Unser Lehrer hat 'nen Vogel!

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Daddy
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Unser Lehrer hat 'nen Vogel!

von Daddy (21.10.2011, 17:34)
Titel: Unser Lehrer hat 'nen Vogel!
Autor: Günter Schäfer

Verlag: Books on Demand
ISBN: 9783842384118
Seiten: 136
Preis: 8,90 €

Der Autor über das Buch:

Eine Jugendkriminalgeschichte mit Lokalcharakter aus Nördlingen.

Klappentext:

Uli, Tim und Mario. Diese drei Jungs bilden die Film-AG der Nördlinger Mittelschule. Die Teilnahme an einem Wettbewerb führt das Trio unter der Anleitung ihres Lehrers auf die Kaiserwiese, um dort eine Dokumentation über die Ausstellung der „Tropical Parrots“ zu drehen.

Der Besuch der Papageienausstellung verläuft jedoch ganz anders als es vom Lehrer geplant war.

Der Tod eines Tierpflegers und ein verschwundener Papagei rufen die beiden Augsburger Kriminalbeamten Robert Markowitsch und Peter Neumann auf den Plan.

Gemeinsam mit den drei Schülern versuchen sie die rätselhaften Umstände aufzuklären.


Inhalt:

Nachdem das Feedback meiner Testleser vom Level "aha" bis "ganz ok" endlich angestiegen war auf ein "schon viel besser" bis hin zum "prima", hab ich ihn nun endlich fertig, meinen dritten Kriminalroman. Diesmal für die Sparte Jugenbücher geeignet.

Unser Lehrer hat 'nen Vogel!

eine, wie mir zurückgegeben wurde, zum Teil heitere aber auch spannende Jugendkriminalgeschichte aus Nördlingen, bei der auch wieder das Ermittlerduo Markowitsch und Neumann mit von der Partie sind. Allen Interessierten wünsche ich viel Spaß beim Lesen. Nachfolgend einige Auszüge aus zwei Kapiteln.


Auszug aus dem 1. Kapitel

Mal wieder Montag, mal wieder stand eine neue Schulwoche vor der Türe. Uli kam entgegen seiner sonstigen Gewohnheit diesmal relativ mühelos aus dem Bett, obwohl er am Sonntagabend noch etwas länger vor der Glotze gesessen hatte.
Als er die Küchentüre öffnete, saß seine Mutter wie jeden Morgen die Tageszeitung lesend am Frühstückstisch. Als sie auf die Uhr sah, war es gerade mal fünf Minuten nach Sechs.
„Guten Morgen mein Schatz“, schmunzelte sie. „Was ist denn heute passiert, dass ich dich nicht aus dem Bett holen muss?“
"Morgen Mum“, gab Uli laut gähnend zurück, patschte seiner Mutter die rechte Hand auf die Schulter und umarmte sie dabei herzlich. „Wir müssen heute früher in der Schule sein, wir haben doch Projekttag in Bio.“
„Stimmt, hast du ja erzählt“, meinte Ulis Mutter. „Klassenausflug auf die Kaiserwiese, das wird bestimmt interessant.“
„Nix Klassenausflug“, sagte Uli. „Nur die Film-AG. Tim, Mario und ich. Und natürlich der Herr Präger.“
„Aha“, grinste Angelika Schäfer. „Sonderstatus, was?“
„Von wegen“, gab Uli zurück. „Es geht um einen Schulwettbewerb im Filmen oder so was ähnliches. Da machen wir mit.“
„Hört sich aber interessant an“, sprach Frau Schäfer. „Hat das Ganze etwas mit der Ausstellung auf der Kaiserwiese zu tun? Da stand doch am Wochenende wieder was in der Zeitung. Ich glaube ab Mittwoch fängt sie an.“
„Genau“, meinte Uli. „Der Filmwettbewerb hat zwar nix mit der Ausstellung zu tun, aber der Präger hat sich irgendwas ausgedacht. Und für die drei besten Filmbeiträge gibt’s was zu gewinnen.“
Er setzte sich an seinen Platz, wobei er sich das bereitgestellte Glas mit dem Traubensaft griff. Mit einem tiefen Schluck löschte er seinen ersten Durst. Anschließend griff er sich eine Scheibe Tost, und bestrich diese ausgiebig mit seiner geliebten Himbeermarmelade.
„Mit der Film-AG sollen wir eine Dokumentation über erotische Vögel aus Südamerika drehen.“
Angelika Schäfer konnte sich ein lautes Lachen nicht verkneifen.
„Was lachst du denn so doof?“, fragte Uli seine Mutter.
„Weil es wohl eher exotische Vögel heißen sollte, aber nicht erotische“, antwortete sie.
„Ha, ha“, gab Uli zurück. „Du weißt genau was ich meine.“
„Aber ja doch, mein Schatz“, antwortete seine Mutter lachend, wobei sie ihm durch seinen verstrubbelten Haarschopf streichelte. Anschließend stand sie auf, nahm Ulis Tasse, und schenkte ihm noch einen heißen Kakao ein. Sie blickte auf die Küchenuhr.
„Ein bisschen Zeit hast du noch“, meinte sie. „Kannst ja noch in der Zeitung blättern, während du deinen Kakao trinkst.“
„Mhm“, murmelte Uli, griff sich die Rieser Nachrichten und lümmelte sich auf die Eckbank.
Herr Präger legte Wert darauf, dass sich seine Schülerinnen und Schüler über das Tagesgeschehen informierten. Er brachte immer wieder verschiedene Fragen in den Unterricht mit ein.
Uli überflog meist nur die Schlagzeilen, außer, ihn interessierte irgendetwas besonders. Die fünf Minuten Zeitunglesen hatte er sich schon als kleines morgendliches Ritual angewöhnt.
Ein weiteres, nämlich Waschen und Zähneputzen, folgte im Anschluss. In der Zwischenzeit machte seine Mutter in der Küche klar Schiff.



Auszug aus dem 4. Kapitel


Uli sah sich um. Sein Lehrer sowie seine beiden Schulkameraden standen wie Bäume angewurzelt auf der Stelle. Er selbst hatte die ganze Szene während der letzten Minuten mit seiner Kamera aufgenommen.
Er drehte seinen Kopf zur Seite und erkannte dabei an den Fensterläden des Anhängers, dass es sich genau um jenen handelte, an dem er vorhin sein kleines Geschäftchen verrichtet hatte.
Hoffentlich hat das keiner mitgekriegt dachte er sich. Nicht dass sie mir am Ende noch die Schuld in die Schuhe schieben. Der Präger würde mich in der Luft zerreißen.
Antonio Garcia hatte sich inzwischen wieder etwas beruhigt. Er langte nach dem Griff der halb offen stehenden Türe und öffnete diese komplett.
Als er die drei Trittstufen nach oben ging, drehte er sich zu Klaus Präger um.
Er deutete mit seiner linken Hand auf die Außenwand des Anhängers.
„Wie sie bestimmt schon bemerkt haben, Señor, befindet sich in diesem Wagen unter anderem auch unser Hyazinthara-Pärchen. Diese beiden Tiere sind die Attraktion unserer Ausstellung. Viele Besucher kommen extra alleine wegen dieser beiden Papageien, obwohl auch die anderen Exemplare wunderschöne Tiere sind.”
Klaus Präger hatte natürlich beim Annähern an den Wagen auch die beiden Fensterläden bemerkt. Er dachte sich schon, dass die beiden Tiere wohl im Inneren dieses Anhängers untergebracht waren.
Der Lehrer sah, dass Antonio Garcia inzwischen den Wagen betreten hatte und mit einem Male wie festgenagelt stehen blieb.
Er bewegte sich ein paar Schritte in Richtung der offen stehenden Türe, um in das Innere des Anhängers sehen zu können. Es dauerte nur wenige Augenblicke, bis er die Situation erfasst hatte.
Er sah, dass einer der Käfige offen stand, erkannte an der Seitenwand unter dem Fenster einen Tisch, auf dem verschiedene Behälter abgestellt waren.
Einige davon lagen nun auf dem Boden, der Inhalt verstreut daneben. Es sah beinahe so aus, als hätte sie jemand mit einem Handstreich von der Tischplatte gefegt.
Doch dies allein war nicht ausschlaggebend für den Schrecken, der Klaus Präger durch die Glieder fuhr.
Ungläubig starrte er auf einen auf dem Boden liegenden Mann, dessen Hinterkopf eine klaffende Wunde aufwies. Die weit aufgerissenen Augen deutete er als das Schlimmste.
Antonio Garcia machte plötzlich auf dem Absatz kehrt, trat aus der Türe, und verließ mit einem Sprung über die drei Stufen den Wagen.
Er landete unmittelbar vor Klaus Prägers Füßen, der durch das plötzliche Auftauchen des Mannes direkt vor ihm aus seiner kurzzeitigen Erstarrung erwachte.
„Um Gottes Willen“, flüsterte er betroffen vor sich hin. „Was ist denn hier passiert?”
Antonio Garcia setzte sich langsam auf die unterste Stufe des Wagens. Er brachte nur einige unverständliche Worte aus sich heraus.
Klaus Präger griff in seine Tasche und holte sein Handy daraus hervor.
„Ich werde sofort einen Arzt verständigen, Herr Garcia“, versuchte er den Mann vor sich zu beruhigen.
Mit ausdruckslosen Augen sah dieser den Lehrer von unten herauf an. Er schüttelte langsam seinen Kopf.
„Ich glaube nicht, dass er Tom noch helfen könnte, Señor Präger.”
„Aber wir müssen doch irgendetwas unternehmen“, rief der Lehrer aufgeregt, während er mit seinem Mobiltelefon herum fuchtelte. Für einen kurzen Moment schien er zu überlegen.
„Die Polizei“, sagte er schließlich. „Natürlich, die Polizei muss her.”
Noch einmal blickte er auf die am Boden des Anhängers liegende Gestalt, und wählte schließlich die Notrufnummer auf der Tastatur. Er entfernte sich dabei einige Schritte vom Wagen, aus dem noch immer aufgeregtes Zwitschern und Krächzen zu hören war.
Antonio Garcia erhob sich langsam, blieb an der Ecke des Anhängers stehen. Er stützte sich mit der rechten Hand daran ab. Immer wieder schüttelte er dabei seinen Kopf.
Uli, der in seinem Eifer das ganze Geschehen mit laufender Kamera verfolgt hatte, ging nun langsam einige Schritte nach vorn, um einen Blick durch die offen stehende Anhängertüre zu erhaschen.
Im Inneren des Wagens erkannte er einige größere Vogelvolieren. Bei einer davon stand die Gittertüre offen, davor lag ein menschlicher Körper auf dem Boden.
Uli erschrak, als er den dunkelroten Fleck in Höhe des Kopfes entdeckte.
„Oha“, war das Einzige, das er in diesem Augenblick herausbrachte. Trotz der warmen Temperaturen fühlte er einen kurzen Kälteschauer über seinen Rücken laufen.
„Schalt die Kamera ab, Uli“, vernahm er in diesem Augenblick die Stimme seines Lehrers, der ihn von hinten an seiner Schulter berührte und dann zur Seite zog.
„Ich glaube nicht, dass wir dies für unsere Dokumentation brauchen.“
Klaus Präger, der mit einigen präzisen Worten seinem Gesprächspartner am anderen Ende der Leitung erklärt hatte was geschehen war, hatte die Situation schnell wieder im Griff.
Er zog seinen Schüler vom Eingang des Wagens zurück und führte ihn zu seinen beiden Klassenkameraden, die nur wenige Meter entfernt fast regungslos auf der Stelle standen.
„Ihr geht bitte dort hinüber zum Zelteingang und wartet auf mich“, wies er die drei Jungen an und deutete in die Richtung, aus der sie vorhin gekommen waren.
„Und rührt euch diesmal nicht von der Stelle“, ermahnte er sie eindringlich.
Klaus Präger drehte sich um, als er in seinem Rücken aufgeregte Stimmen vernahm. Er erkannte, dass dieser Pietro, wie ihn Antonio Garcia vorhin nannte, mit zwei weiteren Personen aufgeregt gestikulierend vor der offenen Türe des Anhängers stand.
„Bitte“, rief er ihnen entgegen. „Nicht hinein gehen. Ich habe bereits die Polizei verständigt.“
Eine der drei Personen, eine junge Frau, hielt entsetzt ihre Hände vor dem Mund. Pietro war neben Antonio Garcia in die Hocke gegangen und versuchte auf ihn einzureden.
Klaus Präger ging zu ihm und bat ihn nochmals, auf das Eintreffen der Polizei zu warten. Anschließend ging er zurück zu seinen Schülern.
Uli wurde von Tim und Mario immer wieder mit den gleichen Fragen gelöchert.
„Was war denn da im Wagen?“, wollte Mario wissen.
"Hat irgendjemand die Vögel umgebracht?“, fragte Tim.
„Jetzt erzähl schon“, drängten ihn die Beiden fast gleichzeitig. „Du hast doch reingeschaut. Warum hat der Präger denn die Polizei angerufen?“
Doch Ulrich Schäfer schüttelte nur leicht seinen Kopf.
Klaus Präger fiel auf, dass er scheinbar durch den Anblick des Toten einen kleinen Schock erlitten hatte.
„Nun hört schon auf mit eurer Fragerei“, ermahnte er Tim und Mario. „Seht ihr denn nicht, dass er nichts sagen will? Lasst ihn doch erst mal in Ruhe.“
Behutsam legte er den Arm um Ulrichs Schultern.
„Nicht gerade angenehm so ein Anblick, oder?“
Uli sah seinen Lehrer an.
„Nee, der sah ja furchtbar aus. Alles voller Blut.“
„Wir gehen am besten zurück zum Parkplatz und warten dort bis die Polizei kommt“, meinte Klaus Präger.
An seinem Auto angekommen, holte er aus dem Inneren eine Flasche Mineralwasser heraus und reichte diese seinen Schülern.
„Trinkt erst mal einen Schluck“, meinte er. „Ich werde mich inzwischen um alles Weitere kümmern.“
Aus der Ferne war schon das Signal des Martinshorns zu vernehmen. Keine zwei Minuten später befanden sich bereits der Notarzt, ein Rettungswagen sowie zwei Fahrzeuge der Polizei auf dem Parkplatzgelände.
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Unser Lehrer.jpg
Grüße aus dem Donau-Ries

Daddy


www.krimi-lokal.de

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