und dem Preis wird es ein Ladenhüter etc.

Ich kann dem nocht so ganz folgen, wenn ich mein eigenes Kaufverhalten beobachte.
Zumindestens wenn ich es auf Sachbücher bis 20€ einschränke, kaufe ich selten aufgrund des Preises, sondern weil mich die Idee des Buches fasziniert. Sprich: bei gutem Marketing kauf ich ein Buch egal ob es 10 Euro oder 20 Euro kostet. Und vor allem im ein Euro-Bereich würde ich keine signifikante Änderung im Kaufverhalten vermuten.

Um das zu verifizieren, möchte ich Euch nach Eurem Kaufverhalten befragen. Schaut ihr auf den Euro beim Bücherkauf?

LG
Sebastian

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (26.09.2011, 16:20)
Ich schaue zuerst, z.B. im Search In, ob das Buch verspricht, was im Klappentext angekündigt wird. Ohne Search In würde ich es ohnehin nicht kaufen (im Laden kann ich das Buch ja auch durchblättern).

Der Preis ist nachrangig, allerdings sollte ein vergleichbar höherer Preis gut begründet sein. Abgesehen davon: um welche "Sache" handelt es sich?

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Torsten Buchheit
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Re:

von Torsten Buchheit (26.09.2011, 16:35)
Hallo Sebastian,

Sachbuch ist nicht gleich Sachbuch. Es gibt Sachbücher, für die 15 Euro schon zuviel wären, und andere, die sind mit 100 Euro noch recht billig. Entscheidend für den Preis ist das Thema, die Marktlage vergleichbarer Titel, der Seitenumfang und die Ausstattung (z.B. Hardcover, Farbseiten).

Viele Grüße

Torsten
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vondirke
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Re:

von vondirke (26.09.2011, 16:39)
Echt, wenn du nicht reinschauen kannst, kaufst du es nicht?

Ich wollte mit Absicht keine Ebook-Version erstellen lassen (und ich glaube damit gibt es auch bei Amazon kein Blick in Buch oder funktioniert das anders?). Ganz einfach, weil die meisten Bücher, dann bei Google Books fast komplett einsehbar sind.
Wie oft habe ich mir schon nur das relevante Kapitel bei Google durchgelesen und das Buch nicht gekauft. Das soll mir nicht passieren...

Die Sache ist bei meinem Kaufverhalten eigentlich egal. Ich interessiere mich für viele Themen und wenn ich Blut geleckt habe, kaufe ich es.

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Torsten Buchheit
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Re:

von Torsten Buchheit (26.09.2011, 17:01)
Das eBook hat mit dem Blick ins Buch nichts zu tun. Wenn du bei BoD die Option Google Books aktivierst, dann erscheint bei Amazon der Blick ins Buch, und das Buch ist bei Google Books teilweise sichtbar. Völlig unabhängig von einem eBook.

Wenn ich übrigens nicht in ein Buch reinschauen kann, kaufe ich es in der Regel nicht.
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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (26.09.2011, 17:03)
Nein, ich meine die Search-In Funktion, die du aktivieren lassen kannst bei bod, so dass der Kunde bei amazon reingucken kann. Das hat mit ebook nichts zu tun.

Ich frage mal anders: warum sollte der Kunde die Katze im Sack kaufen?

Ich kann mich nur Torsten anschließen: in meinem Bücherschrank stehen einige Sachbücher, die über 100 € (bzw. vor ca. 15 - 20 Jahren über 100 DM gekostet haben).

Nun muss ich gestehen, dass ich bei bod-Büchern zwei Mal hingucke (obwohl ich auch selbst bei bod veröffentlicht habe); die Tatsache, dass alles ohne Lektorat und rein nach Gusto des Autors veröffentlicht wird, gebietet mir eine gewisse Vorsicht - gerade bei einem Sachbuch - da kann ein fehlender Buchstabe schon ganz fatale Folgen haben.

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Perchta
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Re:

von Perchta (26.09.2011, 17:35)
Bei einem Sachbuch ist der Preis sicher nicht das erste Kriterium, anhand dessen ich entscheide. Es sei denn, es gibt Unmengen in Umfang und Ausstattung gleichartiger Titel auf dem Markt; dann würde ich natürlich vergleichen.

Aber generell weiß ich, daß ich ein Sachbuch zu einem Spezialthema wie der "Grafschaftsverfassung der Karolingerzeit in den Gebeiten östlich des Rheins" nicht für 20 Euro kriegen werde, und bin auch gerne bereit, mehr dafür auszugeben :wink: . Allerdings sollte es dann auch inhaltlich entsprechend gut aufbereitet sein. Da geht es mir wie der Haifischfrau: BoD-Titel würde ich diesbezüglich sicher genauer prüfen wollen.
Mein Dilettanten-Projekt. "Dilettant" ist übrigens abgeleitet vom lateinischen "delectare" = "erfreuen".

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mtg
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Re:

von mtg (26.09.2011, 17:56)
Grundsätzlich bin ich der Auffassung, dass der Begriff »Preiselastizität« bei Sachbüchern (oder sprechen wir von Fachbüchern?) nicht wirklich zutrifft, denn das Interesse an einem solchen Buch speist sich aus dem Inhalt und nicht dem Preis. Ich kenne günstige inhaltsreiche und teure inhaltsleere Sachbücher.

Zudem kommt es darauf an, ob und wie viele Buchtitel der Markt zu vergleichbaren Themen zu welchen Preisen bereits bietet und natürlich auch, wie sich die Zielgruppe definiert. Da gibt es also weit mehr relevante Faktoren als nur den reinen Preis ...

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W.Waldner
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Re:

von W.Waldner (26.09.2011, 18:25)
Ohne Buchvorschau würde ich nur von einem mir bereits bekannten Autor ein Buch kaufen, ganz unabhängig vom Preis. In den Buchhandlungen stehen Tausende von Büchern, die ich nicht geschenkt haben möchte.

Bei einem wichtigen Sach- und Fachbuch kann der Preis auch gerne entsprechend hoch sein, nur abgezockt darf sich der Käufer nicht vorkommen. Fachbücher aus wissenschaftlichen Verlagen mit einer entsprechend niedrigen Auflage kosten meist extrem viel Geld, aber das weiß der entsprechende Spezialist auch.

Aber eine Katze im Sack würde ich auch für meine Spezialgebiete nicht akzeptieren.
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Warum die Geldpolitik 1929-33 die Weltwirtschaftskrise verursacht hat

Der preußische Regierungsagent Karl Marx

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SandraR
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Re:

von SandraR (26.09.2011, 18:56)
Stimme Matthias bei. Bei Sachbüchern brauche ich das Thema, dann interessiert mich auch der Preis nicht. Surch Inside bei Sachbüchern interessiert mich auch nicht. Im Zweifelsfall frage ich Tante Google was über den Autor ausgespuckt wird.
Surch Inside gerade bei Sachbüchern lässt eher auf Ramsch schließen oder mangelndes Selbstbewusstsein des Autors. Im Buchhandel entscheide ich auch anhand des Klappentextes und fange nicht in der Buchhandlung an zu lesen.
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Torsten Buchheit
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Re:

von Torsten Buchheit (26.09.2011, 19:15)
Gerade bei Sachbüchern schaue ich unbedingt ins Buch (und dort besonders ins Inhaltsverzeichnis), entweder in der Buchhandlung oder mittels Search inside. Ich will ja wissen, was ich für mein Geld bekomme.
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hawepe
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Re:

von hawepe (27.09.2011, 08:11)
Hallo Sebastian,

so pauschal lässt sich deine Frage nicht sinnvoll beantworten. Dazu gibt es viel zu viele Randbedingungen.

Brauche ich das Buch wirklich? Gibt es alternative Titel? Reicht mir notfalls auch eine Ausleihe aus einer Bibliothek? Gibt es den Titel auch antiquarisch? Brauche ich die aktuelle Auflage? Kenne ich den Verfasser? Was halte ich vom Verlag?

Natürlich überlege ich bei einem Buch für 100 Euro länger als bei einem Buch für 10 Euro. Aber nur weil ein Buch billig ist, kaufe ich es noch lange nicht, schließlich braucht auch ein billiges Buch Platz im Bücherschrank. Beim Erst- oder Zweitbuch spielt das natürlich noch keine Rolle cheezygrin

Beste Grüße

Heinz

vondirke
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Re:

von vondirke (27.09.2011, 12:29)
Sehr interessante Ansichten, danke dafür.

Ich rede hier nicht von einem Spezialthema mit begrenzter Zielgruppe.
Zu meinem Thema (sorry, dass ich es noch nicht verraten möchte, aber ihr erfahrt es als erste) gibt es noch kein Buch, aber der Themenbereich ist schon ganz gut abgedeckt. Es gibt also genügend Konkurrenz.
Ich gehe trotzdem mit Selbstbewusstsein an die Sache, weil ich weiß, dass das Buch genial wird und ich ausreichend Marketing machen werde.
Im Prinzip habt ihr meine Preisüberlegungen bestätigt. Ich sollte mir mehr Gedanken um das Marketing (und da zähle ich Search Inside dazu) machen und weniger um den genauen Preis.

Zum Search Inside: es gibt ja auch Bücher, bei denen man Klappentext, Inhaltsverzeichnis und Leseprobe sehen kann, aber nicht das ganze Buch. Ist das bei BOD auch möglich?
Ich finde einfach, dass man bei Google Book fast das ganze Buch lesen kann. Die paar ausgesparten Seiten nimmt man im Zweifelsfall hin, wenn man 20 Euro sparen kann. Oder mache ich mir hier zu große Sorgen?

LG
Basti

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SandraR
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Re:

von SandraR (27.09.2011, 13:48)
Wieso BOD? Dein Buch wird mit ISBN in jedem durchschnittlichen OnlineBuchshop zu finden sein. Ob mit oder ohne surch inside entscheidest durch Klicken eines Kästchens.
Falls Du glaubst ohne enge Zielgruppe seiest du besser dran erliegst du einem Denkfehler. Nur die enge Zielgruppe zahlt auch hohe Preise. Die Masse lebt nach dem Motto "Geiz ist geil".
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vondirke
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Re:

von vondirke (27.09.2011, 13:53)
SandraR hat geschrieben:
Wieso BOD? Dein Buch wird mit ISBN in jedem durchschnittlichen OnlineBuchshop zu finden sein. Ob mit oder ohne surch inside entscheidest durch Klicken eines Kästchens.
Falls Du glaubst ohne enge Zielgruppe seiest du besser dran erliegst du einem Denkfehler. Nur die enge Zielgruppe zahlt auch hohe Preise. Die Masse lebt nach dem Motto "Geiz ist geil".



Da hast du mich missverstanden. Ich wollte nur sagen, wie mein Thema einzuschätzen ist.
Das ich besser dran bin, meinte ich gar nicht. Beides hat seine Vor- und Nachteile. Man muss halt sein Marketing und Buch dementsprechend anpassen.

Nochmal nachgefragt: Heißt das, ich kann nur entweder oder wählen. Entweder kein Blick ins Buch oder ins ganze Buch. Einen abgespeckten Blick kann ich nicht einstellen. Mit würde es auch schon reichen, wenn man das nur bei Amazon direkt macht. Bei den anderen Onlineshops gibts dann halt nur das Cover.

LG

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